Victron Energy Color Control GX m. VRM u. VE-App Configure 3

  • Hallo,


    bin neu hier in diesem Forum.
    Ich bin auf der Suche nach einer Problemlösung für meine Victron Energy-Anlage (VE) auf dieses Forum gestoßen.


    Seit Monaten kämpfe ich nun schon mit den Tücken meiner Victron Energy PV-Anlage die zunächst netzinteraktiv und dann im Inselbetrieb laufen soll.


    Vom Verkäufer bekam ich anfänglich nur scheibchenweise Informationen. So im Wochenabstand wenn ich gerade mal wieder telefonisch durch gekommen bin und eventuell der zugesagte Rückruf auch ausgeführt wurde. Wobei Denen ja auch die Hände gebunden waren, wie sich im Laufe der Wochen und Monate heraus stellte weil eben die Probleme beim Hersteller liegen.


    Sehe nun leider nach über 6 Monaten nur noch diesen Weg, vielleicht doch noch an Informationen zu kommen damit die Anlage netzinteraktiv, bzw. später im Inselbetrieb laufen kann.


    Habe nun schon hochgerechnet bei täglich 1-2 Stunden Zeiteinsatz in den mehr als 6 Monaten schon 200-300 Stunden verbraten um die Anlage definitionsgemäß zum laufen zu bringen. Wie soll sich das je amortisieren? (Meine Anlage erinnert mich irgendwie an Bananen. Die reifen auch beim Kunden.)


    Vielleicht hat ja jemand den Assistenten für sich so optimiert das die Anlage korrekt arbeitet.



    Systembeschreibung Photovoltaik-Anlage:
    - 12 preVent-Module (Simax) SM260 Mono (3120 Wp)
    - 1 Laderegler BlueSolar MPPT150/85 (Firmware: V2.03)
    - 3 Wechselrichter/Ladegeräte VictronEnergy MultiPlus 24/3000/70 für 3-Phasenbetrieb
    (Firmware: Urprünglich 2612152, später auf 2612304 und gestern 2612307 für Hub-1 aufgerüstet)
    - 4 Akku's VictronEnergy AGM 12v 220 Ah (zu 24 V verschaltet) mit Akku-Balancer
    - Color Control GX- Board (Firmware:1.21) zur Fernbedienung und zur Verbindung zum VE. VRM. *1
    - VE.Can to VE.Bus - Adapter (Firmware: 1.18) Um den Laderegler MPPT150/85 mit den drei
    Multiplus und dem Color Control GX-Board zusammen zuschalten)
    - Akku-Monitor BMV-700 (Firmware 3.07)
    - Software Victron Energy VE Configure3 (Version 90.04.172)
    - PC-Schnittstelle über USB mit MK2USB zum Programmieren der Geräte.
    - VE.Direct zu USB-Kabel zum updaten der BMV-700 Firmware.
    Verbunden sind die VictronEnergy-Multiplus über den VE-Bus und über den VE.CAN to VE.BUS - Adapter mit dem Laderegler BlueSolar MPPT150/85 und dem Color Control GX- Board.

    Die Anlage weist folgende Fehler bzw. Ungereimtheiten auf.

    - Die Anzeige im VRM-Portal sind nicht korrekt bzw. werden gar nicht dargestellt. *2
    So wird zum Beispiel kein Ertrag und auch kein Verbrauch angezeigt, auch nicht in der Android-App. *2
    - In der App wird darüber hinaus auch noch ein anderer Ladestrom als auf dem PC angezeigt.
    - Unter "Historic data" werden ohne eine Akku-Monitor (BMV-700) in der App überhaupt keine Daten angezeigt.
    - Weder in der App noch auf dem PC werden unter "Advanced" "Warnings and Alarms" angezeigt.


    Zu *1.
    Seit dem 11.12.2014 gibt es die Firmware 1.16 mit komplett neuer Oberfläche die auf der Victron Energy-Seite als
    "Bedeutende Firmware-Ausgabe" gepriesen wird.
    Tatsächlich ist die Oberfläche komplett neu. Bekannte und VE mitgeteilte Fehler in der Zusammenarbeit mit dem Laderegler MTTP150/85 über den "VE.CAN to VE.BUS"-Adapter mit den Multiplus's 24/3000/70-16 und dem VRM-Board und der Android-VRM-APP bestehen immer noch.


