Keine Gewinnerzielungsabsicht einer Wohnungseigentümergemein

  • Zitat von smoker59

    Also wie kommst du auf 50% "Eigenverbrauch".


    Siehe

    Zitat von mbrod

    Unter http://brodsoft.de/stromverlauf/profiles/simulation eingeben:
    Jahresstromverbrauch [kWh]: 16000
    Jahresertrag PV [kWh]: 9000
    Profil: allgemein 13/14


    Die Simulation beruht auf dem Verlauf des Allgemeinstromzählers über ein komplettes Jahr sowie dem Verlauf einer PV-Anlage etwa 10 km von hier.
    Was die Kosten angeht, muss man bei einer WEG den ungünstigsten Fall annehmen. Wenn die Anlage sich dann noch rechnet, wird auch der letzte Eigentümer eventuell zustimmen. (Alle müssen zustimmen.)


    Außerdem möchte ich noch mal an das Thema erinnern: Keine Gewinnerzielungsabsicht! Da kann es doch durchaus günstig sein, die Kosten nicht zu knapp zu kalkulieren.
    Meine Frage zielt darauf ab, wie ich mit dem Finanzamt klar kriege, möglichst keine „Erklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung“ abzugeben sowie 32 Anlagen FB und und 32 Anlagen FE, wenn es pro Eigentümer um 3, 50 € Verlust geht. Und das jedes Jahr.

  • Zitat von mbrod


    Die Simulation beruht auf dem Verlauf des Allgemeinstromzählers über ein komplettes Jahr sowie dem Verlauf einer PV-Anlage etwa 10 km von hier.


    Naja, auf welchen Daten deine Simulation beruht kann ich nicht beurteilen. Der Ertrag einer Vergleichsanlage (sofern gleiche Ausrichtung etc.) ist klar, der taugt durchaus als Berechnungsgrundlage.
    Es geht mir mehr darum ob du die Betriebszeiten der über den Allgemeinstromzähler laufenden Geräte bezogen auf Uhrzeit, ggf. auch Jahreszeit ausgewertet hast. Wenn da nur ein Verbrauch von 9000 kWh als Grundlage dient halte auch ich es für sehr gewagt von 50% Eigenverbrauch auszugehen.
    Die Beleuchtung wird haupsächlich abends betrieben wenn kein Solarstrom zur Verfügung steht, das war ja vermutl. auch der Hintergrund für @jodels Einwand.
    Lüftung und Heizung laufen Tag und Nacht, da könnte man von einem 50/50 Verbrauch für Tag und Nacht vlt. noch ausgehen ohne zu messen. Wobei die Heizung in der ertragsschwachen Winterzeit wohl deutlich mehr Energie benötigt, aber das gleicht sich ggf. mit der eher im Sommer laufenden Lüftung halbwegs aus.
    Bei den Aufzügen und beim Rolltor sieht`s dann schon ganz anders aus, ich würde schätzen die sind mehr bei Dunkelheit in Betrieb.


    Andererseits wäre es auch möglich, daß du die Betriebszeiten der Geräte ausgewertet hast. Bei einem durchdachten Steuerungs- und Überwachungssystem wäre das ja durchaus machbar. Wenn die Betriebszeiten dann ergeben, daß z.B. 70% des Bedarfs tagsüber besteht wäre deine Annahme von 50% Eigenverbrauch in diesem Fall vlt. im Bereich des Möglichen.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Es geht doch hier um die Frage: "Wie kann ich dem FA im Vorfeld begreiflich machen, dass ich keine Gewinnerzielungsabsicht habe bzw. wie frei bin ich in der Berechnung?"


    Ich denke, gerade bei Anwendung der Kleinunternehmerregelung und EV kommt man ganz schnell in den Bereich der Liebhaberei, der für die Betreiber umso interessanter wird, je höher die Eigenverbrauchsquote ist.
    Ich bin daher gespannt, was da noch für Antworten kommen!

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)