PV Neuling erste grobe Umrisse und noch viele Fragen

  • Hallo alle zusammen,


    ich bin auch endlich auf den Geschmack gekommen und beabsichtige mir eine Solaranlage zuzulegen.
    Da ich handwerklich und elektrotechnisch Geschickt bin beabsichtige ich auch vieles davon selbst zu machen.
    Ich denke das wichtigste dafür habe ich schon getan: Unseren Elektriker gefragt. Grunsätzlich erst einmal kein Problem :D
    Leider werden wir wohl den Zähler und Sicherungsschrank neu aufbauen müssen.
    Die nächste größere Stadt ist Dresden


    An Dachflächen beabsichtige ich zum einen die Südhälfte des Nebengebäudes(11x4.2m 50°) und zum anderen das Carport(8x3m °) zu nutzen und damit an die 10KWp Grenze zu gehen.
    Theoretisch wäre noch das Wohnhaus mit Ost/West frei (ca je 10x10m 60°)
    Zu bedenken ist der Schornstein der die Dachfläche des Nebengebäudes teilweise verschattet.
    Schmal aber über die ganze Dachschräge hinweg.


    Verbrauch:
    Im Moment habe ich einen Grundverbrauch von 0,35KWh/h und einen Jahresverbrauch von 4700KWh.
    Dazu Sauna (einmal die Woche), hin und wieder Holzspalter und Säge, welche zusammen 10KW haben.
    Dies wird sich aber in einigen Wochen um einen Pool erhöhen. Für diesen rechne ich mit 2000KWh im Jahr.
    Alles in allem also planbare Verbräuche


    Den Speicher möchte ich in erster Linie als Notstromversorgung. Erst in zweiter Instanz zur EV Optimierung.


    Bei ersten Versuchen mit SunnyDesign mit einigen Modulen bin ich bei ~230Wp im Format 1x1,66m als momentan günstigste Option gelandet um die 10KWp auszureizen.


    Als Ausgangslage ist herausgekommen:
    22 + 15 Module Perfect Energy PEM230 2 Jahre alt für 119€
    SMA TriPower 7000 f. 1900€
    evtl Winston LiFeYPo Speichersystem um die 7,6KWh f. 4T €
    SunnyIsland 6
    SunnyHomemanager und EnergyMeter


    Ich habe mich auch schon für die 70% weich Regelung entschieden. Auch wenn dies noch Zeit hat.


    Und noch viele offene Fragen:
    - Nachteile des Eigenbau's, wenn ein Elektriker die Anlage abnimmt.
    - gebrauchte Module? 1-5 Jahre
    - SMA ist sicherlich ein guter Hersteller, aber gibt es interessante Alternativen? Insbesonder in Hinblick auf die Kosten
    - welches BMS für SMA bzw anderen Wechselrichter
    - habe ich etwas übersehen? Ich komme mit den Winstons günstiger als mit Blei
    (16 Winston 200Ah Zelle 80%DoD 5000 Zyklen bei 268€ -> 11,6C | 24 HoppeckeOPzS 4 280 48% DoD 3000 Zyklen bei 124€ -> 17C)

  • Woher kommen denn die gebrauchten Module (Preise sind brutto? )? So gut wie immer haben die keine Möglichkeit auf EEG-Vergütung mehr - wobei DD ja nah an der Grenze liegt und du nicht schreibst von welcher Seite du kommst.
    Du brauchst noch Unterkonstruktion, Kabel, Elektriker, ... wenn du dann hier auf den Marktplatz schaust, siehst du, daß du für das Geld die Anlage mit neuen Komponenten fix und fertig mit voller Gewährleistung und EEG-konform aufs Dach montiert bekommst. Fragen kann man natürlich immer, ob man mithelfen kann.


    Li... ohne BMS ist möglich aber mutig und das kostet auch noch ein paar Cent. Niemand verwendet bei Selbstbau neues Blei. Beides zusammen relativiert die Rechnung, ein Geldesel ist kein Speicher.