    Beim Customer Support von Victron Energy (in den Niederlande) beschränkt man sich nach anfänglich schneller Antwort, lieber darauf detailierte Hinweise (mit Bildern des Color Control GX CCGX) von Fehlern per e-Mail erst gar nicht zu antworten. Es kam wiederholt, auch nach erneuter Nachfrage und Bitte um Antwort, keine Reaktion. (An unterschiedliche VE-Mitarbeiter, einer davon auch in Deutschland)


    Von meinem deutschen Händler bekomme ich dann so nebenbei den Hinweis das sich der entsprechende Herr gerade im Ausland befinde. (Mein e-Mail-Programm bietet für solche Fälle einen "Abwesenheits-Benachrichtigung an."


    Zu *2
    Das Problem verbessert sich wenn VE.CAN to VE.BUS-Adapter nicht verwendet wird und der CCGX mit dem Laderegler am CCGX über den VE.CAN angeschlossen und am MPPT und am CCGX terminiert (Abschlußwiderstände) wird.
    Auch der/die Multis werden per VE.BUS mit dem CCGX verbunden.


    Allerdings würde dies nach Auskunft eines deutschen VE-Mitarbeiters nicht gehen, da dann die Ladung der Akku's zwischen dem Solarladeregler und den Multiplus nicht abgeglichen würde. Das kann aber nicht sein, den im HUB1-Modus und der Variante "Vom Netz trennen" (Option 4 in der Varianten-Auswahl des HUB-1 Assistenten) werden die Akku's durch die Multiplus ja gar nicht geladen.


    Benutze derzeit die Option 2 in der Assistenten-Auswahl (Batterien im geladenen Zustand halten)
    Dies ist nur eine vorübergehende Einstellung weil die im vorigen Absatz beschriebene Option 4
    "Vom Netz trennen" im Winter bei wenig Sonne nicht praktikabel war weil die Abschalteinstellung
    der Multi nicht sauber arbeitete und die Akku's leer saugte und nicht wieder (von den MultiPlus-Geräten) geladen wurde. In Hub-2 Assistenten gibt es eine sogenannte "Winterschaltung" die eben mein Problem nicht entstehen läßt.


    Die Option 2 in der Assistenten-Auswahl (Batterien im geladenen Zustand halten) bringt aber wiederum neue Fehler mit sich.
    So werden die Akku's am Tag, wenn von den PV-Modulen Strom über den Laderegler MPPT150/85 eingespeist wird, auch Strom entnommen, das heißt die Akku's werden entladen und in der Nacht mit Netzstrom wieder aufgeladen.
    Unsinnigerweise wird darüber hinaus am Tag Strom auf einer oder zwei Phasen ins Netz zurück gespeist (3-Phasensystem) obwohl die Akku's nicht voll geladen sind. Es wäre doch sinnvoller den Strom am Tag zum laden der Akku's zuverwenden als nachts die entladenen Akku's wieder mit Netzstrom zu laden.


    Hat jemand gleiche Erfahrungen mit Victron Energy gemacht bzw. hat eine ähnliche Anlage am laufen?


    Besten Dank für Antworten und Tipps im Voraus.

  • Hallo Prev-Anwender,


    auch ich habe anfangs einige Stunden vor der Anlage verbracht, bis ich alles wunschgemäß eingestellt hatte. Über alles, was die Einspeisung ins Netz betrifft, kann ich nichts sagen. Mein System läuft als sogenannte Halbinsel, d.h. bei leerem Akku schaltet der Multiplus auf AC-In um, er leitet dann den Netzstrom einfach durch, der Wechselrichter ist dann ausgeschaltet. Da ich ein einphasiges System habe, spreche ich immer nur von dem Multiplus, für dein 3-phasiges System gilt das entsprechend, da werden ja die 3 Einzelgeräte in Form Master und Slaves zusammengehängt und es wird immer nur der Master programmiert.


    Nun zur Einstellung. Du hast vermutlich denselben Denkfehler gemacht wie ich anfangs auch: Weder der Multiplus noch der MPPT beinhalten eine übergeordnete SPS oder ähnliches für die Steuerung der gesamten Anlage.


    Originalzitat VICTRON:
    Die Geräte sind alle voneinander unabhängig arbeitende Systeme, die nicht miteinander kommunizieren.
    Mit anderen Worten, jedes Einzelgerät muss individuell eingestellt werden, die Datenverbindungen dienen anscheinend nur der Erfassung.


