Einsteiger: Inselanlage in einem Camper

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu hier im Forum. Habe vor einigen Wochen den Entschluss gefasst, mir eine Solaranlage in meinen Camper zu bauen. Betreiben möchte ich damit einen kleinen Ventilator, Licht, Smartphone/Laptop laden, sowie eine Engel-Kühlbox.


    Ich habe mir die letzten Wochen einiges im Internet, vorallem in Wohnmobilforen angelesen und unzählige Youtube-Videos zu diesem Thema angesehen und bin leider immer wieder auf Wiedersprüche, Halbwissen und kuriose Faustregeln gestoßen. Deshalb habe ich einige Fragen und hoffe in diesem Forum Antworten zu finden. Ich bin was Elektronik und Photovoltaiktechnik angeht absoluter Anfänger, deshalb bitte ich euch mich zu berichtigen wenn etwas nicht stimmt.


    Gekauft habe ich bis jetzt folgendes:


    Batterie:
    http://www.ebay.de/itm/2012830…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


    Solarpanel:
    http://www.ebay.de/itm/2011843…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


    Laderegler:
    http://www.ebay.de/itm/1116259…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


    Wechselrichter:
    http://www.ebay.de/itm/3113929…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


    Das Solarmodul habe ich auf meinem Camperdach bereits so montiert, das es unterlüftet ist, alle anderen Komponenten werden im Wohnbereich meines Busses montiert.


    Nachfolgend eine Zeichnung, wie ich gedenke das ganze zu verkablen. ( ich weiß das diese Zeichnung nichts mit einem fachgerechten Stromlaufplan zu tun hat, sorry....)


    [Blockierte Grafik: http://up.picr.de/22602623sw.jpg]


    Muss ich das Solarmodul extra absichern?
    Sind Kabelquerschnitte und Sicherungen so in Ordnung?
    Kann ich das ladegerät einfach anstecken oder muss ich den Laderegler vorher vom Kreislauf trennen?
    Kann ich die Batterie einfach im Wohnraum montieren oder braucht diese eine Lüftung nach aussen?


    Vielen Dank im vorraus!!!

  • Hallo und willkommen hier! Ich denke mal dass Du die Kühlbox normalerweise direkt an der Batterie betreiben willst, oder ?
    Der Wechselrichter wäre dafür nämlich nicht geeignet. Was soll denn mit dem betrieben werden ?
    Die Abschaltschwelle des WR ist sehr niedrig und sollte nur im Notfall oder unter "hoher" Last greifen.
    Die 16mm²-Kabel vom Laderegler zur Batt sind unnötig, da fließt ja nie mehr als gute 8A. Also reicht ein 6mm² dicke.
    Wenn Du es schon hast nimm es lieber von Batt zur Hauptsicherung. Da kannst Du dann auch den Wechselrichter
    direkt anklemmen, die zusätzliche 80 A- Sicherung würde ich mir sparen. Mit dem Laderegler(Duo) kannst Du ja auch noch
    eine Erhaltungsladung für die Starterbatterie einrichten.
    Die Batterie sollte, da Flüssig-Säure, schon besser eine Belüftung nach draussen bekommen. Ist oft blöd zu machen,
    deswegen ist eine Gel-Batterie da echt von Vorteil. Dass sie nicht der Hit ist sondern eher billig weißt Du ja hoffentlich selber...
    lg,
    Philip

  • Du hast das Wichtigste vergessen, nämlich dass die Maschine ein Vielfaches an Strom bereitstellt,
    was jemals ein paar Modülchen falsch ausgerichtet, oder im Schatten produzieren könnten:
    http://www.photovoltaikforum.c…-im-wohnmobil-t79647.html
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Hallo,


    Die Duo-LR haben meist keinen Tiefentladeschutz, sonst wären sie wesendlich teurer...
    Darauf würde ich aber nicht verzichten wollen :wink:


    Zu den Kabelquerschnitten brauch man die Längen, sonst läßt sich nix sicher sagen.
    10² zum WR ist sicher zu dürftig bei wieviel Metern ?! Ebenso die 16² zur Hauptsicherung ?!
    Guck mal in die Bedienungsanleitung vom WR (meiner mit 800W@12V wurde mit 50² bei Kabelgesamtlänge von 3m vom Hersteller konfektioniert...)

    "Es ist ganz natürlich, daß man anstößt, sobald man der Strömung nicht mehr folgt."
    (André Gide)

  • Zitat von einstein0

    Du hast das Wichtigste vergessen, nämlich dass die Maschine ein Vielfaches an Strom bereitstellt,
    was jemals ein paar Modülchen falsch ausgerichtet, oder im Schatten produzieren könnten:
    http://www.photovoltaikforum.c…-im-wohnmobil-t79647.html
    einstein0


    Ach einstein, wie könnte ich das vergessen wo Du es doch bei jedem Womo-Thread dazuschreibst :(
    Meine Meinung zu Deiner Meinung kennst Du ja, also sag es ihm lieber selbst :)
    schlonz, die 16mm²-Kabel gehen in der Zeichnung vom LR zur Batterie! Da fließen max. 8 A...
    Beim 10mm²-Kabel und einer Länge von 1,5m(einfach) fallen bei Volllast des Wechselrichters(50A) ca 0,27V ab,
    also 13,5 Watt. Nicht schön aber auch nicht dramatisch. Kürzer/dicker ist natürlich besser.
    Bei deinem mit 50mm² sind es 0,07V*66 A =4,6W :)
    lg,
    Philip

  • Danke für die Antworten!


    e-zepp:


    Die Kühlbox soll an eine der KFZ Steckdosen angeschlossen werden. Die durchschnittliche Leistungsaufnahme bei der Engel MR040 ist 32 Watt.
    Mit dem Wechselrichter soll nur mal der Laptop geladen werden. Das dieser nicht sehr Leistungsstark ist, ist klar.
    Für die Batterie werde ich mir dann wohl noch etwas zur Lüftung überlegen müssen.
    Habe von allen Kabelgrößen 2,5/6/10/16mm2 jede Menge zu Hause. Ich dachte je dicker, desto besser.
    Wie funktioniert das mit dem Tiefentladungsschutz?


