Niederlande testen Elektroautos als Solarstromspeicher

  • Moin zusammen!


    Hier eine interessante Nachricht von den Nachbarn:


    Niederlande testen Elektroautos als Solarstromspeicher
    http://www.verivox.de/nachrich…stromspeicher-104936.aspx


    Grüße
    Noppi

    28 kWp gesamt nach EEG 2012
    Ausrichtung Ost / Süd / West: 9,00 / 9,25 / 9,75 kWp
    Glas/Glas-Module Solarwatt 60 P 250
    Wechselrichter 1x SMA Tripower 12000 + 1x SMA Tripower 15000
    Datenlogger Powerdog LPR mit 5x geeichten Zwischenzählern an D0-Optokopplern

  • Klasse,
    meiner Meinung nach der genau richtige Ansatz


    symBadischer Gruß
    photovolter

    15,30 kWp, 12,95 kWp, 9,99 kWp, 9,12 kWp, 38,22 kWp, 3,105 kWp, 62,79 kWp, 8,55 kWp, 9.92kWp

  • Mich würde daran mal interessieren mit welchen E-Autos und mit welcher Technik die das machen.

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Ich habe zu dem Pilotversuch in Utrecht noch eine PDF (auf englisch) gefunden, die einige offene Fragen beantworten dürfte:


    http://www.lomboxnet.nl/upload…solar_charging_en_def.pdf



    Grüße
    Noppi

    28 kWp gesamt nach EEG 2012
    Ausrichtung Ost / Süd / West: 9,00 / 9,25 / 9,75 kWp
    Glas/Glas-Module Solarwatt 60 P 250
    Wechselrichter 1x SMA Tripower 12000 + 1x SMA Tripower 15000
    Datenlogger Powerdog LPR mit 5x geeichten Zwischenzählern an D0-Optokopplern

  • Zitat von Photovolter

    Klasse,
    meiner Meinung nach der genau richtige Ansatz


    symBadischer Gruß
    photovolter


    Ich halte davon gar nix. Erstens werden die Besitzer der E-Autos ihren Akku auch für spontane Fahrtentscheidungen möglichst voll halten wollen. Zweitens werden sie die begrenzte Zahl von Ladezyklen ihres teuren Akkus nicht für billige Vergütung für billigen Netzstrom reduzieren wollen, Drittens wird das zu teuer, und zwar sowohl für den Besitzer des E-Autos als auch für die Gesellschaft bzw die Netzkunden. Ich würde, falls ich ein E-Auto hätte, dessen Speicher noch nicht mal für meine eigene Insel-PV-Anlage zur Verfügung stellen wollen. Selbst auf dem Boot habe ich getrennte Batteriebänke für Verbraucher und für den Anlasser des Motors, und NIEMALS würde ich die Starterbatterie für den normalen Stromverbrauch entladen.


    Warum man sich so sehr auf diese Idee kapriziert, ist für mich völlig unverständlich. Unendlich viel sinnvoller ist es da doch, endlich die Haushalte selbst mit Stromspeichersystemen auszurüsten. Die haben vielfachen Nutzen davon, weil sie damit erstens selbst erzeugten Strom speichern können, zweitens, weil damit dann auch diejenigen im Netz gehalten werden, die sich sonst aus Kostengründen autark machen würden, drittens, weil die Netzkosten nicht wegen der zunehmenden Zahl von Autarken explodieren, und viertens, weil sie damit eine USV haben. Au0erdem sind die Betreiber von EE-Erzeugungsanlagen Nutznießer, weil die nun gesicherte, ständig im Netz stehende Speicher haben und somit bei viel EE-Strom und wenig Netzlast nicht mehr abregeln müssen.


    Wir müssen, sobald wir deutlich über 50% EE-Strom im Netz haben, uns Gedanken über die Speicherung machen. IMO ist die dezentrale Speicherung möglichst nahe am Ort des Stromverbrauchs am sinnvollsten, Das ist schon deshalb so, weil der Verbraucher das allerhöchste Interesse an gesicherter Versorgung hat. Alle anderen wollen nur verdienen, und da kommt man schnell auch mal zu einer Kostenrechnung, die dazu führt, dass der Kunde halt mal ein paar Minuten ohne Strom dasteht, Die Stromspeicher gehören deshalb in die Hände der Stromverbraucher. Das passt auch bestens zu einer dezentralen Stromerzeugung.

  • :danke: Noppi für diese interessante Info!
    Dass das kommt weiss man schon lange, die Japaner machen es ja vor. :wink:
    Die Schweiz geht noch einen Schritt weiter mit der Elektrifizierung des Schwerverkehrs.
    Bloss über den Zeitpunkt von V2G war man sich in Europa nicht einig und über die Schnittstelle ist man sich wohl
    immer noch nicht. Ich tippe da mal auf Chademo und werde den Link meinem Stromversorger zukommen lassen. :wink:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von cha cha

    Ich halte davon gar nix. Erstens werden die Besitzer der E-Autos ihren Akku auch für spontane Fahrtentscheidungen möglichst voll halten wollen. Zweitens werden sie die begrenzte Zahl von Ladezyklen ihres teuren Akkus nicht für billige Vergütung für billigen Netzstrom reduzieren wollen, Drittens wird das zu teuer, und zwar sowohl für den Besitzer des E-Autos als auch für die Gesellschaft bzw die Netzkunden. Ich würde, falls ich ein E-Auto hätte, dessen Speicher noch nicht mal für meine eigene Insel-PV-Anlage zur Verfügung stellen wollen. Selbst auf dem Boot habe ich getrennte Batteriebänke für Verbraucher und für den Anlasser des Motors, und NIEMALS würde ich die Starterbatterie für den normalen Stromverbrauch entladen.


    Warum man sich so sehr auf diese Idee kapriziert, ist für mich völlig unverständlich. Unendlich viel sinnvoller ist es da doch, endlich die Haushalte selbst mit Stromspeichersystemen auszurüsten. Die haben vielfachen Nutzen davon, weil sie damit erstens selbst erzeugten Strom speichern können, zweitens, weil damit dann auch diejenigen im Netz gehalten werden, die sich sonst aus Kostengründen autark machen würden, drittens, weil die Netzkosten nicht wegen der zunehmenden Zahl von Autarken explodieren, und viertens, weil sie damit eine USV haben. Au0erdem sind die Betreiber von EE-Erzeugungsanlagen Nutznießer, weil die nun gesicherte, ständig im Netz stehende Speicher haben und somit bei viel EE-Strom und wenig Netzlast nicht mehr abregeln müssen.


    Wir müssen, sobald wir deutlich über 50% EE-Strom im Netz haben, uns Gedanken über die Speicherung machen. IMO ist die dezentrale Speicherung möglichst nahe am Ort des Stromverbrauchs am sinnvollsten, Das ist schon deshalb so, weil der Verbraucher das allerhöchste Interesse an gesicherter Versorgung hat. Alle anderen wollen nur verdienen, und da kommt man schnell auch mal zu einer Kostenrechnung, die dazu führt, dass der Kunde halt mal ein paar Minuten ohne Strom dasteht, Die Stromspeicher gehören deshalb in die Hände der Stromverbraucher. Das passt auch bestens zu einer dezentralen Stromerzeugung.


    Vorab, autarke Einzelhaushalte halte ich für einen kompletten Irrweg. Wir bauen doch gerade überall Netze, weil sie Vorteile haben. Das Internet ist zum neuen Wissensnetz der Menschheit geworden. In der Wirtschaft reden wir von Globalisierung,
    Jeder Politiker versucht sich gut zu vernetzten und selbst die Ganoven "arbeiten" mit Netzen um nur einige Beispiele zu nennen.
    Richtig ist jedoch, dass wir unsere derzeitigen Netzstrukturen überdenken müssen. Die klassische Trennung von Erzeuger und Verbraucher ist nicht mehr zeitgemäß. Im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen sind Sonne und Wind überall vorhanden.
    Damit steht einer Energieerzeugung in Verbrauchernähe, oder gar durch den Verbraucher selbst, nichts mehr im Wege.
    Das Netz wird also mehr und mehr ausgleichende Funktionen übernehmen.

  • @wesozell: Absolut deiner Meinung!
    Dieses Projekt wird von Mitsubishi unterstützt und soll in der Schweiz ebenfalls eingeführt werden.
    Schnittstelle ist Chademo.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von wesozell


    Vorab, autarke Einzelhaushalte halte ich für einen kompletten Irrweg. Wir bauen doch gerade überall Netze, weil sie Vorteile haben. Das Internet ist zum neuen Wissensnetz der Menschheit geworden. In der Wirtschaft reden wir von Globalisierung,
    Jeder Politiker versucht sich gut zu vernetzten und selbst die Ganoven "arbeiten" mit Netzen um nur einige Beispiele zu nennen.
    Richtig ist jedoch, dass wir unsere derzeitigen Netzstrukturen überdenken müssen. Die klassische Trennung von Erzeuger und Verbraucher ist nicht mehr zeitgemäß. Im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen sind Sonne und Wind überall vorhanden.
    Damit steht einer Energieerzeugung in Verbrauchernähe, oder gar durch den Verbraucher selbst, nichts mehr im Wege.
    Das Netz wird also mehr und mehr ausgleichende Funktionen übernehmen.


    Nur zur Präzisierung: von autarken Einzelhaushalten hab' ich hier nichts geschrieben. Aber die werden kommen, wenn das - und das ist schon für die nahe Zukunft absehbar -. für die Haushalte finanzielle Vorteile bringt. Dass das dennoch ein Irrweg ist, ist ja sonnenklar: die Netzkosten verteilen sich dann auf immer weniger Verbraucher, für die der Netzstrom dann unbezahlbar wird. Es wird also ziemlich unvermeidlich zu einem Netzanschlusszwang kommen. Das ist politisch aber nur dann durchsetzbar, wenn die Netze vergesellschaftet sind. Und das sollen sie auch sein.


    Ansonsten bin ich völlig d´accord mit Dir. Wir werden in gewisser Weise zukünftig "mehr" Netz haben.

  • Hallo,
    mal anders an die Problematik herangegangen:
    - Wenn ich ein E-Mobil hätte, noch berufstätig wäre.... würde ich das Mobilee nutzen, um morgens zur Arbeit zu fahren und gegen nachmittag/abend wieder nach Hause fahren......wann, frage ich mich, kann das Mobilee solar aufgeladen werden? Eigentlich nie!
    - Soll ich den Auto-Akku nun auch noch für meinen Eigenbedarf anzapfen? Mit allen Umwandlungsverlusten komme ich dann auf vielleicht 60% Wirkungsgrad....eher weniger!
    So kann es doch nichts werden, oder...? Wer klärt mich auf?


    Ich würde mir dann lieber eine Batterie ohne Auto drumherum kaufen....


    Stromdachs