  • Zitat von Maveriik26

    Hallo alle zusammen,


    ich bin auch endlich auf den Geschmack gekommen und beabsichtige mir eine Solaranlage zuzulegen.
    Da ich handwerklich und elektrotechnisch Geschickt bin beabsichtige ich auch vieles davon selbst zu machen.
    Ich denke das wichtigste dafür habe ich schon getan: Unseren Elektriker gefragt. Grunsätzlich erst einmal kein Problem :D



    :lol:


    Ich denke, du wirst das super hinbekommen!
    Toy toy toy
    ... und halt uns am Laufenden.


    Module gebraucht?
    Würde ich nicht machen - hatte sicher einen Grund warum diese abgebaut wurden.
    Auf dem Dach dann irgendwann Fehlersuche zu betreiben kann recht unlustig werden.

    LiFePO ist anders.

  • Naja, gebraucht ist eigentlich der falsche Begriff.


    Ich denke da an zB die hier: http://www.secondsol.de/handel…ige,9455,PEM-230X-60P.htm
    (nur als Beispiel)
    Wobei dies nur eine Option sein soll. Bei gebraucht würde ich also darauf achten warum sie abgebaut wurden.


    ja, der Preis war Brutto. Wenn ich es so lese sollte ich aber auf Netto umsteigen. Ist ja so üblich. Hatte einfach die MWSt addiert.


    Zitat

    welches BMS für SMA bzw anderen Wechselrichter


    Natürlich nur mit BMS


    Für den Anfang möchte ich mich darauf konzentrieren ob es günstigere, aber gleichwertige Produkte wie von SMA gibt.
    Mehr Arbeit beim Bedienen oder Aufbauen soll dabei keine Rolle spielen.

    Einmal editiert, zuletzt von Maveriik26 ()

  • Die erste Entscheidung wäre, welche Art von Speicher du willst und wie groß dieser sein soll. Wenn großer, günstiger Eigenbau-Speicher --> siehe Unterforum Inselanlagen, da gibts bereits zahlreiche Themen mit den Details und Kosten.


    Wenn kleiner Speicher als Fertig-Lösung, siehe z.B. Fronius Hybrid, der hat anscheinend auch eine Notstromversorgung.


    Bei dem Schatten bist du außerdem auf WR mit Schattenmanagement festgelegt (SMA, Fronius Symo/Hybrid, ABB, Steca coolcept...).

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Für den Anfang denke ich an ca 10KWh Speicher nutzbar. Entspricht etwa 1 Tag bei mir.
    Die Lithium gefallen mir da wegen Platz und effizienz (DoD)besser, aber die beiden Punkte sind nicht wirklich ausschlaggebend. Am Ende kommt es auf den Preis an.


    Pro Blei: weniger Anfangsinvestition, bewährt, gast bei Überlastung "nur" aus, unproblematisch mit WR
    Pro LiFeYPo4: geringerer KWh Preis (wenn ich mich nicht verrechnet habe) leichter und weniger Platzbedarf


    Fertigspeicher erscheinen mir zu teuer - sind sie ja auch.

  • Hallo zusammen,


    Jetzt haben wir uns schon über Komponenten, Speicher, Brutto und Netto, gebrauchte oder neue Teile etc. unterhalten, aber was ich bis jetzt nicht herauslese (oder überlese :mrgreen: ) sind folgende grundsätzliche Angaben:


    1. Soll das ganze eine EEG Anlage oder eine privatinsel werden (da die Rede von 70% weich ist nehme ich AN, dass eine EEG Anlage geplant ist?)


    2. Ist dir der Speicher eine negative Rendite wert? (Also dass dir deine USV die REndite drückt). DAnn hätte man für die Preisfindung der Batterie einen ganz anderen Spielraum als sonst.


    3. Wieviel Autarkie hättest du gerne? Eine Tagesleistung als nutzbarer Speicher ist nett, aber sorgt dafür, dass du an jedem "schlechten" Tag Netzbezug haben wirst. Evtl. ist es hier bereits besser, mehr als eine Tagesleistung zu nehmen (grade im Privatbereich sind größere Batterien pro kWh günstiger, als kleinere Speicher)

  • Ein Speicher ist eigentlich immer ein Geldfresser - je grösser desto mehr.
    Egal ob Blei oder LiFePo


    Klar kann man sich das in der Gesamtinvestition "PV+Speicher" schön rechnen.
    Aber beim Speicher - für sich alleine betrachtet - wirft man mit weniger Speicher-Kapa einfach auch weniger Geld zum Fenster raus.


