Neubau mit 10 kWp-Anlage

  • Hallo zusammen,


    ich hab jetzt schon einiges im Forum gelesen und will nochmal nachfragen ob die von mir geplante Anlage so Sinn macht.


    Es handelt sich um ein Flachdach mit ca. 100 m² Dachfläche, leider befindet sich Südlich des Hauses ein kleiner Wald, die Bäume sind ca. 20 m vom Gebäude entfernt. Mit Verschattung wird aus diesem Grund leider zu rechnen sein.


    Geplant sind 40 Module á 255 Wp in Ost-West Ausrichtung. Durch die mögliche Verschattung will ich Solaredge P300 Power Optimierer und den Solar Edge Wechselrichter einsetzen.
    Module sind die Astronergy ASM6610P, da diese den passenden Ausgang zu den P300 Optimierern haben.


    Geschätzter Energieverbrauch im Neubau: ca. 4000 kWh für Strom und ca. 3000 kWh für die Wärmepumpe.


    Die Anlage würde dann Ende 2015, Anfang 2016 in Betrieb gehen.

  • 40 Module mit 255Wp wären über 10KWp. Das wäre unklug.
    Weiter bei dem Riesen Dach für 10KWp, also reine Südanlage bauen! Gerade die WP braucht im Winter Ertrag und da sieht O/W zu wenig Sonne. Beste Erträge werden nur mit Süden gemacht!


    SE sehe ich auch nicht unbedingt als notwendig an.
    Zwei lange Strings 2*20*250Wp an einen WR mit gutem Schattenmanagement, wie z.B. den ABB PVI 7.5OUTD hängen könnte auch gut passen.
    Bild vom Dach in Richtung SO und SW wäre interessant, um den Schatten abschätzen zu können.


    von tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Also dann lieber 40 Module á 250 WP wählen?


    Ich dachte die Ost-West Ausrichtung wäre für den Eigenverbrauch am besten, da unter der Woche meistens niemand über den Tag zuhause ist.


    Mit den 15° Aufständerungen ist das Dach mit den 40 Modulen schon gut belegt. Ein Bild kann ich leider nicht bieten, da der Rohbau erst im August beginnt.

  • Du solltest bei den 250ern bleiben - oder zumindest in der Anmeldung beim Netzbetreiber 250er drin haben :lol:


    Welche PLZ hast du ?

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Zitat von Gigala


    Module sind die Astronergy ASM6610P, da diese den passenden Ausgang zu den P300 Optimierern haben.


    Viele Module haben die Optimizer schon integriert.
    Und max 10 kWp - wegen EEG Umlage. O-/W bringt definitiv weniger Wirtschaftlichkeit!!


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Die O/W wird auch deshalb gewählt, weil man mehr Module auf's Dach bekommt, gegenüber S Aufstellung.
    Wie viel würden denn mit Südausrichtung (15°) auf das Dach gehen?
    Durch den flachen Anstellwinkel sind beide Lösungen für hohe Wintererträge suboptimal.
    Aber was soll man im Winter schon einen hohen Ertrag nennen?
    Bei O/W Aufstellung Module immer in gleicher Richtung verstringen.

  • Mein Solarteur meinte O/W wäre für den Eigenverbrauch am besten...


    Welche Module haben den den Optimizer schon integriert?


    Ich bin ja zum Glück noch in der Planung und suche nach der besten Lösung.


    Grüße

  • Zitat von Gigala

    Mein Solarteur meinte O/W wäre für den Eigenverbrauch am besten...
    Grüße


    Das ist doch typischer Quark. Natürlich ist Süd am Besten geeigent, da DU mit Südausrichtung am Meisten erntest.
    O-/W ist doch ca. 6 Monate für die Katz. Natürlich, wenn Du kein Süddach hast....... :D
    Man bekommt mit O-/W auf einem Flachdach gegebener Größe zweifelsfrei mehr kWp aufs Dach. Aber das war es schon.
    Jede meiern Südanlage läuft vieeeeeeeeeeeeeeeel besser als O-/W - trotz nur 15° Dachneigung. Aber das verwundert niemanden :D - PVGIS lässt grüßen


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Zitat von Gigala

    Geschätzter Energieverbrauch im Neubau: ca. 4000 kWh für Strom und ca. 3000 kWh für die Wärmepumpe.


