Altbau / Umbau Fragen

  • hoffentlich im richtigem Forum:


    Ausgangslage


    Südostbayern
    Altbau - Reihenmittelhaus Baujahr zwischen 1960-1970
    etwa 100-110qm
    Erdgeschoss ( Vorraum, Küche und Wohnzimmer - wird 1 Raum )
    und 1. Stock ( Bad - wird vergrößert, Schlafzimmer, mini Büro, Gäste(/Kinderzimmer) )
    Vollunterkellert
    Ölheizung 20-25 Jahre alt, Verbrauch dzt. lt Vorbesitzer etwa 1500L / Jahr
    Dach vor etwa 20 Jahren erneuert
    keine Wärmedämmung
    Warmwasserbereitung derzeit mit Boilern (Großer oben im Bad zum Badewanne, kleiner unterm Waschbecken Bad & kleiner in der Küche)
    Satteldach (Nord & Südseite mit jeweils etwa 30 qm Dachfläche)
    mini Vorgarten & Eingang auf der Nordseite
    kleiner Garten & Terasse auf der Südseite


    Geplant (bisher nur gedanklich):


    neue Heizung
    Fußbodenheizung (zumindest in Wohnküche & Bad)
    Warmwasserbereitung zentral
    Anbau auf der Südseite (viel Glas, damit auch Isolierung)
    Alle restlichen Fenster & Haustür erneuern mit Isolierverglasung
    Dachboden Dämmung
    kompletter Innenputz und Böden runter / raus (&erneuern)
    komplett neue Elektrik
    paar Wände versetzen (das nur nebenbei)
    wenn genug Geld noch verfügbar - kleiner Schwedenofen


    Fragen:


    Welche Heizung & was zusätzlich?


    Überall FuBoheizung?


    Gedankengang geht zu Gasheizung & Photovoltaikanlage


    Als absoluter Neuling hoffe ich ihr steinigt mich nicht wegen vielleicht "dummer" Fragen.


    Ist es möglich (und sinnvoll) die PV-Anlage so zu steuern das man
    1. Warmwasser
    2. Hausstromverbrauch deckt
    3. Stromeinspeist (und damit irgendwann "geldverdient")


    Was würde so eine Anlage etwa Kosten - welche Größe ist "sinnvoll" ?
    Wann rentiert sich die Anlage ("break even point")


    vielleicht Später (wenn billiger) Anschaffung eines "Akkus" für den PV Strom


    Viele Fragen hoffen auf viele Antworten :D


    Es geht hier um eine reine Gedankenspielerei welche aber innerhalb ca 1Jahres ab jetzt Wirklichkeit werden soll ;)

  • Hast du einen Gasanschluß anliegen ? oder musst du den erst noch bezahlen ?
    PV für Hasverbrauch geht - mit Überschußeinspeisung - dann verbrauchst du entsprechend viel selbst und der Rest geht ins Netz. Richtig Gewinn wirst du da nicht machen aber es rechnet sich allemal.
    Gut wäre gleich zum Umbau neue Haushaltsgeräte zu kaufen, die entsprechend wenig verbrauchen. Gut auch, wenn du die vorrangig bereits mit Warmwasser aus der Heizung betreiben kannst - Waschmaschine & Geschirrspüler... Da sparst du dir die elektrische Aufheizung.
    Dann kannst du sie PV bereits für einen Speicher vorrüsten lassen - entweder als DC gesteuert - dann brauchst du eine andere Verschaltung der Module - oder AC gesteuert, dann bleibts bei einer herkömmlichen Verschaltung.
    Helfen kann man dir, wenn du Maße des Daches einstellst - dann kann man mal rechnen, was aufs Dach passt und welchen Ertrag du haben könntest - wenn du die PLZ mit einstellst....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !


  • Maße hab ich oben bereits eingestellt - Südseite des Daches hat ca 30qm - Satteldach wieviel Grad weiß ich leider nicht - 94032 wäre die PLZ

  • Zitat von deaken


    Moin,
    die Anbindung der Haushaltsgeräte ans Warmwasser setzt aber meiner Meinung nach eine Warmwasserzirkulationsleitung voraus. Sofern diese nicht vorhanden ist, kühlt sich das Wasser in der Leitung wieder ab und in dem Moment, wo die Spülmaschine oder Waschmaschine das Warmwasser braucht ist nur kaltes in der Leitung.
    Die Zirkulationsleitung fördert durch eine kleine Umwälzpumpe über ein selbst gesetztes Zeitfenster das Warmwasser durch die Leitung und es steht dann unmittelbar am Verbraucher (Wasserhahn oder Geräte) zur Verfügung.
    Lediglich das kurze Stück von der Ringleitung zum Verbraucher wäre "kühler".
    Hier ein paar weitere Infos dazu
    http://www.haustechnikdialog.d…ation-im-Neubau-Standard-
    Gruß
    Red5FS

    Gruß Red5FS
    ---
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  • Neue Heizung dürfte nach 25 Jahren obligatorisch sein. Gasbrennwert ist am günstigsten und hat den besten Wirkungsgrad (auf Hocheffizienz Pumpen achten :!: ). Was kostet dich der Gasanschluss?
    Fußbodenheizung im Bestand ist eine recht große Sauerrei und wenn man es dann eh nur halb machen will, kann man es auch bleiben lassen und Niedrigtemperatur-Heizkörper an die Wand hängen. Ist immer noch eine staubige Angelegenheit, aber es ist bedeutend einfacher/günstiger 2-3 Heizstränge durch den Bau zu legen, als im ganzen EG den Estrich raus zu hauen und anschließend die Böden neu aufzubauen.
    "viel Glas, damit auch Isolierung" habe ich nicht verstanden Glas ist eher ungleich Isolierung :!: Da wird es dann also eher in Richtung 20.000-25000KWh im Jahr gehen je nach Größe des Glaskastens
    Alle Fenster neu bringt ca. 15% weniger Energieeinsatz je nach Ausgangslage und die oberste Geschossdecke bzw. DG gedämmt bringt nochmal ca. 15%, so dass Du am Ende wieder bei ca. 15.000KWh im Jahr landest.


    Zu den Fragen:


    Ich würde erst die Kosten für den Gasanschluss prüfen und dann weiter überlegen.
    Gastherme mit Brauchwassererwärmung und WW-Zirkulation an ALLEN Zapfstellen wäre mein klarer Favorit!


    Fußbodenheizung würde ich mir gründlich überlegen und nur angehen, wenn sowieso im GANZEN Haus die Böden komplett neu müssen. Wie ist der Boden aufgebaut?
    1960-70 läuft bei mir zwar nicht unter Altbau, aber auch zu der Zeit gab es viele Häuser mit Holzdecken z.B. als Boden der 1. Etage; da ist nix mit Fußbodenheizung zu machen!


    Heizung und PV kannst Du da gedanklich trennen.
    Mit PV lässt sich eh nicht die Menge an Heizleistung erzielen, dann zu der Zeit, wenn Du heizen musst (Winter!!!) fast keine Sonne zu erwarten ist.
    Warmwasser über PV wäre ein goody, dass man aber nicht teuer einkaufen muss.


    Auf das Süddach bekommst Du ca. 4 KWp drauf, wenn da keine Gauben/Dachfenster etc. sind.
    Was für eine Dachneigung hat das Norddach und welche Ausrichtung ist das genau :?:

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • @ deaken


    Erstmal musst du dein Haus planen bevor du die Heizung auswählst. Bestandsaufnahme, Sollzustand festlegen und rechnen! Ich empfehle http://www.u-wert.net. Wenn du dann mit allem fertig bist hast du auch dein Heizlastprofil mit dem du dann ausrechnen kannst welche Heizung du nimmst. Ach ja Flächenheizung sollte heute Standard sein Fußboden und Wandheizung.

  • Zitat von Red5FS


    danke!




    mhh wäre es also nicht sinnvoll eine Anlage draufzubauen? Wie gesagt der Gedanke
    1. Warmwasser
    2. Hausstromverbrauch deckt
    3. Stromeinspeist (und damit irgendwann "geldverdient")
    ist nicht gut?


    Norddach is genau gegenüber :lol::roll::oops: und soweit ich weiß vorwiegend im Schatten - glaub das wäre Verschwendung - aber vielleicht kann ich ja auf ein kleines Gartenhaus noch was draufbasteln ;)

  • Zitat von mb84

    @ deaken


    Erstmal musst du dein Haus planen bevor du die Heizung auswählst. Bestandsaufnahme, Sollzustand festlegen und rechnen! Ich empfehle http://www.u-wert.net. Wenn du dann mit allem fertig bist hast du auch dein Heizlastprofil mit dem du dann ausrechnen kannst welche Heizung du nimmst. Ach ja Flächenheizung sollte heute Standard sein Fußboden und Wandheizung.


    ja, da bin ich gerade dabei - ich sammle Infos! :danke: für den link

  • Wenn du alles hast dann teil uns mal mit wie viele kwh du überhaupt brauchst. 3 fach Verglasung bringt was Richtung Norden, in Richtung Süden eher nicht mussten die Glashersteller sogar schon zugeben (Stichwort: Solare gewinne).

  • Zitat von deaken


    rund 800euro


    Wenn da keine Null fehlt, dann dürfte Gas viele Vorteile haben.


    Zitat

    nunja, das hatte ich schon vor, das würde ich ja auch in Eigenleistung machen - und Frau wünscht sich das auch ;)


    Frauen :roll:


    Zitat

    ist da der "Reihenhausmittelhausfaktor" mit einberechnet?


    Das ist gaaaanz grob über den Daumen gepeilt!
    Wir haben ein Reihenendhaus aus 2006 MIT relativ guter Dämmung und kommen auf 10.000KWh (Gas) für Heizung und WW. Das ist halt immer auch eine große Frage der Heizungseinstellung und -regelung.
    Das Reihenmittelhaus bei uns mit identischer Heizung und Wohnfläche verbraucht bei gleicher Dämmung sogar mehr als wir im Jahr (ca. 15.000KWh) und das andere Endhaus schießt mit 22.000KWh den Vogel ab. Wie gesagt alles bei gleicher Wohnfläche, gleicher Nutzung, gleicher Dämmung und baugleicher Heizung :!:


    Wer die Werte der Heizkurve, Steilheit, Parallelverschiebung und max. Vorlauftemperatur auf Standard lässt zahlt drauf. :mrgreen:
    Und nein, bei uns friert niemand im Winter. 8)


    Zitat

    gut, dann komplett - is ja dann eh nicht mehr viel Boden über :D[...]alles Beton


    Liegt da schon schwimmender Estrich drin?
    Ansonsten wird das ein Tagebau. :lol:


    Zitat

    mhh wäre es also nicht sinnvoll eine Anlage draufzubauen? Wie gesagt der Gedanke
    1. Warmwasser
    2. Hausstromverbrauch deckt
    3. Stromeinspeist (und damit irgendwann "geldverdient")
    ist nicht gut?


    Für WW braucht es halt im Idealfall eine BWWP ... die kostet auch erst mal Geld und deswegen würde ich das hinten anstellen!
    Bevor Du Strom per billigem Heizstab im Wasser versenkst würde ich einspeisen und WW über Gastherme machen.


    Wenn das "Norddach" fast genau nach Norden zeigt und > 20 Grad DN hat, dann macht das nicht mehr viel Sinn.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

    2 Mal editiert, zuletzt von seppelpeter ()