    Wenn der Speicher-Plan in Richtung USV geht - macht zwar für mich null Sinn, aber seis drum - dann muss man es eben so sehen dass eine USV was kostet.
    Die USV grösser und damit über die Jahre noch teurer zu machen als aus welchen Gründen unbedingt nötig - macht für mich noch weniger als null Sinn, aber ich muss das ja auch nicht verstehen/ bezahlen und kenne auch die Verhältnisse nicht.


    Autonomie und Eigenverbrauchsoptimierung ist wieder ein ganz anderes Thema - aber auch dafür bezahlt man.
    Bei einer Einspeise-Anlage - wegen dem entgangenen Einspeise-Erlös - gleich doppelt.



    ###


    Hier kannst vielleicht auch mal nachfragen:
    http://www.photovoltaikforum.c…bauernanlage-t106495.html


    Ist allerdings eine reine Insel - da ist das mit Akku ein ganz anderes Thema

    LiFePO ist anders.

  • Serin: Ja, es soll eine EEG Anlage werden. Die Einspeisung macht mir dann doch zu viel des "Gewinns" ("" beachten) aus.
    Der Speicher ist mir in der Tat sogar eine negative rendite Wert. ABER: Im Zweifelsfall soll er lediglich dafür herhalten den Holzvergaser + Heizung sowie ein paar LED's zu betreiben.
    Wer einen Holzvergaser sein Eigen nennt weiß warum :)
    Für en Rest: Einmal Stromausfall im falschen Moment und der Ofen geht durch. Dann sind schnell mal 5-10m³ Wasser weg.
    Autarkie für sich alleine betrachtet ist nicht relevant.


    photon: Zu dem Ergebnis bin ich auch gekommen. Der Speicher kostet mich bei aktueller Auslegung ca 2T der 4T € Mehrkosten. Wie oben geschrieben ging es mir in erster Linie um eine USV (nicht Unterbrechungsfrei)
    Dann noch ein wenig für Eigenverbrauchsoptimierung drauf zu legen tut mir dann auch nicht mehr weg.
    Man darf halt nicht übertreiben. Für Geld auf der Bank gibts ja heutzutage auch nicht mehr wirklich was.


    Sollte ich vielleicht auch erwähnt haben: Die Anlage wird 100% Eigenkapital errichtet. Ggf. noch Förderungen.


    Da fällt mir ein Förderungen kommt noch zu den Fragen dazu.
    Speicherförderung habe ich aber schon abgeschrieben, da ich dazu gelesen habe, das nur fertige Speicher gefördert werden.


    PS: Die Speicher habe ich so simulieren lassen das sie "nur" 20 Jahre halten. ggf habe ich die DoD erhöht

  • Zitat von Maveriik26


    photon: Zu dem Ergebnis bin ich auch gekommen. Der Speicher kostet mich bei aktueller Auslegung ca 2T der 4T € Mehrkosten. Wie oben geschrieben ging es mir in erster Linie um eine USV (nicht Unterbrechungsfrei)
    Dann noch ein wenig für Eigenverbrauchsoptimierung drauf zu legen tut mir dann auch nicht mehr weg.
    Man darf halt nicht übertreiben. Für Geld auf der Bank gibts ja heutzutage auch nicht mehr wirklich was.



    Ich will dir den Speicher nicht "ausreden" - habe selber einen - und offenbar hat deine USV Überlegung gute Gründe!


    Nur dass du dich in der Dimensionierung nicht verrennst bzw in was hineintheatern lässt - schau mal hier:
    http://www.photovoltaikforum.c…eri-t106482.html#p1236059


    Das ist die simple Milchmädchenrechnung - für Eigenverbrauchs-Speicher - welche dir klar sein sollte.
    Musst halt auf deine Verhältnisse umlegen.

    LiFePO ist anders.