Ust auf DV und EÜR

  • Vielleicht mache ich mir zu viel Gedanken - aber die Fahrt zur Arbeit ist lang und da geht mir einiges durch den Kopf.


    Wie hier im Forum schon erwähnt wurde, muss ich die Jahres-Endrechnung des ENV (Zahlung 5.1.2015) in 2 Jahre aufsplitten.
    Mal angenommen es sind 100 Euro + 19 Euro Mwst.
    Da es eine wiederkehrende Zahlung ist, muss ich 2014 in der EÜR +119 Euro verbuchen. Die 19 Euro Mwst werden im Jahr 2015 als -19 Euro verbucht. Die Ust taucht also in der EÜR auf. Bei allen anderen Buchungen ist es eine positive und negative Buchung im gleichen Kalenderjahr.


    Jetzt habe ich ein Verständnisproblem zum DV.
    Dieser wird in der EÜR (basierend auf ca. 12 ct netto) anders bewertet als in der Ust-Erklärung (basierend auf ca. 25 ct netto).
    Wenn ich mir die Zahlung des ENV anschaue, dann wird die Ust in der EÜR verbucht, aber prinzipiell 'durchgereicht' (Ausnahme ist die Jahresendrechnung, die erst im zweiten Jahre gegengerechnet wird)


    Wie sieht das nun beim DV aus?
    Falls ich den DV mit 19% Ust (und somit auf 12 ct ) verbuche und dann noch die 19% Ust auf 25ct als Zahlung an das Finanzamt, dann habe ich ja eigentlich einen Verlust. Und auch einen negativen Betrag auf dem Ust-Verrechnungs-Konto (dürfte ja nicht sein). Daher glaube ich nicht, dass das richtig sein kann.
    Mal angenommen man würde über Kontenpläne buchen, da hat man ja normalerweise vordefinierte Konten/Buchungen für 0%, 7%, 19% Mwst. Wo und wie würde dann der DV verbucht werden - separat als netto-Preis und ein unabhängiger Ust-Betrag, der praktisch nichts mit dem Netto-Preis zu tun hat? Also den DV als freie Buchung wie zum Beispiel bei 1000kWh: 120 Euro netto + 47.5 Euro Ust? Oder als 2 unabhängige Buchungen? Oder...?


    Ich habe kein Problem mit der Umsatzsteuererkärung und der Zahlung der 47.50 Euro.
    Ich habe nur kein gutes Gefühl mit der DV-Buchung von 120 Euro + 47,50 Euro in der EÜR (vor allem, wenn ich versuche, das irgendwie ins WISO Sparbuch einzugeben)

    West (80Grad/DN35) : 32 x WINAICO WSP-280M6 PERC 280 W
    Ost (-100Grad/DN35) : 30 x WINAICO WSP-280M6 PERC 280 W
    Luschen-Geselle L:19 D:4 T:1

  • Gute Idee!
    Man merke: Alles was man verstanden hat, kann man auch buchen. Und alles was man buchen kann - hat man auch verstanden!



    Die Buchungen zum DV würden wie folgt aussehen (und ibtte.. wir machen das mit 100 + 19)


    100,- Eigenkapital (Privat) / Werte von Sachentnahmen ; Gewinnauswirkung + 100,-
    19,- Eigenkapital (Privat) / USt 19%; Gewinnauswirkung bei §4 III-Rechnung: +19


    Bei Zahlung der Umsatzsteuer (angenommen da wäre nichts... außer dem DV)
    19,- USt-(Voraus)Zahlung / Bank ; Gewinnauswirkung bei §4 III-Rechnung: - 19


    per Saldo: Gewinnauswirkung + 100; passt also


    Der Witz: hier fließt die Kohle zwar ans Finanzamt ab.... aber es fließt kein Geld zu; sondern es erfolgt Verrechnung gegen Eigenkapital.
    (Denkhilfe: Würdest Du diesen verschleiernde Buchung neutralisieren wollen, müsstest Du eine Einlage leisten.
    (Bank/Privat). Und jetzt wird dann klar, dass Dir Kohle aus dem (privaten) Portemonnaie abfließt.



    Bei der Einspeisevergütung ein entscheidender Unterschied....
    a) Eingang der Einspeisevergütung
    100,- Bank / Einspeisevergütung (+100)
    19 Bank / USt (+19)


    b) Zahlung der USt:
    19,- USt-(voraus)zahlung / Bank


    Hier fließt das Geld "von außen" (vom Kunden zu)




    Wenn Du jetzt noch die UStVA aufgedröselt haben willst.... in DEINEM Rechenbeispiel:


    {ich glaube da hast Du einen Tipfehler drin... 47,50 ist die Steuer auf 250,- Euro; ich schätze das sollten 220 sein; und dann ist die Steuer nur 41,80}


    100 Euro "Umsätze zu 19 v.H" = der Erlös aus der Einnahme vom VNB
    120 Euro "Umsätze zu 19 v.H" = der Wert der Sachentnahme


    in Sume: 220 Euro "Umsätze zu 19 v.H."; macht - oh Wunder - 41,80


    In der USt-Erklärung wird glaub ich für die Werte von Sachentnahmen eine eigene Zeile geführt.
    Keine Ahnung. Ist a) nicht mein täglich Brot; erledigt b) der Rechenknecht.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von kpr


    Wenn Du jetzt noch die UStVA aufgedröselt haben willst.... in DEINEM Rechenbeispiel:


