Muss der Netzbetreiber das Netz verstärken?

  • Hallo,


    in einer meiner Anlagen habe ich aktuell das Problem, dass sich die Wechselrichter wegen Erreichen der 253 Volt Mittelwert-Grenze abschalten. Zunächst immer nur einer, inzwischen mehrere.


    Vom Messwandler zum Verknüpfungspunkt ist ein 300 mtr langes Kabel 4 x 4 x150mm² Alu verlegt. Das produziert ca. 7 Volt Spannungsabfall bis zum Verknüpfungspunkt.


    Die Anfrage, ob ich den Parameter in den Wechselrichtern erhöhen dürfte, wurde abschlägig beantwortet.


    Die Frage ist nun, was kann ich tun. Die Anlage lief 3 Jahre ohne diese Probleme. Vermutlich wurde mehr zugebaut und das Netz ist an der Stelle nun überlastet. Ich habe Spannungen von 230V - 253V am Wechselrichter.


    Das es nach den VDE Normen korrekt ist, dass die Grenze am Wechselrichter eingehalten werden muss, habe ich inzwischen einigermaßen sicher bestätigen können.


    Aber was kann ich tun? Kann ich einen Netzausbau fordern? Kennt sich jemand damit aus, wie man am besten mit dem VNB verhandelt?


    Herzlichen Dank für jeden Tipp.


    Viele Grüße

  • Wie groß ist die Anlage ?

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  • die Anlage hat 327KW ,


    villeicht sollte er seine Anlage mal etwas drosseln damit sie nicht abschaltet ...?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • ca. 327 kwp ist korrekt.


    Wenn ich sie drosseln würde, kann ich sie auch laufen lassen, da geht mir weniger verloren. Die WR schalten sich ja wieder zu.

  • Aus meiner Sicht ist das Kabel eh am Ende. 275 A max Strom. Bei der Länge hätte man ein stärkeres Kabel wählen sollen.
    Ich habe zwar auch schon so große Anlagen mit dem 150 NAYY angeschlossen - dann aber immer die Kabel aufgeteilt und parallel gezogen. Ich würde parallel zum bestehenden Kabel ein Parallelkabel mit 4 * 150 NAYY legen.

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  • Es sind ja 4 Kabel a 4x150mm... Ist das noch immer zu wenig? Das wurde damals so vom VNB gefordert. Und ich hab zu dem Zeitpunkt noch Schlüsselfertig gekauft, also nicht nachgerechnet.

  • Schau mal was du schreibst:


    Vom Messwandler zum Verknüpfungspunkt ist ein 300 mtr langes Kabel 4 x 4 x150mm² Alu verlegt. Das produziert ca. 7 Volt Spannungsabfall bis zum Verknüpfungspunkt.


    Da steht - ein Kabel mit 4 * 4 * 150 - sowas gibts nicht. Bist du dir sicher, dass da 4 Kabel mit je 4 Adern mit 150 mm2 Alu drin liegen ??? Das würde bedeuten, dass du pro Phase 600 mm2 Querschnitt hast...

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  • Das wären ca 700 A zulässiger Strom pro Phase.... Und das hat das EVU vorgeschrieben ?

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  • von der Strombelastbarkeit her passt das Kabel schon. Auch der Spannungsabfall ist mit 3% noch in der Toleranz.
    Die Ströme sind schon beachtlich und liegen bei ca 500A bei Vollast.
    Willst mehr STrom in die Leitung drücken muss die Spannung runter.
    Villeicht giebs ja noch die Möglichkeit den Ortstrafo einen Gang herunterzuschalten.
    ( mal beim Netzbetreiber höflichst anfragen) :)

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  • Prima.... danke für die Info.


    Meine neueste Anlage ist mit 3 mal 630A NH3 Sicherungen abgesichert... Das mit knappen ca. 500 A bei der Anlage als Maximum dürfte also passen :-)


    Ich werde mal beim Netzbetreiber anfragen und ansonsten bitten, mit einen Lösungsvorschlag für das Problem zu machen. Ich denke nach EEG wären im Notfall die an der Reihe was zu unternehmen.


    Vielleicht wäre auch eine Langzeitmessung der Spannung am Trafo selbst mal möglich.