PV Anlage mit Heizungsanbindung

  • Hallo,


    wir haben sehr viele Gedanken zur Zeit im Kopf. Nach mehreren PV Angeboten und vielen Denkanstößen sind wir mehr als unsicher. Ich schildere mal unseren IST Zustand und unsere Vorstellungen


    Altes Fachwerkhaus (gut 160m² wenn renoviert) wird von uns modernisiert und hat eine SW Ausrichtung.
    Heizungsanlage ist GAS, muss aber versetzt werden( ab in den Keller) und Schornstein auch erneuert.
    Die Heizungsanlage, also die Verrohrung muss komplett erneuert werden.
    Wir tendierten bereits zu Pellet im Keller. (mit Lagerraumschnecke)
    Jetzt haben wir uns auch anfänglich mit Infrarot Heizanlagen beschäftigt.
    Wir möchten uns zu einem großen Teil autarkieren :-)


    Wir haben PV Angebote über runde 4,xxKWP, 9,9xKWP und auch 15,6KWP


    Grundsätzlich finden wir den Gedanken mit "möglichst" viel PV sinnvoll.
    Allerdings wird es ja ab 10kwp wohl kompliziert in Richtung EEG


    Gerne würden wir unser WW auch darüber (teil)erhitzen. Komplett ist es ja nicht möglich, soweit wir wissen.
    In der Gasheizung ist nur ein relativ kleiner Wasserbehälter. Da würden wir jetzt neu planen.


    Das Thema Infrarotheizungen ist unser letztes verwirrendes Thema. Würdet Ihr es für ein frisch gedämmten Altbau empfehlen? Wir könnten uns die komplette Verrohrung und Erstellung bzw. Änderung eines Schornsteins sparen.


    Problem ist nur, wie erhitzen wir dann unser Wasser im Badezimmer? In der Küche reicht auch ein kleiner Durchlauferhitzer.
    Aber im Badezimmer? Ein Durchlauferhitzer für eine Badewanne klingt ja nicht gerade wirtschaftlich, oder?


    Die PV Anlage würde in den nächsten 2 Monaten angehen. Der Rest dann im Laufe des nächsten Jahres. Wie würdet Ihr die Thematik sehen? Ist recht umfangreich, aber ich bin hier für verschiedene Meinungen.


    Also vielen Dank im Vorraus.

  • Hallo Miro,
    erstmal Willkommen hier im Forum - leider fehlen noch viele Info (z. B. Standort - vermutlich DE, Ertragserwartungen, etc.) - und ich glaub mit Heizungstechnik bist du eventuell woanders besser aufgehoben.
    Wenn die Varianten der Heizleistungserbringung (z. B. bei aktueller Dämmung auch mit Luft/Wasser WP und Frischwassermodul im Pufferspeicher und ggfs. auch kleinen Durchlauferhitzer in der Küche wenn der Strangweg sehr lange ist) geklärt ist dann kann eine PV sicher auch noch helfen auf die gesamte Laufzeit Kosten zu sparen (sofern sie gut geplant ist und der EK Preis mit den Empfehlungen der Spezialisten dann noch gut verhandelt ist) - würde ggfs. mal einfach mich einen Tag in die Angebotserstellungen durchlesen und dann sind fast alle Punkte klar die notwendig sind um hier klare Auskünfte zu erhalten.
    lg Alexander

    5kWp Anlage in Tirol, SMA Tripower 5000TL20, 20 x REC Module auf Ifix - Flachdach mit Kies


  • Hallo DJ Miro


    welchen Wärmeenergiebedarf pro m² Wohnfläche hat das Haus nach der Isolierung.
    Wenn das nicht zu hoch ist würde ich PV mit LWP favorisieren.
    Schau mal hier rein, die haben sowohl Pellets als auch PV mit LWP incl. Pufferspeicher und können mit ihrer Steuerung auch
    Infrarotpaneele ansteuern incl. Raumtemperaturmessung:
    http://rennergy.de/


    Pellets hat den Nachteil das die Anschaffungskosten sehr teuer sind und die Pellets auch nicht günstiger werden.
    Die Adaptierung des Lagerraumes ist auch nicht ohne und Wartungskosten sind auch einzukalkulieren.
    Der Stromverbrauch einer Pelletsanlage wird auch gern vergessen (Ansaugung, Gebläsemotor etc..)
    Kamin benötigst du auch keinen.


    LG Berni

  • Hallo,


    danke für die schnellen Anworten. Der Standort ist 38667 Bad Harzburg.
    Von Pellets sind wir irgendwie schon wieder komplett weg. (Anschaffungskosten und spätere Kosten)
    Einen richtigen Kamin planen wir fürs Wohnzimmer natürlich auch. Bringt da einer mit Wassertasche irgendwas in dieser Konstellation?


