Ersatzmodule

  • Hi liebes Forum,


    Ich stehe augenblicklich vor der Überlegung -und bitte korrigiert mich, wenn ich auf gedankliche Abwege gerate-, mir für meine recht neue Anlage noch Ersatzmodule zu besorgen, damit ich im Falle des Ausfalls eines oder auch mehrerer Module eben Ersatz habe. Augenblicklich gibt es noch Module. Das auch vor dem Hintergrund, dass viele PV-Produzenten schließen. Meine Module sind Winaico Perc. Was meint Ihr ?? LG Fred :danke::danke:

    Nord-Ost 19 x WINAICO WSP-280M6 PERC WINAICO
    20 ° Nordosten (50 °)
    Süd-West 16 x WINAICO WSP-280M6 PERC WINAICO
    20 °Südwesten (230 °)
    Regenwasser 7,0 m3 (Toil.und WM)
    Solartherme 8,0 m2 500L-Speicher
    Sonnenbatterie 10,00 eco
    Holzofen

  • Hallo Fred,


    Würde ich nicht machen.
    Die Ersatzmodule würden ja sinnlos rumstehen, unnötig Kapital binden und somit unwirtschaftlich sein.
    PV-Module werden tendenziell in Zukunft noch günstiger werden. Normalerweise kümmert man sich um Ersatz, erst wenn es nötig wird. Du wirst auch in Zukunft noch Module mit sehr ähnlichen Abmaßen und elektrischen Werten bekommen. Selbst wenn Hersteller xyz dann nicht mehr da ist. Außerdem gibt es Zweitmärkte wie ebay oder secondsol. Secondsol beschafft glaube ich gezielt Ersatzmodule.
    Wir betreiben hier in Familie Anlagen aus 2004 und 2005, da braucht´s noch keine Ersatzmodule ... Generell hört man aus der Branche (noch) wenig Probleme mit defekten Modulen.
    Klar, man kann immer Pech haben, aber aus meiner Sicht bleibt bei PV ein Betreiberrisiko, dass man nicht komplett ausblenden kann.

  • Zitat von LangiKAUZ

    Würde ich nicht machen.


    Ich auch nicht, Probleme bei Einzelmodulen treten eher selten auf. Da ist der Ausfall eines Wechselrichters innerhalb der 20jährigen Betriebszeit mit garantierter Vergütung gem. EEG noch eher wahrscheinlich.


    Aber auch den sollte man sich nicht "in den Keller legen", lieber nach 10 Jahren durch einen dann aktuellen WR ersetzen, wenn der Alte sein Leben ausgehaucht hat.


    Wenn alle Module betroffen sind dann passen die jetzt beschafften "Ersatzmodule " sowieso nicht mehr weil man ja eh alles erneuern müsste.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hallo,


    rein wirtschaftliche Erwägungen bei der Frage, ob eingelagerte Ersatzmodule Sinn machen, können noch andere Aspekte eine Rolle spielen, z.B. die Optik der Anlage. Wenn ich z.B. 42 Module in elegant-schwarz gerahmter Designeroptik auf dem Dach habe, und es am Tag X ausgerechnet dieses Modul nicht mehr gibt, dann habe ich drei Möglichkeiten, die allesamt unbefriedigend sind:
    a) ich lasse das defekte Modul auf dem Dach (ggf. abgeklemmt und aus dem String genommen)
    b) ich nehme das defekte Modul vom Dach und lasse eine Lücke
    c) ich füge ein anderes Modul in den String ein, das ggf. farblich, von den Abmessungen nicht passt oder von den elektrischen Werten her nicht passt.


    Alles irgendwie Murks.


    Wenn ich mal 150-200 Euro für ein Reservemodul ansetze, dann habe ich bei vier Ersatzmodulen und 10 Jahren "Wartezeit" bis zum eventuellen Austausch, dann kostet mich diese Art der "Ersatzteilversicherung" 30-40 Euro/Jahr.


    Auf Ebay oder Secondsol als im Bedarfsfall am Tag X passgenaue Lieferquelle würde ich micht dagegen nicht verlassen.


