Wechselrichterauslegung für Norddach

  • Hallo zusammen,


    für ein Norddach, also -180 Grad bei 30 Grad DN möchte ich ein weiteres Modulfeld der Insel anfügen.
    Meine Frage: Wie weit bleiben die Module voraussichtlich hinter Ihren Nennwerten in dieser Ausrichtung zurück, wenn die bestmöglichen Bedingungen in der Region Darmstadt erfüllt sind. Eigentlicher Kern ist natürlich, wie weit kann ich die Nennleistung des Modulfeldes über die Nennleistung des Wechselrichters überziehen.


    Ein Forumsmitglied hat laut Thread im Forum eine 33%ige "Überlastung" gebaut und damit offenbar keine Probleme gehabt.
    Andersrum: Nenneleistung WR war nur 75% der Nennleistung des Modulfeldes.


    Ich könnte mir sogar eine noch stärkere Überlastung vorstellen, da ich bei sehr guten Bedingungen einen temporären Ausfall des WR (Abschaltung wegen Overload) tolerieren könnte, da dann die anderen Felder genug leisten werden.


    Ggf. sollte ich dagen, dass WR hier eigentlich für Laderegler steht, da ich DC-gekoppelt agiere.
    Hier ist in der Regel bei 3 KW Schluss, und ich liebäugel mit 5 KW PV.


    Danke für Hinweise.


    Gruß
    Sascha

    2005: 8,91 kWp BP Module an Fronius Symo 8.2 (Eigenanlage)

    2015: 500W an AeConversion 500-90 (Friends and Family)

    2018: 9,3 kWp Ost-West an Fronius Symo (Friends and Family)
    2019: 9,15 kWp Nord-Süd an Fronius Symo mit Victron ESS an 24kWh-BleiGel (Eigenanlage)

    2019: 50 kWp, mehrere Anlagen

    2020: 10 kWp Erweiterung Nord-Süd

    ELEKTROAUTO :love:

  • Zitat von doppeldecker1678

    Ein Forumsmitglied hat laut Thread im Forum eine 33%ige "Überlastung" gebaut und damit offenbar keine Probleme gehabt. Andersrum: Nenneleistung WR war nur 75% der Nennleistung des Modulfeldes.


    Mal losgelöst davon, ob PV auf -180 und DN30 Sinn macht ... obiges wäre ja nicht mal 70-hart oder verstehe ich Deine Angaben falsch?
    Suche mal nach user -Marc- hier im Forum, der hat ein relativ nördliches Dach mit 20 oder 30 Grad Abweichung von Norden und um DN 30 Grad. Wenn ich mich recht entsinne hat der ca. 70% der Generatorleistung als WR im Einsatz.
    Ohne es berechnen zu können würde ich bei -180 Grad und DN30 auf fast 50% Unterdimensionierung tippen.


    Deinen Overload-Effekt kenne ich als Laie von Netzgekoppelten WR nicht.


    PS.: Ein interessantes Thema von und mit "-Marc-":
    http://www.photovoltaikforum.c…ahrungen-t102548-s50.html

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

    3 Mal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • Also ich habe seit kurzem auf meiner Nord-Seite (allerdings etwas in Richtung Westen gedreht) einen Sensor installiert. Bisher sieht es so aus, als würde bis zu 75% der Südleistung auf der Nordseite auftreten. Im Schnitt sind es in etwa 2/3.
    Insofern würde ich glaube ich so planen, das der WR in etwa 2/3 der Leistung umwandeln kann.
    Sprich bei 3 kWp Modulen einen 2 kW WR verwenden, oder bei Deinen geplanten 5 kWp würde ich auf 3-3,3 kW WR-Leistung gehen...


