autonomes Solarboot

  • Hallo Forum,
    ich möchte erst nocheinmal kurz mein Projekt vorstellen, da sich einiges geändert hat:
    Wir (Schüler des Gymnasium Überlingen) bauen ein (autonomes) Solarboot. Das Boot ist ca. 1m lang und die einzelnen Rumpfstücke des Katamarans sind aus dem 3D Drucker. Über die komplette Konstruktion kommt dann wahrscheinlich dieses Solarpanel: ( http://www.amazon.com/Renogy%C…=solar+panel+12v+flexible ). Da wir auch manövrierfähig sein wollen, wenn die sonne nicht scheint oder nachts, wolllen wir unser Boot mit LiFePo4 Akkus ausstatten (nach längerem Suchen hab ich mich für diesen Entschieden: http://shop.lipopower.de/LiNAN…n-mit-Ladezustandsanzeige ) Als Solarladeregler möchten wir diesen einbauen ( http://www.votronic.de/index.p…hrung-mpp/mpp-250-duo-dig )
    Was haltet ihr von dem Projekt ? Istdie kombination aus Solarladeregler, Panel und Akku sinvoll ? Habt ihr Verbesserungen, Anregungen ?


    Vielen Dank schonmal im Voraus :danke: und natürlich ein schönes Wochenede
    Grüße Samuel


    Achja, also das im Anhang ist eine CAD Zeichnung des Rumpfs

  • Zitat von Samuel LR

    Da wir auch manövrierfähig sein wollen, wenn die sonne nicht scheint oder nachts...


    Hallo Samuel, mich würde dieser Punkt immer noch interessieren :)
    Hat ja auch damit zu tun ob die ausgewählten Komponenten passen oder nicht.
    Also nochmal, inwiefern ist das Boot autonom? Es macht halt einen großen Unterschied ob es einfach einen Kurs
    halten soll oder ob es z.B der Berufsschiffahrt/Seglern/Schwimmern ausweichen
    oder nachts bei Sturm den nächsten geschützten Hafen ansteuern und selbständig anlegen/festmachen kann.
    Welche Geschwindigkeit/Reichweite muss es unter widrigen Bedingungen (Dunkelheit, Gegenwind, Wellen) schaffen ?
    lg,
    Philip

  • Zitat

    und die einzelnen Rumpfstücke des Katamarans sind aus dem 3D Drucker.


    Weshalb wollen alle das Rad neu erfinden, nehmt doch einen fertigen Rumpf oder Bauanleitung für einen Rumpf oder einfach zwei KG-Rolre aus dem Baumarkt, vorne und hinten zumachen (kleben geht super) und wenn es sein muss noch ne Spitze aus dem 3D Drucker.


    Zitat

    unser Boot mit LiFePo4 Akkus ausstatten


    Bleiakkus rein und fertig, das Gewicht ist doch beim Boot kein Thema.
    Den Schwimmkörper etwas „größer“ und aus die Maus, das ist ja kein Rennboot vermute ich.


    Zitat

    Was haltet ihr von dem Projekt


    Man kann auch eine Aufgabe kompliziert und aufwendig lösen.


    Gruß

  • Ich vemute mal der 3D-Druck ist Teil des Projektes. Geld scheint auch nicht die große Rolle zu spielen :)
    Und wenn der Kat wirklich völlig autonom mehrere Tage/Nächte auf dem Bodensee unterwegs sein soll
    wird noch ein ganzer Haufen Technik ausser Antrieb, Akku und PV-Generator gebraucht. Da kann es dann
    schon Gewichtsprobleme geben. Ich baue auch grad einen Solar-Kat und hab da so meine Probleme,
    hat ja nicht viel Verdrängung, trotz einer Länge von 5,45m :)
    lg,
    Philip

  • Tagelang auf dem Bodensee, da ist eine gewisse „Straßenlage“ (Gewicht) bei den kleinen Abmessungen + Wellengang + Wind auch nicht von der Hand zu weisen, sonst ist das PV-Modul im Wasser und der Bootskörper oben.


    Bei der Verwendung eines geschlossenen Schwimmkörpers (z.B. KG-Rohr) ist auch die Zusatzfunktion als U-Boot mit Bodenkontakt ausgeschlossen. :mrgreen:


    Den 3D Drucker kann man ja noch bis zum Erbrechen einsetzen, man muss ja auch die beiden Boote miteinander verfinden, Steuerung, Untergestell fürs Modul, Akkuhalterung usw. da kann man sich noch austoben mit dem 3D.


    +++++++++++++++


    Solar-Kat, Länge von 5,45m, aber respeckt das ist eine Hausnummer.
    Da ist mit einer oder zwei Bleiakkus nichts zu machen, da muss Leistung „An Bord“.


    Gruß

    Einmal editiert, zuletzt von werner8 ()

  • Vielen Dank für die antworten, also das Boot sollte es zumindest ein zwei Tage auf dem See schaffen und das komplett auf dem Boot.


    @werner8- selbstverständlich gibt es gewichtsprobleme auch bei Booten, der Grundsatz kein unnötiges Gewicht gilt da genauso wie bei jede anderen Fahrzeug auch, sogar noch besonders, da wir ja nicht unendlich Strom zuverfügung haben


    Zitat von werner8

    Weshalb wollen alle das Rad neu erfinden, nehmt doch einen fertigen Rumpf oder Bauanleitung für einen Rumpf oder einfach zwei KG-Rolre aus dem Baumarkt, vorne und hinten zumachen (kleben geht super) und wenn es sein muss noch ne Spitze aus dem 3D Drucker.


    Mit der Denkweise wären wir noch immer beim VW Käfer, klar fährt das Teil sicher gut, aber es geht halt besser


    @ e-Zepp
    also unser boot ist/wird mit eine Lasersensorausgestattet welcher permanent die kompletteumgebung scannt, somit wird es uns möglich sein, größeren Objekten wie Schiffe oder Bojen etc auszuweichen.


    Zitat von e-zepp

    nachts bei Sturm den nächsten geschützten Hafen ansteuern


    ja genau, das ist der Grund für den Akku, also wir haben nicht vor mit dem Akku nachts unsere Strecke weiter fortzusetzen, sondern jediglich ausweichmanöver fahren zu können und eben ggf. ans nächste Ufer fahren falls es ein starken Sturm oder so gibt. Vondem her würde nachts eine Reichweite von einigen Hundert Metern gut reichen.
    Hört sich übrigens nach einem spannenden Projekt an, soll das Teil autonom sein ?



    Grüße und :danke:
    Samuel

  • Zitat von werner8

    Tagelang auf dem Bodensee, da ist eine gewisse „Straßenlage“ (Gewicht) bei den kleinen Abmessungen + Wellengang + Wind auch nicht von der Hand zu weisen, sonst ist das PV-Modul im Wasser und der Bootskörper oben.
    Bei der Verwendung eines geschlossenen Schwimmkörpers (z.B. KG-Rohr) ist auch die Zusatzfunktion als U-Boot mit Bodenkontakt ausgeschlossen. :mrgreen:
    Den 3D Drucker kann man ja noch bis zum Erbrechen einsetzen, man muss ja auch die beiden Boote miteinander verfinden, Steuerung, Untergestell fürs Modul, Akkuhalterung usw. da kann man sich noch austoben mit dem 3D.


    Meine Meinung: Wenn sich die jungen Leute schon so für ihre Aufgabe und ihr Projekt einsetzen und selber planen ist es viel kreativer wenn sie nicht nur fertige Teile verwenden, sondern selbst etwas konstruieren, tüfteln und verbessern.
    So'n Selbstbausatz, der dann hinterher nur noch angebrusht wird, das ist nichts kreatives.
    Respektier das doch einfach. Ich für mein Teil würde gern helfen, aber die Regie und das Leadership im Projekt den Ownern überlassen. Schätze mal, das so ein Projekt auch gut für den Teamgeist ist.
    Freue mich jedenfalls, dass es noch junge Leute gibt, die hier nicht einfach reinschneien und schreiben - gib mir mal die fertige Lösung.
    Samuel, Daumen hoch für euch und viel Erfolg.
    Mein alter Winkingerspruch sei mit euch:
    Immer guten Wind und eine Handbreit Wasser unterm Kiel :D

  • Zitat von Samuel LR

    sondern jediglich ausweichmanöver fahren zu können und eben ggf. ans nächste Ufer fahren falls es ein starken Sturm oder so gibt.


    Tolles Projekt.


    Ein 7 Ah Akku könnte auch bei einem so kleinen Boot bei Sturm auf dem Bodensee zu knapp werden. Zu fast dem gleichen Preis bekommt Ihr auch einen größeren Akku.


    z.B.


    http://faktor.de/batterien-ein…2v-17ah-pcm-incl-bms.html


    Vom Gewicht her wäre dieser Akku kein Problem.


    Daher wäre vorher zu klären. Welches Gewicht soll das Boot haben? Welche Leistung haben die beiden Motoren? Wieviel Knoten soll das Boot erreichen? Wie hoch ist die maximale Windgeschwindigkeit bei Sturm? Wie groß ist die maximale Entfernung zu Ufer?

    Halbinsel 3,1 KW PV, Outback FM80 MPPT, Victron Multiplus 48/5000/70-50, Victron Phönix 48/800, Akku 48 V / Winston 200 Ah. Ampera an variabler Ladestromregelung

  • Mit dem Gewicht ist es ja beim Boot so ne Sache. Wenn viel Gewicht(oder auch Druck=z.B Wind, Wellen, Antrieb)
    relativ weit oben zustande kommt muss man dem mit Gegengewicht (Kielballast, Mensch im Trapez usw.) oder,
    wie beim Kat, mit "Spurbreite" begegnen. Oder eben beides.
    Es kann durchaus sein dass etliche Bleizellen unten in den Schwimmern den Kat erst kentersicher machen!
    Du musst bedenken welch krasse Wellen ein reales Sportboot im Verhältnis zu Eurem "Bötchen" aufwirft,
    nicht nur was die Höhe sondern vielmehr den Flankenwinkel angeht. Ob da die Spurbreite reicht ? Testen mit
    Dummy-Gewichten ist wohl einfacher als ausrechnen.
    lg,
    Philip


    p.s: mein Kat soll mit 1kW-Motor, Lenkmatte und Ruder angetrieben werden. Energie kommt aus
    1kWp PV(Dach) an 24V100Ah Antriebsakku (Ballast in den Schwimmern:) und soll 2-3Personen
    als temporäre Wohnstätte dienen können...