Stromanbieter ohne Grundgebühr

  • Hallo zusammen


    Kennt von euch jemand einen Stromanbieter der keine Grundgebühr verlangt.


    Grund dafür ist, der Schwiegervater hat noch einen Netzbezug von gerade mal 500kwh im Jahr. Ihn kostet das kWh momentan mit Grundgebühr 38 €Cent.


    Gruß Matthias

  • Die meisten verlangen Mindestabnahme ab 1000 oder 1500kWh/a sonst rutscht man automatisch in einen Tarif mit Grundgebühr.
    38 Euro ist ja schon günstig (z.B. die MDN, ehemals N-Ergie Netz verlangt von den EVU schon 20-25€/a für Meßstellenbetrieb etc. da bleibt nicht mehr viel für die eigenen Fixkosten), Schnitt dürfte heute (für die selbe Leistung) eher bei 75-100€/a liegen. Da muß man sowieso aufpassen, daß der Tarif bei Verlängerung nicht gerade in der Grundgebühr deutlich anzieht. Da hilft dann nur kündigen und zum nächsten gehen.

  • Bei mir ist es ähnlich, aber ich habe kein Problem damit. Selbst wenn in 1-2Jahren die kWh dann >1€ kostet:)
    Die 16€ monatlich sollten Deinem Schwiegervater die sichere Versorgung mit Strom schon wert sein.
    Aber um auf Deine Frage zurück zu kommen, nein, ich kenne keinen der dann nicht einen "Mindestbestellwert" verlangt.
    lg,
    Philip

  • Zitat von matthiasroeschinger

    Du hast mich falsch verstanden aktuell kostet 1kwh 0,38€ inkl. Grundgebühr


    Ich habe dich schon verstanden, wollte nur zeigen, warum das bei beliebig kleinem Verbrauch nicht funktioniert - vom Draufzahlen kann kein EVU leben (und da möchte ich auch kein Kunde sein, weil bei Insolvenz die Abschläge auch weg sind).
    Im Prinzip gibt es http://www.stromanbieterohnegrundgebuehr.de/ (ist, trotz des Namens, ein ganz normales Vergleichsportal, wie andere auch), aber schau selbst, was bei 500 kWh/a rauskommt. Etwas geht aber gegenüber der Grundversorgung immer.

  • Hallo miteinander,


    Den GP ersatzlos zu streichen bei moderater Erhöhung des Arbeitspreises - das wäre für die Stromhändler wohl doch zu viel verlangt, denn da würden sie bei extrem niedrigem Verbrauch drauflegen. Aber eine Mindestabnahme von 500 kWh/Jahr müsste nach meiner Meinung schon gehen. Das ergibt sich, wenn man die günstigsten Arbeitspreis-Angebote für Großverbraucher und die günstigsten GP ohne Mindestabnahme in Verbindung bringt.


    Ein Tarif ohne GP, aber einer Mindestabnahme ist äquivalent zu einem Tarif mit GP, der auf den Verbrauch angerechnet wird. Wie könnte der Arbeitspreis dann aussehen? Angenommen, der Durchschnittskunde eines Stromhändlers verbraucht 3000 kWh/Jahr, der GP beträgt 48 €/Jahr (trifft bei meinem Anbieter zu), und der Umsatz des Stromhändlers soll konstant bleiben. Dann wären die 48 € auf die 3000 kWh zu verteilen, das ergibt eine Arbeitspreiserhöhung um 1,6 ct/kWh. Die Rechnung für den Durchschnittsverbraucher bleibt gleich, der Wenigverbraucher wird entlastet, der Vielverbraucher wird stärker belastet.


    Bei meinem Tarif (blue-green von SWTÜ online) kostet die kWh 27,93 ct (1,19 ct mehr als ohne blue-green). Das macht bei 1000 kWh/J (etwa mein aktueller Verbrauch) 311,30 €/ oder 31,13 ct/kWh all inclusive. Bei 500 kWh/J wären es 35,93 ct/kWh. Würde der GP umgelegt, ergibt sich ein AP von 27,93 ct/kWh. Bei einer Mindestabnahme von 500 kWh/J ergibt sich ein auf den Verbrauch anrechenbarer GP von 139,65 €/J. Ich bin der Meinung, dass der Stromhändler damit bei KEINEM Kunden drauflegen würde.


    Warum würde so ein Angebot dennoch vermutlich nicht funktionieren? Nun, der Stromhändler müsste befürchten, nach und nach alle Kunden mit überdurchschnittlichem Verbrauch zu verlieren, der Mittelwert würde sinken, der GP müsste auf einen geringeren Verbrauch umgelegt werden, der AP noch mehr steigen usw. Die Idee könnte aber funktionieren, wenn Tarife vom Gesetzgeber aus grundsätzlich nur ohne GP, aber mit Mindestabnahme (bzw. anrechenbarem GP) angeboten werden dürften. Angebot und Nachfrage würden sich dann auf eine für Kunden und Stromhändler akzeptable Kombination von Mindestabnahme und Arbeitspreis einpendeln. Der Sinn der Idee ist, einen zusätzlichen Anreiz zum Stromsparen zu schaffen.


    Gruß, willswissen

  • EWS - Elektrizitätswerke Schönau oder so ähnlich hatten einen sehr günstigen GP für kleinen Verbrauch und keine Mindestabnahme. Weiß nicht ob das immer noch so ist.


    Freundliche Grüße
    pvx

  • Servus,


    bei 500kWh wird es keinen Tarif ohne GG geben. Ab 1000kWh gibts was von Eoff.

    Mein gelieferter Strom ist zu 100% aus Erneuerbarer Energie hergestellt

  • Ist doch eigentlich egal wie hoch der GP ist, solange ein günstiger AP das wieder wettmacht, oder?
    Mein Dad, mit nach PV nur noch Ca. 1000kWh/a, bezahlt nach Wechsel zu 123Energie trotz 20Eu höherem GP nun trotzdem weniger pro kWh als vorher (und hat jetzt noch dazu Pseudo-Ökostrom, statt Atomkraft).


    Die Wechselprämie hab ich da noch nicht mal rein gerechnet,... sonst wird der Preis fast negativ. ;-)

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)