    Stefan

  • naja, deine 5kwp auf dem norddach werden dann 500 watt bringen :juggle:
    dafuer nun einen wr kaufen?
    wirtschaftlich ist das nicht.


    es gibt hier aber schon einige norddaecher im forum,
    die reden sich die ertaege schoen... :wink:

    sonnige gruesse aus THAILAND,
    towa


    1. Off-Grid SMA SMC6000TL + SMA Island 6.0 - Lifepo4 48V, 320Ah - 6.5 kWp (NOTC)
    2. Off-Grid PIP2424MSX - 2.0 kWp (NOTC) - Lifepo4 25V, 400Ah

  • PVGIS ist dein Freund:
    In Darmstadt ist die max. Einstrahlung bei 30 Grad Neigung und Nordausrichtung ca. 580 W pro Quadratmeter.
    Daraus, und da bei optimaler Suedausrichtung und Neigung etwa 1000 W ankommen, folgere ich dass 60% der STC-Leistung der Module an Ladereglerkapazitaet locker reichen sollten.


    Wenn es dir aber, wie du andeutetest, hauptsaechlich um vermehrte Ertraege zu Nicht-Primetimezeiten geht kannst du locker weiter runtergehen
    Die max. diffuse Einstrahlung pro Quadreatmeter liegt im Sommer bei 210 W, im Winter unter 100 W. Da Im Winter niemals direkte Sonnenstrahlung auf die Module treffen wird hast du also viel Spiel.


    Fazit: um alles zu ernten reichen 60%, willst du nur die Schlechtwetterreserve nutzen reichen sogar 25%.
    Immer vorausgesetzt der LR kommt damit klar...

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis

  • alle: Besten Dank.


    Dann wird es so ausgehen, dass ich einen MPP Solar (Taiwan) mit 3 kW dranhänge, und nehme was ich kriege. Allzu oft wird der nicht, wenn überhaupt, in den Overload gehen. Tatsächlich geht es um Stützung wenn es diffus ist.


    Zur Sinnfrage: Der Kaufmann spart im Einkauf. 5 kWp inkl. allem bis zur Batterie für 2.500 Euro lassen ja Spielraum und werden vom Haushaltsvorstand noch unter "Hobby" verbucht. In 10 Jahren sollte es amortisiert sein, das ist ok.


    Nochmal: Dank an alle!


    Gru
    Sascha

    2005: 8,91 kWp BP Module an Fronius Symo 8.2 (Eigenanlage)

    2015: 500W an AeConversion 500-90 (Friends and Family)

    2018: 9,3 kWp Ost-West an Fronius Symo (Friends and Family)
    2019: 9,15 kWp Nord-Süd an Fronius Symo mit Victron ESS an 24kWh-BleiGel (Eigenanlage)

    2019: 50 kWp, mehrere Anlagen

    2020: 10 kWp Erweiterung Nord-Süd

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  • "Dank" Chemtrails haben wir hierzulande eine deutlich höhere - indirekte Einstrahlung. Das kommt allen Nord- und Schattendächern zu gute. Das ganze Halbjahr haben wir fast keinen Tag gehabt, bei dem von morgends bis abends kristallklar blauer Himmel durchgehend bis in den Abend hinein zu sehen war. Praktisch nicht im Winter, und im Sommer... na...auch sehr selten.


    Also, Norddach wird immer besser! Himmel mit grauschleier = kein direkter Schatten auf dem Dach.

  • Der April bot hier 'ne Menge solch tiefblauer Tage - da waren wohl die Chems ausgegangen... :mrgreen:


    Kerosintrails gibts hier ohne Ende, da wir in der Einflugschneise des Muenchner Flughafens liegen

    lg kassi


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  • Wir hatten e x t r e m- viel indirektes Licht durch "Schleierwolken" oder sagen wir "Flugzeugstreifen" ... dabei steht die Sonne schon fast am höchsten Bereich des Jahres. Tage mit hartem Schattenwurf....sind m.E. seltener geworden.


    Die diffuse Einstrahlungsmenge hat aber insgesamt für gute Monatswerte vom April/Mai gesorgt.