Steuerliche Betrachtung des Hauskauf mit PV-Anlage

  • Hallo zusammen,


    ich heiße Manuel und bin ganz neu hier im Board.


    Ich meine Frau kaufen ein Haus mit angrenztem Carport. Auf dem Dach des Hauses und des Carports ist eine 13,75 kwp PV-Anlage installiert. Die Nettokosten beliefen sich im Oktober / November 2013 auf ca. 19.000. Der Verkäufer hatte ein Gewerbe angemeldet.


    Der Notar erstellt aktuell den Kaufvertragsentwurf. Meine Frau und ich übernehmen die komplette Anlage zu einem KP von 15.000€ ohne Steuerausweis. Die PV-Anlage wird im Kaufvertrag separat ausgewiesen und vom Gesamtkaufpreis abgezogen. Dem Notar liegt die Rechnung der Anlage vor. Die PV-Anlage wird über einen eigenständigen Kredit finanziert. Dieser läuft auf uns als Eheleute.


    Ich habe mich schonmal versucht durchs Forum zu lesen, bin aber unsicher als sicherer geworden was die steuerliche Betrachtung angeht. Ich habe jetzt folgende Fragen bzw. Feststellungen und hoffe ihr könnt mir helfen, wenn ich mit meinen Vermutungen falsch liege.


    1.) Ich gehe davon aus, dass ich auch wieder ein Gewerbe anmelden muss. Welche steuerlichen Folgen kann es für mich als Käufer haben wenn ich dies nicht tue?


    2.) Ab wann muss das Gewerbe gemeldet werden? Ist hier am sinnvollsten das Datum aus dem Kaufvertrag zu nehmen, an dem auch Besitz, Lasten und Nutzen übergehen?


    3.) Es handelt sich um eine Veräußerung im Ganzen, d.h. der Ausweis des Nettobetrages im Kaufvertrag ist in Ordnung, wenn ich auch wieder ein Gewerbe anmelde. Es kommen in diesem Fall keine Rückforderungen des Finanzamtes auf mich zu?


    4.) Wenn ich nach monatsgenauer AfA gehen würde, hätte die Anlage noch einen Zeitwert von ca. 17.000€. Ich zahle wie oben erwähnt jedoch "nur" 15.000€. Vom Gefühl her würde ich die AfA für die Steuererklärung auf die Restlaufzeit auf den Kaufpreis von 15.000€ errechnen und angeben. Liege ich mit diesem Vorgehen richtig.


    5.) Meine Frau und ich kaufen das Haus grundbuchlich gesehen zusammen zu je 1/2-Anteil. Ich möchte mich gerne, was das Betreiben der Anlage angeht um die Eheleute GbR drücken, weil ich (aufgrund von Erzählungen) den Mehraufwand fürchte. Ist es rechtlich zulässig, dass ich alleine Betreiber der Anlage bin und die Einkünfte in der Steuererklärung unter meiner Person erfasse und so um die Eheleute GbR drumrumkomme?


    Insgesamt möchte ich die Angelegenheit so regeln, dass uns als Käufern und auch den Verkäufern keine Bösen Überraschungen drohen.


    Vielen Dank für eure Hilfe!!


    Gruß


    Manuel

  • Hallo Manuel und willkommen im Forum,

    Zitat von Darkstone84

    1.) Ich gehe davon aus, dass ich auch wieder ein Gewerbe anmelden muss. Welche steuerlichen Folgen kann es für mich als Käufer haben wenn ich dies nicht tue?


    Du brauchst kein Gewerbe anmelden: http://www.sfv.de/artikel/kein…auf_privatem_hausdach.htm
    Nichtsdestotrotz erzielst du steuerlich gesehen Einnahmen aus Gewerbebetrieb und musst demzufolge den Erfassungsbogen für das Finanzamt ausfüllen. Nachfolgend mal ein recht guter Leitfaden, was die Steuer betrifft:


    Zitat von Darkstone84

    2.) Ab wann muss das Gewerbe gemeldet werden? Ist hier am sinnvollsten das Datum aus dem Kaufvertrag zu nehmen, an dem auch Besitz, Lasten und Nutzen übergehen?


