Planung PV Anlage mit Anschluss WP

  • Hallo zusammen,


    wir wollen im schönen BaWü ein Mehrgenerationenhaus bauen. Das KFW70 Haus hat 2 Wohneinheiten und soll von einer gemeinsam genutzten Erdwärmepumpe (ca. 10kw, Erdkollektoren) geheizt werden. Eine PV soll Strom teilweise für die Eigennutzung und, falls etwas anfällt, als Überschuss für die Einspeisung erzeugen. Der Strom der PV soll nur in eine Wohneinheit geliefert werden (ist: 2 Personen, Soll 4 Personen)
    Zu den Daten:
    PLZ 74842
    Dachfläche: Satteldach, 30° Neigung, mit 220qm, Firstrichtung O/W, Südhälfte soll genutzt werden
    Keine Verschattungen


    Wir haben schon ein Angebot eines Dachdeckers über eine 11,5kwP PV Anlage mit Dünnschicht Modulen SF CIS 145 in Reihe komplett mit WR und Installation für knapp 1400 excl. Mehrwertsteuer.


    Unsere Fragen:
    - ist die PV Anlage so vernünftig dimensioniert? Ich hab das so was von einer 10kwP-Grenze im Kopf..
    - ist das preislich in Ordnung?
    - wären kristalline Module cleverer für eine Anlage dieser Größe?
    - gibt es noch Optimierungstips für den Verbund PV/Wärmepumpe
    --> uns wurde auch ein Energiespeicher von Senec angeboten; nach einer Recherche erscheint mir das aber wirtschaftlich nicht so sinnig.


    Cheers & schon einmal vielen Dank! :D

  • Ich würde ganz sicher weder knapp über 10KWp (da wird EEG Umlage auf den gesamten Eigenverbrauch fällig) noch mit Dünnschicht Modulen bauen.


    40*250Wp ggfs. in 70-weich z.B. am Fronius WR mit 8,2KVA wäre ein erster Vorschlag von mir.
    Bei Neubau darf das eigentlich nicht über 1200,- pro KWp kosten, wenn nichts besonderes gefordert wird.
    Speicher aus Rentabilitätsgründen weg lassen!


    Wie willst Du verhindern, dass eine Partei PV Strom erhält? Ich gehe von einem gemeinsamen Hausanschluss aus.


    BTW: Die WP klingt groß ... zu groß?


    von tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Lass die Finger von Dünnschicht.
    Bau 10 kW für eine Einheit und lass einfach Platz für das Nachrüsten der zweiten. Dann kann man später mal den 2. Haushalt auch an eine PV anschließen evtl mit Speicher.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Moin, ich nehme mal an, dass mit "1400 excl. Mehrwertsteuer" gemeint war: 1400 Euro pro kWp. Eindeutig zu teuer.


    Auch ist es keine geniale Idee sich eine PVA zu installieren, um damit eine WP für die Heizung zu betreiben. Im Winter hast du nur etwa 15% des Ertrages vom Sommer. Wenn du außerhalb des Winters eine BWWP über die PVA betreiben willst, dann könnte das passen.


    Wenn man von wenigen Anbietern absieht, ist der Betrieb von Speichern wirtschaftlich völlig unsinnig. Es kann sich allerdings lohnen, die Batterien selber zu bestellen (Bater / Deutbatt und viele andere), in den Keller zu tragen und vom Elektriker anschließen zu lassen. Das ist deutlich günstiger, als einen KfW-Kredit zu bekommen und für eine 6-Jahres-Garantie den mehrfachen Preis zu zahlen.


    Ich sah gerade den Post von letsdoit; es ist juristisch mit Sicherheit wesentlich einfacher, wenn jede Wohneinheit ihre eigene Anlage hat (weil sonst ist einer ein EVU; Verkauf von Energie an eine dritte Person). Dadurch ändert sich fast nicht der Preis und alles ist viel einfacher.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo,


    vielen Dank für die ersten Einschätzungen! :D


    Also:
    - kein Dünnschicht
    - am besten 2 Anlagen (Das Haus ist in der Art eines Doppelhauses geplant, sollte machbar sein) Das Ding ist: die eine Haushälfte wird ja vermietet und ich würde demnach eh 2 Anschlüsse bzgl. Strom haben.
    --> also >10kwP, kristallin und erst mal die eine Seite anschließen. Ggf. kann man ja die ander Einheit später ranholen
    - ca. 1200€/kwP wäre ein "normales" Preisgefüge
    - das mit dem Energiespeicher hatte ich ja schon so gedacht, danke für die Bestätigung


    Die 10kw bei der Wärmepumpe waren ein erstes Angebot nachdem ich die 17kw, die der Architekt eingeplant hatte, schon angemeckert hatte. Das Haus wird ca. 230qm Wohnfläche haben und ggf. bis zu 7 Leute beherbergen. Find mal in der Region einen Heizungsbauer, der sich mit WP auskennt und das wirklich berechnen kann. Scheint nicht so einfach zu sein.


    Cheers!

  • @ BlackNeon,


    wo in BW ?


