Was kostet die Betriebsführung einer Freiflächen-Anlage ?

  • Hallo,


    ich betreibe seit 2006 meine private PV-Anlage. Mittlerweile haben wir auch eine BEG gegründet und püfen aktuell den Einstieg in eine bestehende PV-Freiflächen-Anlage. Von meiner eigenen PV-Anlage (Dach) weiß ich, dass praktisch keinerlei Betriebsführung erforderlich ist. Das Ding brummt fleißig vor sich hin - bei Problemen gibt es ein Mail.


    Bei der uns angebotenen Freiflächen-Anlage gibt es nun einen jährlichen Kostenfaktor "Anlagenüberwachung, Wartung u. Grünflächen" mit 12.000 € / Jahr.


    Vor dem Hintergrund meiner oben beschriebenen privaten Erfahrung scheint mir das rel. hoch (zugegeben, ich habe keine Grünflächen auf dem Dach :D )


    Meine Frage:
    Gibt es einen Anhaltswert / Durchschnittswert in [€ / (Jahr * kWp)] hierfür ?


    Anlagen-Infos:


    Anlagenleistung: 2.880 kWp
    Grünfläche: ca. 70.000 m²
    Zaunläng: ca. 1.200 m

  • Zitat von KaWeGoe


    Anlagenleistung: 2.880 kWp
    Grünfläche: ca. 70.000 m²
    Zaunläng: ca. 1.200 m



    Zitat von KaWeGoe


    Bei der uns angebotenen Freiflächen-Anlage gibt es nun einen jährlichen Kostenfaktor "Anlagenüberwachung, Wartung u. Grünflächen" mit 12.000 € / Jahr.


    Vor dem Hintergrund meiner oben beschriebenen privaten Erfahrung scheint mir das rel. hoch


    dann steht es dir doch frei, den Kostenfaktor dem Hintergrund deiner privaten Erfahrung entsprechend anzupassen.
    Bei gerade mal 4,17 Euro pro kWp und Jahr kann ich mir aber nicht recht vorstellen, wo du da noch hinwillst.
    Aber z. B. die Grünflächenpflege kannst du ja nach privater Erfahrung schon mal nach Feierabend erledigen, dann fällt das schon mal als Kostenfaktor weg
    :juggle:

  • Zitat von jodl


    ... dann steht es dir doch frei, den Kostenfaktor dem Hintergrund deiner privaten Erfahrung entsprechend anzupassen.
    Bei gerade mal 4,17 Euro pro kWp und Jahr kann ich mir aber nicht recht vorstellen, wo du da noch hinwillst.
    Aber z. B. die Grünflächenpflege kannst du ja nach privater Erfahrung schon mal nach Feierabend erledigen, dann fällt das schon mal als Kostenfaktor weg
    :juggle:


    Wie gesagt, prüfen wir aktuell den Einstieg und hinterfragen somit auch die einzelnen Kostenfaktoren.
    Du fragst, wo ich bei 4,17 €/kWp noch hinwill.
    Antwort: ich will natürlich die anfallende Arbeit ordentlich bezahlen - aber nicht mehr.


    Mal eine Gegenfrage:


    1000 € / Monat sind bei 25 €/h 40 Arbeitsstunden im Monat - also eine ganze Arbeitswoche.
    Im Januar genauso wie im Juni.


    Was macht man in der Zeit ?


    Übrigens:
    Die Grünfläche wird von 20 vierbeinigen Rasenmähern kurzgehalten. Und der Schäfer wird dafür extra bezahlt. Aber nur mit 800 € / Jahr. Das halte ich für O.K. - immerhin hat er eine kostenlose Weidefläche.

  • Moin


    Klar selbst ist der Mann. Wir reden hier von einer kleinen 2,88 MW Anlage und da sind 4,17 € noch zuviel?
    Klar am Besten das Monitoring selber basteln kostet ja sonst nur Geld. Selber mähen bei 7 Hektar kein Problem. Die Überprüfungen des Mittelspannungstransformator, der Wechselrichter und des Generators auch am besten selber machen . Ein Multimeter von Conrad für 6.95 reicht ja als Messgerät.
    Und am Ende jammern, das die Erträge nicht zufriedenstellend sind, Wechselrichter seit über einem Jahr nicht einspeisen, das Monitoring nicht alle WR überwacht, das Grün schon zwischen den Modulen wächst und Module defekt sind. usw.
    Habe gerade wieder einen Kunden der das alles selber macht und kein Geld in die Hand nehmen will . Ihm sind auch 25000,00€ zuviel um den Park auf Vordermann zu bringen. Verliert er halt weiter ca. 60000,00€ an Einspeisevergütung jährlich.
    Komisch wenn es um die Heilige Kuh geht ( Auto) zahlen wir gerne über 50€ an Stundenlohn, Nur PV darf nichts kosten. Am besten die Installateure zahlen noch dafür, das Anlagen gewartet werden.
    Wir merken immer wieder selbst wenn man ein Monitoring hat ohne Fachwissen hilft das auch nicht viel. Komme gerade von einem Kunden bei dem wir seine gesamten Anlagen im 5 Betriebs-Jahr überprüfen sollen. Irgend wer im Büro kümmerte sich ums Monitoring. Ein Blick und schon habe ich bei einer Anlage den Ausfall eines STP 17000 bemerkt. Lief halt seit Mitte Mai nicht mehr.