    Gewerbeanmeldung garnicht! Steuerlicher Erfassungsbogen so schnell wie möglich.


    Zitat von Darkstone84

    3.) Es handelt sich um eine Veräußerung im Ganzen, d.h. der Ausweis des Nettobetrages im Kaufvertrag ist in Ordnung, wenn ich auch wieder ein Gewerbe anmelde. Es kommen in diesem Fall keine Rückforderungen des Finanzamtes auf mich zu?


    Wenn es die einzige PV-Anlage des Verkäufers ist, wird es unstrittig eine Geschäftsveräußerung im Ganzen sein und damit nicht steuerbar. Wenn er mehrere Anlagen hat, solltest du sicherheitshalber vorher durch deinen Steuerberater die Auffassung des Finanzamtes einholen.


    Zitat von Darkstone84

    4.) Wenn ich nach monatsgenauer AfA gehen würde, hätte die Anlage noch einen Zeitwert von ca. 17.000€. Ich zahle wie oben erwähnt jedoch "nur" 15.000€. Vom Gefühl her würde ich die AfA für die Steuererklärung auf die Restlaufzeit auf den Kaufpreis von 15.000€ errechnen und angeben. Liege ich mit diesem Vorgehen richtig.


    Ja!


    Zitat von Darkstone84

    5.) Meine Frau und ich kaufen das Haus grundbuchlich gesehen zusammen zu je 1/2-Anteil. Ich möchte mich gerne, was das Betreiben der Anlage angeht um die Eheleute GbR drücken, weil ich (aufgrund von Erzählungen) den Mehraufwand fürchte. Ist es rechtlich zulässig, dass ich alleine Betreiber der Anlage bin und die Einkünfte in der Steuererklärung unter meiner Person erfasse und so um die Eheleute GbR drumrumkomme?


    Das ist immer die einfachste Lösung und sollte auch angestrebt werden. Bedingung ist dann allerdings, dass nur du der Käufer der Anlage bist und nur du vom Netzbetreiber die EEG-Vergütung beanspruchst.

    Dateien

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Vielen Dank für deine Hilfe! Die Hat mir sehr weitergeholfen und mich auch in einige Punkten wieder beruhigt. Ich war doch heute teilweise echt verzweifelt, weil ich nie gedacht, dass es so schwierig ist ne einfache PV-Anlage zu kaufen. Ein paar Fragen sind jedoch geblieben.


    Zitat von Darkstone84

    1.) Ich gehe davon aus, dass ich auch wieder ein Gewerbe anmelden muss. Welche steuerlichen Folgen kann es für mich als Käufer haben wenn ich dies nicht tue?


    Zitat von Bento

    Du brauchst kein Gewerbe anmelden: http://www.sfv.de/artikel/kein…auf_privatem_hausdach.htm
    Nichtsdestotrotz erzielst du steuerlich gesehen Einnahmen aus Gewerbebetrieb und musst demzufolge den Erfassungsbogen für das Finanzamt ausfüllen. Nachfolgend mal ein recht guter Leitfaden, was die Steuer betrifft:


    Ok. Aber ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es zu steuerlichen Belastungen kommen kann, wenn der Verkäufer ein Gewerbe gemeldet hat und ich nach dem Erwerb kein Gewerbe melde. Der Käufer hatte sich die Umsatzsteuer beim Kauf vom FA zurückgeholt. Aufgrund der schwierigen Sitaution bei den Verkäufern, möchte ich dort auch, dass es zu keinen bösen Überraschungen oder Zahlungen kommen kann.


    Zitat von Darkstone84

    2.) Ab wann muss das Gewerbe gemeldet werden? Ist hier am sinnvollsten das Datum aus dem Kaufvertrag zu nehmen, an dem auch Besitz, Lasten und Nutzen übergehen?


    Zitat von Bento

    Gewerbeanmeldung garnicht! Steuerlicher Erfassungsbogen so schnell wie möglich.


    Wo bekomme ich den steuerlichen Erfassungsbogen her? Wie gesagt, wir sind noch nicht Eigentümer des Grundstücks und der PV Anlage. Die Beurkundung beim Notar erfolgt am 20.07.2015 und der Übergang von Besitz, Lasten, Nutzen ist für den 15.08.2015 vertraglich vereinbart.


