Atom: Abspaltung soll G4 nicht mehr vor Haftung schützen

  • Die F.A.Z schreibt:


    „Eltern haften für ihre Kinder“
    Risiken durch gesellschaftsrechtliche Neuerungen wie bei Eon kommen hinzu. Der Konzern will sich in zwei Gesellschaften aufspalten: Erneuerbare, Netze und Vertrieb blieben bei der Eon, das mit Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken verbundene Geschäft ging über in die neue Gesellschaft „Uniper“. Die habe genug Vermögen, um für die Atomlasten zu zahlen, versichert man bei Eon.
    Darauf will sich die Regierung nicht verlassen. „Es kann keine Verkleinerung des Haftungsvermögens erfolgen“, sagt Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Er weiß sich der Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer sicher. Deshalb will er die heutige Regel ändern, wonach fünf Jahre nach einer Konzernspaltung die gesamtschuldnerische Nachhaftung endet. Der schon weit gediehene Plan sieht nach Angaben informierter Kreise vor, die Haftungszeit durch Streichen der Fünf-Jahres-Frist zu verewigen. „Eltern haften für ihre Kinder“ bringt Gabriel das auf den Punkt. Die neue Eon würde für die Risiken der alten Gesellschaft weiter haften. Sollte der Konzern die Aufspaltung betreiben, um aus unkalkulierbaren Risiken der Atomhaftung zu entfliehen, wäre das wohl gescheitert. Das Bundeskabinett soll die Gesetzesänderung noch im Sommer beschließen.


    Quelle:F.A.Z.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • Zitat von Dringi

    Das Bundeskabinett soll die Gesetzesänderung noch im Sommer beschli


    Da bin ich aber gespannt wann das Arbeitsplatz Gespenst aus dem Schrank geholt wird oder mit allgemeiner Pleite gedroht wird.


    Wenn das Gesetz durch geht wäre das zumindest ein Teilerfolg. Da bei uns vieles verwässert wird wenn es Konzernen zu viel Geld kosten würde bin ich noch skeptisch. Die Politiker wollten schon viel entscheiden was hinterher ganz anders aussah als am Anfang gesagt wurde.


    Django

  • Zitat

    Netze und Vertrieb blieben bei der Eon, das mit Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken verbundene Geschäft ging über in die neue Gesellschaft „Uniper“. Die habe genug Vermögen, um für die Atomlasten zu zahlen, versichert man bei Eon.


    Na,wenn EON glaubt/Versichert = Genug vermögen sollte das Gesetz ja nicht stören. :mrgreen:
    An "freiwillige Zusagen/Versprechungen" hat man sich jedoch seitens der Wirtschaft in den seltensten Fällen gehalten,
    so das es immer erforderlich macht es per Gesetz festzumachen.
    Wobei ich vermute das das wieder ne Art Täuschng ist.Man darf das Rücklagenkapital ja in u.U Pleitegehende
    Unternehmen investieren und dann auch noch selber Pleite gehen.Dann sind die Rücklagen ebenfalls futsch.

  • Na, gegen die geplante Gesetzesänderung muss wohl noch verstärkt Lobbyarbeit betrieben werden. :mrgreen:

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"