optimierte Eigennutzung bei 3-Phasen Wechselrichter

  • Hallo,


    mein Haus ist an 3-Phasen-Wechselstrom angeschlossen, alle Verbrauchsstellen sind gleichmäßig auf die 3 Phasen verteilt. Waschmaschine hat andere Phase als Computer und Rasenmäher andere Phase als Staubsauger und Wohnzimmerbeleuchtung andere Phase als Kinderzimmer etc.
    Wenn ich nun den PV-Strom mit einem 3-Phasen-Wechselrichter auf die 3 Phasen lege, wird meines Wissens der erzeugte Strom gleichmäßig auf die 3 Phasen verteilt, d.h. pro Phase nur ein Drittel. Habe ich einen starken Stromverbraucher in Betrieb, kann der nur ein Drittel nutzen, die übrigen 2 Drittel werden einfach ins Netz eingespeist. Das will ich aber nicht, ich will den Strom so weit wie möglich selbst verbrauchen. Wenn ich mit Stromspeichern arbeiten will, müsste ich auch pro Phase einen Stromspeicher installieren. Das verteuert die gesamte Anlage ungemein.


    Wie kann ich ein intelligentes Energiemanagement mit geringsten Investitionen und größtmöglichem Eigenverbrauch betreiben?
    - ein PV-Strang
    - ein Stromspeicher
    - ein Wechselrichter
    - 3 belegte Phasen


    Bin Interessent und stelle erst mal Fragen, bevor ich investiere.


    Gruß
    Uwe

  • allphasig saldierender Zähler + einphaseneinspeisung genuegt an sich!


    wie gross waer die geplante anlage?


    schieflasten (einspeidedifferenz zwischen den phasen) von ~4kW sind naemlich ueblicherweise erlaubt!
    einphasig einspeisende WR sind naemlich um ein eck guenstiger als 3-phasige.

  • Du betreibst keine Inselanlage sondern hast eine über einen üblicherweise salierenden Zähler angeschlossene Hausanlage. Insofern hast Du dieses Problem gar nicht. Zudem sind kleine, dreiphasige WR extrem ineffizient. Effizient und ökonomisch werden sie erst oberhalb von etwa 6 kW.


    Ciao


    Retrerni

  • Ich mach mal einen ungewöhnlichen Vorschlag:
    Das Haus auf eine Phase umrüsten (sehr wenig Aufwand, in 10 Min. erledigt) und an eine einphasige Insel anschließen. Die PV-WR auch einphasig nehmen. Alle Haushaltsverbraucher sind einphasig auch der E-Herd (3 x einphasig). Überschuss einphasig ins Netz einspeisen und Reststrombedarf einphasig aus dem Netz beziehen. Dadurch hat man auch physikalisch den höchsten EV und nicht nur bilanziell durch den phasensaldierenden Zähler..

    PV, BHKW, Speicher ecoBATT, Bilanzpunktregler ecoBPR, Wallbox ecoLOAD, Renault ZOE
    Rechnen hilft. Bleistift, Papier und Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern
    Oscar Perdok GmbH - Gildeweg 14 - 46562 Voerde PV, Wallboxe und mehr

  • Zitat von ecopowerprofi

    Ich mach mal einen ungewöhnlichen Vorschlag:
    Das Haus auf eine Phase umrüsten (sehr wenig Aufwand, in 10 Min. erledigt) und an eine einphasige Insel anschließen. Die PV-WR auch einphasig nehmen. Alle Haushaltsverbraucher sind einphasig auch der E-Herd (3 x einphasig).




    Hierbei is aber das problem das der Nullleiter im schlimmsten Fall ums dreifache überlastet wird...
    Also lieber nicht machen...


    Mfg


    Hoehli

    164 x Suntech 180S-24/Ad 29,52 Kwp (2009)
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  • Zitat von ecopowerprofi


    Das Haus auf eine Phase umrüsten (sehr wenig Aufwand, in 10 Min. erledigt)


    Sicher geht das, solange dabei die max. Schieflastgrenze von 4,6 kW sowohl bei Bezug als auch Einspeisung eingehalten wird.
    Aber mal ehrlich, wer macht solch einen Blödsinn nur um den selbsterzeugten Strom tatsächlich "physikalisch richtig" selbst zu verbrauchen :juggle:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von ecopowerprofi

    Alle Haushaltsverbraucher sind einphasig auch der E-Herd (3 x einphasig)


    bis hierhin hab ich ja noch Gedacht das du weißt wie das mit dem Strom so funktioniert. Abr einen E-Herd mit 3x230V Gleichphasig anzuschliessen ist eine absolute Krückenlösung, der hat garkeine Leistung mehr. Funktionieren ut er natürlich aber das ist doch ein Witz.

  • Zitat von eject

    bis hierhin hab ich ja noch Gedacht das du weißt wie das mit dem Strom so funktioniert. Abr einen E-Herd mit 3x230V Gleichphasig anzuschliessen ist eine absolute Krückenlösung, der hat garkeine Leistung mehr. Funktionieren ut er natürlich aber das ist doch ein Witz.


    Dann schau Dir mal das Anschlussbild auf der Abdeckung der Klemmen an. Die Herdplatten bzw. Kochfelder und der Backofen werden nur mit 230V einphasig betrieben. Ich hab bestimmt schon mehr E-Herde angeschlossen als Du. In vielen älteren Objekten gibt es nur einphasen Wechselstrom und mir ist nicht aufgefallen, dass der Herd dort weniger Leistung hat.

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  • Hallo,


    Ich weiß nicht, wie es bei anderen Systemen ist, aber beim Kostal Piko BA kann man entweder symmetrisch auf allen 3 Phasen einspeisen (Standardeinstellung) oder nach Bedarf (Messung über installierten Sensor) auf den 3 Phasen unterschiedlich.
    Ich nehme an, dass das andere Systeme auf dem Markt auch können...


    Gruß,
    muddy.

    6,36 kWp, Kostal 10.1 BA mit 19x 12V/70 Ah Hoppecke Akkus als Einspeise-/Eigenverbrauchsanlage;
    1,65 kWp, Victron MPPT 100/50, 2x 12V/260 Ah AGM-Batterien, Victron 24/800 Multiplus als reine Insel-Anlage