15KWP auf Privathaus überhaupt sinnvoll ?

  • Guten Tag wehrte Community.


    Ich plane gerade unsere neues Eigenheim welches ein 130m2 Pultdach Richtung Süd West mit 20Grad Neigung haben wird. Bestücken würde ich es gerne mit in Summe 15kwp First Solar Modulen ( an welche ich für gut 50cent/Watt komme )


    Noch als kleine Erklärung, es gibt für uns nur zwei Varianten : Ganzes Dach voll mit PV ohne Null PV.
    Der Grund ist schlichte Estetik... Nur das Halbe da mit PV gefällt uns nicht so recht.


    Bewohnt wird das Haus erstmal nur von 2 Personen und die Heizung wird eine Luftwärmepumpe.


    Zugegebener Maßen bin ich beim Thema Photovoltaik eher ungebildet daher wollte ich mir hier erstmal eine Meinung holen bevor ich mich vom "Fachmann" "beraten" lassen ;)


    Was ich mir bis jetzt anlesen konnte ist, dass Anlagen bis 10KWP wohl rentabler sind als größere.


    Was ist aber nicht so recht verstehe ist warum ?


    Leider habe ich bei meiner Recherche bis jetzt noch nichts für mich komplett verständliches gefunden.


    Hier wäre ich über einen guten Link sehr dankbar.



    Und unterm Strich bleibt dann noch die Eingangsfrage : Machen 15KWP auf einem Privatdach überhaupt Sinn.



    In jedem Fall schonmal vielen Dank und einen schönen Tag
    Frank

  • Ich würde dazu eine Indach-Lösung anstreben. Doch das kennt man in D (Intersolar) offenbar noch nicht. Aber aus deiner Anfrage geht ja auch kein Wohnort (Land) hervor...
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

    Einmal editiert, zuletzt von einstein0 ()

  • Hallo.


    Ganz sicher First Solar?
    Haben die sich nicht vor Jahren schon aus dem deutschen Markt verabschiedet?


    MFG

    32 x Alagtec 175 mono von 2008
    32 x Suntechpower STP 180 und
    45 x Kaneka HB 100 von 2009
    38 x Algatec 255 mono von 2012

  • wer heutzutage auf einen EFH Neubau so etwas plant, und das dann auch noch mit

    Zitat von Aero

    Der Grund ist schlichte Estetik...


    begründet, dem müssen sie (meiner unmaßgeblichen Meinung nach) direkt das Hirn herausoperiert haben.


    Bei

    Zitat von Aero

    First Solar Modulen ( an welche ich für gut 50cent/Watt komme )

    hört offenbar das Denken auf.


    Zitat von einstein0

    Ich würde dazu eine Indach-Lösung anstreben. Doch das kennt man in D (Intersolar) offenbar noch nicht...
    einstein0


    na klar, so was musste ja kommen. Machts aber auch nicht besser.

  • Ich würde da keine FirstSolar Dünnschicht Module drauf legen ... halte die 50Cent pro Wp auch nicht unbedingt für günstig mit Blick auf das Gebotene.


    Wenn das Geld rum liegt und die WP im Haus ist, wäre es äußerst unklug keine PV zu bauen.
    Du solltest etwas von schwarz/weiß Dach voll/null PV abrücken. :wink:


    Ein DN20 Pultdach (zweigeschossig?) kann man von unten praktisch nicht mehr einsehen und es gibt auch "schöne" schwarze kristalline Module ... wobei man die Anlage wie gesagt von unten nur aus der Ferne wird sehen können und da wäre mir die Optik als Eigentümer völlig schnuppe..


    Über 10KWp droht Sonnensteuer in Form von EEG Umlage auf den Eigenverbrauch.
    Du solltest Dir also sehr genau überlegen, ob Du über 10KWp baust und wenn drüber, dann am besten mit kristallinen Modulen und gleich bis an die 20KWp ran, die bei 130m² auf das Dach passen könnten. Gibt es eine Attika oder andere Dachaufbauten?


    Wenn die Ausrichtung stimmt und das Dach schattenfrei ist kann man auch in einem Rutsch die 20KWp bauen. Je nach Stromverbrauch wird Dich die große Anlage von Anfang März bis Ende Oktober annähernd stromautark machen und auch im Kernwinter wird ein (Groß)Teil des Stroms für die WP von der PV kommen können, sofern kein Schnee auf den Modulen liegt. Welche PLZ soll das gebaut werden?


    PS.: Und ganz sicher würde ich keine Indach-Lösung bauen.
    Dann eher simples Trapezblech drauf und das ganze Dach mit PV voll machen.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Wow danke für die bis hilfreichen ( bis auf eine ;) Antworten.


    Zu den offenen Punkten :


    Standort : Bensheim an der Bergstraße
    Geschosszahl : leider nur ein Vollgeschoss ( bedeutet EG und ausgebautes DG mit 1,80 Kniestock)
    falls es PV wird keine Dachflächenfenster oder ähnliches.

    Indach : Lieber nicht da in diesem Fall meiste Folie die Wasserführende Schicht ist.
    Daher eher Stehfalzdach mit PV drüber.


    First Solar : Da ein guter Freund dort arbeitet und ich stand heute einen meiner Meinung nach fairen Preis bekäme.



    Zur EEG Umlage bei Eigenverbrauch : Diese liegt glaube ich bei gut 2cent pro kwh oder ?


    Wie sieht es mit der Einspeisevergütung aus ? Bekomme ich hier dann komplett den schlechteren Satz
    oder nur für den Teil über 10KWP ?



    So das wars erstmal.

  • Von First Solar würde ich abraten, könnte irgendwann zum Entsorgungsproblem werden. Wenn man als Dachhaut hochwertiges gedämmter Trapezblech verwendet und vollflächig mit geschwärzten kristallinen Modulen belegt, bekommt man
    locker 20KW Peak zu einem Preis von ca. 1000 bis 1050€ pro KW Peak und die Optik stimmt auch. Bei den derzeitigen Zinsen sind da mit etwas Eigenverbrauch locker 8% Rendite darstellbar. Also rann an den Speck, bevor er ranzig wird :D

  • Zitat von Aero

    First Solar : Da ein guter Freund dort arbeitet und ich stand heute einen meiner Meinung nach fairen Preis bekäme.


    Mal meine Kontra Punkte als Laie zu FirstSolar:
    Die Module mögen etwas günstiger sein, als bei einer kristallinen Lösung, aber dafür dürfte der WR etwas teurer sein und es ist nach meinem Stand eine Erdung der Module erforderlich (Aufpreis).
    Was Dauerhaltbarkeit, Degradation usw. angeht habe ich als Laie bez. Dünnschicht auch eher Negatives aufgeschnappt.
    FirstSolar Module enthalten Cadmium!


    Wie die EEG Umlage eingetrieben wird, in welcher Höhe oder ob dies immer noch "ausgesetzt" ist, weiß ich nicht.


    Bis 10KWp die Vergütung für bis 10KWp und für den Anteil drüber eben die Vergütungsstufe für über 10KWp.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

    Einmal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • Cadmium
    Glasbruch
    Degradation
    höhere Montagekosten
    ...


    nimmt man alles gern in Kauf wenns "nur" 50 cent kostet


    oh, leider wieder keine "hilfreiche" Antwort. :roll:


    gedämmtes Trapezblech ist übrigens für ein Wohnhausdach auch nicht sinnvoll..

  • Machs wie ich - mach voll das Dach. ;-)


    Mit der Wärmepumpe hast Du schonmal gute Ausgangsbedingungen. In der Übergangszeit und tlws. auch im Winter kannst Du zukünftig mit PV-Strom heizen. Und wenn Du das zu Ende denkst - die Möglichkeiten kommen vielen erst nach dem Bau der PV - schaff Dir perspektivisch ein E-Auto an und spar teures Benzin. Dann rechnet sich das noch viel netter.


    Wir haben unser Dach 2013 aus Idealismus randvoll gemacht. Jede sinnvolle Stelle wurde belegt, obwohl das sehr kompliziert war und wir ggfs. die Nachteile einer großen Anlage (EEG-Umlage etc.) noch zu spüren bekommen. Ich bereue trotzdem nichts. Seitdem wurde hier bei uns alles ruckzuck elektrisch - heizen, kühlen, Autofahren, usw. Mit einem entsprechenden Akku sind wir inzwischen weitgehend autark. Ach ja, es macht nebenbei einen riesen Spaß!


    PV-Strom kann man nie genug haben. Und wenn Du etwas über hast: Jede kWh von Deinem Dach ist eine weniger aus einem AKW... ;-)


    Grüße Dirk