SHM und Mennekes Wallbox

  • Hallo,


    nachdem wir irgendwie derzeit recht fleißig ins Stromnetz einspeisen, soll der EV optimiert werden. Geplant ist daher mittelfristig der Kauf eines Elektroautos. Dieses will dann natürlich geladen werden - am besten mit dem eigenen PV-Strom. Im Zusammenspiel mit dem SHM bin ich hierbei auf die Mennekes Wallbox gestoßen. Hat die jemand von euch schon im Einsatz? Funktioniert das gut?


    Insbesondere interessieren mich folgende Punkte:

    • Regelt die Wallbox die Ladeleistung entsprechend der PV-Leistung, oder schaltet die wie eine Steckdose nur an, wenn genug Strom vorhanden ist?
    • Was kostet sowas ungefähr (Wallbox plus Einbau; 400 V/ 16 A sind vorhanden)?
    • Wie muss ich mir das in der Praxis vorstellen? Ich stecke das Auto an. Die Box muss ja nun wissen, wann ich wieder weg möchte und wie voll der Akku dann sein soll. Habe ich hierzu eine App oder stelle ich das an der Box selbst an? Oder gibt es nur feste Zyklen? Die Akkuladung könnte die Box ja noch vom Auto bekommen... Gibt es hierzu schöne Screenshots/ Fotos, wie sowas aussieht?


    Ich würde mich freuen, wenn ihr hier eure Erfahrungen mit mir teilt.


    Danke
    Ilchi

    Die Elektromobilität darf nicht an der Installation von Steckdosen scheitern - auch nicht im WEG-Umfeld: https://www.yourcharge.eu

  • Hallo,
    Ein Elektroauto (EA) eignet sich hervorragend um den Eingeverbrauch zu steigern. Voraussetzung ist allerdings, daß der Wagen auch bei Sonnenschein daheim parkt und nicht unterwegs ist. ;-)


    Ich habe ein EA, das ich aber nicht über die Wallbox sondern über das Notladekabel mit ICCB (Integrated Cable Control Box) http://www.mennekes.de/index.php?id=elektromobilitaet_neu&tx_asimcommerce_pi1[mapid_dummy_0]=2000001&tx_asimcommerce_pi1[mapid_dummy_1]=2000001&tx_asimcommerce_pi1[mapid]=0000000600024cff00010023%3A2 (der Link wird leider nicht richtig dargestellt) mit 1400, 1950 oder 2300 Watt laden kann. Die Werte kann ich nur händisch ändern und nicht per Fernzugriff - leider. Da das Notladekabel aber einen ICCB hat, kann ich es an die SMA Funktsteckdose anschließen und darüber steuern. Ich habe das Notladekabel in aller Regel auf den kleinsten Wert eingestellt, weil mein 4,4 kW EV Anlage mit zwei Ausrichtungen nur über die Mittagszeit die höchste Leistungsabgabe hat. Das hat den Vorteil, daß das EA lange angeschlossen bleiben kann und mit anderen Verbrauchern nicht so häufig in Konflikt gerät.


    Der Nachteil dieser Lösung ist, daß bei hoher Solarstromerzeugung und sonst geringem Eigenverbrauch nur wenig vom EA abgenommen wird und die Netzeinspeisung steigt. Ähnlich gelagert ist es, wenn man unter Tags mit dem EA nicht zu hause parkt.


    Das Auto als rollender Batteriespeicher würde sich anbieten, haben doch die meisten aktuellen Modelle schon mehr als 16 kWh Kapazität. Leider haben bisher nur 1-2 Modelle eine bidirektionale Lademöglichkeit, bei der sie auch Nachts wieder Strom an das Haus abgeben können. Die Autohersteller haben da noch zuviele Bedenken, was die Lebensdauer der Akkus angeht, wird doch damit Akkudurchsatz erzeugt ohne Fahrleistung zu bieten.


    Die Lösung wäre zusätzlich in stationäre Batteriespeicher zu investieren, die den Eigenverbrauch (EV) glättet. Da die Preise für Akkus im Jahr 10 - 30 % fallen, und die Wirtschaftlichkeit der Heimspeicher sich am Horizont abzeichnet, könnte das die zukünftige Entwicklung werden. Zusammen mit dem EA hätte man noch ein größeres Speicherpotenzial.


    Eine Lösung SMA SHM - Wallbox suche ich selbst.

    "Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es miteinander teilt." (Marie Ebner-Eschenbach); PV 7,92 kWp (2009), Anteil Bürgerenergie-Windrad (2013), PV 4,42 kWp SHM (SMA) Eigenverbrauch (2015), VW e-up! (Schnarchlader) (2014), i3 (2017), HausAkku 8 kWh, PV 9,9 kWp auf Norddach 8o, 22kW openWB :love: (2020)

  • Ich zuhause habe einen modifizierten Volkszähler.
    Am Raspberry berechne ich immer die aktuelle Überschussleistung und steuere damit meine Open EVSE Tankstelle.
    Grundsätzlich wird nur Überschuss geladen. Ich habe mir eine eigene Weboberfläche gebastelt, bei der ich einstellen kann, dass z.B. 3h mit voller Leistung geladen werden soll.
    Sind aber alles Eigenbaulösungen.


    Ich habe aber eine fertige Tankstelle gefunden, die anscheinend auch regelbar ist:
    http://www.car-go-electric.de
    Grundsätzlich haben diese Tankstellen eine Schnittstelle, an der man den max. Ladestrom vorgibt.
    Die Regelung selbst muss man meist leider selber machen.

    24x Hareon 235, Kostal Piko 5.5, 24x Hareon 240, Fronius Symo 5.0, volkszaehler, open EVSE (Arduino), Open Energy Meter (Arduino)

  • Meines Wissens gibt es (noch) keine steuerbare Wallbox. Meine (Mitsubishi) kostet knapp 700 €.
    Doch von Mitsubishi kommt in Kürze die interaktive EVPS auf den Markt. Die ist rückspeisefähig ab Chademo...
    Erfahrungsgemäss passen die Profile von PV und EV überhaupt nicht zusammen.
    Darum laden wir immer auswärts an Schnelladern, oder zu Hause nachts.
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Reden wir hier von rückspeisefähig?


    Aber normale geregelte Ladeboxen gibt es einige.

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  • Zitat von martingraml

    Reden wir hier von rückspeisefähig?
    Aber normale geregelte Ladeboxen gibt es einige.


    Es geht um Ladeboxen, die mit dem SHM zur Eigenverbrauchsoptimierung kommunizieren können.
    Bidirektionales Laden geht nicht nur über die Ladeboxen, das muss auch der Wagen beherrschen.

    "Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es miteinander teilt." (Marie Ebner-Eschenbach); PV 7,92 kWp (2009), Anteil Bürgerenergie-Windrad (2013), PV 4,42 kWp SHM (SMA) Eigenverbrauch (2015), VW e-up! (Schnarchlader) (2014), i3 (2017), HausAkku 8 kWh, PV 9,9 kWp auf Norddach 8o, 22kW openWB :love: (2020)