Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

  • 53Hz am WR-Ausgang: am 50/60Hz Wecker oder an der Uhr am Herd vergeht dann die Zeit schneller oder langsamer...

    Der Victron 24V/1200VA WR liefert 50,10 bis 50,12Hz, ist recht praktisch für die Unterscheidung ob die Steckdose am Netz hängt oder am Wechselrichter.

  • Mein Infini speist zwischen 47,5 - 51,5 Hz ein, aber liefert als Insel genau 50 Hz. Wozu er eine andere Frequenz ausgeben sollte, sehe ich nicht ein.

    einstein0

    35 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW. 5 kW USV mit Hybrid-WR und 10 kWh Li.

  • Bitte mal nach FSPC Googlen... nennt sich Frequency Shift Power Control und ist essentiell in einem Inselnetz...


    Die 47.5-51.5 Hz ist eine nationale Norm, und hat was mit Netzstabilisierung zutun, respektiv FRT (Fault Ride Through) bei unter- Frequenz. In Zukunft wird auch einen P (f) Hz gefordert... also wenn EEA gedrosselt werden müssen wird dies über die Frequenz geschehen.. der WR hat somit die Möglichkeit bei einer Frequenz >50.2 Hz, die Leistung um 40% pro Hz zu limitieren bis 52.7 HZ wo komplett gesperrt aber nicht abgeschaltet werden muss. Wir sind aber noch nicht so weit das diese Funktion großflächig aktiv sein muss.

    Bei Frequenzen >50.2 Hz darf sich der Wechselrichter nicht mehr zuschalten falls er sich schon getrennt hat. So kann das Netz langsam hochgefahren werden und eine Produktionsgruppe nach der anderen zugeschaltet werden... irrelevant bei 0.1% PV Strom, aber essentiell bei 15% oder mehr..

  • Letzte Woche hatte ich meinen Testspeicher ausser Betrieb genommen und den Infini auf Volleinspeisung parametriert.

    Er wird also nur aufs Netz geschaltet, wenn er auch Solarstrom in Echtzeit einzuspeisen hat.

    Photovoltaisch gesehen ist das Winterhalbjahr völlig unproduktiv und es wird grösstenteils Netzstrom bezogen.

    Trotzdem bleibt die Notstromversorgung soweit auf Standby, dass sie bei Netzausfall jederzeit aktiviert werden kann.

    Nach wie vor finde ich stationäre Speicher völlig unsinnig, weil sie einerseits nicht netzdienlich betrieben werden und anderseits keinen Strom saisonal verschieben können.

    Die Winterstromlücke muss also anders geschlossen werden als mit Batterien!

    einstein0

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  • Über Nacht trudelten vom Versorger Rechnungen und Gutschriften herein, welche ich als Buchhalter unserer WG und nebenbei einem ZEV verbuchte und mit spitzem Bleistift nachrechnete.

    Freude herrscht!

    Offenbar hat unsere Dauerkritik über miserable Einspeisetarife gefruchtet.

    Der HKN wurde scheinbar degradiert, oder gar abgeschafft, ich fand ihn ein überflüssiges Geschwür.

    Dafür wird der exportierte Solarstrom neuerdings mit 22,86 Rp/kWh vergütet.

    Damit lohnt sich nicht mehr, Verbraucher mit Solarstrom zu füttern, wenn diese in den Nachttarif verschoben werden können.

    Ich werde also unsere Elektrokarre künftig mit Nachtstrom laden und meinen 10 kWh-Testspeicher als Ersatzstromspeicher umprogrammieren.

    einstein0

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  • 18.01.2022 Betriebsart Volleinspeisung, Pflichtenheft

    Aufgrund höherer Einspeisevergütung wird das Steuerprogramm des Testspeichers von Eigenverbrauch auf Volleinspeisung mutiert. Protokoll:

    SPS

    1. Die SW-Version V21 wird als Back-Up abgelegt und durch V221 ersetzt.

    2. Das Modbus-Relais wird deaktiviert (Modbus zwischen Zweirichtungszähler und WR unterbrochen).


    BMS

    3. Output A wird von "Discharging On" auf "Charging Off" umprogrammiert.

    4. Im Menue "Charging" wird folgendes gesetzt:

    Mode Auto

    Shunt Hi Cutout On 55 V (Schaltschwelle für WR On)

    Shunt Hi Resume On 54 V (Schaltschwelle für WR Off)

    Keine weiteren Settings


    5. Damit wird bei Sonnenaufgang mit dem ersten Solarstrom der WR geweckt, versorgt und die Bank wieder auf den Level

    Shunt Hi Cutout On geladen.