    Und hier ist, was ich rausgefunden und eingestellt habe und was im genannten Halbinselbetrieb auch sehr zuverlässig läuft.


    1) Ausschalten der Ladefunktion des Multiplus:
    Es macht überhaupt keinen Sinn, die Akkus irgendwann mal aus dem Netz nachzuladen, es sei denn du willst eine Ausgleichsladung durchführen, das musst Du dann händisch umkonfigurieren. Also als Erstes Ladegerät wegschalten.



    Jetzt arbeitet die Anlage so, dass die Akkus und Verbraucher immer nur von der PV-Anlage gespeist werden (100% Eigenverbrauch bzw. kompletter Inselbetrieb). Der Wechselrichter ist im Dauerbetrieb, je nach PV-Leistung und aktuellem Stromverbrauch werden die Verbraucher entweder aus den PV-Modulen oder dem Akku gespeist. Der Überschuss dient dem Aufladen der Akkus. Wenn ich mir Deine Akkukapzität und die Leistung der PV Module anschaue, sollte das prima passen. Es sei denn, du verbrätst gigantische Leistungen.


    2) Umschaltung Akkubetrieb auf AC-In Betrieb und zurück
    Ohne Netzladefunktion müssen die Parameter zur Umschaltung von Akkubetrieb auf AC-In Betrieb richtig eingestellt werden, damit Du nicht irgendwann im Dunkeln stehst. Hierzu sind 2 verschiedene Funktionen des Multiplus in der richtigen Abfolge einzustellen. Der Multiplus ist aus der Marinewelt ursprünglich dafür ausgelegt, dass er bevorzugt alle Verbraucher aus dem Netz bedient (wenn denn eins da ist) und die Akkus auflädt. Für unseren Fall muss deshalb dafür gesorgt werden, dass der AC-In ausgeschaltet wird. Dazu benutzt du dieses Menü:



    Um den Vorrang des Inverterbetriebes über die Batterien zu erzwingen, muss die Funktion AC-IN Ignorieren im Menü Virtueller Schalter aktiviert werden. Wenn das geschehen ist, erscheint rechts ein Untermenü mit Namen AC-Eingang Ignorieren. Darin muss man im unteren Feld Batteriezustände die gewünschten Schaltwerte eingeben, die das Ingorieren ignorieren, so wie es unten dargestellt ist.



    Bei 23,5 V für 180 Sekunden ist sichergestellt, dass die Batterien nicht unter 50% entladen werden, ein kurzer Spannungseinbruch aber nicht sofort zum Umschalten führt. Bei 27,5 V für 5 Minuten, also bei ca. 90% Akkuladung wird dann der AC-IN wieder weggeschaltet. Diese Konfiguration habe ich durch rauf- und runtersetzen der Werte durchgespielt und es funktioniert. Die optimalen Werte für Deine Anlage musst Du mal austesten. Ich verändere die im Winter so, dass die Batterien nicht so stark entladen werden können.


    3) Grundeinstellung Wechselrichterbetrieb
    Dann gibt es noch das Menü Wechselrichter. Die dort einstellbaren Werte schalten nur den Wechselrichter ein oder aus, und haben keinen Einfluss auf das AC-IN. Wenn man jetzt z.B. den Abschaltpunkt DC-Eingang niedrig abschalten so wie im Bild unten auf 24 V setzt, dann schaltet der Wechselrichter sich zwar ab, der AC-IN sich aber nicht ein, man steht im Dunkeln. Es ist also absolut notwendig, hier eine bestimmte Logik walten zu lassen. Wenn man nämlich im AC-IN Betrieb ist und nimmt die externe 230 V Versorgung weg, was ich bei mir mit einem Schalter in der Zuleitung einfach realisieren kann, schaltet der Multiplus sofort wieder auf Wechselrichterbetrieb bzw. batteriebetriebene Notstromversorgung. Wenn die 230 V wieder da sind, geht es wieder in den AC-IN Betrieb. Der Notstrombetrieb auf Batterie findet natürlich irgendwann sein Ende, wenn dieselbe leer ist. Die beiden Schaltwerte in diesem Menü müssen zwingend unter den korrespondierenden Werten des Menüs AC-IN Ignorieren liegen, sonst funktioniert es nicht.



