Datenaustausch VNB - EVU

  • FRAGE: Wie erhält das EVU Angaben über die bezogenen kWh für die Jahresabrechnung bei einem Einspeiser?


    Vorgeschichte


    Der VNB hatte mir mitgeteilt das ich als Einspeiser nicht mehr im Juni sondern im Dezember aufgefordert werde zur Ablesung. Die Ablesung erfolgt dann gleichzeitig für eingespeisten wie bezogenen Strom. Einspeiser bin ich seit Beginn des Jahres.


    Vor 2 Wochen habe ich die Jahres-Abrechung des EVU für Juni 2014 bis Juni 2015 erhalten basierend auf einen Schätzwert der ca. 10% höher liegt als bei der letzen Abrechnung. Nach meinen Aufzeichungen sollten es aber 30% weniger sein oder ca. 1000 kWh weniger. Den Schätzwert habe man angeblich vom VNB bekommen. Man frägt auch nicht ab sondern bekommt den Wert übermittelt.


    Dem VNB habe ich in zwischen den tatsächlichen Zählerstand übermittelt in der Hoffnung das man den richtigen Wert weiterreicht, da das EVU sagte "man werde die Abrechung korrigieren wenn der korrigierte Wert vorliegt incl. Korrektur meiner Abschlagszahlung".


    Bei der Rückfrage beim VNB ob der Wert weitergemeldet wurde erhielt ich die Auskunft man melde gar nichts das muss sich das EVU abholen. (Frage: Wie weiss das EVU das es was abzuholen gibt? :roll: )


    Eine erneute Nachfrage beim EVU ergab das diese keinen neuen Wert erhalten haben aber nun Kontakt mit dem VNB aufnehmen wollen.


    Eigentlich erhoffte ich durch die PV-Anlage eine Reduzierung meiner Stromrechung und keine Erhöhung. :?

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Zitat von didimausi


    Eigentlich erhoffte ich durch die PV-Anlage eine Reduzierung meiner Stromrechung und keine Erhöhung. :?


    Bei meinem Versorger kann ich schon immer den Abschlag auf Wunsch reduzieren lassen, einfach anrufen und mitteilen was ich monatlich zahlen möchte.
    Seit einiger Zeit geht das sogar online, wenn ich den Abschlag zu niedrig ansetze bekomme ich eine Warnung, daß ich bei der Endabrechnung eine hohe Nachzahlung zu erwarten habe, die Reduzierung des Abschlags funktioniert aber trotzdem. Es ist auch wurscht wann ich das mache, es geht auch mitten im laufenden Abrechnungsjahr.


    Ich hab das Spielchen jetzt schon einigemale durch, jedesmal wenn ein Kind den Haushalt verlassen hat (ich habe 3) oder der Verbrauch aus anderen Gründen gesunken ist (die Oma ist vor 3 Jahren gestorben) habe ich meinen Abschlag nach meinem Gusto verändert, kein Problem.


    Vlt. ist das nur bei meinem Versorger so problemlos möglich, es könnte aber auch damit zusammenhängen, daß reine Bezugsstromkunden (ich bin "nur" Interessent 8) ) und Betreiber von PV-Anlagen bei deinem Versorger unterschiedlich behandelt werden :idea:


    Das wäre allerdings ein starkes Stück :evil:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hi,
    Bei meinem Strom als auch Gasanbieter kann ich die Abschläge auch raus bzw. Runter setzen lassen. Anruf bzw. Online.


    Für die PV ist mein Abnehmer auch sehr kulant. Anruf genügt.
    Die haben letztes Jahr auch eine vorzeitige Abrechnung im November für mich gemacht, damit ich in 2015 keine doppelten Einnahmen habe....hatte letztes Jahr noch kleine poplige Abschläge.


    Schreib sie doch einfach mal per Mail an oder ruf sie an.


    Gruß Red5FS

    Gruß Red5FS
    ---
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    Meine Anlage
    SV@fb

  • Wo ist das Problem? Das EVU hatte beim VNB angefragt, da war keinen neuen Zählerstand seit der letzten Ablesung, also wird geschätzt. Das dürfte bei den EVUs tägliche Praxis sein, weil immer aktuelle Zählerstände nicht vorliegen werden. Wenn sich unterjährig was ändert, wird ja auch geschätzt, sieht man, wenn man genau hinschaut, auf der Rechnung.


    ich bin kein Einspeiser, aber sowohl beim EVU alsauch beim VNB kann ich jederzeit online Zählerstände eingeben. Und was ich bisher beim VNB eingegeben habe, hat auch immer den Weg zu den EVUs gefunden.

  • Anruf beim EVU und Abschlag reduzieren lassen wäre sicher kein Problem gewesen. Hat vor 2 Jahren problemlos funktioniert.


    Das hätte aber mein Problem nicht gelöst, da dann aufgrund der Schätzung ich mit der Abrechnung nur noch eine höhere Nachzahlung hätte leisten müssen. :wink:


    Ich hatte aufgrund der Abrechnung (auf falscher Basis) bereits Kontakt zum EVU und VNB aufgenommen wie ich eingangs beschrieben habe um Alles richtig zu stellen.


    Es gab nur zwei gegensätzliche Aussagen:
    EVU sagt: Daten wurden übermittelt von VNB und die Schätzung hat VNB gemacht (1.1)
    VNB sagt: EVU ruft Daten ab und man habe keine Schätzung abgegeben (2.1)


    Es hätte mich interessiert was nun richtig ist, da sich das Spiel ggf. wiederholt hätte.
    VNB sagt: Die korrekten Daten sind jetzt in Ihrem System und EVU kann sich die Daten abholen. (2.2)
    EVU sagt: Wir warten bis uns Daten vom VNB übermittelt werden. 1.2


    Bei 2.2 stellt sich wiederum die Frage, wie soll das EVU riechen das aktualisierte Daten zur Verfügung stehen um die Abrechnung zu revidieren.
    VNB hat auf meine E-Mails innerhalb von 14 Tagen nicht reagiert außer mit einer automatischen Empfangsbestätigung.
    Am Telefon erhielt ich dann die Aussage vom VNB die von mir gemeldeten Daten stehen nun in deren Datenbank. Erwartet hätte ich eine kurze E-Mail mit dieser Aussage wenn die Erfassung erledigt war und einen Satz das man das EVU informiert hat oder das ich dem EVU nun mitteilen sollte das ein neuer Datenstand abrufbereit wäre.


    "service" wird vermutlich aufgrund der Rechtschreibreform nur noch klein geschrieben. :mrgreen:
    Auf überzogene freundliche Stimmen am Telefon verzichte ich auch gerne wenn sonst nichts passiert. :mrgreen:


    Hat irgend jemand eine Ahnung ob der Mechanismus nach 1.1 oder 2.1 geht?

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp

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    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Zitat von didimausi


    EVU sagt: Daten wurden übermittelt von VNB und die Schätzung hat VNB gemacht (1.1)
    VNB sagt: EVU ruft Daten ab und man habe keine Schätzung abgegeben (2.1)


    Hat irgend jemand eine Ahnung ob der Mechanismus nach 1.1 oder 2.1 geht?


    Vermutlich ist es ganz anders:


    VNB und EVU nutzen die gleiche Kundendatenbank, beide können sowohl lesend als auch schreibend zugreifen :idea:
    Die Zählerstände wurden vom VNB nicht rechtzeitig zur Rechnungserstellung des EVU eingegeben, klar du wirst ja als Einspeiser erst im Dezember abgerechnet. Der Zählertausch und die dazugehörenden Zählerstände sind denen auch erstmal wurscht, schließlich bekommen die von dir ja kein Geld für gelieferten Strom sondern nur für den Zählertausch und den Messtellenbetrieb.


    Also wird der Vorjahresverbrauch vom EVU zur Schätzung hergenommen und die ggf. dazwischenliegende Preissteigerung draufgeschlagen. Dein Direktverbrauch von Anfang 2015 bis Juni interessiert das EVU herzlich wenig, die orientieren sich nur an deinem Verbrauch. Logisch, die liefern nur Strom, deine Einspeisung bekommt ja der VNB. Man kann also so tun, als wüsste man von nix.


    Und wenn der VNB zur nächsten Abrechnung im Dezember den Ausbauzählerstand deines alten Zählers, den Einbaustand deines neuen Zählers und deine Ablesung von Dezember eingibt dann wird vom EVU die Abrechnung und der Abschlag nachträglich korrigiert.....


