Umschalter Insel-Netzbetrieb

  • Hallo


    Ich habe eine Kleinst-Insel-PV, die es mir doch bei guten Bedingungen erlaubt, das Computerequipment und Teile der Beleuchtung zu betreiben. Wenn die Kapazität der Batterie ein bestimmtes Level unterschreitet, ertönt ein Warnton und ich muss das System quasi erdunterfahren und mit Netzstrom neu starten.


    Ich bin nun auf der Suche nach einer Lösung, wie dies über einen manuellen, unterbrechungsfreien Umschalter ein Abschalten umgangen werden könnte.


    Danke für Inputs.

  • Ich hab einfach einen Ein/Aus /Ein Schalter zwischen Netzteil vom Laptop,
    und Netzteil vom Laptop was von der Insel gespeist wird,geschaltet.
    Das umschalten merkt der Laptop nicht. :wink:


    Ein Wechselrichter an einer Kleinstinsel ist Blödsinn,
    weil man den Gleichstrom auch so gut wie verlustfrei zu den Geräten bringen kann.


    Mfg

  • Stimmt gibt 12v Autoadapter für laptop.


    Zitat

    oder sowas: http://www.fraron.de/wechselrichterzube ... /a-291597/


    Dieser Netzumschalter ist wohl zu langsam für USV.
    Da müßte man was verwenden was in USVs/Inselwechselrichter verbaut ist.oder gleich ein IWR verwenden!
    sowas?http://www.conrad.at/ce/de/pro…detview1&rt=detview1&rb=1


    Alledings hier kannst du die Umschaltspannung nicht einstellen.
    https://www.autobatterienbilli…Spannungswandler-Inverter


    Bei dem z.b.schon
    http://www.amazon.de/gp/offer-…all&sr=1-2&qid=1420233249

  • Es geht auch ohne Umzuschalten. Dazu schaltet man ein passendes Netzteil parallel zur Inselversorgung.
    Das Netzteil übernimmt dann automatisch die Stromlieferung, falls die Spannung aus der Inselversorgung unter der Spannung des Netzteil sinken sollte. Bei DC geht das relativ problemlos.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Ich mache eine Umschaltung vom bzw. zum Netz mit einem 2 Wechsler Relais (so etwas: http://www.ebay.de/itm/66-22-8…in_77&hash=item19e5c41e37), welches getrennt die Pole umschaltet. An dem Relais sind Steckdosenausgang vom WR oder Strom vom Netz auf die Verbrauchssteckdose geschaltet... schaltet der WR wegen Tiefentladung ab, schaltet das Relais auf das Netz. 20 ms sind schnell genug für fast alle meine Geräte bis auf den Netzwerk-Switch. Aber Vorsicht.. das geht nur für kleinere und wohl unempfindliche Verbraucher, da üble Spannungsspitzen auftreten können. Ich habe 100-300 W in Form von sehr vielen Netzteilen und Kleingeräten (Router, NAS, etc.) sowie einem 80W TV seit 2 Jahren dran.. funktioniert tadellos. Mein PC lass ich da aber lieber außen vor. Je nach WR kann es passieren, dass das Relais hin und her klackert (wegen des Softstarts),. Die Lösung ist dann ein zusätzliches Nachlaufrelais (z.B. 5 Sekunden).

    Carport PV-Anlage in NRW:
    PV-EEG-Netz: 8 kWp = 40 (4 x 10) x Suntech Pluto 200/ADE DN 8.5° - 2 x Power One PVI 3.6 OutD-S - Azimut -35°
    PV-Insel / USV : ca. 3,5 kWp DN 70°-83° - PIP 3024 GK -Tristar TS45 - Victron Multiplus 3000 - 24V C5 1040 Ah PZV

    Stromtarif: hourly von aWATTar, Wärmepumpe: Geisha, E-Auto: demnächst

  • In elektrischen Installationen geht es (im professionellen Bereich) immer um die Ein-Fehler-Sicherheit. Ein Fehler könnte etwa sein, dass jemand in der Installation die Kabel für Phase und Nullleiter vertauscht. Deshalb müssen immer alle Anschlüsse umgeschaltet werden; Ausnahme ist PE (protective earth), denn der darf nie geschaltet werden.


    Bei einem einfachen Relais mit zwei Wechslern kann ein einfacher Fehler sein, dass ein Relaiskontakt 'klebt' und der andere schaltet. Wenn dein WR potentialfrei 'schwebt', dann kann nichts passieren außer dass deine Geräte ausgehen. Probleme kann es geben, wenn auch der WR an den Potentialausgleich angeschlossen ist (und im Normalfall darüber mit Erdpotential verbunden ist).


    Deshalb werden für solche Umschaltungen I-0-II-Umschalter gefordert. Diese können mechanisch, elektromechanisch (Wendeschütz) oder auch elektronisch sein. Allen Varianten ist gemeinsam, dass erst auf das andere Netz aufgeschaltet wird, wenn sicher gestellt ist, dass die Trennung vom anderen Netz allpolig erfolgte.


    Probleme mit Spannungsspitzen kann es eigentlich nur geben, wenn auch Motore angetrieben werden (etwa Kompressor vom Kühlschrank). Dann sollte man direkt an diesen Geräten Varistoren zwischen Phase und Nullleiter schalten. Die kappen dann die für Elektronik gefährlichen Spannungsspitzen ab. Nur ein Varistor am WR ist nicht unbedingt hinreichend, denn die Spannungsspitzen kommen als Wanderwellen über das Kabel.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)