EEG-Laufzeit bei Ausschreibungs-Freiflächenanlagen

  • Heutzutage schon, gerade bei großen Anlagen, etwa denen die neulich nach Ausschreibung zugeteilt wurden, macht das einiges aus (bis 5%, wie man leicht nachrechnen kann). Früher hat es sich meist nicht gelohnt, weil auch die Vergütung im neuen Monat/Quartal/Jahr deutlich geringer sein konnte. War halt dann ein Rechenexempel, zumal eher wenige wirklich im November/Dezember die Module aufs Dach legen werden, wenn sie den Termin schon vorher planen - Fertigstelleung dann also eher schon September/Oktober war.

  • Zitat von alterego

    ...gerade bei großen Anlagen, etwa denen die neulich nach Ausschreibung zugeteilt wurden, macht das einiges aus (bis 5%, wie man leicht nachrechnen kann).


    Bekommen die nicht den angebotenen Preis als EEG-Vergütung über 20 Jahre ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme, also unabhängig vom Jahreswechsel?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Das wäre zwar sinnvoll gewesen, um "taktische" Verzögerungen zu vermeiden, ist aber leider nicht so. Wie für alle Anlagen gilt Inbetriebnahmejahr plus 20 Jahre nach §22 EEG. Wäre wahrscheinlich auch einfacher für die Pachtverträge - wer wird schon mitten im Winter abbauen wollen ;)
    Aber wir schweifen ab.

  • Schau mal hier:



  • Seltsam in §55 EEG steht:

    Zitat

    (2) Ein Anspruch auf eine finanzielle Förderung im Fall der Ausschreibung besteht, wenn
    ...
    3. ab der Inbetriebnahme der Anlage der gesamte während der Förderdauer nach § 22 in der
    Anlage erzeugte Strom in das Netz eingespeist und nicht selbst verbraucht wird und
    ...


    Mit den Verordnungsermächtigungen habe ich mich nie genauer beschäftigt, auf die Schnelle habe ich jetzt nichts gefunden, was es erlaubt von diesem Punkt 3 abzuweichen (für die anderen Punkte in Abs. 2 schon). Das gehört aber definitiv wo anders hin das zu diskutieren.