    Grüße von der Nordsee


    Olaf Harjes


    Harjes Elektrotechnik Am Hillernsen Hamm 39 26441 Jever FON 04461 3315

  • Moin KaWeGoe


    Du schriebst 25€ die Stunde? Wo kann ich diese Fachhandwerker für diesen Stundensatz buchen? Ich zumindest kann mit diesem Stundenverrechnungssatz nicht mal ansatzweise kostendeckend arbeiten.
    Bei einer Fachgerechten Betriebsführung geht es auch darum die Ausfallzeiten zu minimieren und gegebenenfalls vor einem Ausfall zu reagieren.

    Grüße von der Nordsee


    Olaf Harjes


    Harjes Elektrotechnik Am Hillernsen Hamm 39 26441 Jever FON 04461 3315

  • Moin Olaf Harjes,


    Danke für die Antwort.
    Aber warum dieser aggressive Ton - darf man in Deinem Gewerbe nicht danach Fragen, was die Gegenleistung ist ?
    Als Kunde würdest Du mich so jedenfalls nicht überzeugen - eher das Gegenteil.

  • Zitat von KaWeGoe

    Meine Frage:
    Gibt es einen Anhaltswert / Durchschnittswert in [€ / (Jahr * kWp)] hierfür ?


    Anlagen-Infos:


    Anlagenleistung: 2.880 kWp
    Grünfläche: ca. 70.000 m²
    Zaunläng: ca. 1.200 m


    Leute, er hat doch nur eine einfache Frage gestellt.
    Statt jetzt wild zu schimpfen, würdet ihr ihm mehr helfen, wenn ihr einen Wert X €/(kWp x a) nach eurer Erfahrung angeben würdet. Auch eine Preisspanne wäre bestimmt hilfreich. Dann kann er doch seinen Preis einordnen.


    Ich habe leider keine Erfahrung mit Freiflächenanlagen und kann deshalb keinen gehaltvollen Beitrag leisten. Sorry KaWeGoe!


    Aus den bisherigen Meldungen würde ich schließen, dass es sich bei den 12.000,- €/a um ein Schnäppchen handelt. Wolltet ihr das sagen?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Meine als Laie unmaßgebliche Meinung: Betriebe machen den höchsten Gewinn, wenn sie die Kosten nicht minimieren, sondern mit dem erzielten Nutzen in ein optimales Verhältnis bringen können. Dazu gehört natürlich eine Analyse, welche Kosten wofür entstehen, und welcher Verlust in Kauf zu nehmen wäre, wenn man sie sich spart.
    Ich möchte mich daher Bentos Vorschlag anschließen, die Frage gelassener anzugehen.
    Danke.

    Anlage: 26 Aleo S 18 215 W Module mit 5,6 kWp,
    SMA SB 5000 TL-20; -50°(fast SO), DN 25°
    seit 14.9.09 am Netz Nähe Cuxhaven

  • Moin


    Der Zorn ist verraucht.
    Entschuldigt bitte aber ich kann es einfach nicht mehr hören, wenn immer wieder unsere Leistungen in Frage gestellt werden. Stundenlöhne genannt werden die, sorry, jenseits von Gut und Böse sind. Oder würdet Ihr unter dem Mindestlohn als Facharbeiter arbeiten. Denn mehr bleibt bei 25€ Stundensatz für den Monteur nicht übrig.
    In jeder anderen Branche ist es üblich, arbeiten von Fachhandwerkern ausführen zu lassen. Nur bei der PV kann es scheinbar jeder besser und billiger.
    So wenig wie ich mir zutraue eine gesamte Heizungsanlage in einem Hochhaus zu installieren, nur weil ich schon einmal meine Heizung selber wieder zum laufen gebracht habe sowenig würde ich einem Laien die Betriebsführung eines Solarparks zutrauen. Beispiele habe ich ja schon genannt.
    Sicherlich sind 12000,00€ erstmal viel Geld und leider erkennt man den Nutzen einer solchen Investition erst, wenn man die Betriebsführung vernachlässigt wird. Letztendlich kostet eine Versicherung auch nur Geld bis es zu Schaden kommt. Nichts anderes ist eine professionelle Betriebsführung. Man nimmt Geld in die Hand damit eben nichts bzw. weniger passiert.
    Und Ja für 4 Euronen je kWp kann man nicht allzuviel erwarten. Je nach Qualität und Umfang liegt die Betriebsführung zwischen 8 und 21 €
    Also vor Vertragsunterzeichnung
    1. Denn Park von einem Unabhängigen Gutachter bewerten lassen.
    2. Gleiches gild für den Kaufvertrag von einem Unabhängigen Fachanwalt prüfen und auch die Art und den Umfang des Wartung-/Betriebsführungsvertrages
    Schließlich geht es ja um ein paar Euronen


    Hier nur mal ein Beispiel nach dem Motto So einen Park können wir auch selber Planen und die Bauaufsicht erledigen wir auch selber.

  • Zitat von harjes


    Komisch wenn es um die Heilige Kuh geht ( Auto) zahlen wir gerne über 50€ an Stundenlohn, Nur PV darf nichts kosten. Am besten die Installateure zahlen noch dafür, das Anlagen gewartet werden.


    Wo gibt es denn das? Ich hätte in 2004 schon über 100 €/Std. bei VW in Stuttgart bezahlen sollen. Dann bin ich in den Großraum Tübingen gewechselt - für lächerliche 80 €/Std :roll:


    Zum Thema: Natürlich darf man die 12000 € hinterfragen. Aber ihr solltet doch auch einen Vertrag haben, wo die Leistungen beschrieben sind. Wenn der Großteil drin ist, was Olaf beschrieben hat, dann würde ich die Pos. mit Sicherheit nicht rausnehmen. Und dass die 12000 € auf jahr gemittelt sind, ist doch klar. Sind es die Vergütungen denn nicht auch :D:?:


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V