    Warum Steckst du nicht mehr in die Dämmung das ist auf die Dauer günstiger. Kfw 70 ist ja nur minimalstandard.


    Bezüglich WP und größe solltest Du mal im Forum "Haustechnikdialog" unter WP dich einlesen und dann dein Projekt vorstellen.


    Für eine WP wenn sie richtig funktioniert muss der HB nicht in der Nähe wohnen es gibt ja eigentlich keine Wartung.


    Meine HB Firma ist ca. 30 km entfernt. In den 7Jahren seit der Installation habe ich einmal ein Problem gehabt und das wurde per Telefon gelöst.



    Django

  • Django:
    Gemeinde Billigheim, Mosbacher Ecke
    Bzgl. Dämmung - wird ein mehrschaliger Aufbau - Wände geplant zw. 0,2-0,25 W/qmK (24er T12 Poroton, 12er Dämmung (Mineralwolle) 11,5er Klinker); Fenster <=1,1; Türen <=1,5, Speicher ungedämmt, Dämmung auf OG, kein Keller
    Denke, dass ist in Ordnung so.


    Haustechnikdialog kenne ich - hab da auch schon mal quer gelesen. Ich versuche mal kommende Woche da mein Projekt vorzustellen. Interessanterweise habe ich kurz nach dem letzten Post mit einer - zumindst bis jetzt - sehr kompetent wirkenden HB-Firma telefoniert mit der ich kommenden Dienstag einen Termin habe


    Als keine Side-Note: Warum hab ich eigentlich einen Architekten, wenn ich mich für alles selbst schlau machen muss. *lalaala
    ;)


    Cheers

  • Zitat von BlackNeon

    Als keine Side-Note: Warum hab ich eigentlich einen Architekten, wenn ich mich für alles selbst schlau machen muss. *lalaala


    Damit deine Anträge schneller bewilligt werden und du eventuell Abweichungen vom Baufenster oder Unklarheiten mit der Nachbarschaft besser geregelt bekommst.


    Alles andere Wie Energieverbrauch optomale Platzausnutzung/Ausrichtung eventuell Ausleuchtung durch Fenster sind Sachen die dem Architekten am A.. vorbei gehen. Die laufenden Kosten must Du aufwenden und nicht er.


    Meiner hatte mir, als ich ihm sagte, daß eine WP verbaut wird, erklärt, daß das sich erst "rentieren" würde wenn der Ölpreis über 60 ct. läge. Bis wir eingezogen sind war der Ölpreis einiges über 60 ct. Und der Architekt hatte in sein Haus eine WP eingebaut.
    Er hat natürlich seine alte Gasheizung in ein Mietshaus eingebaut wo eine uralte Ölheizung ersetzt wurde.
    Gleiches mit den Sichtbalken im OG => ich habe in Absprache mit meinem Zimmermann die Sichtbalkenverbindung als Schwalbenschwanzausfräsung vom Sägewerk ausführen lassen. Aufpreis für den ganzen Dachstuhl 200€ .
    Der Architekt " warum so aufwendig/teuer?".
    Der Zimmermann hat mir erklärt, daß wenn man die Verbindung als "nicht sichtbar" ausführen wollte nur das Material pro Verbindung 18 € ohne Arbeitszeit kosten würde.


    Nur ein paar Beispiele warum man nicht mehr Geld verdienen kann wenn man seine Baustelle selber überwacht und mit den Handwerkern selber verhandelt und bespricht.




    Noch Fragen?


    Django


    PS. HZB Firma MHK aus Waghäusel Rhein-Neckar-Kreis

  • Django:
    Danke für die Firma. Werde ich evtl. auch behelligen :)


    Bzgl. Baufenster und Spaß - das kenne ich schon zu genüge. Hab noch nicht einen Stein auf dem Grundstück liegen, aber schon eine Menge Spaß mit dem Amt / den Zeichnungen des Architekten / den Angeboten etc. gehabt. Bin leider kein Handwerker, sondern Informatiker. Habe aber das Glück, dass der LG meiner werten Mutter Maurer ist. Ansonsten wären solche Späße wie z.B. Klinkern nicht drin. Die Bank hat große Augen bekommen bei unserem Eigenleistungsanteil. Immerhin.


    Cheers

  • Zitat von BlackNeon

    Habe aber das Glück, dass der LG meiner werten Mutter Maurer ist.


    dann kennt er ja auch eventuell andere Handwerker die gute Arbeit leisten. Ich habe auch außer beim Rohbau nicht die Firmen genommen, die mein Architekt favorisiert hat, sondern die die Ich kenne und wusste wie sie arbeiten. Nicht immer ist die billigste die beste Wahl. Vor allem bei Sachen die nicht einfach mal getauscht werden können aber das weist Du bestimmt schon.


    Hoffentlich hast Du einen FP mit dem Architekten ausgehandelt ansonsten wirst du arm bei den offiziellen Gebühren.
    Ich hatte es nicht gemacht.


    Viel Spass beim bauen und immer schön "Baukontrolle" durchführen und die kleinen Motivationsanreize (Getränke, kleine Snacks, im Herbst Kaffee ) nicht vergessen.


    Django