Gute Ertragsprognose?

  • Hallo Leute!


    Mich würde mal interessieren ab wann man eine Ertragsprognose als gut und zutreffend bezeichnet? Welche prozentuale Abweichung gibt der Solarteur oder jemand der ein Ertragsgutachten ausstellt an?
    Beispielsweise bei einer großen Solarfläche von 2000 kWp.


    Würde mich sehr freuen wenn ihr mir weiterhelfen könntet.


    Beste Grüße

  • die Ertragsprognose ist das eine, entscheidend ist doch zu welchen Preis du den Strom dann verkaufen kannst.
    Einspeisevergütung nach EEG bekommst du von deinen Netzbetreiber dieses Jahr nur noch für Anlagen mit max 500KWp,
    ab 2016 nur noch für Anlagen bis 100KWp

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Das stimmt natürlich...Trotzdem habe ich Interesse daran welche Abweichungen heutzutage im allgemeinem Standard sind wenn es um die reine Prognose für ein Jahr geht.

  • Ich würde nach PVGIS gehen


    PVIGIS classic mit 10% Verlust sollte eigentlich immer machbar sein (*)
    PVGIS Climate SAF mit 10% Verlust ist m.M.n. das obere Ende des Machbaren. (*)
    Realistisch ist bei vernünftigen Anlagendesign alles dazwischen (wobei der Jahresertrag eher gen Classic als Climate SAF tendieren sollte). (*)
    Alles über Climate SAF ist m.M.n. Schönrechnerei.


    (*) Gilt natürlich nur, wenn es keine Einschränkungen gibt: Schattenwurf, 70% Begrenzung und andere Einschränkungen sind natürlich in Abzug zu bringen.


    Ist aber nur meine Meinung.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • Zitat von cassah

    Mich würde mal interessieren ab wann man eine Ertragsprognose als gut und zutreffend bezeichnet?


    Dafür gibt es m.E. keine vorgegebenen Grenzen.
    Ich würde es so sehen wie Dringi.

    Zitat von cassah

    Welche prozentuale Abweichung gibt der Solarteur oder jemand der ein Ertragsgutachten ausstellt an?


    Garkeine (bzw. falls doch, dann siehst du es ja im Gutachten).


    Man könnte jetzt eine "gute Ertragsprognose" so definieren, dass sie mit den späteren Erträgen im Mittel über die Jahre übereinstimmt. Ich definiere eine "gute Ertragsprognose" als konservativen Wert, der auf jeden Fall den Mittelwert der ersten Betriebsjahre unterschreitet. Immerhin ist der Effekt der Degradation noch nicht ausgestorben und ich kalkuliere natürlich mit einem mindestens zu erwartenden Mittelwert über 20 Jahre.


    Insgesamt finde ich die Frage etwas eigenartig. Was steckt dahinter?


    Zitat von machtnix

    Einspeisevergütung nach EEG bekommst du von deinen Netzbetreiber dieses Jahr nur noch für Anlagen mit max 500KWp,
    ab 2016 nur noch für Anlagen bis 100KWp


    Abgesehen davon, dass die Antwort nichts mit der Frage zu tun hat, ist sie auch noch irreführend, da sie suggeriert, man würde bei Überschreitung der Grenzen auf jeden Fall keine mehr Zahlungen aus dem EEG bekommen!

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Danke erstmal für eure Antworten.
    Dahinter steckt, das ich in meinem Studium die Aufgabe habe eine Ertrag, der ca. 8 % von der Prognose abweicht zu beurteilen! Also nach unten hin, es wurde also weniger produziert als geplant.
    Wie würdet ihr das sehen?
    Gruß

  • Zitat von cassah

    Danke erstmal für eure Antworten.
    Dahinter steckt, das ich in meinem Studium die Aufgabe habe eine Ertrag, der ca. 8 % von der Prognose abweicht zu beurteilen! Also nach unten hin, es wurde also weniger produziert als geplant.
    Wie würdet ihr das sehen?
    Gruß


    also, ich würde das so sehen, daß der Ertrag um ca. 8 % von der Prognose abweicht. Und zwar nach unten hin, es wurde also weniger produziert als geplant.


    Dazu brauche ich noch nicht einmal ein Studium.


    Wenn du das bewerten willst, musst du wissen welche Abweichung vom prognostizierten Wert der Gutachtenersteller im Gutachten angegeben hat. Meines Wissens gibt es dafür keinen festen Wert. Aufgrund der nicht in jedem Jahr gleichen Einstrahlung kann der Ertrag einer PV Anlage auch nicht in jedem Jahr gleich sein. Wenn jetzt ein Jahresertrag um 8 % von einer Prognose abweicht, muß das überhaupt nichts bedeuten. Wenn der Ertrag jedes Jahr unter der Prognose liegt, ist etwas falsch. Wenn der Ertrag jedes Jahr mehr unter der Prognose liegt, ist was faul.

  • 8% Abweichung kann zunaechst mal in der ganz normalen Streuung liegen, je nach Wetter in dem betreffenden Jahr.
    Bei mir war der Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Betriebsjahr mehr als 10%!


    Wenn du es dennoch einschaetzen willst kannst du das machen, indem du eine andere Anlage in raeumlicher Naehe mit aehnlicher Ausrichtung und Neigung heraus suchst und vergleichst.
    Trotzdem bleiben natuerlich Unsicherheiten bzgl. Auslegung, Komponenten, moeglicher Verschattungen usw...

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis