Schornstein nachrüsten - Verschattung der PV-Anlage

  • Hallo Miteinander,


    ich habe eine 2014 errichtete Anlage mit 6.21 kWP auf dem Dach. Die Anlage ist süd-östlich ausgerichtet bei 40° Dachneigung.
    Die Module sind vom Typ Heckert Nemo P230, der Wechselrichter ist ein Fronius Symo 6.
    Nun möchte ich einen Schornstein an das Haus bauen. Der Schornstein wird in jedem Fall etwas Schatten auf die Anlage werfen. Es gibt dabei zwei Optionen zum Positionieren des Schornsteines; siehe Bild. Ich bevorzuge die mittige Lage; siehe Bild.




    Laut Schornsteinfeger ist der Schornstein so zu bauen, dass die Öffnung 1 m von der PV-Anlage entfernt ist. Das ergibt eine Länge von ca. 1,50m. Der Schornstein wird in jedem Fall einen Schatten auf die PV-Anlage werfen, dieser Schatten wird im Lauf des Tages über die Anlage laufen. Nach meiner Schätzung verschattet der Schornstein maximal 2% der Anlage (verhältnis zwischen Schornsteingröße und Anlagengröße).


    Nun die Frage an die Experten: Ist ein solcher Schattenwurf für die Module / die Anlage problematisch? Eine Leistungseinbuße von 2% (entsprechend der beschatteten Fläche) sehe ich nicht als Problem. Aber ist es kritisch, wenn Module teilweise im Schatten und teilweise direkt in der Sonne liegen? Wirkt sich dies negativ auf die Haltbarkeit der Module / der Anlage aus? Ist trotz einer Verschattung von nur 2% der Fläche mit einem höheren Leistungseinbruch als 2% zu rechnen?



    vielen Dank!

  • Zitat von rs8086


    Nach meiner Schätzung verschattet der Schornstein maximal 2% der Anlage (verhältnis zwischen Schornsteingröße und Anlagengröße).


    Nun die Frage an die Experten: Ist ein solcher Schattenwurf für die Module / die Anlage problematisch? Eine Leistungseinbuße von 2% (entsprechend der beschatteten Fläche) sehe ich nicht als Problem. Aber ist es kritisch, wenn Module teilweise im Schatten und teilweise direkt in der Sonne liegen? Wirkt sich dies negativ auf die Haltbarkeit der Module / der Anlage aus? Ist trotz einer Verschattung von nur 2% der Fläche mit einem höheren Leistungseinbruch als 2% zu rechnen?
    vielen Dank!


    :D - netter Gedanke. Aber das kann in beide Richtungen gehen. Wie ist die Anlage denn verstringt?
    Wenn der Kamin unbedingt sein muß - Anlage aus 2014 und jetzt einen Kamin :roll: - dann möglichst weit Richtung Giebel.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Dann ist Schatten nicht so kritisch, da es hauptsächlich die untere Reihe betreffen wir. Ertragsverluste sind natürlich nicht zu vermeiden. Also Schornstein möglichst weit nach aussen.
    Und ändere mal Deine Status von 'Interessent' auf Betreiber :D


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Die Verluste werden hoeher ausfallen als der Anteil der Flaeche betraegt, die verschattet ist.
    Denn selbst bei einem WR mit gutem Schattenmanagement werden alle Module, die von Schatten betroffen sind, mindestens drittelweise rausgekegelt damit alle anderen mit voller Leistung arbeiten koennen.
    Also sind es bei dir fuer jedes in der Breite betroffene Modul etwa 3,7% der Momentanleistung, wenn also morgens drei Module gleichzeitig Schatten bekommen ueber 10%.
    Dazu koennen noch Totzeiten kommen, da es ja keine kontinuierliche Ueberwachung ist sondern nur in gewissen Intervallen gemessen und korrigiert wird.


    Auf jeden Fall lohnt es sich (wie Martin schon schrieb), wenn der Kamin schon am unteren Dachrand stehen muss, ihn moeglichst weit nach rechts zu setzen, denn dann wird der Schatten bei Ausrichtung SO umso eher am Tag an den Modulen vorbei fallen.

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis