Sinn & Unsinn Speicher bei 20kwp PV / Efh mit WP

  • Moin zusammen,


    bekomme gerade die Werbung von SolarWorld für deren Sunpac ins Haus.


    Bei mir am EFH laufen 8,4 Kwp S-O ausgereichtet aus Juli 2011 mit Sma TP8k und 11,5 Kwp S-W aus März 2012 mit Sma TP10k


    Bisher habe ich einen Gasamtstromverbrauch von 3400kwh, davon rd. 1500kwh Netzbezug (24ct/kwh) bzw 1900Kwh Direktverbrauch (!17ct/kwh), der Rest mit rd. 17-18000Kwh eingespeist, kein RSE, keine 70% Regel


    Nächstes Jahr soll die noch bestehende Gasheizung gegen eine Wärmepumpe ausgetauscht werden, die rd. 5000kwh Strom benötigen wird. Wenn ich die eher schwachen PV Erträge über die Kernheizzeit Dez-Jan-Feb. sehe, schätze ich den zuzüglichen Direktverbrauch für die Wärmepumpe auf 1500- 2000Kwh, d.h. der überwiegende Teil mit 3000-3500kwh würde aus dem Netz bezogen.


    Nun könnte hier ein Speicher m.E. den Direktverbrauch vom günstigeren PV-Strom, insbes. wenn die Wärmepumpe installiert ist, verbessern.


    Welches System (ggf. alternativ zu SolarWorld) wäre hier sinnvoll und welche Förderungen gibt es bei meinen Randbedingungen, oder ist das Denken daran bisher eher Unsinn bzw sollte man mit einem (guten) Speicher besser noch warten?


    DANKE und Grüße
    Tiber

    1) 35*SW240/8,4kwp/ STP8k, DN 42/AZ -28°-1170Kwh/kwp
    2) 36*Bosch c-Si M245, DN 7/AZ 62°, 14 Trina TSM-195, DN 10/AZ -28°/11,55kwp/ STP10k-930kwh/kwp
    3) 80* Bosch c-Si M245/ 19,60kwp/ Siemens Sinvert PVM20, DN 25/AZ -20°-1070kwh/kwp
    alle Ev.

  • Guten Morgen,


    so rein gefühlsmäßig würde ich als Laie sagen der Speicher ist noch zu teuer um rentabel zu sein, bei der Anlagengröße könnte die Wärmepumpe (Luft/Wasser/Erde?) vielleicht Tagsüber laufen und zumindest den vorhanden Strom nutzen um weniger Netzbezug zu haben?


    Die Einsparung durch den Speicher wird sich bestimmt nicht mit den Anschaffungskosten trotz Förderung (hier ist die 60% Regelung nicht zu vergessen) lohnen, im Sommer ist er ständig voll, 20 kwp sind ja einiges die reinschieben und von der Dimension her vermute ich sollte er schon größer sein, es kann weniger eingespeist werden, und ob das FA die UST als abzugsfähig anerkennt ist auch nicht sicher.


    Wie gesagt, ich bin hier kein Profi, ist nur meine bescheidene Meinung. Wäre aber schönes Spielzeug :D


    Grüße
    E.

    9,88 kWp Winaico WSP-260M6 / Fronius Symo 7.0-3-M / Ost - West Anlage

  • Zitat von tiber180

    Moin zusammen,


    Nun könnte hier ein Speicher m.E. den Direktverbrauch vom günstigeren PV-Strom, insbes. wenn die Wärmepumpe installiert ist, verbessern.


    Von März bis Oktober wirst Du mit dem Speicher deinen Eigenverbrauch mit Sicherheit erhöhen können. Für die Wärmepumpe wird dies aber so gut wie keinen Nutzen haben...wie Du selbst sagst reichen die Erträge in der Winterzeit nicht für die WP, also noch weniger für WP+Speicher. Es sei denn Du installierst Dir 1000 kWh Batterie die Du im Sommer für den Winter voll machst :-) Das Batteriespeicher z. Zt. nur in Ausnahmefällen eine wirtschaftliche Lösung sind ist ja allgemein bekannt.

    Meine Dachterrassen-Guerilla-Halbinsel: 2,15 kWp (13 x Dunalsolar DS-50W + 2 x Solon 145W+ 6 x Conergy 200W) + Outback FM80 + 24V 900 Ah Trojan PzS + 3 × Steca Solarix PI 1100 + Parallelschaltbox + Netzumschalter

  • In Bezug auf die Wärmepumpe brauchst Du keinen Speicher, im Winter reicht es wahrscheinlich nicht mal für deinen heutigen Direktverbracuh. Und in der Übergangszeit könntest Du die Wärme puffern und gnerell die WP nur tagsüber laufen lassen. Speicher macht nur im sommer Sinn, wobei deine Gesamtverbräuche ja relativ niedrig sind. Anders könnte es aussehen, wenn Du dir noch ein elekroauto zulegst, aber bei Deiner KOnstellation, geringe Verbräuche, keine 70% Regel, höhe Vergütungssätze und dazu 20kwp, also Solarstrom satt, zumindest tagsüber, da dürfte ein Speicher ziemlich sinnfrei werden. Falls Du es noch nciht hast, kauf Dir für das Geld lieber A+++ Geräte und LED Beleuchtung und versuche alle Großverbraucher tagsüber laufen zu lassen...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...

  • Zitat von Zellenschaden

    In Bezug auf die Wärmepumpe brauchst Du keinen Speicher, im Winter reicht es wahrscheinlich nicht mal für deinen heutigen Direktverbracuh. Und in der Übergangszeit könntest Du die Wärme puffern und gnerell die WP nur tagsüber laufen lassen. Speicher macht nur im sommer Sinn, wobei deine Gesamtverbräuche ja relativ niedrig sind. Anders könnte es aussehen, wenn Du dir noch ein elekroauto zulegst, aber bei Deiner KOnstellation, geringe Verbräuche, keine 70% Regel, höhe Vergütungssätze und dazu 20kwp, also Solarstrom satt, zumindest tagsüber, da dürfte ein Speicher ziemlich sinnfrei werden. Falls Du es noch nciht hast, kauf Dir für das Geld lieber A+++ Geräte und LED Beleuchtung und versuche alle Großverbraucher tagsüber laufen zu lassen...


    Hallo Tiber


    dem ist nichts hinzuzufügen.
    Ev. sollte man zur LWWP noch einen nicht zu kleinen Pufferspeicher vorsehen, um die WP nur am Tag laufen zu lassen.
    Dann kann man die Übergangszeit sehr gut überbrücken.
    Die Wp sollte einen SG ready Eingang haben noch besser modulierend mit einen 0-10V Analogeingang.
    Solche gibts es z.B. hier.
    http://www.idm-energie.at/de/
    http://www.heliotherm.com/de/w…LK__LfG9cYCFXTMtAodGccN0w


    Notfalls kann man auch 2011 PV anzapfen, das müsste man sich aber wegen der hohen Vergütung mal durchrechnen.


    Ein paar Fragen wegen der 1500-2000 Kwh WP Strombedarf.:
    HWB pro² und Wohnfläche?
    Welche WP ist geplant incl. WG bei 2 u. 7° C.


    LG Berni

  • Ich würde einen knapp bemessenen Akku einbinden.


    Damit "verschiebst" du einen Teil deiner kommenden (und derzeitigen) Energieverbräuche in der dunklen Jahreszeit in jene machbaren Energieeinsparungen während der Sommernächte.


    Dass sichs für den Gulden rechnet, wage ich allerdings zu bezweifeln.
    Mit Fertigsystem ganz sicher nicht, mit selber basteln kannst dir vielleicht eine schwarze Null schön rechnen.

    LiFePO ist anders.

  • Servus,


    eine bestehende Gasheizung gegen eine WP zu tauschen finde ich Unsinn. Ich würde es verstehen wenn Du Öl hättest, aber bei Gaskosten von 5Cent\kWh wirst Du nichts sparen.


    Um überhaupt rentabel zu werden müsste die WP mit einem COP von 4-5 im Winter laufen, sowas schaffen höchstens WPs mit Erdsonden.


    Investieren lieber in sinnvolle Dämmung damit die Vorlauftemperatur sinkt, das spart wesentlich mehr.


    Nur das tauschen eines Wärmeerzeuger gegen einen anderen spart so gut wie nichts.


    Wir sind z.B. mit unserer Gasheizung bei 5000kWh pro Jahr, ich wäre dumm die 10Jahre alte Brennwerttherme auszutauschen, solange diese einwandfrei läuft.

    Mein gelieferter Strom ist zu 100% aus Erneuerbarer Energie hergestellt

  • Ich bin einer, der sowas betreibt. :mrgreen:
    Habe selbst eine 16 kWp Anlage vom 2012 am laufen. Im Jahr 2014 und 2015 habe ich um 9,75 kWp bzw 16 kWp billigst erweitert, um damit hauptsächlich für den Eigenverbrauch inkl. 11 kW SoleWP abzudecken.
    Die WP wird nahezu vollständig nur mit billigen PV Strom abgedeckt. Im Kernwinter startet die WP ab ca. 8.30 Uhr und endet abend ca. 17.30 Uhr mit voll aufgeheizten 200 qm Wohnung und 2850 L Puffer für die nächtliche Heizung.
    Damit decke ich ca 95 % NUR mit PV Strom für die WP Heizung ein.
    AZ der WP ist immer weit über 1 : 5 (1 : 5,3).
    Hier kostet unter 3 Cent / kwh Wärme. Bei Gas hätte das doppelte gekostet.
    Nach 5 Jahren sind die PV Anlagen eh komplett abgeschrieben.
    Dann kostet kwh PV Strom bzw kwh Wärme nichts. Das ist mein Ziel. :mrgreen:

    16, 53 kWp Frankfurt Solar, Sunny Boys 04.2012
    3, 75 kWp Yingli, 6, 00 kWp Bosch, 04.2014
    10,00 kWp Bosch, STP 17000TL 05.2015
    6,00 kWp Bosch, ca.40 kWp Bisol (8 € Modul), 1 VT-80, 48 V 620 Ah Staplerbatterie , 5000 VA Victron Multiplus II

    SB 4000TL und Huawei 33KTL-A 05.2019

  • Zitat von ElFreunde

    Die Einsparung durch den Speicher wird sich bestimmt nicht mit den Anschaffungskosten trotz Förderung (hier ist die 60% Regelung nicht zu vergessen) lohnen, im Sommer ist er ständig voll, 20 kwp sind ja einiges die reinschieben und von der Dimension her vermute ich sollte er schon größer sein, es kann weniger eingespeist werden, und ob das FA die UST als abzugsfähig anerkennt ist auch nicht sicher.


    Förderung bei Anlagen von vor 01.01.2013 gibt es nicht. Auch wird der Speicher nicht als abzugsfähig anerkannt.


    Zitat von tiber180

    Nächstes Jahr soll die noch bestehende Gasheizung gegen eine Wärmepumpe ausgetauscht werden, die rd. 5000kwh Strom benötigen wird. Wenn ich die eher schwachen PV Erträge über die Kernheizzeit Dez-Jan-Feb. sehe, schätze ich den zuzüglichen Direktverbrauch für die Wärmepumpe auf 1500- 2000Kwh, d.h. der überwiegende Teil mit 3000-3500kwh würde aus dem Netz bezogen.


    Wie kommst Du auf die 5000 kWh. Die meisten Berechnungsprogramme der WP-Hersteller beschönigen den Bedarf. Das ist wie mit den Herstellerangaben des Spritverbrauchs für Autos. Einen verbilligten Tarif für WP-Strom wird es demnächst nicht mehr geben. Daher wirst Du dafür den ganz normalen Bezugspreis bezahlen. 3500 kWh WP-Strom werden demnächst ca. 900€ pro Jahr kosten. Für die den Direktverbrauch geht Dir auch Einnahmen verloren. Das dürfte auch so ca. 300€ betragen. Die WP-Wärme kostet Dir demnächst ca. 1200€ pro Jahr. Dazu kommen noch einmalig die Investitionskosten. Umgerechnet auf 15 Jahren ca. 400€ pro Jahr. Macht Summa Summarum ca. 1600€ pro Jahr. Ich glaube kaum, dass Du im Augenblick für Deine Heizung mehr ausgibst. Gaspreise steigen zwar aber die Strompreise auch. Deine Einspeisevergütung steigt aber nicht.


    Fazit: Bleib bei Deiner Gasheizung solange der Kessel noch funktioniert.

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    Rechnen hilft. Bleistift, Papier und Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern
    Oscar Perdok GmbH - Gildeweg 14 - 46562 Voerde PV, Wallboxe und mehr

  • Wenn du mit Speicher 1000 kWh/a zusätzlichen Eigenverbrauch schaffst, sind das (24 - 17) x 1000 minus Speicherverluste = 50 bis 60 Euro im Jahr. Kannst dir selber ausrechnen wieviel ein Speicher kosten darf, der das kann (1000 kWh/a =ca. 5 kWh nutzbare Kapazität mit 200 Vollzyklen pro Jahr).


    Wenn die 24 C/kWh auch noch der Bruttostrompreis sein sollten sieht es entsprechend schlechter aus.


    Batteriespeicher sind wie Alufelgen oder Eichenparkett. "Haben wollen" ist ein guter Grund, sowas zu kaufen. Finanziell ist es bei heutigen Bedingungen ein Unsinn.


    Wärmespeicherung mit PV und WP macht da schon mehr Sinn. Kostet nur etwas zusätzliches Volumen im Pufferspeicher.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH