Infos / Tipps zur Anlagenplanung

  • Hallo,


    wir planen uns eine PV-Anlage installieren zu lassen und haben jetzt bei drei Firmen angefragt, die in den kommenden Tagen auch bei uns vorbei kommen um alles zu besprechen.


    Ein Solateur fragte uns am Telefon ob wir schon wissen, welche Module usw. wir haben möchten, dann hätte er zu unserem Termin schon ein oder zwei Angebote mitgebracht, um mal einen Anhaltspunkt zu haben.


    Leider wissen wir garnicht, welche Module oder welcher Wechselrichter für uns in frage käme.


    Deswegen möchte ich mal euch fragen, ob ihr anhand der folgenden Daten in etwa was empfehlen oder ganz ausschließen könnt.


    Unsere 40° Dachfläche ist in Richtung Osten, 18° Richtung Süden. Laut Forum wäre das dann -72°.
    Wegen der Hanglage sind keinerlei Schatten im Weg.
    Aktuell im Sommer Sonnenschein von Sonnenaufgang bis ca. 16 Uhr.
    Die Dachfläche beträgt ca. 110m².
    Unser Stromverbrauch (zwei Wohnungen) liegt bei 4.800kW im Jahr.
    Zwei Personen sind ganztägig zuhause.
    Wir dachte an eine 5kWp Anlage (bin für alles offen), an die wir event. in ein paar Jahren einen Akkuspeicher anschließen können.
    Bei uns wäre das glaube ich wegen dem Eigenverbrauch 70% weich.
    Die Elemente wollten wir ganz oben über die Dachfläche verteilen (Dachlänge ca. 15m), da wir im oberen Bereich von ca. 13m x 3,70m vom Speicher aus an die Dachziegel können, falls mal etwas kaputt gehen sollte.


    Wir sind auf diesem Gebiet (noch) Laien, doch vielleicht könnt ihr uns noch Ratschläge für unser Vorhaben geben, dass wir zu den Empfehlungen der Solateure was sagen können?


    Ein Kollege hat z.B. kürzlich Heckert 260Wp Module mit einem SMA SB 4000 TL-21 Wechselrichter bekommen.


    Wenn wir die Angebote zusammen haben, würde ich diese auch hier online stellen.


    Viele Grüße

  • Als WR würde ich Fronius empfehlen, da man bei diesen sehr einfach die 70-weich integrieren kann. Ein S0-Zähler (rund 120 Eur) oder, wenn's genauer sein soll, das Fronius Smart-Meter (250 Eur) reichen aus. Ein gutes Loging ist auch schon inklusive.
    Das Gesamtpaket ist dann günstiger als eine SMA-Lösung, da es dort zum WR dazu noch den Home-Manager braucht, der rund 800 Eur kostet.
    Außerdem würde ich immer so weit als möglich Richtung 10 kWp gehen, da dann die spezifischen Kosten am geringsten sind. Der überschüssige Strom bringt ja Einnahmen. Am besten das Dach mit 250/260er Modulen soweit als möglich füllen, das ergibt den besten Preis.
    Die Heckert-Module werden hier im Forum immer wieder empfohlen und verwendet, das sollte schon passen.


    Servus
    Manfred

  • 70-weich macht bei DN40 schon mal Null Sinn. Das kannst Du genau wie den Speicher Ammoniak besten einfach bleiben lassen.


    Ich würde das WNW Dach mit nutzen, wenn Du auch nachmittags nennenswerte Erträge haben willst.
    Zum Beispiel 23*260Wp auf OSO und Rest bis 10 KWp auf WNW. Ein 7KVA WR wird locker reichen.
    Fronius 7 KVA oder SMA STP7000 oder ABB PVI 7.5OUTD und fertig.


    von tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von seppelpeter

    70-weich macht bei DN40 schon mal Null Sinn. Das kannst Du genau wie den Speicher Ammoniak besten einfach bleiben lassen...


    Warum? Unser Dach hat ja 50° und z.Z. schaffen wir es jeden Tag für rund 4 Stunden, die 70%-Grenze um gut 400 Watt zu überschreiten.


    Servus
    Manfred

  • Zitat von passra


    Warum? Unser Dach hat ja 50° und z.Z. schaffen wir es jeden Tag für rund 4 Stunden, die 70%-Grenze um gut 400 Watt zu überschreiten.


    Servus
    Manfred


    Allein mir fehlt der Glaube.
    Die Rede ist hier von Ost West Belegung und nicht Süden. ;-)


    von tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo, erstmal danke für eure Antworten.


    Wegen den 5kWp bzw. 10kWp, prozentual ist doch bei unserem Verbrauch eine 5kWp Anlage besser da hier doch der Eigenverbrauch im Vergleich zu dem Rest, den ich ins Stromnetz einspeise, größer ist, als bei einer 10kWp Anlage, oder?


    Die WNW Dachfläche kann nicht genutzt werden, da auf dieser Seite der Wald Schatten auf diese Dachfläche wirft.


    Wir können tagsüber in den Sonnenstunden Herd, Waschmaschine usw. laufen lassen, von daher dachte ich, dass hier die 70% weich Regelung am besten wäre.
    Was wäre denn die Alternative?


    Gruß

  • Ich würde immer 10KWp bauen wenn es das Dach her gibt.
    PV macht man im Idealfall nur ein Mal pro Dach!
    4800KWh sind auch nicht sooo wenig. Zwei HH habe ich gelesen ... aber das doppelte sollte schon auf dem Dach sein sonst kann man nicht mal zeitgleich Spüli und WaMa in den beiden Parteien mit PV Strom versorgen.


    Sicher das West ganz oben auch Schatten hat? Wie nah und hoch ist der Wald? Bilder davon? Eine Reihe ganz oben am First...


    Bei -72 Grad und DN40 ist alles andere als 70-hart nonsens.
    Sei Dir dessen bewusst, das Sonne auf OSO nicht gleichbedeutend mit toller Ertrag von 5KW bei einer 5KWp Anlage ist. Wenn die Sonne flach einfällt kommen da um 10% der installierten Leistung raus.
    Deswegen WNW mit belegen!


    von tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Moin zusammen,
    Ich würde an deiner Stelle die 10kWp voll machen und entweder 50:50 aufteilen, oder die bessere Seite etwas mehr belegen.
    Bei O/W macht 70% weich keinen Sinn...du kannst die meinen Link in der Signatur ansehen (SolarView@Fritzbox) und dich mal bis Anfang Mai durchklicken und wirst sehen, das meine O/W Anlage nicht abgeregelt hat. Kann Dir auch gerne nen Zigang auf mein SunnyPortal geben, dann siehst es noch besser....
    Ich bin die letzten Jahre bei ca. 5200kWh Stromverbrauch gewesen. Hab mit einer 9,805kWp Anlage 2013 angefangen und Mitte 2014 nochmals 3,655kwp nachgelegt....bin froh das ich soviel Leistung hab....
    Wenn ihr 2 Wohnungen habt, und ständig 2 Personen zu Hause, dann wird sicherlich 1 Herd mittags an sein, richtig? Wie ist das, wenn der 2. Herd Mittags an ist? Bei 5 kWp kannst du froh sein, wenn du Mittags ca. 3000W (+-250W) Produktion hast...dann zeihst wieder Strom aus dem Netz.....bei O/W ist es leider nicht so, das du mit 5kWp im Mittag auch 5kWp haben könntest....bei Süd würde es evtl. Klappen, aber nicht bei O/W.
    Herd und Spülmaschine kannst ja bei 5kWp nicht mal gleichzeitig anmachen...


    Mein Bruder und mein Vater haben eine 5,3 kWp Anlage gegen Süden 35erDN bei einem Verbrauch von ca. 7000kwh im Jahr....der EV liegt man jüst bei 1600kWh im Jahr


    Mit meinen 13,46kWp war ich über 10,8kW in der Spitze mal froh! Das hielt sich aber nicht mal ne Minute....ganz zufällig im Portal gewesen....das würde nicht mal aufgezeichnet! Mein DV (EV) lag letztes Jahr bei knapp 2300kwh von 5200kWh. Ca. 44%...damit bin ich sehr zufrieden. Dieses Jahr wird es wahrscheinlich noch etwas mehr sein.
    Gruß
    Red5FS




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    Gruß Red5FS
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    GroßMeisterLusche L:82 D:5 T:3
    Meine Anlage
    SV@fb

  • Zitat von seppelpeter

    Allein mir fehlt der Glaube.
    Die Rede ist hier von Ost West Belegung und nicht Süden. ;-)


    von tapatalk


    Stimmt, sorry, habe die Ausrichtung überlesen :oops: Dann habe ich nix gesagt und behaupte das Gegenteil. :roll:

  • Es ist ja auch nicht so das du ständig 5kw zur verfügung hast, dies beschränkt sich auf wenige std am tag und wenige monate im jahr. Im frühjahr und herbst wird dir auch weniger leistung für weniger std bereit steht. Packst du deine anlage auf 2 dachseiten hat es noch den vorteil das der ertrag sich über den ganzen tag verteilt. Dies macht aber wieder nur sinn wenn die anlage eher größer als zu klein gewählt wird, da die gerüstkosten etwas höher sein könnten. Kosten für montage, elektriker, anlagenüberwachung, selbst der wechselrichter sind fast gleich hoch.