    Ich habe jetzt bei mir den Abschaltwert auf 22 V gesetzt, um die Akkus vor dem Totaltod zu schützen. Die Wiedereinschaltung und der damit verknüpfte Voralarm stehen auf 24V, im Falle länger andauernden Netzausfalls wird so die Totzeit der Insel verkürzt, allerdings auf Kosten der Batterielebensdauer. Aber normalerweise sollte dieser Fall sowieso nicht eintreten.


    4) Sonstige Einstellungen Multiplus
    Alle sonstigen Funktionen, insbesondere die Assistenten sind nicht wirklich erforderlich. Versuch erstmal. die Anlage nach meinen Vorschlägen im Inselbetrieb sauber zum Laufen zu kriegen. Das Einzig, was noch sinnvoll wäre, ist die Leistungsbegrenzung. Damit kannnst Du die Stromentnahme aus deinem relativ kleinen Akku limitieren. das geht im Menü AC-Ignorieren unter der Überschrift Ladebedingungen. Bei z.B. Eingabe von 2400 W für 10 sek schaltet der Multiplus ab der 11. Sekunde auf AC-In um. Damit können nur während der kurzen Zeitspanne von 10 sek mehr als 100 A gezogen werden. Wenn Du in der nächsten Zeile dann z.B. 1200 W für 30 sek eingibst, wird erst wieder auf Akkubetrieb umgeschaltet, wenn mindestens 30 Sekunden lang weniger als die Hälfte abgefragt wird.


    5) MPPT Einstellungen
    Hier gibt es eigentlich nichts einzustellen außer der Wahl der richtigen Ladekurve


    6) Batteriemonitor
    Der Batteriemonitor muss natürlich mit den korrekten Daten für Shuntgröße, Peukertfaktor, Akkukapazität usw. gefüttert werden. Dann sollte er auch problemlos die korrekten Werte anzeigen. Interessant ist hier die 100% Synchronisation. Hier muss man auch ein wenig mit den Werten spielen, damit das funktioniert. Die 100% Synchronisation wird erreicht, wenn der Ladestrom für eine bestimmte Zeit (einstellbar, sollte bei 3-5 Minuten liegen) unterhalb von 4% der Akkukapazität und gleichzeitig oberhalb einer bestimmten Ladespannung liegt. Der Wert muss auf jeden Fall knapp unterhalb der Konstantladespannung des MPPT liegen, aslo bei 27,9 oder 28,0 V, sonst kommt man nie auf 100%.


    Also dann viel Erfolg


    Solar-User


    Bis heute 93% Autarkie im März

  • Hallo Solar-User,


    Danke für Deinen schnellen Beitrag und herzlichen Glückwunsch das Deine Anlage mit 93% Autarkie läuft.
    Wie ich sehe arbeitet Deine Anlage über die "Virtuellen Schalter".


    Durch Victron Energy wurde bei mir per Teamviewer von "Virtuelle Schalter" auf den Assistenten"Eigenverbrauch HUB-1" durch einspielen der Firmware 2612304 umgestellt.
    Ursprünglich war die Firmware 2612152 auf den Multi's installiert. (Stand August 2014)


    Dazu habe ich noch einige Fragen.
    Mit welcher Firmware-Version arbeitet dein Quattro?


    Mit welcher Version der VE.Configure 3.0 Arbeitest Du?
    - Version 90.04.xxx


    Wie kommunziert Dein MPPT-Laderegler mit dem Quattro?


    Hast Du einen Color Control GX im Einsatz?
    - Wenn ja, über welchen Eingang versorgst Du den CCGX mit den Daten des MPPT und des Quartto.


    Hast Du einen VRM-Zugang bei Victron?
    - https://vrm.victronenergy.com/
    Ich könnte Dir wenn Du möchtest, dann mal meine Seite zur Ansicht freischalten.


    Habe heute schon mal testweise das Ladegerät deaktiviert und gespeichert. Das hat die Multi's aber nicht interessiert.
    Zwar wurde die Ladekurvengrafik ausgeblendet und die anderen Eingabefelder ausgegraut, es fließt aber weiterhin ein Ladestrom.


    Ins Netz möchte nicht einspeisen, ich will vollkommen autark fahren wenn die PV-Anlagenregelung sauber läuft, notfalls mit einem kleinen Inverter-Generator.


    Beste Grüße


    Prev-Anwender

  • Hallo,


    im Dreiphasenbetrieb nutzt der virtuelle Schalter nichts, da die Überlast-Umschaltung auf Netz nur auf der "Master-Phase" funktioniert. Es muss auf jeden Fall der Hub1 Assistent verwendet werden.


    Im VE-Bus Configurator 3-Phasen auswählen durch "Drag an Drop" die drei Multis zuordnen, Daten senden und der erste Teil ist fertig. Dann alle Drei Multis mit rechter Maustaste dann einzeln, nach und nach mit den VE-Configurator konfigurieren.


    Ich empfehle das primäre Lastabwurfrelais zu aktivieren und den niedrigen Akkustand über den DC-Voralarm zu steuern. Das primäre Lastabwurfrelais, kann im Assistentenmenü aktiviert werden. Die Schaltspannung, bei welcher das System wieder zurück auf Akku schaltet kann im Assistenten eingestellt werden. Bitte den Modus "nicht ins Netz einspeisen verwenden".


    Das gesamte System kommuniziert über die VE-Net to VE-Bus Schnittstelle untereinander. Sollte Hub 1 am Multi nicht verwendet werden, dann verweigert der MPPT 150/70 seinen Dienst und im Display erscheint HUB1. Daher muss der HUB 1 Assistent verwendet werden, denn sobald die HUB1 Firmware auf den Multi ist, ist der virtuelle Schalter deaktiv.


    Damit im Color Control die richtigen Werte angezeigt werden, bitte im Hub1 Assistenten die Frage nach der Akkukapaziät ignorieren, da der interne SOC des Multi nicht weiss, dass ein MPPT 150/70 angeschlossen ist und nach einer Weile 0% anzeigt, obwohl die Akkus geladen sind. Hier bitte den BMV 700 verwenden und durch ein VE-Net Kabel direkt mit den Color-Control verbinden. Im Menü des Color-Control dann den BMV 700 auswählen zur Batterieanzeige.


    Im BMV 700 unter Setup Punkt 2 die Synchronisationsspannung auf über 60 V hochsetzen. Der Grund dafür ist, dass der BMV sich automatisch auf 100% synchronisiert, sobald eine gewisse Spannung gemessen wird und der Ladestrom unter einen Minimalwert sinkt. Im HUB1 Modus geht das System nachts in den Passthrough Modus und der Ladestrom geht auf 0 zurück, dann denkt der BMV 700 das der Akku voll ist und synchronisiert sich auf 100%, was dann natürlich nicht stimmt.


    Bei weiteren Fragen bitte die VSS Dateien der 3 Multis zu mir schicken, ich kann die Einstellungen gerne überprüfen.


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Zitat von VIC-RAPTOR


    Ich empfehle das primäre Lastabwurfrelais zu aktivieren und den niedrigen Akkustand über den DC-Voralarm zu steuern. Das primäre Lastabwurfrelais, kann im Assistentenmenü aktiviert werden. Die Schaltspannung, bei welcher das System wieder zurück auf Akku schaltet kann im Assistenten eingestellt werden. Bitte den Modus "nicht ins Netz einspeisen verwenden".


    Welche Schaltspannung ist da zu einzutragen?
    Auf der Wechselrichter-Karteikarte steht als "DC-Eingang niedrig - Voralarm 24,50v und im Assistenten als Wiedereinschaltspannung 26,4 V bei 5 Minuten.


    Zitat von VIC-RAPTOR

    Das gesamte System kommuniziert über die VE-Net to VE-Bus Schnittstelle untereinander. Sollte Hub 1 am Multi nicht verwendet werden, dann verweigert der MPPT 150/70 seinen Dienst und im Display erscheint HUB1. Daher muss der HUB 1 Assistent verwendet werden, denn sobald die HUB1 Firmware auf den Multi ist, ist der virtuelle Schalter deaktiv.


    Bei mir ist der MPPT (VE.CAN-Bus) und die Multi's ((VE.Bus) über einen VE.CAN to VE.Bus-Adapter zusammengeschaltet.
    (Firmware 1.18)


    Zitat von VIC-RAPTOR


    Damit im Color Control die richtigen Werte angezeigt werden, bitte im Hub1 Assistenten die Frage nach der Akkukapaziät ignorieren, da der interne SOC des Multi nicht weiss, dass ein MPPT 150/70 angeschlossen ist und nach einer Weile 0% anzeigt, obwohl die Akkus geladen sind. Hier bitte den BMV 700 verwenden und durch ein VE-Net Kabel direkt mit den Color-Control verbinden. Im Menü des Color-Control dann den BMV 700 auswählen zur Batterieanzeige


    Die Frage nach der Akkukapazität geht nicht mit Null zu beantworten. Der Assistent verlangt einen Wert zwischen 10 und 65305.
    Der BMV ist über das VE.Direkt-Kabel am VE-Direkt2-Eingang des CCGX angeschlossen.


