Warum bei optimalen Bedingungen weniger Ertrag?

  • Hallo,
    vorweg Entschuldigung, wenn ich mich möglicherweise nicht klar verständlich ausdrücke, bin zwar Anlagenbesitzer, aber ansonsten Photovoltaiklaie. Bitte gegebenenfalls nachfragen.


    Also, ich verfüge über eine 8,55 kW-Anlage mit einem SMA STP 8000TL Wechselrichter.


    Vor einigen Monaten habe ich mit meinem Lieferanten gesprochen, dass zwei Sachen auffielen:


    1. Seit November 2013 laut Sunny Explorer nie 8000 kW erreicht. Er hat dann irgendwelche Einstellungen vorgenommen, so dass ich jetzt sehen kann, dass die Maximalgrenze nunmehr gelegentlich erreicht werden. Somit ist dieser Punkt eigentlich behoben.


    2. Gleichzeitg fällt bis heute auf, dass unter optimalem Verlauf weniger kW in der Spitze erreicht wird, als wenn der Ertrag nur aus Spitzen besteht. Das lässt sich öfter an unmittelbar hintereinander liegenden Tagen beobachten. Z. B. Montag und Mittwochs Spitzen bis 8 kW, Dienstag dazwischen durchgehend Sonnenschein, aber die Ertragskurve liegt bei ca. 7,5 kW am Maximalpunkt.


    Wohlgemerkt, wir sprechen beispielsweise über den Mai, also nicht über Tage mit Extremtemperaturen wie jetzt.


    Kann mir jemand erklären, was da los ist?

  • Das liegt daran, dass die Module bei durchgehender Sonneneinstrahlung wärmer werden und dadurch weniger Leistung haben. Die Nennleistung ist unter Laborbedingungen bei 25°C der Waver definiert.

    PV, BHKW, Speicher ecoBATT, Bilanzpunktregler ecoBPR, Wallbox ecoLOAD, Renault ZOE
    Rechnen hilft. Bleistift, Papier und Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern
    Oscar Perdok GmbH - Gildeweg 14 - 46562 Voerde PV, Wallboxe und mehr

  • Welche Himmelsausrichtung und Dachneigung hat Deine PV-Anlage?


    Ein Bild vom Dach mit den Modulen sagt schon viel aus. Kannst Du eine solches hier einstellen, zur Bewertung?

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Zitat von ecopowerprofi

    Das liegt daran, dass die Module bei durchgehender Sonneneinstrahlung wärmer werden und dadurch weniger Leistung haben. Die Nennleistung ist unter Laborbedingungen bei 25°C der Waver definiert.



    Stimmt - die dzt Hitze drückt den Ertrag merkllich!

  • Schon lustig: Der wievilete Thread mit 'Auffälligkeiten' das jetzt ist.
    Die PV-Zellen aller Hersteller haben einen negativen Temperaturkoeffizienten. Zur Zeit liegen die Temp vielfach um ca. 50 ° über STC Bedingungen von 25°. Bei minus 0,4% pro Grad C macht das eben mal locker um die 20% weniger Ertrag. Ganz normal :D


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Zitat von WolfgangK

    Wohlgemerkt, wir sprechen beispielsweise über den Mai, also nicht über Tage mit Extremtemperaturen wie jetzt.

    Weiß nicht wo Wolfgang wohnt - zumindest hier war der Mai eisig und verregnet


    Grüße
    SOD

  • Auch wenn es draussen relativ kuehl ist werden die Module bei durchgehender Sonnenbesrahlung sehr viel waermer als bei abwechselnder Beschattung/Besonnung.-10 zu 40 Grad senkt die Leistung genauso wie 30 zu 80 Grad...

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis

  • Um die Fragen zu beantworten:


    Ausrichtung ca. +15° Süd
    Dachneigung ca. 45°


    Standort Hameln


    keine Verschattung



    Wenn ich die Beiträge (danke dafür) richtig verstanden habe, tritt der Erwärmungsverlust auch bereits bei niedrigen Temperaturen auf. Gibt es da eine Art Minimalwert, d.h. ab Temperaturen von ca. XX ° spielt er keine signifikante Rolle mehr?


    Wolfgang