    Wie ich jetzt handeln würde weiss ich auch nicht, darüber muss ich erstmal ne Nacht schlafen..... :wink:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hallo Smoker,
    auch wenn wir derzeit bei einem anderen Thema komplett andere Meinungen haben, würden Deine Deutungen einiges erklären.


    Das EVU hat beim letzten Telefonat bereits geäußert das es sich mit VNB in Verbindung setzt.


    Fraglich war ja z.B. nur wer die Schätzung gemacht hat, da dies keiner gewesen sein will und dies jeweils dem anderen unter schiebt.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp

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  • Zitat von didimausi

    Fraglich war ja z.B. nur wer die Schätzung gemacht hat, da dies keiner gewesen sein will und dies jeweils dem anderen unter schiebt.


    garkeiner macht da die "Schätzung", sowas läuft bei einer EDV-gestützten Auswertung automatisch. Und die nutzen ganz sicher die gleiche EDV Infrastruktur einschließlich Kundendatenbank, schließlich waren Versorger und Netzbetreiber ja vor noch nicht alszu langer Zeit mal ein und dieselbe Firma :wink:


    Apropos, schau mal in dein anderes Thema. Ich glaube du hast mich da mit jemand anders verwechselt........... :roll:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Jetzt habe ich mal etwas rumgesucht. Früher hatten Versorger und Netzbtreiber (da waren sie noch ein Unternehmen) quasi immer recht. Irgendwann hat dann mal jemand die Rechtmäßigkeit eienr Schätzung (natürlich mit Nachforderung) angezweifelt und Recht bekommen, mußte also nciht nachzahlen. Seit dem hat sich die Rechtslage aber geändert und was richtig aktuelles findet sich (für mich als juristischen Laien) nicht.
    http://www.gesetze-im-internet.de/stromgvv/__11.html gilt zwar an sich nur für die Grundversorgung, ich (IANAL)sehe aber keinen Grund das nciht analog auf andere Versorger anzuwenden.

    Zitat


    3) Wenn der Netzbetreiber oder der Grundversorger das Grundstück und die Räume des Kunden nicht zum Zwecke der Ablesung betreten kann, darf der Grundversorger den Verbrauch auf der Grundlage der letzten Ablesung oder bei einem Neukunden nach dem Verbrauch vergleichbarer Kunden unter angemessener Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse schätzen. Dasselbe gilt, wenn der Kunde eine vereinbarte Selbstablesung nicht oder verspätet vornimmt.


    Es schätzt also der Versorger udn Selbstablesung steht bestimmt irgendwo in den AGB des Versorgers - spart die Kosten das beim Meßstellenbetreiber in Auftrag zu geben und ein paar Euro dafür zu bezahlen.
    Fast OT: der Fall, daß der Netzbetreiber nicht Meßstellenbetreiber ist, wird da gar nicht erfaßt; imo müßte es statt "Netzbetreiber" "Meßstellenbetreiber" heißen - vielleicht hat da jemand was übersehen, als der Meßstellenbetrieb freigegeben wurde ;)


    edit: aus den älteren Urteilen könnte man auch folgern, daß eine Schätzung ok ist, im zweiten Jahr dann aber zwingend der Ableser vorbeigeschickt werden muß, wenn der Kunde nicht selbst abliest, um "Folgefehler" in Grenzen zu halten.


    edit2 (glaube ich muß Schluß machen, die Hitze ist zu viel): der Meßstellenbetreiber hat ja an sich keien Ahnung vom Verbrauch, der gibt ja nur Zählerstände weiter ;) Den Verbrauch auszurechnen würde imo schon über seine Aufgaben hinausgehen und warum sollte er eien Arbeit machen, für die er nciht erwarten kann bezahlt zu werden?

  • Das Schätzen passiert natürlich automatisch in den EDM Systemen wenn der Lieferant einen Wert anfragt und der VNB keinen hat.:
    Teile beiden VNB UND Lieferant (EVU gibt es nicht, es gibt nur Marktrollen in dem Spiel, VNB, MSB, MDL, Lieferant) den gleichen Zählerstand mit gleichen Datum mit und bitte anschließend den Lieferanten drauf entweder einen korregierte Rechnung zu erstellen oder die Abschläge anzupassen und schon ist das Ding durch.

    22.05.2012: 8,8 kW, 100 % Eigenverbrauch, netmetering mit Ferrariszähler [Belgien]
    25.02.2016: 2,6 kW, netmetering mit Vergütung [Niederlande]