Umstellung auf Kleinunternehmer Regelung

  • Guten Tag,


    ich habe 2007 eine PV Anlage errichtet und als Gewerbe angemeldet. Dadurch bekam ich die UmSt. der Investition zurück.
    Allerdings nervt mich jedes Jahr die Rechnung meines Steuerberaters, die immerhin 25% des Bruttoertrages ausmacht!


    Frage,
    kann ich jetzt nach acht Jahren auf die Kleinunternehmer Regelung wechseln?
    Was ist zu beachten?
    Was muss ich veranlassen?
    Geht das mitten im Jahr, oder besser zum Jahreswechsel 31.12.2015?


    Danke für hilfreiche Antworten.

    16 x STM 200 PME, SMA SB 3.000

  • Zitat von catchup

    Guten Tag,


    ich habe 2007 eine PV Anlage errichtet und als Gewerbe angemeldet. Dadurch bekam ich die UmSt. der Investition zurück.
    Allerdings nervt mich jedes Jahr die Rechnung meines Steuerberaters, die immerhin 25% des Bruttoertrages ausmacht!


    hallo catchup,
    nach 60 Monaten kannst du zur Kleinunternehmerregelung wechseln.
    Das hat aber nichts mit der Rechnung deines Steuerberaters zu tun....


    ... da hilft nur: SELBERMACHEN!!!
    Ist doch nicht wirklich ein Problem mit der Hilfe der Steuerprofis, die sich hier im Forum rumtreiben...
    Lies dich doch mal selbst ein wenig ein... und nutze die Suchfunktion.


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 30xxx

  • Scheinbar hat es ja der Steuerberater schon jahrelang gemacht, es gibt also genug Vorlagen zum Nachschauen, wenn man es dann selbermachen möchte, oder?


    Servus
    Manfred


  • Hallo,
    selber machen Elster runterladen und registrieren.
    Sieh auch hier:
    http://www.photovoltaikforum.c…laerung-2014-t106286.html
    http://www.photovoltaikforum.c…f9/finanzamt-t107874.html
    http://www.photovoltaikforum.c…teuerberater-t107376.html



    Sonnige Grüße


    braunerbaer

  • den Wechsel zur KUR kannst du formlos auf einem A4 Blatt Papier machen.
    Damit gehst du zu deinem Finanzamt und giebst es den Sachbearbeiter.
    Hast du weitere Fragen dazu kannst ihn gleich fragen, kost nix.


    Damit hast du endlich den Kram mit der Vorsteuer vom Hals. Und Steuerberater brauchst du nun für das bisschen PV nun wirklich nicht mehr.
    Den Netzbetreiber der dir deinen Strom bezahlt musst du auch umgehend informieren, damit er dir keine Mwst. zahlt.


    Was du am Jahresende machen musst ist deine Einnahme/ Überschüssrechnung oder einfacher ausgedrückt, den Gewinn ermitteln. Ist aber ein anderes Thema.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Bleib mal lieber zu Hause.
    Gehe nie zu Deinem Fürst - wenn Du nicht gerufen wirst.
    Das hat den Vorteil, dass der Schbearbeiter Dir niemals Fragen stellen kann, die Du gar nicht bemerkst.


    Die Mitteilung über den Übergang zur Kleinunternehmerregelung kannst Du dem Finanzamt formlos mitteilen.
    Fax, Mail. .genügt. Natürlich geht das immer nur zu Beginn eines Steuerjahres.


    ob das wirklich Sinn macht?
    Die Beraterrechnung in allen Ehren - aber wenn Du die Erklärung hinbekommst, wo Du an der Stelle "Kleinunternehmerregelung = ja" ein Kreuz machst, oder ob Du "nein" ankreuzt und stattdessen zwei Zahlen einträgst (eine dritte ist schon Luxus) ... da kann es nicht dran liegen.