    {ich glaube da hast Du einen Tipfehler drin... 47,50 ist die Steuer auf 250,- Euro; ich schätze das sollten 220 sein; und dann ist die Steuer nur 41,80}


    Nein - ich meinte schon 47,50 Euro. 1000 kWh und ca. 25 ct netto / kWh (inkl. des Grundpreisanteils) macht 250 Euro netto



    Zitat von kpr


    100 Euro "Umsätze zu 19 v.H" = der Erlös aus der Einnahme vom VNB
    120 Euro "Umsätze zu 19 v.H" = der Wert der Sachentnahme


    in Sume: 220 Euro "Umsätze zu 19 v.H."; macht - oh Wunder - 41,80


    Da kann ich nicht folgen - ich denke wir betrachten da beide etwas anderes. Zum einen hast Du 'meine' 250 Euro auf 220 Euro reduziert und dann addierst Du die 100 "Erlös aus der Einnahme vom VNB" und 120 Euro "Wert der Sachentnahme". Wieso?


    Zitat von kpr


    In der USt-Erklärung wird glaub ich für die Werte von Sachentnahmen eine eigene Zeile geführt.


    Ja, gibt es - aber ich habe kein Problem mit der USt-Erklärung, sonder es geht um die EÜR und wie diese spezielle Ust dort aufgeführt wird.


    Ich habe (so denke ich), die beiden Besipiele verstanden (DV & Einspeisevergütung). Vielleicht aber auch nicht.
    Falls ich sie verstanden habe, dann reden wir nicht vom selben.


    Bleiben wir bei dem Problem DV.
    Angenommen ich habe 1000 kWh verbraucht und angenommen, dass meine Einspeisevergütung 12ct beträgt und mein Einkaufspreis beim ENV 25 ct.


    In der EÜR muss ich die 1000 kWh mit 12ct bewerten (entgangener Gewinn). Also 120 Euro netto. Wenn ich diesen Betrag mit 19% buche (so wie Du geschrieben hattest) und auch annehme, dass Eigenkapital fließt, dann würden 142.80 Euro fließen.


    In der Ust-Erklärung muss ich (wer eigentlich - die Firma oder ich als Entnehmer?) aber wieder die Ust auf den Wert zahlen, den mich diese 1000 kWh beim Einkauf kosten würden - also 19% auf 1000 kWh * 25ct = 47.50 Euro.


    Hat der Gewerbebetrieb nach der Zahlung der Ust und der Buchung des DV einen Gewinn von 142.80 - 47.50 = 95.30 Euro oder einen Gewinn von 120 Euro (1000 kWh * 12ct)?

    West (80Grad/DN35) : 32 x WINAICO WSP-280M6 PERC 280 W
    Ost (-100Grad/DN35) : 30 x WINAICO WSP-280M6 PERC 280 W
    Luschen-Geselle L:19 D:4 T:1

  • Immer diese krummen Beispiele.


    Ein Unternehmer habe die IST-Versteuerung gewählt.
    Er vereinnahmt 119 Euro von einem Kunden. Der Umsatz ist steuerbar und steuerpflichtig. Der Steuersatz beträgt 19%.
    Der Unternehmer habe im gleichen Zeitraum seinem Betrieb 1.000 kWh Strom entnommen.
    Bemessungsgrundlage ist sein Strombezugspreis von 25 Cent (netto; also 29,75 brutto)
    Die Bemessungsgrundlage für den Strompreis beträgt somit 250 Euro
    Die Einspeisevergütung beträgt 12 Cent.
    Umsatzsteuerbeträge gelten als im gleichen Zeitraum gezahlt.




    I. Umsatzsteuer
    Der zu deklarierende steuerpflichtige Umsatz zu 19 v.H. beträgt 350 Euro.
    Die geschuldete Steuer beträgt 66,50


    II. Gewinnermittlung
    A. Betriebseinnahmen
    1. Erlöse aus Kundenzahlungen = 100
    2. Umsatzsteuer aus Kundenzahlungen und unentgeltl. Wertabgaben = 66,50
    3. USt-Erstattungen des FA = 0
    4. Wert von Sachentnahme = 120
    Summe Betriebseinnahmen = 286,50


    B. Betriebsausgaben
    1. Material / bez. Leistungen = 0
    2. Personalkosten = 0
    3. Abschreibungen = 0
    4. sonstige betriebliche Aufwendungen = 0
    5. an andere Unternehmer gez. USt (Vorsteuer) = 0
    6. an das FA gezahlte USt = 66,50
    7. Zinsen = 0
    Summe Betriebsausgaben = 66,50


    Überschuss / Fehlbetrag = 220 Euro


    (oh Wunder.. es fällt zusätzlicher Gewinn über die echten Einnahmen hinaus in Höhe von 120 Euro an)


    Von den 66,50 Euro USt zahlt Dir der Kunde 19; die restlichen 47,50 kommen aus Deiner Schatulle.
    Danach gehen nochmal "Grenzsteuersatz x Wert der Sachentnahme" (also irgendwo 35% x 120 Euro = 42 Euro) aus Deiner Schatulle weg.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Sorry kommt vom handy...


    Du buchst die 25 cent plus 19% als einnahme und am ende machst du eine 0% mwst netto negativbuchung von 13 cent.
    Somit bleibt die ust auf den 25 cent ek preis bezogen aber ertragssteuerlich korrigierst du elegant den wert nach unten und alles ist gut.

    8,6KwP
    34x JT200M -25° SO/28°
    9xJT200M 65° SW/45°
    SMA7000TPL20@70%
    Landkreis VB PLz 63...