Hilfe- mein Traumhaus hat eine elektrische Fußbodenheizung

  • Hallo Zusammen,


    Ich benötige dringend schnelle Hilfe undd hoffe hier fündig zu werden. Ich muss mich bis Mittwoch nächster Woche entscheiden ein Haus zu kaufen oder nicht. Vorab vielen Dank für jede Antwort.



    Ich möchte ein Haus kaufen aus dem Jahre 1978.
    In dem Haus befindet sich eine elektr. Fußbodenheizung.
    Sie soll ohne Probleme funktionieren, verbraucht aber viel Strom.
    Keller, Erdgeschoss und Dachgeschoss werden damit beheizt. Auch die Warmwasserbereitung soll darüber laufen.
    Der energieverbrauchswert soll 100 kW/h m2a sein.
    Bei ca. 250 Quadratmeter und einem Strompreis von ca. 0,25 ct. Kommt da einiges zusammen.
    Es soll aber ein nachtspeichertarif bestehen.
    Monatliche Kosten sind derzeit bei 2 Personen 450 €. Das finde ich viel. Bei 3-4 Personen dann wohl eher 500€.
    Die Fliesen sind zwar sehr alt, aber schön. Ich würde gerne die Heizung belassen und eine Photovoltaikanlage aufs Dach setzen.
    Das Dach ist groß genug, da wäre Platz für diese Platten. Ca. 60-70 Quadratmeter. Das Dach hat eine Neigung von 30 Grad und ist Richtung Süd Ost ausgerichtet.


    mir wurde empfohlen die Heizung still zu legen und eine gastherme zu installieren. Dann müsste man aber im ganzen Haus Rohre verlegen und ich würde weniger schöne Radiatoren an der Wand hängen haben. Seufz. Soll ca. 35.000 € Kosten.


    Oder ich kloppe alle Fliesen raus, stemme den Esstisch auf, hole die Matten raus und verlege auf 3. Etagen Rohre für die Fußbodenheizung und dann neuer Esstisch und neue Fliesen und neue Gasbrennwerttherne. Was wird das wohl Kosten? Sicher 50.000€ und mehr oder?


    Jetzt kommt erschwerend hinzu das ich wenig Ahnung habe und ebenso viel Geld.


    Ist eine Photovoltaik Anlage ggfs. mit einem Speichermedium die Lösung?. Oder könnte ich die Heizung nur einschalten, wenn die Sonne scheint. Dann wird die Wärme im estrich gespeichert. Oder die Sonne scheint im Winter nicht und ich nutze den Nachtspeichertarif. Vielleicht haben die jetzigen Eigentümer die elektr. Fußbodenheizung auch Tag und Nacht an gehabt, daher die hohen Kosten. Gibt es Probleme mit den jeweiligen Zählern bei nachtstrom, tagstrom und PV Anlage? Sind die alten Heizmaterial sehr träge. Bringt eine temporäre Einschaltung dieser etwas?


    Ich danke euch vielmals für eure Hilfe. Wie würdet ihr euch entscheiden! Habt ihr einen Richtwert was das Kosten könnte?


    1. Gasbrennwerttherne mit Radiatoren
    2. Gasbrennwerttherne mit neue Fußbodenheizung und neuen Fliesen?
    3. alle so lassen und eine dicke PV Anlage ggfs mit Speicher ?
    Oder Option 4. besser ohne Keller neu Bauen. Dann wird es ein kleineres Haus, aber alles ist neu und energieeffizient.


    Ich bin voll am verzweifeln da uns da alte Haus schon sehr gefällt. Ist natürlich natürlich gedämmt wie eine offene Garage.


    Danke euch.

  • Ehrlich gesagt sehe ich da sehr schwarz mit dieser Heizung. Solar ist da auch keine Lösung. Ich würde ein anderes Haus kaufen.

  • Wir sind zu viert und hatten vor unserer PV Anlage ca. 2200€ Strom und 2600€ Heizöl, da sind wir also nicht weit auseinander.
    Inzwischen haben wir neue Fenster, Dach isoliert, alle Lampen mit LED und Solaranlage auf dem Dach. Strom kosten sind bei null, die Einspeisevergütung deckt den Verbrauch. Die Heizkosten sind ein Drittel gesunken.


    Gruß
    Thomas

    9,99KWp Yingli 270W Ost/West, SMA9000TL-20, Home Manager.
    48V 775Ah Bater an 2 Victron Multigrid
    2,7KWp Axitec AC-300M/156-60S Südausrichtung
    Victron BlueSolar 150/60-Tr

    Panasonic Aquarea 9KW Split

    Vectrix VX-1

  • Wenn das Haus, dann elektr. FBH still legen, Fliesen rauskloppen, Estrich Bahnen für FBH fräsen lassen.....


    Estrich muss nicht komplett raus....


    Dann eine Panasonic Aquarea Wärmepumpe (sehr günstig mit super Werten) in Verbindung mit einer 9,9kwp PV Anlage.
    Siehe hierfür auch im Haustechnikdialog-Forum....wirklich ne sehr bewährte WP :wink: ....


    Die PV inkl. Wärmepumpe kannste für ca. 17000€ realisieren + das Ausfräsen des Estrich und Verlegung der Leitungen....



    Letzte Decke im Haus richtig anständig dämmen und ggf. noch neue Fenster rein....


    Preis des Hauses sollte wegen der elektr. Heizung schon recht günstig sein bzw. sollte er sich damit drücken lassen....