    Wie kann ich vor Renovierung den Wärmebedarf ermitteln? Ist ein Haus um 1900 und noch nicht gedämmt. Wir werden es renovieren und dämmen.


    Ist ein LWP nicht sehr teuer?

  • Hallo Miro,
    wie gesagt du bist vielleicht am Anfang im Technikforum Heizung besser aufgehoben - mit diesen Werten kann dann die Auslegung der VP sicher optimal geplant werden (auch in anbetracht des vorhandenen Budgets).
    LWP = Luftwärmepumpe (WP gibt als als Trägermedium Wasser - Tiefenbohrung oder Flächenkollektor oder als mit Trägermedium Luft - die COP/JAZ ist hier schlechter als die Wasservariante jedoch günstiger im Einkauf - dann noch Splitgeräte, etc. modulierend oder nicht usw.).
    Wassertasche jein - das ist aber wieder abhängig welche Vorlauftemp. du fuer dein Haus brauchst und wie stabil die Stromversorgung ist - Kamin ist bei uns in AT fast immer noch dabei und habe mich pers. ohne Wassertasche entschieden da z. B. ein Kachelofen auch funktioniert wenn sonst nix mehr geht (z.B Stromausfall durch zu viel Schnell auf den Leitungstrassen was bei euch sicher weniger oft vorkommt) bei Wassertasche brauchst du fast immer die Wasserumwälzung und daher auf jeden Fall Strom.
    lg Alexander

    5kWp Anlage in Tirol, SMA Tripower 5000TL20, 20 x REC Module auf Ifix - Flachdach mit Kies

  • Ja das mit der Wassertasche ist aus den Anfangsüberlegungen mit wassergeführter Fußbodenheizung. Ist jetzt mitlerweile eigentlich auch durch.


    Ich werde mich dann nochmal in Heizungsforum verdrücken. Schnee ist bei uns nicht so lang und stark ein Thema wie bei euch :-) Kamin soll aber definitiv oft und ausführlich genutzt werden. (für die Raumwärme natürlich).


    Welche PV Anlage soll ich denn nehmen? Tendiere im Moment zur 10kwp Anlage. Alles da drüber macht ja wieder richtig Aufwand mit EEG Umlage etc. Ich habe dann wenn ich 6kwp für meinen eigenverbrauch rechne (so sind die normalen Angebote für Eigenverbrauch) noch 4kwp zur Verfügung für einen Heizstab oder sowas.

  • Also das mit der Pelletsheizung wuerde ich nicht mal so abhacken.
    Wer behaupte das pellets teurer werden irrt sich extrem und hat selber wenig erfahrung damit.


    wir haben eine pelletsheizung und alle installateure denen ich das erzaehle bestaetigen mir, dass diese Wahl die richtige war. auch wenn teurer in der Anschaffung.
    Ich will keine öl krise mehr mit machen. und Gas ist ja auch am öl gekoppelt...mahlzeit !!!


    Strom, Wartungskosten hast du bei anderen Heizungen auch. Und das bischen Asche aus dem Behälter ausschütten ist auch nicht der riesen Akt.


    Hast du eigentlich ne Fussbodenheizung ?

    28 x Heckert Nemo P60 260watt ( 7,28 kwh )
    Schletter Flachdach Ost West System
    Fronius 6.03M

  • Nein, wir haben noch nichts im Haus. Alles was jetzt "noch" drin ist, kommt raus. Heizkörper sind nen paar vorhanden, aber wenn keine Verrohrung stattfindet, bringen die ja auch nichts. Ich muss halt anschaffen :


    Heizung inkl Pufferspeicher, Verrohrung, Schornstein und sehr einige Heizkörper (finden wir optisch auch nicht der knaller)
    Fußbodenheizung muss auch nicht sein. Haben halt alles langsam mal durch.


    Gibts hier auch ein Heizungsforum (Technik) ?


  • Hallo DJMiro


    bevor du hier ins detail gehst würde ich die empfehlen einen Energieberater, der auch den Wärmenergiebedarf nach der renovierung ermitteltn kann.
    Je nachdem was da rauskommt, bei einem Altbau kann sich das je nach Bauausführung z. 40 und 120 kwh/m²/Jahr sein.
    Anhand dieser Zahl sollte man das Heizungssystem auswählen.
    LWP sind am besten für Fußbodenheizungen geeignet, da die Vorlauftemperatur eher gering ist und dadurch die LWp ein sehr guten WG hat. Zusammen mit einem Pufferspeicher kann man den Pv Überschuss tagsüber in Wärme verwandeln anstatt einzuspeisen. Deine geplante 10kwp PV bringt an einem schönen Herbsttag 40 kwh Überschussstrom, womit man mittels LWP ca. 3500 l Wasser von 15 auf 50 Grad erwärmen kann.


    LG Berni