MwSt-Erstattung wird als Gewinn versteuert?

  • Hallo,


    ich habe da mal eine Frage. Am Wochenende kam unser Steuerbescheid für 2013.
    Überraschenderweise wurde darin die MwSt-Erstattung für meine PV-Anlage als Gewinn aus Nebengewerbe angegeben und ich muss diese jetzt noch versteuern?!
    Ich das korrekt?
    Mein Steuerberater hat das in der Erklärung nämlich nicht angegeben gehabt.
    Danke schonmal!

  • In meiner EÜR wird die Mwst-Erstattung des Finanzamts an mich als Einnahme gewertet (als nicht direkt als Gewinn, kommt aber glaub ich aufs gleiche raus).

    7,4 kWp, 91301 Forchheim, DN: 45°, 0° S, 29 Solar-Fabrik Premium L poly 255, Sunny Tripower 7000TL-20
    9,7 kWp, 57290 Neunkirchen, DN: 47°, -10° S, 34 SolarWorld Plus SW 285 mono, Sunny Tripower 9000TL-20

  • Hallo,
    die Ausgaben für die Anlage werden inklusive der Umsatzsteuer gerechnet , die Erstattung der Umsatzsteuer wird demnach als Einahmen dagegen gerechnet und Einnahmen müssen versteuert werden. Liegt ein Jahreswechsel zwischen Anlagenanschaffung (Ausgaben) und Erstattung der Umsatzsteuer (Einnahmen) wird die Umsatzsteuererstattung erst für das Folgejahr als Einnahme gerechnet und versteuert.


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Wann ging denn deine Anlage in Betrieb?
    War zwischen Zahlung der Umsatzsteuer und Erstattung der Umsatzsteuer ein Jahreswechsel?


    Normalerweise heben sich die obigen Zahlungen gegenseitig auf, bei Jahreswechsel dazwischen muss man sehr aufpassen (in diese falle sind schon einige getappt, suche bemühen!).


    Zitat

    Mein Steuerberater hat das in der Erklärung nämlich nicht angegeben gehabt.


    Ja mei, Steuerberater! :wink:


    Ich hoffe, dein STB hat die gezahlte Umsatzsteuer als Ausgabe angegeben, wenn nicht, wäre das krass!


    Wie bereits oben erwähnt sollte das ganze "neutral" ausgehen, nur bei unterschiedlichen Steuerjahren "merkst" du was davon.

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Um auf die Frage zu antworten:
    Ja. Der Steuerbescheid ist richtig. Zumindest ist es richtig, erhaltene Umsatzsteuerzahlungen vom Finanzamt als Betriebseinnahme zu erfassen.


    Wenn überhaupt ein Fehler in diesem Zusammenhang vorliegt, dann, dass die gezahlte USt an den Lieferanten nicht als Betriebsausgabe geltend gemacht wurde.
    Sollte dieser Fehler einem Steuerberater (= jemand der eine Bestellungsurkunde an der Wand, und eine Versicherungspolice im Schreibtisch hat) unterlaufen sein, und sich nicht mehr heilen lassen, liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Schadenfall vor.


    Sollte der Steuerberater doch keine Steuerberater und nur ein Ferkelstecher sein (Zitat sonnenstevie), ist dann allerdings Holland in Not. Da geht es dann ausschließlich darum, zur Not auch mit Tricks aus der schwarzen Kiste den alten Bescheid wieder aufzubohren / zu berichtigen.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Die Rechnung ist vom 31.12.12. also werden wir die erst in 2013 bezahlt haben und auch dann die Erstattung.
    Würde das Argument denn schon reichen, damit das im gleichen Jahr berechnet wird und ich jetzt doch nicht nachträglich zahlen muss?

  • Entscheidend ist, ob du die gezahlte Umsatzsteuer 2013 als Ausgabe angegeben hast.
    Ansonsten musst du die 2013er Erklärung noch berichtigen, dürfte kein Problem sein.

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Argumente würde man benötigen, wenn es etwas zu diskutieren gäbe.
    Hier geht es einfach nur darum, dass alle Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben im richtigen Zeitraum erfasst werden.
    Fehler werden nicht periodenübergreifend "verrechnet".... sondern jede Periode wird für sich betrachtet. Fehler werden berichtigt - wenn denn eine Berichtigung noch möglich ist.


    Das FA hat festgestellt, dass da noch eine Betriebseinnahme fehlte. Da haben die ein Näschen für.
    Und haben zutreffend korrigiert.


    Deine Aufgabe: Mal prüfen, ob die an den Lieferanten gezahlte Umsatzsteuer auch als Betriebsausgabe erfasst ist.
    Wenn nicht:; EÜR korrigieren; Änderungsantrag stellen. Amen.
    (Da der Bescheid ja "vom Wochenende" ist - steht ja eine Bestandskraft noch nicht zu befürchten. Rechtsbehelfsfrist läuft ja erst einen Monat nach Bekanntgabe ab.)

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