Kleinst 12V Anlage für Holzarbeitshütte

  • Moin,
    ein Freund von mir hat sich eine alte Garage als Schreinerwerkstatt umgebaut. Aus Lust an der Laune würden wir gerne die Beleuchtung komplett über Solar betreiben. Perspektivisch vielleicht auch gerne mal ne Bohrmaschine (350Watt) betreiben. Als Beginn tatsächlich erstmal aber nur nen LED Streifen von 5M Länge mit 12Watt/12Volt http://www.conrad.biz/ce/de/pr…s-3300-K?ref=searchDetail Um das Ganze zu Anfang möglichst klein und billig zu halten, dachte ich an ein einfachen Laderegler http://www.ebay.de/itm/NEU-30A…38120d69&autorefresh=true und einfaches Panel http://www.ebay.de/itm/50-W-So…in_77&hash=item51d2e556b3. Bei der Batterie bin ich mir jetzt irgendwie noch nicht so ganz sicher. Reicht da einfach eine Autobatterie? Bei der Verkabelung soll man bei Gleichstromanlagen, wenn ich das richtig verstanden habe, möglichst dicke Kabel nehmen. Ist da 1.5mm ok? Habt ihr sonst vielleicht noch Tipps? Wir betrachten das ganze als Spaß-Learning-by-doing Projekt :-) Ich freue mich über Feedback.


    P.S.: Der Standort ist mit perfekter Südausrichtung mit sehr viel Sonne von morgens bis abends sofern das Wetter mitspielt.

  • Hallo


    Also die LED Streifen sind weniger geeignet zum Ausleuchten eines Arbeitsplatzes. Ich nehme immer gerne die LED Module von Bioledex und baue selber Lampen daraus. Der Wirkungsrad ist auch besser. Es gibt aber auch fertige LED Lampen für 12V z.b. von der Firma Frensch.


    Der Laderegler ist ein Billigteil. Ich empfehle immer gerne die Laderegler von Steca wie die PR Serie. Die halten wenigstens.


    Die Größe von Solarmodul und Batterie hängt von dem Stromverbrauch ab. Je höher dieser ist umso größer muss beides sein. Die Häufigkeit der Nutzung spielt auch eine Rolle. Hier braucht man schon ein paar Angaben.


    Eine Autobatterie kann man nehmen wenn man sie eh rumstehen hat. Ansonsten würde ich ganz klar einen Akku wählen der für zyklische Belastungen ausgelegt ist. Einige Hersteller bauen mittlerweile günstige Akkus welche für eine Solaranlage geeignet sind. Aber erst wenn man den Stromverbrauch und damit die Akkugröße kennt kann man eine Empfehlung aussprechen. Banner, Winner, Trojan, Optima, Hawker und andere Hersteller bauen brauchbare Akkus. Eine Preisvorstellung würde die Auswahl auch ein wenig eingrenzen.

  • Moin Frell und willkommen im Forum. Die 50W-Panele sind bei Campern beliebt, weshalb sie teurer sind. Nimm also lieber gleich welche mit 100W, die kosten nur unwesentlich mehr. Nur drauf achten, dass die Vmp bei ungefähr bei 18 Volt liegt. Beispiel: http://www.ebay.de/itm/SOLARMO…26sd%3D371327823540&rt=nc


    Bei LR und LEDs schließe ich mich meinem Vorschreiber an. Bei Batterien ist das Problem, dass sie sofort 50% teurer sind, wenn ein Aufkleber 'solar' drauf klebt. Was du brauchst sind Traktionsbatterien; brauchbare in fast jeder Größe findet man, wenn man nach Rasenmäher-Batterien sucht oder solchen für elektrische Rollstühle. Und die benötigte Größe der Batterie hängt davon ab, wieviel gewerkelt werden soll, wenn die Sonne nicht scheint. Normalen Batterien soll man nicht mehr als die Hälfte ihrer Kapazität entnehmen (zumindest nicht regelmäßig); also benötigte Kapazität mal zwei.


    Wenn du wissen willst, was für eine Ausbeute ihr voraussichtlich haben werdet, dann schaust du hier: http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo,
    ich war im Urlaub und konnte deswegen nicht direkt antworten. Vielen Dank für das Feedback. Ich werde das Ganze mal nochmal zusammen durchgehen und schauen was genau wir brauchen. Sobald ich dann genauer weiß würde ich hier mich nochmal melden!

  • Ok,


    wir haben uns gestern nochmal zusammengesetzt und die genauen Parameter besprochen, also was an Verbrauchern dran hängt, wann wie was benutzt wird und welche Komponenten Sinn machen würden. Danach haben wir nach den Empfehlungen die Teile zusammengesucht und haben festgestellt, dass es für ein kleines Hobbyprojekt doch etwas mehr ist als wir dachten. Nunja, mal schauen.


    Zur Anlage:
    Die Anlage wird zwischen 2-3 Tage die Woche genutzt. Zumeist am Wochenende. Es besteht die Möglichkeit für sehr große Verbraucher mit ner Kabelrolle Hausstrom in die Hütte zu bekommen. Deswegen haben wir überlegt ersteinmal nur das Licht und mittelstarke Verbraucher (nur sehr kurze Nutzungsdauer) einzuplanen.


    Verbraucher:
    Die Beleuchtung stellt den Verbraucher dar, der am häufigsten genutzt werden wird. Wir haben hier mit ca. 30 Watt für 4h pro Tag gerechnet. Da mein Kumpel viel z.B. mit der Hand sägt brauch er nur wenige Werkzeuge und das auch nur für sehr überschaubare Zeiträume pro Tag. Wir haben als exemplarischen Verbraucher mal die Bohrmaschine rausgegriffen die 500 Watt Spitzenleistung braucht und an Werkstatttagen max. 10min pro Tag im Einsatz ist. Auf Extremverbraucher wie die Absauganlage mit 1500 Watt haben wir verzichtet, wenn die mal benutzt werden soll würden wir ggf. einfach mit der Kabelrolle etwas Hausstrom holen. Wir würden die Werkstattsachen auch gerne im Winter nutzen wollen, deswegen haben wir einen größere Batterie mit eingeplant würden ggf. die Nutzung aber der Erzeugung anpassen. Im Sommer würden wir perspektivisch eine Tauchpumpe tagsüber manchmal wenn die Sonne scheint mit 100 Watt anhängen für 1h.


    100 Watt Panel: http://www.ebay.de/itm/SOLARMO…26sd%3D371327823540&rt=nc
    Das Preis-Leistungsverhältnis ist echt wesentlich besser bei denen, danke für den Tipp!


    Laderegler:
    http://www.ebay.de/itm/Solar-L…in_77&hash=item5642cf1e6b
    Ich habe zwar noch nicht ganz verstanden was die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ladereglern sind, würde aber auf euer Urteil vertrauen und einen von Steca verbauen. Wahrscheinlich mit 15A damit man ggf. die Anlage nochmal um ein zweites Panel ergänzen kann.


    Batterie:
    http://basba.de/bso-150-basba-…-12-volt-150-ah-c100.html
    Wir haben nachdem wir zwei, drei Rechner durchprobiert haben uns für 150 Ah entschieden damit wir bei normalen Gebrauch max. 20-30% entnehmen um die Batterie zu schonen. Jedoch, selbst wenn man nach Traktionsbatterien sucht .. auf fast allen steht inzwischen auch Solar drauf. Hier bin ich mir mit meiner Auswahl nicht so ganz sicher wobei der Preis natürlich ansprechend ist.


    Wechselrichter:
    Die größeren Verbraucher werden mit einem Wechselrichter angeschlossen.. hier bin ich mir überhaupt nicht sicher was taugt und was nicht. Sinusspannung brauchen wir glaube ich nicht. Hier wäre ich über Feedback glücklich.

  • Die von dir ausgesuchten Komponenten scheinen mir weitgehend in Ordnung zu sein (zumindest nichts völlig falsch :wink: ). Was den Wechselrichter anbelangt, kannst du mal in diesen Thread schauen: http://www.photovoltaikforum.c…ierter-sinus-t108334.html Modifizierter Sinus sollte für eure Belange hinreichend sein und die Musikanlage könnt ihr ja direkt an die Batterie klemmen.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Batterie würd ich keinen Fall (Ca/Ca)nehmen.
    Die bewährte Trojan Panzerplatte mit 1800 zyklen ist gegeüber 500 kaufmännisch gesehen im Vorteil
    http://www.online-batterien.de…225Ah-deep-cycle-Batterie
    Auf jeden Fall reinen Sinus WR verwenden.
    Elektomotoren brauchen bei reinen sinus bis zu 5fachen Anlaufstrom .Bei mod. Sinus bis 10fachen.

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Danke nochmal fürs Feedback. Das mit dem Anlaufstrom ist natürlich ein Argument da fast alle Werkzeuge mittels Elektromotoren betrieben werden. Das müssen wir uns nochmal genau anschauen.


    Zu den Batterien, soweit ich das verstanden habe zählt eine Entladung von unter 25% nicht als Zyklus und die Batterie altert deswegen nur minimal. Nur größere Entladungen sind für die Batterie ein Problem und zählen auf Ihre Lebenszyklen. Oder kommt es sowieso andauernd trotzdem zu Zyklen und deswegen lohnt sich einfach die Anschaffung einer Batterie mit sehr hoher Zyklenfestigkeit.


    Die Batterie von Trojan ist eine 6V Batterie, man benötigt also zwei davon in Reihe geschaltet um auf 12V zu kommen aber hat dafür dann 225Ah wenn ich das Richtig verstanden habe.. was unser (initiales) Budget natürlich nochmal deutlich weiter erhöht. Das müssen wir ebenfalls nochmal konsultieren. Weil dann sind wir insgesamt sicher bei 500€ inzwischen. Verdammt, ich hatte Anfangs mit 250€ gerechnet :o

  • Frell
    Das mit den kleinen Zyklen ist ein uralter Mythos; falls dich das Thema Batterie weitergehend interessiert dann schau mal hier: http://wiki.polz.info/doku.php Wenn man Traktionsbatterien nicht weiter als 70% DoD entlädt, dann sind Abnutzung und Verbrauch nahezu direkt proportional.


    relativ
    Die Behauptung, dass Reihenschlussmotore bei modifiziertem Sinus einen doppelt so hohen Anlaufstrom haben als bei reinem Sinus, kommt ja öfter mal, allerdings habe ich noch nie eine sachliche/fachliche Begründung dafür gelesen und ich sehe aktuell nicht einmal einen Ansatz, wie man das begründen könnte. Falls du so eine Begründung kennst, dann bring die doch mal hier: http://www.photovoltaikforum.c…er-sinus-t108334-s30.html Sonst geht das zu sehr Off-Topic.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat von relativ

    Batterie würd ich keinen Fall (Ca/Ca)nehmen.
    Die bewährte Trojan Panzerplatte mit 1800 zyklen ist gegeüber 500 kaufmännisch gesehen im Vorteil
    http://www.online-batterien.de…225Ah-deep-cycle-Batterie
    Auf jeden Fall reinen Sinus WR verwenden.
    Elektomotoren brauchen bei reinen sinus bis zu 5fachen Anlaufstrom .Bei mod. Sinus bis 10fachen.



    Ich hab mir jetzt mal das Wiki durchgelesen und es war wirklich interessant. Was ich jetzt aber nicht ganz verstanden habe warum keine CA/CA Batterie. Ist eine Panzerplatte nicht auch eine Nassbatterie? Das regelmäßige Nachfüllen mit Destilierten Wasser ist kein Problem.


    Danke nochmals!


    Edit: Wenn ich statt einer 6 Volt von Trojan direkt eine 12V nehmen würde, bietet sich nach dem Datenblatt ja die J-150 mit 150 Ah und 1.200 Zyklen bei 50% DOD (und 3.000 bei 20% DOD) an. Oder hat die jetzt wieder andere Nachteile außer der geringeren AH Kapazität zu dem vorgeschlagenen Doppel 6V Pack?
    https://www.online-batterien.d…150Ah-deep-cycle-Batterie
    http://www.trojanbattery.com/p…signature-line-flooded-2/