    Zitat von Darkstone84

    3.) Es handelt sich um eine Veräußerung im Ganzen, d.h. der Ausweis des Nettobetrages im Kaufvertrag ist in Ordnung, wenn ich auch wieder ein Gewerbe anmelde. Es kommen in diesem Fall keine Rückforderungen des Finanzamtes auf mich zu?


    Zitat von Bento

    Wenn es die einzige PV-Anlage des Verkäufers ist, wird es unstrittig eine Geschäftsveräußerung im Ganzen sein und damit nicht steuerbar. Wenn er mehrere Anlagen hat, solltest du sicherheitshalber vorher durch deinen Steuerberater die Auffassung des Finanzamtes einholen.


    Also er wird nur diese eine Anlage haben. So wurde es zumindest immer kommuniziert. Dann werde ich aber nochmal nachfragen - gehe aber aktuell davon aus, dass es eine "Veräußerung im Ganzen" ist. Ist der Ausweis des Kaufpreises für die Anlage im Kaufvertrag so richtig vorgenommen?


    Zitat von Darkstone84

    4.) Wenn ich nach monatsgenauer AfA gehen würde, hätte die Anlage noch einen Zeitwert von ca. 17.000€. Ich zahle wie oben erwähnt jedoch "nur" 15.000€. Vom Gefühl her würde ich die AfA für die Steuererklärung auf die Restlaufzeit auf den Kaufpreis von 15.000€ errechnen und angeben. Liege ich mit diesem Vorgehen richtig.


    Zitat von Bento

    Ja!


    :danke:


    Zitat von Darkstone84

    5.) Meine Frau und ich kaufen das Haus grundbuchlich gesehen zusammen zu je 1/2-Anteil. Ich möchte mich gerne, was das Betreiben der Anlage angeht um die Eheleute GbR drücken, weil ich (aufgrund von Erzählungen) den Mehraufwand fürchte. Ist es rechtlich zulässig, dass ich alleine Betreiber der Anlage bin und die Einkünfte in der Steuererklärung unter meiner Person erfasse und so um die Eheleute GbR drumrumkomme?


    Zitat von Bento

    Das ist immer die einfachste Lösung und sollte auch angestrebt werden. Bedingung ist dann allerdings, dass nur du der Käufer der Anlage bist und nur du vom Netzbetreiber die EEG-Vergütung beanspruchst.


    Ja das ist jetzt eben die Frage wer Eigentümer wird. Wie gesagt im Kaufvertrag kaufen meine Frau und ich das Grundstück alleine und ich denke nicht das für die PV-Anlage eine abweichende Regelung vorgesehen ist. Wäre so eine Regelung kaufvertraglich möglich? Der Verkauf der PV-Anlage kann nicht in einem weiteren Vertrag geregelt werden (Situation bei den Verkäufern ist ziemlich verzwickt).
    Was die Regelung mim Netzbetreiber angeht, war es mein Plan, dass nur ich die EEG-Vergütung beanspruche. Oder ist dies durch die kaufvertragliche Regelung dann nicht mehr möglich.


    Sorry dass das mit den Zitaten so komisch aussieht, aber ich bin anscheinend zu doof dazu es so hinzubekommen wie du... Ich denke aber man kanns trotzdem halbwegs lesen.


    Vielen Dank nochmal!!

  • Du solltest mal zu allererst den Begriff "Gewerbe anmelden" klar definieren.
    a) Gewerbe- bzw. Ordnungsrechtlich (beim Ordnungsamt / Ortspolizeibehörde / Stadtverwaltung.. auf jeden Fall "kommunal")
    einen Gewerbebetrieb anmelden.


    - ist nicht erforderlich
    - beschert u. U. eine Menge Post im Briefkasten (weil das an Pontius und Pilatus weitergegeben wird)
    - führt zum Besitz einer "Gewerbeanmeldung" - die unstreitig der sicherste Weg ist, um Einlass in Grossverbrauchermärkten zu erhalten.
    - unterm Strich also: für fast nix gut



    b) Steuerrecht
    Man wird nicht zum Unternehmer, weil man sich beim Finanzamt "anmeldet".
    Die Vorstellung ist absurd. (Man stelle sich vor, nur weil Zuhälter und Drogendealer ihre Gewerbebetriebe nicht dem Finanzamt anmelden, müsste man keine Steuern zahlen. So kanns ja wohl nicht sein.. oder?