    54 Conergy PowerPlus 230Watt
    WR Conergy IPG S 3,4,5
    SolarLog 1000
    S0/DN30 (10/2011)

  • Wenn du dich und den Rest der Familie unglücklich machen willst - dann kauf.
    Schon mal was von Fass ohne Boden gehört?

    Ich grüße alle die mich kennen und die anderen auch!

  • Hallo Beinhart,
    habe ein Fertigteil Haus von 2006 WF 120 qm ohne Keller mit Elektrofußbodenheizung und Tag- 24 ct - Nachttarif 19ct /Kwh.
    Keller braucht ja nicht geheizt zu werden,2 Personen verbrauch im Jahr 4200 Kwh Kosten ca. 900Euro. mon. Rate 65,00 Euro
    Der Nachttarif ist von 22:00 -06:00 Tagtarif von 16:00-18:00 beides fest eingestellt Stadtwerke. Aber ich habe eine Schaltuhr auf Hutschiene einbauen lassen, so das ich die Schaltzeiten zwischen den festgelegten Zeiten reduzieren kann. Wenn es nicht so kalt ist, schaltet die Uhr eben nicht schon um 22.00 ein, sondern erst 3.00 oder beliebig die Heizung ein.Im Wohnzimmer haben wir noch einen Kamin für die Überganszeit. was sich auch rechnet. 400 Euro mon. Rate ist sehr hoch bei dem Haus.Es gibt bestimmt Einsparmöglichkeiten.
    Mit sonnigen Grüßen
    der Wolf.

  • Zitat von Beinhart

    Dann müsste man aber im ganzen Haus Rohre verlegen und ich würde weniger schöne Radiatoren an der Wand hängen haben. Seufz. Soll ca. 35.000 € Kosten.


    Sicher wegen dem Preis?
    Als ich vor wenigen Jahren die NSH rausgerissen habe, hat mich eine Gasheizung (also komplett vom Installateur errichtet) unter 10k€ gekostet. Ist zwar nur ein halb so großes Haus aber soooo viel teurer können ein paar zusätzliche Räume nicht sein. Wichtig war dabei, dass ich im Vorfeld günstige und kurze Leitungswege ausgeknobelt habe. Das Warmwasser habe ich (zum Glück) auf Elektro belassen, so das ich damit nun wunderbar die Überschüsse der Solaranlage verballern kann.

  • Das ist eine Frage der Dämmung, der TE sprach von 100kwh/m2. Das ist recht viel (wenn man die Verluste von Öl mal einrechnet wären das 13L Öl/m2)
    Bei einem Neubau liegt man deutlich unter der Hälfte dessen, bei einem vernünftigem Neubau bei 1/3 dessen.


    Unser teil-gedämmter Altbau liegt bei 80kwh/m2 (Gas, nicht Strom), 400m2


    Eine Fußbodenheizung verbaut man nur wenn die Dämmung stimmt, sonst kommt auch kein gutes Raumklima auf.
    Bei dem Haus würde ich nicht solche Kompromisse machen. Energie wird nicht billiger.
    Zieh die Umbaukosten vom Kaufpreis ab, oder such ein anderes Objekt. Du zahlst sonst sehr deutlich drauf.


    Eine Wärmepumpe benötigt nur rund 1/3 des Stromes der E-Fußbodenheizung, evtl. weniger.
    (alles Daumenwerte hier, damit läßt sich überschlgasweise gut rechnen, eine Wärmepumpe hat einen COP von 4, je nach Außentemperatur)
    Eine Alternative wäre eine Luft/Luft Wärmepumpe, also eine Klimaanlage die Heizen kann, mit Wandgeräten.
    Nicht optimal, aber simpel nachzurüsten. Im Büro habe ich das, da stört es nicht, sehr leise. Für das Schlafzimmer weiß ich nicht ob das leise genug ist. Auch hier geht das nur wenn die Dämmung stimmt, sonst muß man sehr viel warme Luft bewegen, das stört. Gute Dämmung = wenig Energiebedarf = wenig warme Luft in Bewegung.
    März-September läuft die Heizung 100% über die PV, im Hochsommer ist es eine Klimaanlage.

  • Beinhart,
    wenn das Dein Traumhaus ist, dann solltest Du erst einmal rechnen:


    100 € Strom pro Monat brauchst Du in jedem Fall, also machen die Mehrkosten für die Fußboden-Elektroheizung noch 400 € pro Monat = 4.800 € pro Jahr aus.


    Eine Gas-Fußbodenheizung braucht Gas, Strom und Wartung, sagen wir mal 2.400 € pro Jahr. Also bleiben Mehrkosten von 2.400 € für die Stromheizung. Ob es sich dafür lohnt, 30.000 € in eine Wasser-Fußbodenheizung mit Gastherme zu investieren, mag ich bezweifeln.


    Wahrscheinlich ist da eine Investition in eine Solaranlage schon günstiger, auch wenn die halt im Winter im Vergleich zu den Stromkosten nicht viel bringt.


    Wie wird denn derzeit das Warmwasser erwärmt. Zentral an einem Boiler oder dezentral an den jeweiligen Zapfstellen. Wenn das nämlich zentral erfolgte, kannst Du durch einen entsprechend großen Wasserspeicher zumindest die Überschüsse aus Solarstrom günstig zwischenspeichern.


    Gefühlt würde ich erst einmal nichts ändern und wenn Dir das Haus wirklich gefällt, solltest Du davon Deine Entscheidung nicht abhängig machen.