Volleinspeiser aus Überzeugung

  • Als ich vor über 30 Jahren meinen ersten “netzgeführten Panelwechselrichter” kaufte und vier teure 45W Modülchen
    nach der Sonne ausrichtete war meine Begeisterung gross, zu hören wie der Kleintrafo summte. Als Elektriker lernte ich:
    Der Gleichstrom von den Panels wurde in Wechselstrom umgewandelt und in die nächste Steckdose eingespeist.
    Was für eine simple Sache.
    Kurz darauf installierte ich mit Freunden auf meinem Elternhaus die erste Photovoltaikanlage unseres Dorfes.
    „Freude herrscht,“ so ein Bundesrat.
    Der alte Ferraris verlangsamte seine Fahrt während dem Tag, oder drehte über Mittag eine kWh zurück;
    -Solarstrom wurde zum Hochtarif saldiert. Heute nennt man das Net-Metering!
    Plötzlich erhielt ich einen Anruf vom Stromversorger: „Wir müssen ihnen einen Zweirichtungszähler installieren
    -von Gesetzes wegen.“ Tatsächlich hatte der gleiche Bundesrat erste Einspeiserichtlinien erlassen.
    Inzwischen war ich Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe für dezentrale Energieversorgung und betrieb eine weitere 3 kW Anlage auf einem Fremddach mit separater Messeinrichtung. Der Solarstrom wurde über das bekannte „Burgdorfer Modell“ mit CHF 1.-/kWh vergütet.
    Solarstrom produzieren war eine gute und lohnenswerte Sache, war ich überzeugt und reinvestierte meine Solarfranken
    in eine grössere Gemeinschaftsanlage.
    Irgendwann ging das Übertragungsnetz an Swissgrid der Strommarkt wurde liberalisiert und die KEV gegründet.
    Das war während des Neubaus unseres MFH, welches ich sofort über eine Projektänderung mit dem GU zur Hälfte
    mit PV decken liess. Doch es dauerte noch zwei Jahre, bis die KEV-Warteschlange abgebaut war, ich installierte eine weitere Anlage auf unseren Carport und handelte einen Mischtarif aus.
    Meine Erfahrungen mit PV im Netzverbund waren so gut, dass ich letzten Sommer ein weiteres Fremddach pachtete
    und meine bekannte Ost/West-Anlage darauf baute. Das war vorläufig mein letzter Streich, denn die renditeträchtigen Investitionen in PV sind vorbei. Doch meine Anlagen laufen auf Vollast, sind bezahlt und der Wartungsaufwand ist vernachlässigbar. Regelmässig erhalte ich weitere Gutschriften, oder auch mal eine Prämienrechnung der Versicherung.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

    Einmal editiert, zuletzt von einstein0 ()

  • Zitat von italiano83

    Sinn und zweck deines Textes ??


    Kauft keinen Speicher :mrgreen:

    Sunpower X21-345 / 28 Stk. = 9.66kWp / Süd +41°
    SMA 10000 TL-10
    Solar Log 1200 Meter
    Varta one XL 13,8 kWh


    Für die Zocker:
    Freundschaftscode Swissquote: diii03
    Bei Konto Eröffnung angeben, es gibt Fr. 100.- Trading Kredit geschenkt. Code läuft nie ab.

  • Zitat von italiano83

    Sinn und zweck deines Textes ??



    Speicher sind böse, nur Volleinspeiser sind das einzig Wahre.


    Ich fahre auch Elektroauto indem ich meinen Solarstrom tagsüber in das Netz lagere um ihn Nachts für mein E-Auto abzurufen?

  • Mag ja alles schön und gut sein. aber deswegen ein Thread aufmachen ???

    28 x Heckert Nemo P60 260watt ( 7,28 kwh )
    Schletter Flachdach Ost West System
    Fronius 6.03M

  • :juggle: der Einstein traut sich nicht zu fragen wie er nun am besten einen speicher instalieren kann das die anlage auf seinem Hausdach auch rentabel bleibt ,,,, zwinker

  • Mein Erfahrungsbericht beruht auf Fakten und der Grundidee, Solarstrom höchst effizient ins Verbundnetz einzuspeisen.
    In unserem MFH zum Beispiel entsteht weder ein PV-Produktionsüberschuss noch ein Strommangel im Haushalt.
    Der Strom wird über drei Zähler gemessen und mit insgesamt acht unterschiedlichen Tarifen verrechnet oder vergütet.
    Ein paar Zahlen:
    Energiebedarf Haushalt: ca 13'000 kWha (inklusive Elektromobil)
    Energiebedarf Heizung: ca 6'500 kWha (Wärmepumpe)
    Energieerzeugung PV: ca 5'500 kWha
    Monetärer Deckungsgrad: > 100%
    Durch die vorteilhafte Tarifstruktur werden also die Stromkosten von Bezug und Einspeisung übers Jahr ausgeglichen.
    Bei der Einspeisung von Solarstrom ins Verbundnetz sind Speicher in der Schweiz kein Thema (Zitat Stromversorger).
    Allerdings wird nach dem Auslauf der Kostendeckenden Einspeisevergütung 2034 durch einfache Zählerumverdrahtung
    ein Eigenverbrauch von Solarstrom in Echtzeit angestrebt.
    Das vorhandene Elektromobil hat nichts mit der PV-Anlage zu tun, sondern wird wie jeder andere Verbraucher im Haushalt
    so effizient und kostengünstig wie möglich versorgt.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Servus,


    nur Volleinspeiser sind gute PV'ler. Die bösen machen Überschuss. [FACE WITH TEARS OF JOY]

    Mein gelieferter Strom ist zu 100% aus Erneuerbarer Energie hergestellt

  • Zitat von einstein0


    Ein paar Zahlen:
    Energiebedarf Haushalt: ca 13'000 kWha (inklusive Elektromobil)
    Energiebedarf Heizung: ca 6'500 kWha (Wärmepumpe)
    Energieerzeugung PV: ca 5'500 kWha



    Verrückt, da häuft sich ja ein riesiges Minus auf deinem Netzverbundkonto an :roll:


    Ich bin übrigens überzeugter Geldanleger im Netzverbund.


    Monatliche Ausgaben: 2500€
    Kontostand 150 €
    Monatliche Einnahmen: 1000 €


    Wenn die Bank meckert, schick ich sie einfach zu Einstein :D