    Du erzielst Einkünfte aus Gewerbebetrieb, weil Du aus einer gewerblichen Einkunftsquelle voraussichtlich positive Einkünfte erzielst. (Der Satz klingt ja grausam. Aber so blöd wie er klingt.. so einfach ist es.)


    Du bist umsatzsteuerlicher Unternehmer, weil Du eine PV betreibst, und die Anlage gegen Entgelt Strom ins allgemeine Stromnetz einspeist.


    Du bist verpflichtet, diese Umstände dem FA anzuzeigen.
    Rein theoretisch genügt dazu ein Anruf (oder ein simpler Brief "hey guys... ich hab jetzt ne PV. Gruss und Kuss. Fidibus"
    Die Folge ist, dass man Dir den oben genannten Fragebogen zusendet.
    Das kürzt man in der Praxis ab. Lädt sich den Fragebogen runter und reicht ihm dem FA ein.
    Das hat aber keine konstitutive Wirkung. Es wird kein neuer Zustand geschaffen. (Durch die Geburtsurkunde entsteht ja auch kein Mensch; der ist schon kraft Geburt entstanden.Die Geburt entstanden. Durch die Sterbeurkunde stirbt keiner - der ist schon tot. In beiden Fällen hat der Papierkram nur deklaratorische Wirkung = es wird nur ein neuer Zustand beschrieben.


    Jetzt musst Du mal eintakten, aus welcher Ecke Deine Floskel "Gewerbe anmelden" kommt.



    Ich fürchte es kommt ganz woanders her... nämlich aus dem Bereich des Umsatzsteuerrechts.
    Wenn der Vorbesitzer vernünftigerweise, normalerweise, üblicherweise auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet hat, um so die Vorsteuer zu ziehen....... DANN...
    .... dann wäre eine Anwendung der Kleinunternehmerregelung bei Dir auf den ersten Blick ne hübsche Sache;
    auf den zweiten Blick allerdings eine Änderung der für den Vorsteuerabzug maßgeblichen Verhältnisse;
    und somit ein Grund, eine Vorsteuerberichtigung nach §15a USTG durchzuführen.
    Innerhalb von 60 Monaten nach Geltendmachung der Vorsteuer durch den Vorbesitzer, würdest Du dann für jeden noch offenen Monat 1/60 der Vorsteuer an den Fiskus zahlen müssen, die der Vorbesitzer kassiert hat.
    Prost.
    Also Finger weg von der Kleinunternehmerregelung.



    Was den Erwerb angeht:
    Wenn es vernünftige Gründe für die Ehegatten GbR gibt.... mein Gott... sie ist kein Beinbruch.
    Der Formularwahnsinn ist beherrschbar - nur ärgerlich.
    Sieht auf Seite des FA nicht anders aus; und wenn die sauber ticken, kann man sich eh mit denen einigen, auf die geistige Selbstbefriedigung zu verzichten. (Kann aber nicht garantiert werden)


    Ansonsten... das zivilrechtlich hinzubiegen, ist Aufgabe für den Notar. oder den, der den Vertrag entworfen hat.
    Klar ist das machbar. Für Geld lässt man Wasser in der Wüste den Berg hoch laufen.


    Einen Tod musst Du da sterben
    (Selbst Erwerb durch beide.....Betreiber nur einer..... ist kein sofortiger knock-out.
    Aber bitte... Du bist steuerlicher Laie. Also: KISS ! Keep it short and simple.
    keine exotischen Wege.
    Entweder wird der Vertrag angepasst; oder die GbR geht ins Rennen.
    Don't mix it.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Hi kpr!


    Danke für deine Antwort!


