PV-Anlagenplanung und Fragen über Fragen

  • Hallo,


    Mein Name ist Jan , ich lebe in 73891 Lauterschwan in der Pfalz.


    Ich bin durch sagen wir mal wiedrige Umstände in meiner Bekanntschaft ( Todesfall) in die Situation gekommen das mich die Witwe gefragt hat ob ich jemand wüsste der Interesse an den Modulen hätte die ihr Mann kurz vor seinem Tod für eine durch ihn selbst aufzubauende Anlage gekauft hat. Spontan wie ich bin hab ich ihr geantwortet das ich Interesse hätte. Bei der Besichtigung hab ich in ihrer Garage noch einen Kaco Powador 3200 INT welcher laut Ihrer Auskunft von einem anderen Projekt Ihres Mannes stammen würde. Beides nagelnau und originalverpackt mit Rechnungen vom Kauf


    Naja man wurde sich über den Preis einig :D:D:juggle: und jetzt steh ich mit Modulen und meiner Einschätzung nach unpassendem WR da.


    Es handelt sich um 255Watt polykristalline Solarmodule der Firma Astronergy. Insgesammt sind 20 Module vorhanden.


    Nach meiner Rechnung sieht es ja so aus das der WR nicht ausreichend ist für die Modulmenge. Daher meine Frage :


    10Module nehmen und an den vorhandenen WR anklemmen und och einen 2ten WR kaufen und die anderen Module daran klemmen oder WR verkaufen und einen stärkeren kaufen.


    Aufbau der Anlage erfolgt durch mich und 2 Bekannte. Einer ist Dachdecker und Zimmermann der andere Elektromeister.


    Die Anlage soll bei mir auf Haus . Dachausrichtung ist exakt nach Süden ohne Schattenwurf über den Tag


    Ein Luftbild der Lage findet Ihr bei Google Maps 49°06'58.2"N 7°54'04.9"E


    [img[Blockierte Grafik: http://fs2.directupload.net/images/150724/temp/apou52da.jpg]][/img]


    Bitte gebt mir Tips wie ich das lösen kann.


    MfG
    Jan

  • WR verkaufen und Neuen kaufen.


    Willst Du ggfs. Module nachkaufen oder bleibt es bei 20*255Wp mit 5,1KWp?


    Die 20 würden gut in 70-weich an einen Fronius 4,5KVA mit einem Mpp in einem String passen.
    Der Fronius 5 KVA sollte nicht viel teurer sein. Auch bei 2 Mpp alles in einen String hängen.


    Denkbar wäre auch 3 Module nach zu kaufen, wenn das Dach den Platz hat und 23*255Wp in einem String an den Fronius mit 6KVA zu legen. In 70-weich.


    Für 70-hart würde ein SMA SB3600 oder ein ABB PVI 3.6OUTD gut passen. Verstringt mit 2*10.


    von tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Also erst einmal herzlich willkommen im Forum. Was sind das für Module? Oder gib mal die technischen Daten.


    Da die Anlage mit Eigenleistung und Nachbarschaftshilfe aufgebaut werden soll, solltest du auch eine Halbinsel in Betracht ziehen (dann liegen allerdings einige Wochen des Lernens vor dir). Daher noch eine Frage zur deiner Einstellung; willst du mit der Anlage Geld verdienen, Geld sparen oder ein mit einer grünen Idee das Gewissen beruhigen?

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo Jürgen


    es sind ASM6610P 255Watt


    Halbinsel hört sich im Prinzip interessant an da ich beruflich ganz gute Beziehungen zu Batterielieferanten habe. :D


    Ist ganz ehrlich eine Kostenfrage.


    Natürlich würde ich gerne Geld verdienen aber wenn es Geld spart ist es auch gut. Und wenn es dann noch etwas grün ist Wunderbar. Was ich damit meine ich bin Realist und beruflich Betriebswirt und kein Ökokrieger.


    Gruß
    Jan

  • Deine Module haben eine Leerlaufspannung von 37,45 Volt. Der Powador kann maximal 800 Volt am Eingang ab; optimal läuft er zwischen 350 und 600 Volt. Du müsstest ein Panel weglassen, damit du spannungsmäßig hinkommst (tiefer Winter, -15° und die Sonne taucht plötzlich auf und ballert los; mit 20 Panelen wird das recht eng). Die Panele liefern unter Standard-Test-Bedingungen einen Kurzschlussstrom von 8,85 Ampere; der Powador kann nur 8,6 Ampere ab. Auch an dieser Stelle ist es ein wenig eng.


    Da man Anlagen nicht ohne Sicherheitsreserven planen sollte, ist der Wechselrichter also nicht wirklich erste Wahl. Folglich an jemanden verkaufen, bei dem er besser passt.


    Jetzt kommt die gute Nachricht für den Betriebswirt: Wenn man die Eigenleistung nicht in Rechnung stellt, dann lohnen sich Halbinseln und wenn man jemanden an der Hand hat, der die Anlage abnehmen kann und darf, dann lohnt sich auch das Einspeisen. Schauen wir mal, wo es dich hintreibt.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • So hab das ganze jetzt übers WE etwas sacken lassen und mir Gedanken gemacht.


    Auf mein Dach bekomme ich max 14 Module. Die Restlichen gehen entweder in einem 2ten Bauschritt auf die Garage wenn sie dann fertig ist oder werden verkauft.


    Da ich ja einen andere WR brauche hab ich mich bieel umgeschaut und mir gefällt der SMA SB 2.5-1VL-40 recht gut.


    Für mich stellt sich nun die Frage wieviel Module hänge ich da optimaler Weise dran?


    Gemäß meiner Rechnung mit den 70 %


    (2650 / 70) * 100 = 3786


    3786 / 255 = 14,85


    Also 15Module


    Laut dem Vorschlag des SMA Rechner komme ich auf 10 Module .


    Also 2550W. Ich verstehe das so das der WR dann intern die 70er Kappung vornimt und der Rest als Eigenverbauch zu verwenden wäre.


    Was ist jetzt die richtige Variante.


    Die Version mit den 10Modulen würde mir ganz gut passen da es einerseits ein einheitliches Dachbild ergeben würde und 2tens man dan die Restlichen nochmal in gleicher konfiguration auf die Garage bringen könnte.


    MfG
    Jan

  • Zitat von Jan-Pfalz

    So hab das ganze jetzt übers WE etwas sacken lassen und mir Gedanken gemacht.
    Auf mein Dach bekomme ich max 14 Module. Die Restlichen gehen entweder in einem 2ten Bauschritt auf die Garage wenn sie dann fertig ist oder werden verkauft.


    Hast Du eine Skizze zur Belegung, die Du hier als Bild einstellen könntest?


    Zitat

    Da ich ja einen andere WR brauche hab ich mich bieel umgeschaut und mir gefällt der SMA SB 2.5-1VL-40 recht gut.
    Für mich stellt sich nun die Frage wieviel Module hänge ich da optimaler Weise dran?


    Der SMA SB2.5 verträgt max. 600V DC Spannung.
    Typische 60-Zeller haben um 42V bei -10 Grad; bei maximal 14 Stück wäre als Schluss, je nach verwendetem Modul (genaue Bezeichnung?) passen auch nur 13 Stück in einen String.
    Edit.: Wenn es diese Module sind, passen 14 Stück in einen String und ich würde das Dach damit voll machen.


    In 70-hart kannst Du da 13 Stück dran hängen.
    13*255Wp=3,315KWp und 3315*0,7=2321VA
    Der WR müsste dann so eingestellt werden, dass zu keinem Zeitpunkt mehr als 2321W eingespeist werden.
    Edit2.: Mit 14*255Wp passt das perfekt 14*255Wp=3,57KWp und 3570*0,7=2499VA


    Zitat

    Also 2550W. Ich verstehe das so das der WR dann intern die 70er Kappung vornimt und der Rest als Eigenverbauch zu verwenden wäre.


    Was ist jetzt die richtige Variante.


    Die Version mit den 10Modulen würde mir ganz gut passen da es einerseits ein einheitliches Dachbild ergeben würde und 2tens man dan die Restlichen nochmal in gleicher konfiguration auf die Garage bringen könnte.


    Wenn 14 aufs Dach passen würde ich die auch legen, es muss ja nicht der SB2.5 werden.
    Wenn Du in absehbarer Zeit sicher die Garage mit dem Rest der Module belegen willst (Belegungsplan dazu?; hierfür noch was nachkaufen?) würde ich jetzt schon den passenden WR für beide Dachflächen kaufen.
    Der kostet jetzt vielleicht 200-300 mehr, als der "kleine" SB2.5, aber sonst kaufst Du demnächst einen 2. WR und gibst alleine ca. EUR 1750,- nur für WR aus. Die 70% Regelung ist damit auch schwierig bzw. nur per Zusatzhardware (weitere Kosten) möglich.


    Bei 20*255Wp würde ich einen SMA SB3600TL-21 nehmen für 70-hart.
    Da kannst Du 13 oder 14 an Mpp1 hängen und den Rest mit 6 oder 7 irgendwann an Mpp2.
    Der SB2.5 hat nur einen Mpp Tracker und wäre mit 13 oder 14 Stück auch voll.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von Jan-Pfalz

    Da ich ja einen andere WR brauche hab ich mich bieel umgeschaut und mir gefällt der SMA SB 2.5-1VL-40 recht gut.


    Eigentlich plant man andersherum: Erst das Dach optimal belegen und danach dann den Wechselrichter aussuchen :idea:


    Wie gesagt, erst die Belegung. :idea:


    Wenn 14 Module draufpassen sieht die Berechnung für 70% hart so aus:
    14 x 0,255= 3,57 kWp, das wäre die Nennleistung des PV-Generators.
    Davon 70% -> 2,499 kW das wäre die benötigte Wechselrichterleistung für 14 Module mit 70% hart.


    Oberhalb 3,6 kW kämen noch 5% Blindleistung dazu aber das ist hier ja nicht der Fall.
    Hier würde der SB2.5 also passen, Reserven für späteren Zubau von 6 Modulen gäbe es aber nicht.


    Bei 20 Modulen würde der SB 3600 TL 21 passen.
    Rechnung dazu : 20 x 0,255 = 5,1 kWp
    Davon 70% -> 3,57 kW. Auch hier bräuchte noch keine Blindleistung bereitgestellt werden, da noch unter 3,6 kW.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Wie gesagt das mit den 10 Modulen würde otimal passen da dann noch platz für die Solarthermiemodule bleiben würde.


    Ich beziehe mich hier mal auf einen Post aus dem SMA Teil des Forums:



    Ich versehe das so das mit dem E-Meter die 70% Prozent Grenze passt und ich den restlichen Strom zum Eigenverbrauch nutzen kann. Wäre ganz nett für Kühlschrank , Router Telefon und zum Batteriebank Laden. An dieser hängt mein 12V System (paar Led´s als Nachtleuchten). Diese wird zur Zeit über Netz bzw. son 50W solarköfferle ausm Womo geladen.