    Ist dieser erreicht, wird der WR ans Netz geschaltet und speist den Solarstromüberschuss ein.

    In der Abenddämmerung, wenn der Level unter Shunt Hi Resume On fällt, wird der WR vom Netz getrennt und die letzten

    PV-Reste in die Bank geladen.

    Liegt das Modulfeld unter einer Schneedecke, bleibt der WR aus und vom Netz getrennt.


    6. Bei einem Black-Out kann der WR jederzeit manuell in den Inselbetrieb geschaltet werden.


    Optionen

    7. Die Chargerfunktion bleibt erhalten. Sie wird in der ggw. Betriebsart nicht benötigt.

    Nach einem Black-Out kann der Charger manuell eingeschaltet und die Bank aus dem Netz geladen werden.


    8. Der WR kann prinzipiell nur während der HT-Zeit einspeisen.

    Wird im Sommer in der NT-Zeit Solarstrom erzeugt, soll dieser in die Bank geladen und später manuell aufgespeist werden.


    Achja; So sieht die Bedienungsoberfläche meines Batrium zwischenzeitlich aus und muss noch neu Kalibriert werden.

    einstein0

    Bilder

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  • Mit der neuen Betriebsart; Volleinspeisung mit Schwebeladung des Testspeichers habe ich die ganze Woche Messreihen durchgeführt, um festzustellen, wieviel meine Lithium-Batteriebank wirklich verbraucht.

    Das Ergebnis ist ernüchternd:

    Dass Batterien elende Stromfresser sind, ist mir bekannt, aber ich wollte es genauer wissen.

    Dazu hatte ich bis zu einem halben Dutzend Messgeräte angeklemmt -in meinem Lab sah es ziemlich wissenschaftlich aus.

    Die Eckdaten:

    Kapazität: 10 kWh

    Systemspannung: 48 V

    Ladespannung vom WR: 55 V

    BMS: Batrium 16 Zellen

    Fazit:

    1. Um den Spannungsverlust eines Tages ohne Belastung/Ladung auszugleichen zog das Pack rund 400 Wh.

    2. Die Dauerleistung der Schwebeladung beträgt durchschnittlich 35 Watt.

    3. Die Batteriebank wird eigentlich gar nie voll, egal mit welcher Ladeschlusspannung.

    4. Das BMS stimmt nicht; Ein SoC >100% gibt es nicht, die Gesamtspannung weicht bis zu 0,8 V ab.

    5. Ich bin dabei, die Ladedaten des Infini genauer auf die Bank abzustimmen.

    6. Auch das SPS-Steuerprogramm und das BMS können noch effizienter eingestellt werden.


    7. Gut möglich, dass ich die Batteriebank elektrisch vom WR trenne (LS) und sporadisch per Nachttarif über den 500 W Charger aus dem Netz nachlade.

    einstein0

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  • Inzwischen konnte die tägliche Ladeenergie meiner Lithiumbank durch Anpassung der Ladespannung am WR auf < 200 Wh reduziert werden. Als Problem ergibt sich lediglich, dass das BMS regelmässig neu kalibriert werden muss.
    Batrium berechnet die Lade- und die Entladeenergie über dem Shunt, aber unterschlägt den Eigenverbrauch der Batteriebank. Das ergibt pro Woche einige %.

    einstein0

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  • Seit Monaten liegt mein Testspeicher auf Eis. Nicht weil es immer noch saukalt ist, sondern die Versorger so gute Einspeisetarife vergüten, dass der Solarstromüberschuss eingespeist und billiger Nachtstrom bezogen wird.

    Auch die Elektrokarre wird nachts, oder in der Umgebung auf dem Gratisladeparkfeld gefüllt.

    Meine Batteriebanken stehen also nur noch für den Ersatzstrom bereit und die Politik klagt über mögliche Versorgungsengpässe wegen dem Russenkrieg. Was für eine verkehrte kleine Welt?.!

    einstein0

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  • Gestern brachte mir UPS den neuen Hybriden für meine UPS. D.H. meine 10 kWh Lithiums aus dem Testspeicher baue ich in einen weiteren mobilen Ersatzstromturm um. Die typische Anwendung wird auch ein Modulfeld, provisorisch an der Fassade angebaut enthalten. So wird die Winterstromlücke mit einem weiteren 1 kWp überbrückt -und eingespeist, wenn kein Black-Out erfolgt.

    Ich werde hier entsprechende Fotos publizieren, sobald der Turm läuft. Der WR: MUST PH18-5048Plus...

    einstein0

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