    Zitat von VIC-RAPTOR


    Im BMV 700 unter Setup Punkt 2 die Synchronisationsspannung auf über 60 V hochsetzen. Der Grund dafür ist, dass der BMV sich automatisch auf 100% synchronisiert, sobald eine gewisse Spannung gemessen wird und der Ladestrom unter einen Minimalwert sinkt. Im HUB1 Modus geht das System nachts in den Passthrough Modus und der Ladestrom geht auf 0 zurück, dann denkt der BMV 700 das der Akku voll ist und synchronisiert sich auf 100%, was dann natürlich nicht stimmt.


    Werde den BMV-Spannungswert morgen mal auf 60V hochstellen.


    Herzlichen Dank nochmals
    Prev-Anwender


  • Oben die Antworten. :D


    Die VIC-Systeme sind für Laien nicht einfach einzustellen (USV-Insel und Nichteinspeisende Halbinsel). Wenn man aber mal den Dreh raus hat, ist es ein Kinderspiel. Wir setzten die Technik gerne bei unseren Systemen ein. So ist (fast) sicher gestellt, dass der Laie nicht an seiner Anlage herum bastelt. Nachmachen ist auch nicht so einfach... wie Du schon bemerkt hast ist die richtige Einstellung nur mit sehr viel Aufwand und Forschung zu machen. :D


    Auf jeden Fall hat man, sollten die richtigen Einstellwerte verwendet werden, die "neue Energiefreiheit" bei sich Zuhause, ohne EEG-Gesetz und allen lästigen Auflagen, kann man den eigenen PV-Strom genießen :danke:


    Das wird sich herum sprechen :danke:


    Viel Spaß und viel Erfolg.

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Hallo VIC-RAPTOR,


    habe die Einstellungen so vorgenommen und es sieht alles ganz gut aus.


    Es ist mir aber aufgefallen das der MPPT 150/85 immer nur soviel Leistung in die Akku's schiebt wie auch an AC-Last (zuzüglich rund 100 W für den Eigenverbrauch der Multi's) entnommen wird.


    Eigentlich müßte dann aber der Akku-Ladezustand annähernd gleich bleiben. Bin nun aber von heute früh um 08:20 Uhr von 99% (nach der Umstellung) auf jetzt um 14:00 Uhr bei 82% Kapazität angekommen.


    Was könnte die Ursache sein?


    MfG
    Prev-Anwender


  • Der Ladestrom wird vom MPPT 150/70 anhand der Spannung ermittelt, das hat nichts mit Verbraucher zu tun, das mach er unabhängig.


    Der Strom fliesst nicht über die Akkus, sondern direkt vom Laderegler zum Multi. Die Differenz kommt daher, dass mehr Energie im Haus inklusive Speicher verbraucht wird, als die Sonne Energie liefert.


    Sonnige Grüße


    VIC-RAPTOR

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Hallo,


    an welcher stelle kann ich den die VAP Dateien (Hubs) einspielen ?


    Gruß
    blacki

    11,14 kWp O/W 4x Solarmax WR (2012)
    43,30 kWp Anteil Solarpark Dreieich (2011)
    71,08 kWp Anteil Solarpark Hof (2012)
    70 kWp auf Hühnerställen (2012)
    301 kWp Brandenburg (2018)

  • Zitat von blacki

    Hallo,


    an welcher stelle kann ich den die VAP Dateien (Hubs) einspielen ?


    Gruß
    blacki


    Die Hubs kann man meines Wissen gar nicht einspielen. Du musst dazu die Firmware der Multi/Quattro auf HUB1 ändern. Dazu brauchst du einerseits die Firmware und andererseits das VE-Flash-Programm zum Flashen der ROM´s. Wenn die HUB 1 Firmware auf den Multi/Quattro drauf hast, dann siehst du im Register das Register "Assistent". Wenn dann ins Register rein gehst, dann kannst im Pull-Down Menue den passenden Assistent, wie z.B. HUB1 Assistent auswählen und starten. Der Rest ist selbsterklärend.


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!