Einspeisemangment < 30 kWp vor 01.04.2012

  • Hallo Forum,


    leider konnte ich im Internet bis jetzt keine eindeutige Meinung hierzu finden.
    Meine Anlage mit 27 kWp ist im Februar in Betrieb genommen worden. Ich beziehe somit eine Vergütung von 0,2443 €/kWh netto.
    An meiner Anlage ist ein SolarLog installiert, dieses hat aber keine Verbindung zum EVU.


    Meine Frage ist: Bin ich verpflichtet am Einspeisemangment teilzunehmen?
    Vielen Dank für eure Hilfe!

  • Moin labtec1985,


    willkommen im PV-Forum :D


    Hm - besser spät als nie, die Fragestellung.
    Deine Anlage muß entweder EinsMan haben(RSE/FRE) oder eben 70 hart/weich geregelt sein. Letzteres bedeutet, dass am Netzverknüpfungspunkt nie mehr als 70% der Generatorleistung ankommen dürfen. Was hast denn für einen WR installiert?


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Hallo,


    folgende WR sind installiert:
    - Danfoss TLX+ 12,5 kW MC4
    - Danfoss TLX+ 15,0 kW MC4


    Ich habe soeben nocheinmal das Datenblatt herrausgesucht was mein Elektriker dem EVU zugesandt hat.
    Hier steht unter dem Punkt Leistungsreduzierung : max. Wirkleistung 70%.
    In meinem Solar-Log ist die Wirkleistungsreduzierung allerding "deaktivert".


    Muss ich einfach die Wirkleistung ab jetzt reduzieren?
    Gibt es für mich Konsequenzen weil ich dieses nicht im Vorwege vorgenommen habe?


    Danke für die schnelle Hilfe!

  • Quelle: http://www.fatherboard-energie…ltaik/10-fbc/photovoltaik


    Seit dem 01.04.2012 ist für alle Photovoltaikanlagen vorgeschrieben, dass sie rein theoretisch fernsteuerbar sein müssen. Laut Gesetzgeber muss deshalb ein Rundsteuerempfänger in die Unterverteilung eingebaut werden. Diese Kosten sind in unseren Angeboten nicht enthalten, da sie von Netzbetreiber zu Netzbetreiber verschieden sind. Die Kosten betragen zwischen 15 € bis 500 €. Laut Gesetzgeber kann man ersatzweise auf den Rundsteuerempfänger verzichten, wenn man dafür seinen Wechselrichter auf 70 % Leistung begrenzt. Diese Lösung zieht keine zusätzlichen Investitionskosten nach sich, hat aber den Nachteil, dass der Jahresertrag um ca. 8 % niedriger ausfällt. Bei einer 10 kW Anlage, die im Jahr ca. 9.000 kW produziert, macht das in einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren einen Minderertrag von 16.560 kW. Wenn wir den Strom mit nur 25 Cent bewerten kostet diese Lösung 4.140,00 €. Wir empfehlen daher den Einbau eines Rundsteuerempfängers.


    .
    -> Bedeutet dieses nicht das ich davon ausgenommen bin weil meine Anlage vor dem 01.04.2012 an das Netz gegangen ist.

  • Moin,


    eigentlich Verlust der Einspeisevergütung, sofern Du nicht auf 70% hart/weich reduziert hast. Denn das wurde beantragt!!
    Den WR nach zu urteilen, gibt es 2 Möglichkeiten: 70% weich oder RSE. Bei 70% weich brauchst in Deinem Fall den SL und einen S0 Zähler. Ich hoffe ja nicht, dass die Leistung am WR auf 70 % hart steht. Das wäre ein 'Lapsus'.
    Wie sehen Deine Kurven am SL aus, bei Topp Tagen!
    Dachneigung und Ausrichtung?


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Zitat von labtec1985


    .-> Bedeutet dieses nicht das ich davon ausgenommen bin weil meine Anlage vor dem 01.04.2012 an das Netz gegangen ist.


    Nein, denn es gilt das EEG 2012. Der Rest ist gesagt. Ein 70% hart Begrenzung zieht mitnichten eine 8%-ige Reduzierung der Erträge nach sich. Max 4% bei reiner Südausrichtung!


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Hallo,


    an Toptagen habe ich im Schnitt eine Leistung von 20.000 Watt, hintunter gibt es aber auch höherer Ausschläge.
    Kann ich selber überprüfen ob mein Wechselrichter begrenzt ist?
    Ich habe mich bei der Installation der Anlage auf meinen Elektriker verlassen -.-.

  • In meinem Wechselrichter konnte ich folgende Daten ablesen.
    Gesamtreduzierung 11 h. Bedeutet dieses das die Wechselrichter die Leistung reduziert haben?

  • Also Du hast eine 27 kWp Anlage. 70% davon wären 18,9 kW, die Deine WR maximal zusammen einspeisen dürfen, so Dein Solarlog NICHT mit dem S0-Zähler verbunden ist. Hier ist wohl letzteres schnellstmöglich nachzuholen, denn DU riskierst Deine Einspeisevergütung (so Du betroffen bist).
    Wobei wir grundsätzlich genauere Daten wie Modulhersteller, -typ, -anzahl, -verstringung, Dachausrichtung(en) und -neigung(en) bevorzugen, um uns ein brauchbareres Bild der Anlage zu machen...
    Wie teuer ist/wäre denn bei Dir ein RSE? Bei der Anlagengröße sollte der ja theoretisch auch drin sein (vorbehaltlich der fehlenden Anlagendaten).
    Meines (unvollständigen) Wissens nach gilt die 70%-Regelung seit dem 01.01.12, dieser Teil wurde ja auch nicht modifiziert bzw. rückwirkend verändert.


    Ciao


    Retrerni

  • Zitat von labtec1985

    Hallo,


    an Toptagen habe ich im Schnitt eine Leistung von 20.000 Watt, hintunter gibt es aber auch höherer Ausschläge.
    Kann ich selber überprüfen ob mein Wechselrichter begrenzt ist?


    Wie Retrerni und ich schon sagten, brauchen wir weitere Info bzgl Modulen, Dachneigung/Ausrichtung/Verstringung.


    Fakt ist, wenn Du keinen RSE hast und diese Leistung eingespeist wird, könnte es Dir passieren, dass Du die Einspeisevergütung komplett ab Installationsdatum - also auch rückwirkend - verlierst. Installier schnellstmöglich einen RSE, wobei es da sein könnte, dass Du schlafende Hunde weckst. Also 1. Schritt - einen SL hast ja schon, auf 70 % weich gehen. Der S0 Zähler kostet knapp 50 € zzgl. Installation - max 1 Std. Der RSE benötigt dann einen SL mit PowerManagment! Was für einen SL hast denn?


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V