Energieautark Photovoltaik/WasserElektrolyse/Wasserstoffspei

  • Hallo
    Ich habe den Traum von Energieautark sein durch Verwendung einer Photovoltaikanlage, mit der ich im Sommer durch WasserElektrolyse Wasserstoff gewinne und diesen in einem Wasserstofftank lagere und im Winter dann die Heizung betreibe, das Warmwasser aufbereite und auch den Strom erzeuge, falls die Sonne nicht scheint.
    Meine Frage:
    Gibt es einen Wasserstofftank, Gross genug für diesen Zweck und sicher genug für eine Zulassung in Österreich?
    Wie sieht die Gesetzeslage aus?
    Alle Anlagenteile würde es ja schon geben. Kennt jemand jemand der so etwas für privat baut?

  • Gibt es alles. Wieviel 100.000 Euro möchtest du ausgeben?
    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Zitat von hoerbm

    Ich habe den Traum von Energieautark sein durch Verwendung einer Photovoltaikanlage, mit der ich im Sommer durch WasserElektrolyse Wasserstoff gewinne


    schöner Traum....


    wie hoch ist denn dein Energiebedarf ??


    schon mal daran gedacht, das auch Biomasse schon fertig gespeicherte Sonnenenergie ist?
    (getrocknetes Gras hat zBsp. 4,9Kwh / kg )

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Bevor du dir Gedanken um einen Tank machst, solltest du erst einmal ausrechnen, wie groß die Solaranlage sein müsste. Mir wird da überschlagend gerechnet schon Angst und Bange.


    Annahme (pro Jahr, ambitioniert)
    15 MWh Heizenergie
    3 MWh Elektrische Energie


    Rechne mal mit 70% Wirkungsgrad für die Wandlung per Elektrolyse in Wasserstoff und noch einmal 70% für die Rückumwandlung in elektrischen Strom.


    Direkte Verbrennung von 100% Wasserstoff ist auch ein wenig gefährlich. Also wirst du wohl noch Methanisieren müssen, wieder mit 70% Wirkungsgrad.


    Dann bist du so bummelig bei jeweils 50% Wirkungsgrad für elektrische und Heiz-Energie.


    Da brauchst du aber so was von Dachfläche, der Tank wird da wohl das kleinere Problem darstellen.

  • Im Sommer wird man die Verluste (Abwärme) in dieser Menge nicht nutzen können. Daher unter 50%
    Eine Brennstoffzellen Heizung gibts glaub ich schon für knapp 2000 EUR . Die bacht mit Reformer den H2 und dann den Strom daraus. Hat aber womôglich viel zu wenig E-Leistung: 1000W . Das problem ist, dass die Dinger nicht für Peak geeignet sind. Das geht nur mit Batterien.

  • Zitat von hoerbm

    Österreich?


    ...höre ich da Österreich?
    Da habt ihr doch was ganz was feines:


    http://www.okofen-e.com/de/home/


    Einen stromerzeugenden Pillenfresser...
    Und wenn du jetzt noch deine PV mit Speicher für den Sommer passend auslegst, kannst du
    - forstwirtschaftliche Kapazitäten vorausgesetzt - dein Winterfutter selber herstellen...


    Grüße
    Sonnenschlumpf

    Was man dem Volk dreimal sagt, hält das Volk für wahr. (H.v.Kleist)


    Die Kernkraft ist sicher!
    Die Kernkraft ist sicher!
    Die Kernkraft ist sicher! [/ironie off]

  • Ich kenne das baurecht in AT nicht, aber weder eine Pelletfabrik noch eine mittelgroße H2-Anlage wird man im Wohngebiet genehmigt bekommen.
    In einem größeren Garten sollte aber genug Biomasse anfallen um eine sehr kleine Biogasanlage zu betreiben. Blöderweise gibt es sowas auch nicht von der Stange, weil das auch erst ab einer gewissen Größe stabil läuft. Mein erster Satz gilt entsprechend...

  • Zitat von Saftwerk

    Im Sommer wird man die Verluste (Abwärme) in dieser Menge nicht nutzen können. Daher unter 50%
    Eine Brennstoffzellen Heizung gibts glaub ich schon für knapp 20000 EUR . Die macht mit Reformer den H2 und dann den Strom daraus. Hat aber womöglich viel zu wenig E-Leistung: 1000W . Das Problem ist, dass die Dinger nicht für Peak geeignet sind. Das geht nur mit Batterien.


    *Edit*
    Sorry für die Hoffnungen: beim Preis war eine Null zu wenig (das Handy Display wird mit dem Alter immer kleiner)
    Zusatzinformation: Zur Erzeugung von 1 kW Strom benötigt die Brennstoffzelle 2,7 kW Gas. Als "Nebenprodukt" entstehen außerdem 1,4 kW Wärme. Dies macht einen Wirkungsgrad des Brennstoffzellenmoduls von 90 %. Die Verluste sind hierbei fast ausschließlich dem Reformer zuzuschreiben. Der H2 ist nicht speicherbar oder extern nutzbar.Teuer ist das Ding, weil wegen Ausfallsicherheit und Winterbetrieb ein Brennwertgerät enthalten ist. Speichern kann man puren H2 für den Winter nicht ohne auf 350bar (oder 700bar) zu verdichten.

  • Interessanter wäre da wahrscheinlich irgendwann eine Power-to-Gas-Anlage für den Hausgebrauch, da das entstehende Methan bedeutend einfacher zu lagern ist.
    Aber alles noch nicht marktfähig.


    Servus
    Manfred