    Wirtschaftlicher wäre es natürlich, die Reservemodule in ihrer Einlagerungszeit ebenfalls zu nutzen, z.B. auf einem PV-Generator auf einem Gartenhäuschen o.ä. Allerdings altern diese Module dann auch mehr, als wenn sie trocken, kühl und dunkel eingelagert sind.


    Man kann da lange hin und her rechnen, ob sich das lohnt. Das ist eine persönliche Entscheidung anhand mehrerer Faktoren, nicht nur der reinen Wirtschaftlichkeit folgend. Jeder (vernünftige) Bauherr lagert auch einen ordentlichen Stapel Dachziegel seines Hausdachs ein und ist froh, wenn er nach einer Sturmnacht o.ä. schnell wieder ein intaktes Dach hat und nicht erst im Akutfall feststellen muss, dass "sein" Dachsteinmodell in der Ausführung nicht mehr lieferbar ist.


    Grüsse


    Tom

    5 Wp mono an 6V-Teichpumpe
    40 Wp Faltmodul mono f. Peltier-Kühlbox
    2x30Wp mono an Pumpe u. 50m Schlauch (autarke Poolheizung)
    1x195Wp mono an IVT SCD-20, 2x12V/115Ah Gel u. 600W Sinus-WR
    21x195Wp mono an Outback Flexpower One und 8x12/115Ah Gel (in Bau)

  • Zitat von tomduly

    Wenn ich mal 150-200 Euro für ein Reservemodul ansetze, dann habe ich bei vier Ersatzmodulen und 10 Jahren "Wartezeit" bis zum eventuellen Austausch, dann kostet mich diese Art der "Ersatzteilversicherung" 30-40 Euro/Jahr.


    Und was ist, wenn aufgrund von Delamination alle Module getauscht werden müssen :?:


    Dann geht`s bei den Ersatzmodulen einfacher, die braucht man blos aus dem Keller rausholen und entsorgen :mrgreen:


    Zitat

    a) ich lasse das defekte Modul auf dem Dach (ggf. abgeklemmt und aus dem String genommen)


    Bei einem einzelnen oder auch 2 defekten Modulen sicher sowohl die optisch als auch wirtschaftlich beste Lösung, eine gute Auslegung (ausreichend lange Strings, wo ein fehlendes Modul nicht gleich den ganzen String lahmlegt) natürlich vorausgesetzt :idea:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Wenn man versichert ist, wird das nicht lohnen. Die Versicherungen zahlen (zumindest derzeit) auch "Mondpreise" für den Ersatz, da wäre es manchmal wirtschaftlicher einfach den Ausfall zu vergüten.
    Ist man nicht versichert - bei einem großen Schaden hat man sicher nicht genug Module gebunkert und sei es, daß nur eines fehlt 8) Ist nur ein Modul defekt, wird man es in den ersten Jahren hoffentlich noch zu einem angemessenen Preis bekommen und später läßt man es einfach weg.
    Rein optisch - sieht ein Modul, das 10 Jahre am Dach war wirklich gleich aus, wie eines, das 10 Jahre im Keller stand? Bezweifle ich mal, zumindest bei jemanden, der da wirklich Wert drauf legt.
    Es als kleine Insel zu nutzen, wäre imo das optimale, es altert da ja auch nicht groß anders als die am Dach, sowohl optisch als auch elektrisch. Hat aber den Nachteil, daß es auch dort einen Steinschlag oder was auch immer bekommen kann und dann auch nicht mehr zur Verfügung steht. Wie man das steuerlich einordnet ist noch ein ganz anderes Problem - im Keller ist das einfach Lagerhaltung aber wenn es genutzt wird und der Strom draus nicht versteuert wird??? Nebenbei - 60-Zeller sind nicht wirklich die erste Wahl für kleine Inseln, habe jetzt nicht nachgesehen, ob die hier genannten solche sind.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

    Rechtschreibhilfe besser ausschalten statt unlesbare Texte zu produzieren.