Brennstoffzelle verstromt Diesel (mobile Anwendungen)


  • Ich habe mir erlaubt, den Beitrag vollständig zu kopieren und als neues Thema aufzumachen, da ich dies für eine sehr wichtiges Thema halte. Die mobile Stromerzeugung ist ein vollkommen unterschätztes Thema. Wo und wie viel Strom ständig mit Hilfe von Diesel und Benzin Generatoren erzeugt werden muss, fällt eben kaum auf. Selbst der Bereich, um den es im Artikel geht (3 KWel) ist schon sehr groß!


    Im Bereich Boote z.B. könnte man auf diese Art elegant vollständig auf die komplexe Technologie eines Einbaumotors verzichten, da man ohnehin im Betrieb kaum mehr als einige wenige KW an Leistung benötigt (Binnen) und diese unglaublich die Möglichkeiten und den Komfort einschränkt und exorbitant teuer. Aber auch in der Land, der Forstwirtschaft und auf Baustellen aller Art laufen die Generatoren heiß!


    In der Regel gibt man den Verbrauch hier in L je h an. Und da wären 10% weniger (oder noch besser) schon ein straktes finanzielles Argument. Am Tag zwischen 5 bis 10 € (3 KW Leistungsklasse) einzusparen macht schon deutlich 'Mist' . Von den diversen privaten Notstromaggregaten in gefüllten 10 Mill. Haushalten südlich des Mittelmeer ganz zu schweigen.


    Diese Technologie macht auch dann Sinn, wenn man PV mit nutzen kann, denn so hat man immer eine gute Rückversicherung und in Summe einen sehr viel geringen Verbrauch an Öl u.ä. Fossilien Energieträgern.


    Zitat

    Mobile Brennstoffzelle verstromt Diesel
    Das neue autonome Brennstoffzellensystem wandelt geräuscharm – ohne Motor und Generator – Dieseltreibstoff in elektrische Energie. Das unter der Leitung des Oel-Waerme-Instituts in Aachen entwickelte System zur mobilen Stromversorgung hat seine Bewährungsprobe bestanden. Die Wissenschaftler bewiesen jetzt die technische Reife der modular aufgebauten Demonstratoranlage im Inselbetrieb.

  • Du hast aber schon verstanden das die BRennstoffzelle keinen Diesel verstromt sondern der Diesel in einem Gaserzeuger verbraten wird. Das enstandene Gas wird dann verwendet.
    Schiffe die mit 2-Takt Dieselmotoren fahren sind effizienter. Zudem können die auch Schwefelhaltige Plöte verheize (ws natürlich keine gute Idee ist, aber billig). Für große Schiffe könnte man da aber dann auch mit Kohle fahren, wenn Bunkeröl nicht so billig wäre.
    https://de.wikipedia.org/wiki/…us_fl.C3.BCssigen_Edukten


    EDIT: Da den Artikel wahrscheinlich keiner Aufmerksam ließt. Prinzipiell wird die Hälfte des Kohlenstoffes umsonst verbrannt. Die Energie die da drinnen steckte kommt nie in der Brennstofzelle an. Und dann kommt erst der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle.
    Wenn man Wasserstoff braucht für die Synthese (deswegen heißt das traditionell auch Synthesegas) bleibt einem nichts anderes übrig, aber für die Energetische nutzung geht man da von vornerein mit Minus ins Rennen.

  • Ja haben ich gelesen. Zudem steht da nix vom WG des Systems. Mir würde es ja grundsätzlich besser gefallen, wenn man es mit LPG machen könnte, aber dies ist bei Booten problematisch.


    Das Problem an Boots- Dieseln ist, dass deren Lichtmaschinen zu wenig Leistung haben und man deshalb den ewig laufen lassen muss, um die Akkus voll zu bekommen. Sagen wir mal, wir wollen 5 kWh Akku (verfügbar) haben. Dann kannst du den Diesel den ganzen Tag laufen lassen.


    Im Bereich Schiffe (Berufsschifffahrt) ist das alles natürlich Quatsch! und bei den ganz großen Pötten sind 3 KW weniger als nix!


  • Ist besser das zusammenzuführen, damit es nicht untergeht! Sind natürlich nur Spielzeuge, aber es gibt zumindest was! Ganz verstehe ich die Branche nicht! Beim Boot geht es um richtig Umsatz, denn inzwischen braucht jeder Strom ohne Ende an Bord auch grade im Binnenbereich und Küstennahbereich.

  • Ein interessanter Artikel. Danke!
    Zudem sollte man bedenken, dass es immer Spitzenlastkraftwerke geben muss, für Zeiten, wo alternative Energie nicht zur Verfügung steht. Das Verfahren kann man sicher auch großtechnisch umsetzen. Was den Wirkungsgrad betrifft: Verbrennermotoren haben einen unglaublich geringen Wirkungsgrad, weil die Abwärme ja weg muss. Wieviel Abwärme macht denn eine Brennstoffzelle? Jedenfalls bedeutend weniger als ein Verbrennungsmotor. Schade, dass dazu nichts im Artikel steht, doch könnte man es sicher in Erfahrung bringen. Zudem kann eine Brennstoffzelle auch auf andere Energieträger umgeschaltet werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der leichten Speicherbarkeit der Energie ohne Verluste über große Zeiträume. Gerade da besteht noch erheblicher Nachholbedarf
    Ich sehe das positiv, zudem auch "Biodiesel" zur Anwendung kommen kann.


    Grüße vom
    -charlie-

  • Na ja! Wenn man erst den Wasserstoff o.ä. aus Strom produzieren muss, dann ist der WG total beschiessen. Die China Dinger (Diesel) machen auch schon deutlich über 30% WG (größer 500 KW elektrisch) klar, ein MAN Teil ist da noch besser.


    Wenn wir nicht doof sind, dann heben wir uns Gas (auch Biogas) und ÖL (auch Bioöl) genau für die Anwendungen auf, für die es keine optimalere und günstige Lösung gibt! Für die simple Produktion von großen Mengen Strom beim Ausfall oder beim schwächeln der EE wäre das auf jeden Fall besser, als auf Wasserstoff zu setzen. Aber sicher gibt es schon für Wasserstoff (Brennstoffzelle) die eine oder andere Anwendung. Aber dazu gehört die gemeine Stromproduktion, wie auch der gemeine PkW ganz sicher nicht dazu.


    Für super leise und super saubere Bordnetz Generatoren in Booten passt das schon besser! da kann man auch schmerzfrei 20.000 € aufrufen, würde ich mail meinen wollen.


    Für exotische Anwendungen im mobilen Bereich allgemein auch! Im Bereich Wohnungswirtschaft (Strom für Traktor und Stihl Geräte) und und.


    Strom für die Küchenmaschine in einem ganz normalen EFH nahe der City so zu machen, dass können nur die Japaner als gangbaren Weg sehen, aber wenn die Geld verbrennen wollen, kann uns das nur recht sein, die Technologie kommt voran und das ist wichtig.

  • Hallo,


    nur kurz zur Info: Für den LKW-Bereich gibt es schon Brennstoffzellen von der Fa. Waeco zu kaufen. Eine Entwicklung weil LKW durch die verschäften Lenk und Ruhezeiten länger stehen müssen und so auch nicht ständig der Motor laufen muss, weil der Fahrer Standklima und TV nutzen will. So ein Gerät könnte auch auf Booten zum Einsatz kommen, falls 24V in Ordnung sind.

    9,3kWp Insel, 2x Pip5048MS paralell, Pzs 625 Ah, SOC-Überwachung über BMV 700, solpiplog,
    Überschuss-Verbraucher (bestellt): Renault Zoe Z.E. 50 (R135) (50kwh, 135 PS)
    gelernter Elektroinstallateur - jetzt Owner-Driver mit 40t Autotransporter

  • Zitat von weiser_uhu

    Verbrennermotoren haben einen unglaublich geringen Wirkungsgrad, weil die Abwärme ja weg muss. Wieviel Abwärme macht denn eine Brennstoffzelle? Jedenfalls bedeutend weniger als ein Verbrennungsmotor.


    Wirkungsgrad elektrisch theoretisch bei 60%
    Deswegen haben sie sich ja auch nicht gegen Gasturbinen Kraftwerke durchsetzen können. Die Technik ansich ist wie gesagt schon lange Serienreif.

  • Vollkorn hat es genannt. Brennstoffzellen in Lkws gibt es es. Eben für die Klima/Standheizung und andere Dinge im Stand.
    Die Effizienz ist deutlich besser als ein Verbrenner, zudem leise. Allerdings mit Diesel nicht so gut wie mit Wasserstoff.


    Brennstoffzellen im Campingbereich sind immer noch exotisch, obwohl seit Jahren verfügbar. Dort laufen sie mit Methanol.
    Der Treibstoff richtet sich nach der Anwendung, im Lkw gibt es Diesel satt. Ob die Zelle 40% oder 60% Effizienz hat, ist da ganz egal im Vergleich zum Dieselverbrauch des Motors.

  • Zitat von PV-Berlin

    Das Problem an Boots- Dieseln ist, dass deren Lichtmaschinen zu wenig Leistung haben und man deshalb den ewig laufen lassen muss, um die Akkus voll zu bekommen. Sagen wir mal, wir wollen 5 kWh Akku (verfügbar) haben. Dann kannst du den Diesel den ganzen Tag laufen lassen.


    Vorab: ich schreibe diesen Beitrag gerade aus einem Boot, mit dem ich nun schon seit Ende Mai unterwegs bin.


    Bei Binnenbootén ist es die absolute Ausnahme, dass man den Motor laufen lässt, um über die Lichtmaschine die Batterien zu laden. Man ist sowieso spätestens alle paar Tage mal wieder für etliche Stunden unterwegs, und wer auf dem Boot wohnt, hat meistens auch PV-Module auf dem Dach. Ich decke meinen gesamten Stromverbrauch (Kühlbox, Computer, TV, Induktionskochfeld, Mikrowelle und bei sehr viel Sonne auch Gefrierbox) vollständig mit knapp 500 Wp auf meinem Dach. Wenn ich unterwegs bin, dann läuft am Motor ein Drehstromgenerator von Dynawatt, der 230V in den Kombiwechselrichter einspeist, der zugleich Ladegerät bis zu 70 A ist. Meine 800 Ah Batteriebank (12V) wird nie tiefer als um 40% entladen.


    Auch normale Lichtmaschinen haben mit typisch 100 bis 150 A standardmäßig mehr als ausreichend Leistung, um die maximale Stromaufnahme der Akkus decken zu können.