    2007.... ich weiss ja nicht, wann Du so damit rechnest, dass mal ein neuer WR fällig wird? In dem Jahr wäre ja u. U. wieder ein Wechsel zur Regelbesteuerung sinnvoll... mit neuer fünfjähriger Haltezeit.


    Ich würde
    a) mir den Gang zum Berater sparen; nach 5 Jahren gilt hier ohnehin "hoch lebe der Vorgang"; es gibt nix, was man nicht abkupfern könnte.
    b) Nicht zur KUR wechseln, sondern den irgendwann fälligen Kauf neuer WR abwarten
    c) wenn der Film gelaufen ist... dann zur KUR wechseln

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Aber auch die Rückbaukosten der Anlage nach 20..25 Jahren können - wenn nicht in Eigenleistung gearbeitet wird - nochmals viel Umsatzsteuer kosten. Das wäre auch der Vorsteuerabzug sinnvoll, Kann man nach WR-Tauschphase (8..15 Jahre) auf Kleinunternehmer-Regelung umstellen, dann irgendwann, wenn die Anlage alt genug wäre und teure Teildefekte aufweise, diese 1 Jahr liegen lassen (ganz ohne Erträge) und zum Ende dieses Jahres dann auf Vorsteuerabzug umstellen, damit den Rückbau vornehmen, die Dachabdichtungen und ggf. Ziegelreparaturen professionell ausführen lassen und das Gewerbe abmelden?
    Dann hätte der Gebäudebesitzer sein unbeschädigtes Dach wieder und der ehemalige Anlagen-Betreiber hätten den Rückbau zumindest noch mit Vorsteuer-Rückerstattung vollzogen.

  • Zitat von pvspezi1

    Aber auch die Rückbaukosten der Anlage nach 20..25 Jahren können - wenn nicht in Eigenleistung gearbeitet wird - nochmals viel Umsatzsteuer kosten. Das wäre auch der Vorsteuerabzug sinnvoll, Kann man nach WR-Tauschphase (8..15 Jahre) auf Kleinunternehmer-Regelung umstellen, dann irgendwann, wenn die Anlage alt genug wäre und teure Teildefekte aufweise, diese 1 Jahr liegen lassen (ganz ohne Erträge) und zum Ende dieses Jahres dann auf Vorsteuerabzug umstellen, damit den Rückbau vornehmen, die Dachabdichtungen und ggf. Ziegelreparaturen professionell ausführen lassen und das Gewerbe abmelden?
    Dann hätte der Gebäudebesitzer sein unbeschädigtes Dach wieder und der ehemalige Anlagen-Betreiber hätten den Rückbau zumindest noch mit Vorsteuer-Rückerstattung vollzogen.


    Hääää??
    Du kannst jederzeit von der KUR auf Regelbesteuerung wechseln.
    Die 60 Monate gelten nur für den Wechsel von Regelbesteuerung auf KUR.
    Allerdings, warum denkt denn jeder an einen Rückbau der Anlage nach Ablauf des EEG? Auf EFH wird das nicht passieren, solange die Module funktionieren.
    Ich habe hier u.a. zwei Module Baujahr 1980. Die laufen immernoch. Gut nicht mehr mit voller Leistung, aber knapp 80% schaffen die auch noch. (Im Vergleich zu neueren Modulen)


    Aber, bei einer Volleinspeisung überhaupt an KUR zu denken, ist absolut sinnbefreit.
    Eine USt.-Erklärung muß man so oder so abgeben.
    Und wo ist das Problem, die USt. aus den Vergütungen rauszurechnen?
    Die 10 Minuten mehr an Zeitaufwand pro Jahr sollten es wert sein.
    Und wenn man doch mal eine Ausgabe hat - es muß ja nicht gleich ein WR sein, es würden bereits Reinigungutensilien oder eine Packung Kabelbinder reichen um verschlissene zu ersetzen - kann man wenigstens die Vorsteuer ziehen.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron