Halbinsel-Komponenten so OK?

  • Hallo zusammen,


    nach ungezählten Stunden "heimlichen" Mitlesens hier im Forum hatte meine bessere Hälfte endlich ein Einsehen mit mir und ich darf wenigstens auf dem Gartenhaus meine "Solarspinnerei" ausleben. Wir haben einen Zweipersonenhaushalt in einem EFH im südlichen Ruhrgebiet, mit einem eher unüblichen Stromverbrauch von 12.oookWh/a (nein keine 0 zuviel).


    Der Hauptgrund für diesen imensen Stromverbrauch ist allerdings hervorragend PV-geeignet, da wir Reptilien züchten und den Viechern über Glühbirnen den Tagesverlauf nachbilden müssen, will heissen am Mittag haben wir auch den größten Stromverbrauch. Da gehen dann schonmal 600W in ein einziges Terrarium und über den Tag sind es gern mal 3,5kWh. Dafür gehen die Tierchen in Winterschlaf und wir brauchen im Herbst wenig und im Winter fast gar keinen Strom mehr, um im Frühjahr die Becken wieder langsam hochzufahren.


    Zudem wohnen wir leicht ländlich, da kommt es bei Stürmen schonmal vor, das ein Baum unsere überirdische Stromzufuhr kappt, eine Notstromversorgung wäre also auch (besonders für die Kühltruhe mit 500Wh/T, Peak 600W und Heizung, deren Strombedarf ich derzeit nicht kenne) recht nett.


    Ein wneig im Thema PV bin ich durch eine 29,9kWP Anlage auf einem meiner Firmendächer, die brav die PVGIS-Werte übertrifft.


    Ursprungsplan war mal etwas auf Basis eines PIP/Effekta, nach langem Lesen ists bei uns -wegen der Möglichkeit zum AC-Coupling- wohl doch besser in den teuren Victron-Apfel zu beissen, so here we go:


    6 Module Benq green triplex 270W, 3 davon SSO, die anderen 3 NNW. Dachflächen jeweils etwa 3,6*1,8 mit 15°. Es müssen nicht zwangsweise diese Module sein, wenn jemand sonst einen guten Tip für schwarze Moduel hat bin ich dafür immer offen
    1 Steca Solarix MPPT 2010, an den sollen 2 der SSO Module in Reihe, am Lastausgang eine Siemens Logo und ein Lüfter fürs Gartenhaus, wahrscheinlich wird auch die Beleuchtung fürs Häuschen auf 24V umgebaut
    4 80AH "Solarbatterien" (nicht schlagen, die habe ich schon, da der Strom überwiegend direkt verbraucht werden soll haben die bei uns eine nicht so hohe Wertigkeit)
    4 SMA Sunny Boy 240 mit einem Multigate an den übrigen Modulen
    1 Victron Multi C24/2000


    Die SunnyBoys gehen per AC-Coupling an den AC-Out des Multi und sollen die Hauptlast tragen.


    Kabel wollte ich vom Gartenhaus ins Wohnhaus (ca. 30m) je ein 4x10mm² Erdkabel für AC zum Multi und AC vom Multi legen, das Ganze soll einphasig bleiben, aber eine Reserve in beiden Richtungen wäre bestimmt nicht verkehrt. Zur Verkabelung der Akkus zum LR hätte ich noch 20mm² inkl. ANL-Sicherung aus Autohifi-Bastelzeiten übrig, damit würde ich erstmal anfangen wollen.


    Umklemmen würde ich erstmal nur ein Terrarium, die Heizanlage und den Gefrierschrank. Ziel ist keine vollständige Autarkie, das ich mit 1,6kWP, von denen die Hälfte auch noch nach NNW schaut die Assist-Möglichkeiten des Multi öfter mal brauche ist mir natürlich klar. Ziel ist eigentlich mehr Frauchen zu überzeugen, daß der "Kram" wirklich was bringt um dann Stall und Garage belegen zu können. Amortistationsrechnungen werde ich keine anstellen, da ich weiß, das sich so ein Projekt nicht rechnen wird, ich fahre aber auch einen Plug-In Hybriden, obschon ich meistens auf der Autobahn unterwegs bin. Wenn ich ein weing zum Erhalt der fossilen Brennstoffe beitragen kann reicht mir das schon, vom Bastelspaß natürlich ganz abgesehen



    Soweit der Plan, ich hoffe ich habe keine allzu schlimmen Denkfehler drin und würde mich freuen, wenn die Profis mal drüberschauen und kommentieren :danke:


    Stefan

  • Hi willkommen


    Ich verstehe die Planung ganz ehrlich nicht ganz. Wozu und Warum kombinierst du hier Sunnyboy240 in Kombi mir MPPT?
    Warum nicht einfach alles einfach über MPPT? Freiwillig würde ich einen AC Coupling Mischbetrieb bei so einer MiniAnlage nicht machen.


    6 Module .. alle in 2er Strings ran an einen Bluesolar 100/50 und fertig... bzw auf Grund der Unterschiedlichen Verschattung einfach mit 2 Regler arbeiten


    lg

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Danke fürs schnelle Antworten


    Die Überlegung dahinter war, daß ich die "Wandelverluste" erst in den Akku und dann wieder auf AC hoch minimieren wollte, oder sind die doch eher zu vernachlässigen und es wäre sinnvoll mit zwei MPPT-Reglern, oder einem Tarom 6000 und zwei 3er Strings zu arbeiten?


    MPPT, wegen der 60 Zeller und weil ich tlw. mit Verschattung durch Bäume, die ich nur tlw. kappen kann, zu kämpfen habe. Vom Platz her würden auch je 4 72 Zeller mit 200W passen.

  • Warum überhaupt als Insel wenn es fast nur um den Tagesverbrauch mit sehr kleinen Batterien geht? So wie du das beschreibst wäre ich da fast eher für eine Einspeiseanlage als eine Insel..


    Die Batterien wäre als Auswahl so oder so zu klein .. 50A Ladestrom für 24v/160Ah... keine gute Idee


    Andere Frage.. bist du überhaupt auf AC angewiesen? könnte man das Terarriium nicht auf DC umrüsten.. und sich den WR somit gleich sparen?

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

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  • Du schreibst meine Gedanken nieder ;) Scheint, als hätte die Regierung was dagegen und als jemand, der dieses Jahr schon ettliche Stunden ohen Strom war, kann ich den Wunsch nach Notstrom immer verstehen. Aber eigentlich sidn das wirklich optimale Bedingungen für eine Überschußeinspeisung oder, wenn man absolut nicht einspeisen will, sowas http://www.photovoltaikforum.c…wtopic.php?f=137&t=104791 oder, wenn man es mit der phasengenauen Ausregelung nicht so genau nimmt, für einen WR mit Einspeisemanagement auf 0.
    DC hatte ich mal für ein Aquarium überlegt. Licht, Pumpen und Steuerung sind kein Problem, aber die Heizung erfordert halt enorme Querschnitte und Aufwand beim Regeln/Schalten. Und letztere ist beim Terrarium halt das wesentliche.


    Ansonsten bin ich auch ein Freund von AC-Coupling, wenn die Module weiter weg sind. Aber dann würde ich schauen günstig einen alten WR zu bekommen, der die aktuellen Normen (insbesondre VDE AR-N 4105) nciht erfüllt und damit für neue Einspeiseanlagen nciht mehr verwendet werden darf.

  • Zitat von pezibaer

    Warum überhaupt als Insel wenn es fast nur um den Tagesverbrauch mit sehr kleinen Batterien geht? So wie du das beschreibst wäre ich da fast eher für eine Einspeiseanlage als eine Insel..


    Das war so der "Urschleim" des ganzen Projektes:


    2 dieser Module parallel an einen AEConversion 360 und per Steckdose ins Hausnetz.
    Gefiel mir nach einigem hier lesen dann nicht mehr so gut die Idee.


    Die nächste Evolutionsstufe waren dann vier der obigen Module, mit 2 AE360 aber nix mit Steckdose sondern sauber an 2 Phasen wo die größten Terrarien dranhängen angeklemmt.


    Tja, dann kam die Idee mit der Notstromgeschichte ...


    Zitat von pezibaer

    Die Batterien wäre als Auswahl so oder so zu klein .. 50A Ladestrom für 24v/160Ah... keine gute Idee


    Deshalb ja die Überlegung mit nur zwei Modulen am kleinen MPPT 2010, der macht ja eh nur 20A


    Zitat von pezibaer

    Andere Frage.. bist du überhaupt auf AC angewiesen? könnte man das Terarriium nicht auf DC umrüsten.. und sich den WR somit gleich sparen?


    Keine Ahnung, ob es die Tageslicht-, UV-, und Heizlampen alle auch in DC gibt, allerdings wenn ich Deinen Leitungsrechner nehme und gehe von nur 600 Watt über 30m aus, bräuchte ich dann ja 50mm² DC-Kabel bis ins Haus, das gäbe wohl Ärger mit Madam.


    Hm, dann womöglich doch die Variante mit den zwei 360ern ins Haus und das Gartenhäuschen (Licht, Rasenroboter max. 40W beim Laden, 600W Bewässerungspumpe) als echte Insel mit 1-2 Modulen und einfachem LR und WR laufen lassen.

  • Noch mal mit der besseren Hälfte reden und eine Eigenstrom Anlage auf deinem EFH Hauptdach installieren.
    Der Verbrauch passt doch 1A zur Erzeugung, im Sommer mittags am meisten und im Winter wenig.
    Knapp unter 10 kWp, Investition knapp 10 "Steine" netto. Wenn du Stromausfall befürchtest, noch eine entsprechende Batterie dazu. Im Gartenhaus ein bisschen Beleuchtung, Radio, usw mit kleiner Batterieanlage zum "Spielen".
    Für die große Anlage natürlich mit gutem Datenlogger und S0 Zähler. Auch damit lässt es sich trefflich "spielen".
    Kann man dann der besseren Hälfte vorführen und man ist ihr Hero :D

  • Zitat von alterego

    Du schreibst meine Gedanken nieder ;) Scheint, als hätte die Regierung was dagegen und als jemand, der dieses Jahr schon ettliche Stunden ohen Strom war, kann ich den Wunsch nach Notstrom immer verstehen. Aber eigentlich sidn das wirklich optimale Bedingungen für eine Überschußeinspeisung oder, wenn man absolut nicht einspeisen will, sowas http://www.photovoltaikforum.c…wtopic.php?f=137&t=104791 oder, wenn man es mit der phasengenauen Ausregelung nicht so genau nimmt, für einen WR mit Einspeisemanagement auf 0.


    Die Lösung hatte ich gesehen, ist für mich aber etwas Overdone. Prinzipiell würde mir das CO3 System von AE-Conversion gefallen, aber so wie ich das verstanden habe regeln die nicht die WR weg, sondern schalten nur Zusatzverbraucher. SMA macht das wohl so ähnlich, oder gibt es auch Einspeisemanagement-Systeme, die bei zu hoher Lieferung einfach die/den WR wegregeln?



    Kalle,


    da gehe ich mit meiner Regierung konform, auf das Dach eines knapp 300 Jahre alten Bruchsteinhauses kommt keine PV-Anlage. Wie geschrieben stünden durchaus alternative Dachflächen zur Verfügung ich muß Madam nur erstmal beweisen, das es wirklich was bringt,

  • Zunächst mal zwei Fragen: Sind deine Überlegungen über eine Notstromversorgung ein 'nice to have' oder möglicherweise essenziell für die Versorgung? Folgt der Stromverbrauch nicht nur den Jahreszeiten, sondern auch dem Tagesverlauf und falls ja, wie gut?


    Der Hintergrund der zweiten Frage ist folgender. Wenn du eine Halbinsel realisierst und sie vielleicht auch noch weitgehend selbst aufbaust, dann koste dich die kWh um die 8 Cent im Jahresdurchschnitt, wobei der Ertrag im Sommer etwa siebenmal so hoch ist, wie im Winter. Um einen sinnvollen und preiswerten Einstieg zu bekommen, würde ich an deiner Stelle eine (zunächst) händisch bediente Halbinsel aufbauen.


    Du schaust dir aus, welche Stromkreise du über die PV bedienen möchtest (das sind zweckmäßigerweise die, die nur tagsüber Energie brauchen). Diese werden dann über eine Inselanlage versorgt, die eine Batteriekapazität hat, die auch ein paar Tage mit schlechtem Wetter überbrücken kann. Geht die Spannung der Batterie zu sehr abwärts, steckert man einen Stromkreis bei der Insel aus und beim Netz ein (absolut legal, da beide Kreise völlig getrennt sind). Mit so einer Konstellation hast du zwar erstmal mehr Arbeit, aber preiswerter kannst du keine Erfahrungen sammeln. Wie die Anlage später vergrößert oder automatisiert wird, ist dann ein ganz anderes Thema.


    Zum Einstieg in das Thema solltest du mal die Preise von reinen Inselwechselrichtern und Hybridwechselrichtern vergleichen.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Die Notstromversorgung wäre reines Nice-to-Have (ca. 1-2x / Jahr für etwa einen Tag) die essentiellen Dinge wie Heizen und Kochen gingen zur Not auch per Holz-Ofen und wenn alle Stricke reissen stünde ja auch noch ein 10kWh Stromspeicher auf 4 Rädern vor der Tür (auch wenn ich noch nie probiert habe, ob die 12V Dosen bei der Kiste aus dem Fahr- oder Starterakku gespeist werden)


    Den Reptilien simulieren wir in den Terrarien einen kompletten Jahresverlauf. Im Winter werden weniger Lampen mit kürzeren Einschaltzeiten gefahren. Daß wird dann im Jahresverlauf hochgefahren, bis im Sommer in den Wüstenterrarien min 30° und an den Wärmeplätzen ca. 60° anliegen. Steuerung erfolgt temperaturgeführt über Siemens Logo Klein-SPSen, Dump-Loads wären da eher nicht möglich


    Die Idee mit dem händisch umstecken hatte ich auch schon, wenn ich mir allerdings anschaue, was ein brauchbarer MPPT LR + ein halbwegs gescheiter WR kostet, kann ich zum Spielen auch gleich den kleinen Effekta/PiP nehmen und mir das Umstecken sparen.


    Edith: Macht es Sinn an 72-Zeller mit knapp 40V VMPP einen einfachen PWM-Lader für meine 24V zu hängen?