    Ich habe da mal zwei Stolpersteine für dich. Du schreibst, dass tagsüber meist keiner im Haus ist; eine Ost-West-Anlage macht aber eigentlich nur dann Sinn, wenn man den ganzen Tag über möglichst so viel Verbrauch hat, wie die Anlage liefern kann. Der nächste Punkt ist die Wärmepumpe. Der Unterschied im Ertrag einer PVA liegt in Deutschland zwischen Sommer und Winter bei 6 zu 1 bis 7 zu 1. Eine WP im Winter mit eigenem Solarstrom zu betreiben ist wirtschaftlich so ziemlich das Sinnloseste was man machen kann (Geld auf hoher See ins Meer werfen hat den gleichen Effekt, tut aber nicht so lange weh).


    Du brauchst zunächst eine (so realistisch wie möglich) Abschätzung, wie hoch der Stromverbrauch über den Tag und übers Jahr ist. Daraus kannst du ableiten, wie hoch gegebenenfalls der Eigenverbrauch sein könnte. Für eine erste Abschätzung kannst du mit Installationskosten von 1.250 Euro pro kWp rechnen. Über http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php kannst du berechnen lassen, was für einen Ertrag du erwarten kannst. Damit hast du die Kosten pro erzeugte kWh (werden so bei 9-11 Cent liegen). Einspeisevergütung liegt unter 12 Cent pro kWh und von der Differenz geht noch mal rund ein Drittel für die Einkommensteuer weg. Dann rechne ein, dass (zumindest) ein WR außerhalb der Garantiezeit kaputt geht und dann kannst du wissen, ob das Ganze wirtschaftlich Sinn macht (Anlagenlaufzeit 20 Jahre).


    Dann kannst du dir noch die Option Halbinsel ansehen. Hierzu brauchst du eine Batterie und eine geeignete Räumlichkeit für sie; wenn man eine PzS oder OPzS selber bestellt, wird einen eine kWh Speicherfähigkeit etwa 200 Euro kosten. Durch das Laden und Entladen nutzt sich so eine Batterie ab, wobei sich Kosten von ungefähr 10 Cent pro durchgeleitete kWh ergeben.


    Wenn jetzt, wie bei euch wahrscheinlich, die ganze Energie außerhalb der Sonnenstunden gebraucht wird, dann hat man 10 Cent für die Erzeugung und 10 Cent für Batterieabnutzung. Es stehen also 20 Cent pro kWh bei Eigenproduktion den 27 Cent vom Versorger gegenüber. Wenn du jetzt aus dieser Milchmädchenrechnung eine anständige Kalkulation machst, dann weißt du, dass du nicht 20 Jahre warten musst, bis sich die Anlage rentiert (es schwirren Zahlen zwischen 7 Jahren und 15 Jahren durchs Forum). Ein wichtiger Vorteil einer Halbinsel sei noch erwähnt: man hat völlig kostenlos noch eine Notstromversorgung!

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat

    Eine WP im Winter mit eigenem Solarstrom zu betreiben ist wirtschaftlich so ziemlich das Sinnloseste was man machen kann (Geld auf hoher See ins Meer werfen hat den gleichen Effekt, tut aber nicht so lange weh).


    Auweija, das tut aber weh beim lesen. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine WP hat der TE bereits und du willst ihm AUS WIRTSCHAFTLICHEN GRÜNDEN raten den Strom besser einzuspeisen und später für den Betrieb der WP wieder (ziemlich sicher sogar teuer) zurück zu kaufen?!? Also ich wüsste keinen besseren und sinnvolleren Eigenverbrauch im Winter als eine WP mit selbst erzeugtem Strom zu betreiben.


    Entweder da ist ein kapitaler Verschreiber drin oder ich verstehe deine Argumentation nicht und bitte um weitere Erläuterungen für den TE und mich.

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
    PowerDog als Energie-Manager u.a. für EV-Optimierung der Erdsonden-Wärmepumpe.
    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.