Mehrfamilienhaus und Eigenverbrauch

  • Hallo zusammen.


    Wir bewohnen ein Haus mit 2 Familien. Unten wohnen meine Eltern, oben wir.


    Vom EVU haben wir einen Stromzähler. Für unsere Wohnung haben wir einen internen Zähler, der Eigentum ist und nur zur internen Abrechnung dient.


    Wenn wir nun eine pv-anlage installieren, wie kann man es realisieren, das jede Partei den Eigenverbrauch der pv-anlagen sehen kann, damit dieser auch gegen gerechnet werden kann.


    Geht das überhaupt?

  • Och willst du deinen Eltern allen ernstes eine Rechnung schreiben. Verschenke ihnen den Solarstrom!
    Ich lebe in einer WG wir teilen alles / 4. so einfach ist das.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Mir geht es aber darum, ob man das überhaupt realisieren kann. Ggf. Wird die Wohnung ja mal vermietet.

  • Zitat von TheFan

    Mir geht es aber darum, ob man das überhaupt realisieren kann. Ggf. Wird die Wohnung ja mal vermietet.


    Das geht, beispielsweise als Volleinspeiser mit PV über einen separaten Zweirichtungszähler.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Interessante Frage. Suche dafür auch aktuell eine Lösung.


    Ein Variante ist zwischen Zweirichtungszähler und PV Zähler für jede "Partei" einen eigenen Zähler zu installieren. Allerdings kann man so nicht zuordnen wer jeweils wie viel Netz- oder PV Strom verbraucht hat.


    Hier auf Seite 60 (Punkt 4.5):


    https://www.clearingstelle-eeg…s/2011-2-2_Empfehlung.pdf


    Gedanklich könnte man noch weitere Zähler dazwischen schalten, aber dann hätte einer immer vorrangig den PV Strom auf dem Zähler und es werden dann etwas mehr Zähler (Strombedarf?) + womöglich noch "Gemeinschaftsbereich". Weis ich nicht ob das Sinn macht und technisch umsetzbar ist.


    @ Einstein


    Geht doch nicht darum eine Rechnung zu schreiben, sondern die "Kosten" (PV Strom / Netzstrom) soweit als möglich bzw. sinnvoll zuzuordnen. Daher auch ein gemeinsamer Anschluss beim Versorger damit man nicht mehrfach Grundgebühren und Zählermiete etc. zahlt.

    Nur 20 Prozent der deutschen Autobahnen haben ein fixes Tempolimit: Link

    Nur 8% der Unfälle finden auf Autobahnen statt: Link

  • Ehrlich gesagt, wenn es Familienintern ist, kann eine 50/50 Regelung ausreichen.
    Natürlich kann auch eine prozentuale Ermittlung aufgrund des Verbrauchs der zwei Parteien erfolgen.
    Die Differenzen sind in jedem Fall Peanuts um hier groß darüber zu diskutieren.
    Im Falle einer Vermietung greift das Problem tiefer.
    Ist der Mieter bereit den Preis von Deinem Versorger zu akzeptieren oder möchte er einen anderen, vielleicht günstigeren ?
    Und was ist er bereit für den PV-Strom zu bezahlen ? Und Verkauf an Mieter ist ja auch noch ein steuerliches Problem.
    Letztendlich kann es dann wieder auf einen zweiten Bezugszähler hinauslaufen, um nicht schon am Anfang der Vermietung
    ein Streitpotenzial zu schaffen.
    Den Aktuellen Stand sinnvoll regeln und in, hoffe einer fernen Zukunft, erneut überdenken.
    Sonnige Grüße.

    28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
    Ausrichtung -36°, DN 42°
    I.B.N. 6/2011

  • Zitat von Buck Rogers

    Interessante Frage. Suche dafür auch aktuell eine Lösung.
    @ Einstein
    Geht doch nicht darum eine Rechnung zu schreiben, sondern die "Kosten" (PV Strom / Netzstrom) soweit als möglich bzw. sinnvoll zuzuordnen. Daher auch ein gemeinsamer Anschluss beim Versorger damit man nicht mehrfach Grundgebühren und Zählermiete etc. zahlt.


    Einverstanden. Als Volleinspeiser habe ich mir eine solch aufwändige Konstellation noch nicht überlegt und macht auf den ersten Blick auch keinen Sinn, den Eigenverbrauch mehrerer Parteien aus einer einzigen PV-Anlage ermitteln zu wollen.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Mit einer Zählerkaskade geht das auf der Verbrauchsseite genauso wie auf der Erzeugungsseite zu messen, sieht im Prinzip dann wie http://www.photovoltaikforum.c…le.php?id=30675&mode=view (dort zusätzlich mit Zweitarif, geht aber natürlich auch ohne, die entsprechenden Teile entfallen dann und man kann deutlich günstigere Zähler nehmen) aus.
    Wenn aber nun z.B. in jedem haushalt 1kW verbraucht, von der PV 1kW kommt, wird das in dem Konzept nicht etwa 50/50 auf die Haushalte aufgeteilt sondern einer bekommt 1kW von der PV, der andere 1kW aus dem Netz.
    Wenn du einen Logger verbauen willst, geht das damit vielleicht auch, da müssen aber die Experten auf dem Gebiet was dazu sagen.