    Jetzt kommt so langsam licht ins Dunkel! Er hat die Vorsteuerabzugsberechzigung in Anspruch genommen - das sind zumindest die Aussagen, die mir gegeben wurden.
    Wenn ich dich richtig verstehe, wovon ich jetzt erstma ausgehe, dann


    1.) lade ich mir den Fragebogen runter,
    2.) schick den ans FA damit die wissen das die noch nen Grund mehr haben mir das Geld aus der Tasche zu ziehen,
    3.) geb meine Einnahmen und Ausgaben unter Berücksichtigung des Eigenverbauchs in meiner Steuererklärung an und
    4.) mach nen großen Bogen um die Kleingewerberegelung!


    Wenn ich das alles mache und das Berücksichtige was Bento geschrieben hat, kann nix schief gehen und ich muss kein zusätzliches Geld an den Herrn im Rollstuhl zahlen, der grad mit anderen Dingen beschäftigt ist. Korrekt?!


    Was ändert sich, wenn er doch die Kleinunternehmerregelung gemacht haben sollte außer das ich mir mehr Arbeit mit der Steuer mache als ich muss? Irgendwelche Zahlungspflichten entstehen nicht oder?


    Was den KV angeht muss dann der Notar nochma was ändern. Dann kauf ich die PV-Anlage halt alleine. Noch kann mans ändern. Wenn net wird sichs mit der GbR nicht vermeiden lassen...
    Was kommt denn da an Papierkrieg auf einen zu? Gibts da irgendwelche Leitfäden oder drösel ich alles mit der PV-Anlage zusammenhängte in der Steuererklärung auf und verteil das auf beide Eheleute?


    Vielen Dank! Das Forum ist echt klasse!


    Gruß Darkatone85

  • Zitat von Darkstone84

    Was ändert sich, wenn er doch die Kleinunternehmerregelung gemacht haben sollte außer das ich mir mehr Arbeit mit der Steuer mache als ich muss? Irgendwelche Zahlungspflichten entstehen nicht oder?


    Nichts und nein.


    Ach ja, schon mal im Voraus Glückwunsch zum anstehenden Kauf der PV-Anlage. Wenn die Komponenten in Ordnung sind und die Auslegung passt, ist der Preis überaus in Ordnung für dich.


    Da die Anlage noch zu Zeiten des EEG 2012 in Betrieb gegangen ist und >10 kWp ist, unterliegt sie dem Marktintegrationsmodell, d.h. du bekommst nur max. 90 % der erzeugten Energie nach EEG vergütet. Sollte aber kein Problem darstellen, da sie doch bestimmt von Anbeginn an als Überschusseinspeisungsanlage angemeldet war, oder? Das bedeutet, dass der bisherige Besitzer zunächst den erzeugten Strom selbst verbraucht hat und den Rest ins Netz eingespeist hat. Du erkennst das daran, dass der Zähler am Netzverknüpfungspunkt üblicherweise ein Zweirichtungszähler ist und es einen weiteren Zähler geben muss, der die von der Anlage erzeugte Energie misst.
    Falls die Anlage bisher als Volleinspeiser angeschlossen war (was aber kaum vorstellbar ist), würdest du bares Geld verschenken und müsstest im Falle einer Ummeldung auf Überschusseinspeisung die reduzierte EEG-Umlag abführen.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Danke!


    Wobei ich echt sagen, muss dass ich nie gedacht hätte, dass es so kompliziert ist mit ner PV-Anlage was die Steuer angeht.
    Ist aber eine Überschusseinspeisungsanlage! Bringt aber auch immer noch 154€ im Monat obendrauf. Find ich gar net ma schlecht.


    Die Anlage besteht aus 55 Yingli YL 250 P-29b-1 Modulen und einem Sunny Tripower 12000 TL-10 Wechselrichter.
    Wenn ichs im Netz richtig gelesen habe insgesamt in Ordnung.


    Jetzt muss ich nur hoffen, dass ich alles mit der Steuer richtig mache!


    Wo bekomme ich denn den Erfassungsbogen für FA her? Direkt von der FA-Homepage?
    Muss ich etwas beim ausfüllen beachten und wann sollte ich den Papierkram erledigt haben? Schon vor dem Kauf oder erst wenn Besitz, Lasten und Nutzen übergehen?