Westnetz will nur noch monatliche Abschläge zahlen

  • Hallo.


    Wir schreiben bisher jeden Monat eine Rechung für unsere PV Anlage und schicken diese an Westnetz. Diese wurde bisher auch immer zeitnah ausgeglichen.
    Heute, 07.08.15, erhielten wir folgendes Schreiben von Westnetz:
    "....in der Vergangenheit haben Sie uns Ihre monatlichen Abrechnungen mit der Aufforderung, die von Ihnen ermittelten Beträge zu überweisen, zugemailt. Bislang haben wir Ihre Bitte berücksichtigt, die jeweils monatlich zu überweisenden Abschläge gemäß Ihren Vorgaben anzupassen.


    Leider können wir künftig, auch aus Kostengründen, die dadurch manuell notwendig werdende Bearbeitung nicht mehr leisten und werden Ihnen, mit Beginn der Abrechnungserstellung für das Jahr 2015, monatlich gleichbleibende Abschlagsbeträge zum 15. eines Monats für den jeweiligen Vormonat, gemäß EEG-Grundsätzen, überweisen.


    Die Umstellung der monatlichen Zahlungen auf den 15. eines Monats erfolgte für sämtliche Einspeiseanlagen bereits Anfang 2015, so dass auch die an Sie zu leistenden Überweisungen künftig zu den entsprechenden Terminen vorgenommen werden.


    Abschließend weisen wir auf die bereits zum 01.01.2014 erfolgte Änderung für die vorgeschriebene Berechnung des Entgeltes für Messung und Ablesung hin, die wir Ihnen ab dem Rechnungsjahr 2015 ebenfalls berechnen werden, möglicherweise erfolgt noch eine Korrektur der Abrechnungen für 2014. Weitere Informationen diesbezüglich können Sie dem abhängenden Informationsblatt entnehmen.


    Wir bitten um Ihr Verständnis.
    Mit freundlichen Grüßen...."

    Diese Vorgehensweise kann doch nicht richtig sein, und werden weiter auf die Begleichung der monatlichen Rechnungen bestehen. Hat jemand Argumente, die wir in unsere Stellungnahme mit aufnehmen können?
    Zudem weisen die auf die Kosten für Messung und Ablesung hin, die Abrechnung 2014 ist ohne diese Kosten erstellt wurden, eine nachträgliche Korrektur kann gar nicht erstellt werden, da die Ablesung immer durch uns erfolgt. Sowie für die Zukunft so weiter laufen soll. Hat jemand ein ähnliches Problem mit Westnetz, hat jemand eine nachträgliche Abrechnung von Westnetz mit den Kosten erhalten?


    Gruß
    Daniel

  • Ja.. das schönste Argument hat meine Mutter (Gott hab sie selig) geliefert. Einer ihrer Lieblingssprüche, wenn ich als Kind was wollte: "Die Ziege wollte auch nen langen Schwanz haben..... Und was hat sie gekriegt? Ein Stümmelchen"


    Westnetz hat seinen Willen geäußert. (Den ich gut verstehen kann. Und würde ich meinen Job bei Westnetz machen, hätte ich diese "Bitte" schon lange von den Fuzzis in der Unternehmenskommunkation so hübsch formulieren lassen).
    Aus einem Esel wird kein Rennpferd... und die Bitte bleibt eine Bitte.
    Ihr seid Vertragspartner. Auf Augenhöhe.
    Gemeinsam geht (fast) alles. Alleine geht (fast) nix.


    Schmeiss den Brief in die Tonne; oder beantworte ihn mit einem gewissen sarkastischen Unterton.
    (SgDH, wir haben ihr Begehren geprüft und bedauern Ihre Bitte abschlägig bescheiden zu müssen. Die Verbuchung Ihrer Abschäge, sowie der entstehende Prüfüngsaufwand würden hier zu einer nicht hinnehmbaren Mehrbelastung der ansonsten kostenoptimierten Prozessabläufe führen.
    Wir sind sicher, daß Sie für unsere Entscheidung Verständnis haben.
    Unsererseits vertrauen wir auch in Zukunft auf die Leistungsfähigkeit Ihres Rechnungswesens.)


    Zum Messentgelt kann ich wenig konkretes sagen.
    Eine gesetzliche Verpflichtung des Anlagenbetreibers, bei der Ablesung oder dem Betrieb der Messstelle auf eine entgeltliche Leistung eines Dritten zurückzugreifen, wäre mir nicht bekannt.
    (Das mögen die Experten bitte bestätigen oder korrigieren).
    Was mir sehr geläufig ist, dass - völlig verständlich - jeder VNB zumindest versucht, hier noch ein wenig Geschäft zu machen. Z.B. durch gemietete Zähler. Oder der Anlagenbetreiber geht einen Einspeisevertrag ein, indem unter Ziff. X.Y.b geregelt ist, dass ein Messentgelt fällig wird.)
    Ich kann nur sagen: Entweder besteht ein solcher Vertrag - und dann greift er auch; oder es besteht kein Vertrag - und dann geht ohne die Zustimmung der zweiten Vertragspartei (außer Kündigung) gar nichts.
    Wie gesagt.. immer vorbehaltlich einer gesetzlichen Pflicht - die mir jedoch nicht bekannt wäre.


    Du kannst insofern zunächst einmal genau so fakturieren wie bisher.


    Das einzige, womit Dich Westnetz so richtig ärgern kann: Sie schicken Dir zuviel Geld.
    Dann hast Du keinen Grund das Feuer zu eröffnen - und die haben zunächst mal, was sie wollen.


    Ansonste.. Du fakturierst... verrechnest eingehende Zahlungen auf Deine Forderung.
    Evtl. Restbeträge mahnst Du zügig genau 1 mal... setzt dabei eine Nachfrist von 10 Kalendertagen;
    und am 11. Tag ist das Ding dann tatsächlich beim Anwalt.
    Anschließend sind die Fronten erstmal geklärt; der eine oder andere VNB braucht vielleicht etwas länger, bis er kapiert hat, das Du nen teuren Humor hast.


    Bei einem kannst Du gewiss sein: Dein Kunde kann Dir nicht weglaufen.
    Das ist ja bei jedem anderen Unternehmen der Grund, warum ein Vertriebler niemals mahnen würde.


    Von wann stammt Deine Anlage?
    Bist Du Überschuss- oder Volleinspeiser?

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Seih doch froh. Warum machst du dir jeden Monat die Arbeit mit der Rechnung. Da hätte ich gar keinen Bock drauf. Ist doch viel praktischer mit Abschlägen. Verstehe gar nicht, warum du so versessen darauf bist. Gibt es da einen Grund für?

    6,82 kWp Würth CIS-Solarmodul WSF 155 Wp mit luxra SK-L 8300 - Wechselrichter
    Ort: Bielefeld

  • Danke für die Antwort, so sehe ich das auch.
    Warum kann mich Westnetzt mit zuviel Geld richtig ärgern? Bisher überweisen sie auf volle aufgerundete Rechnungsbeträge. Die Überzahlung wird fleißig bei der nächsten Rechnung berücksichtigt und wieder abgezogen.
    Es geht um zwei Anlagen, eine aus Okt. 2010 mit Volleinspeisung und eine aus Sept. 2013 mit Überschusseinspeisung und Eigenverbrauch.

  • Bezüglich Messung und Ablesung:


    Obwohl ich die Abrechnung, Messung und Ablesung selbst mache, dies angekündigt war und ich


    1. dazu keine Ablesekarte benutzt habe und
    2. keine Online Eingabe machte


    hat mein VNB (Main Donau Netzgesellschaft; ehemals N-Ergie) mir die Leistung "Messung und Ablesung" Anfangs berechnet. Nach Einspruch und Mahnung kurz vor der Schlichtung, hat der VNB aber doch noch eingelenkt. Jetzt streite ich noch mit Ihm über die Einschreibegebühren und gehe deshalb in die Schlichtung (leider gleiches Amtsgericht, sonst könnte ich gegen den VNB gleich eine Klageschrift beim Amtsgericht einreichen).


    Nur Standhaft bleiben :!:

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Typisch deutsch, warum einfach wenns auch kompliziert geht.

    Luschenpraktikant L:5--D:1--T:1

  • Zum Messentgelt gibt es schon einen Thread bzgl. Westnetz.


    Wegen der Abrechnung:
    Im Grunde kann man dir das Recht der Abrechnung nicht nehmen, denn Westnetz ist dein Kunde und du der Lieferant. Von daher könntest du dich bockig stellen...........aber wofür........nur damit du dein Recht bekommst.........und Westnetz nicht......und alles für beide Parteien weiterhin mit einem höheren Aufwand verbunden bleibt.


    Hast du irgendwelche Nachteile, wenn Westnetz auf das Gutschriftsverfahren umstellt?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Zitat von Bento


    ...
    Hast du irgendwelche Nachteile, wenn Westnetz auf das Gutschriftsverfahren umstellt?


    Dann wird es für den Anlagenbetreiber komplizierter. Stellt man selbst Rechnungen, hat man alle notwendigen Werte für die Buchhaltung. Bekommt man Abschläge, muss man die mühsam auseinander klamüsern. Z.B. welchen Anteil der DV hat usw.

  • Und wegen so nem Pipifax wirds wohl in Kürze nen neues Gesetz geben...... :?


    Hautsache alles kompliziert und ineffizient machen.


    Es gibt 100 Gründe mit den Netzbetreibern zu streiten, aber nicht wegen sowas.


    Beta

  • Moin
    Feste monatliche Abschläge sind doch super.
    Haste das ganze Jahr über die gleichen Vorsteuern, spart richtig Zeit.


    Selbst habe ich leider nur noch für eine Anlage feste Abschläge, alle anderen werden nach aktuellen Monatserträgen abgerechnet.
    War deutlich bequemer als noch alle Anlagen mit festen Abschlägen liefen.


    Gruß
    Manfred