    @einsteinO:


    Verstehe leider nicht was du meinst, bin auch aus deinem Link nicht schlau geworden.


    schlonz:


    Der 12/230V Wechselrichter wurde von Werk mit ca 0,5m 6mm2 geliefert.


    Meine Kabellängen sind wie folgt:


    Panel zu Laderegler 2,8m
    Laderegler zu Batterie 0,4m
    Batterie zu Hauptsicherung 0,5m
    Hauptsicherung zu Wechselrichter 0,4m
    Hauptsicherung zu den 3 Steckdosen/Voltmeter je ca 1m


    Kann ich das so lassen, oder muss ich das ändern?


    Danke!

  • Zitat

    Mit dem Wechselrichter soll nur mal der Laptop geladen werden. Das dieser nicht sehr Leistungsstark ist, ist klar.


    Obwohls Autoladeadapter gibt?

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Zitat von nihau

    Danke für die Antworten!
    @einsteinO:
    Verstehe leider nicht was du meinst, bin auch aus deinem Link nicht schlau geworden.


    Tut mir leid! Mein Einwurf richtete sich natürlich an dich als Thread Starter! Nach deiner "Vorbildung" fiel mir auf,
    dass du den Alternator vergessen hast. Das ist der leistungsfähige natürlicher Stromerzeuger im Maschinenraum
    jedes Verbrenners und ladet die Bordbatterie!
    Da dieser meist über 1 kW leistet, kann man seinen Strom auch für die AUX-Batterie im Camper nutzen....
    Daneben empfehle ich dir einen einfachen Kombiwechselrichter mit 230 V Ein- und Ausgang,
    welcher auch die Batterien laden kann, wenn du Netz zur Verfügung hast.
    Doch da du uns erst fragst, nachdem du die Komponenten gekauft hast, sind wir natürlich etwas spät dran....
    Es gibt auch Urlauber, welche über tausende von Kilometern ihre Solarmodule spazieren fahren und sich dann
    über Nebel wundern: http://www.photovoltaikforum.c…f=13&t=94722&hilit=krakau
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Nur muss man auch tatsächlich fahren um die Batterien mit der Lichtmaschine laden zu können. Wenn man mal eine Woche irgendwo ohne Fahren stehen will dann nutzt die Lichtmaschine nichts.


    Wir haben unseren vollelektrischen mobilen Haushalt mit einem typischen Tagesverbrauch von 2-4 kWh (ohne Warmwasser) früher nur mit der 4,2 kW Lichtmaschine versorgt. Das hat auch 98 % der Zeit ganz gut funktioniert. Aber für die restlichen 2 %, wenn wir länger als 5-7 Tage wo standen musste dann doch der Kleingenerator die Versorgung übernehmen. Dies war aber dann wegen des Lärms und der Abgase nur mit Einschränkungen möglich.


    Seit einigen Jahren haben wir jetzt Solar auf dem Dach und können außer im Winter problemlos lange Zeit an einem Ort stehen. Die meiste Zeit ist es sogar so, dass wir auf die Warmwasserbereitung mit der Heizung auch noch verzichten können, weil der Solarüberschuss voll dazu ausreicht unseren Warmwasserbedarf für Duschen und andere Dinge zu decken.


    Für mich heißt es deshalb nicht entweder/oder, sondern Lichtmaschine und Solar ergänzen sich hervorragend. Für den Notfall fährt immer noch der Kipor KGE2000i mit, wird aber außer für den halbjährlichen Wartungslauf nicht mehr gestartet.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Zitat von einstein0

    Das ist der leistungsfähige natürlicher Stromerzeuger im Maschinenraum
    jedes Verbrenners und ladet die Bordbatterie!


    Moin einstein,brüll, der war gut :)
    Obwohl, leistungsfähig stimmt ja sogar im Vergleich zum Modul. Bloß halt vom Wirkungsgrad viel schlechter...
    Und ja, sogesehen sind alle Kohlenwasserstoffe natürlich und regenerativ, dauert halt ...
    ...brüll Ende :(
    nihau, wie gesagt, vom Akku zur Hauptsicherung und auch weiter zum WR würde ich 16mm2 nehmen.
    Und auch zu den KFZ- Dosen lieber mit 4mm² wenn eh vorhanden. Laptop über WR laden ist Quatsch
    wenn der nicht sowieso an ist. Da verbraucht der WR intern selbst genauso viel wie er ins Laptop lädt...
    Wenn Du schon ein Luftloch für die Batt in das Womo sägen willst denk daran dass auch die Kühlbox ihre Abwärme
    lieber ganz loswerden würde als an ihre direkte Umgebung abzugeben!
    lg,
    Philip