Schwierige Situation N/S Dach an einem String

  • Hallo,


    ich habe viel gelesen, aber nicht wirklich klare antworten gefunden.


    meine Anlage (Gartenhaus):
    Module: Antaris Solar 200W Premium
    Dachneigung: 23Grad
    Dachausrichtung : 025 Grad (NO) mit 5 Modulen und 205 (SW) Grad mit 9 Modulen. macht gesamt 2,8KWp
    Wechselrichter: Kostal Piko 3.0


    Situation:
    Wenn ich nun alle Module in Reihe Schalte, dann erhalte ich ja eine Hohe Spannung, die der Piko auch abkann.
    Aber sobald es Schatten gibt, geht die Leistung extrem runter.


    Wenn ich die 9 gen Süden in Reihe Schalte und die 5 gen Osten In reihe und die Beiden Stränge dann Parallel an den Piko klemme, dann ist es deutlich besser. Allerdings geht nun die Voltzahl runter, logisch und die Amperes hoch.
    Liegt aber immer noch im Rahmen des erlaubten.
    Leider hat der Piko nur einen String-Anschluss.


    Jetzt hab ich überlegt:
    Wenn ich mir von SMA den SunnyBoy3000TL hole.
    Der hat ja 2 String-Anschlüsse.
    Also klemm ich alle 9 Module Süden in Reihe auf String 1 und alle 5 Module im Norden auf String 2.
    Wenn nun die Sonne früh aufgeht, erfassen 5 Module diese und die anderen liegen im Schatten, ziehen diese aber nicht runter.
    Und wenn nach Mittag ist, erfassen die Süden und die im Norden ziehen nicht runter.


    Wie doll steigert sich da wohl meine Ausbeute aus dem System? Lohnt sich der finanzielle Mehraufwand?



    Ich hab einige kostenlose Tools ausprobiert, aber die berechnen mir leider nicht,was ich hier an Vorgaben habe.


    Vielen Dank für Eure Hilfe.


    lg
    rainer

  • Moin


    Ein 5er String ist durch die Spannung auch nicht das Gelbe vom Ei erst recht nicht wenn man ein 5er und ein 9er String Parallel Schaltet. Letztendlich vernichtest Du mit diesen Verschaltungsvarianten Leistung An einem MPP immer nur gleich lange Strings verschalten.
    Wenn es sich um den SMA 3000TL-21 handelt kann man die Verschaltung so machen. Eigentlich müsste die Verschaltung mit dem Online Tool von SMA überprüft werden können.

    Grüße von der Nordsee


    Olaf Harjes


    Harjes Elektrotechnik Am Hillernsen Hamm 39 26441 Jever FON 04461 3315

  • Willkommen im Forum!


    Hier meine vereinfachte Meinung zu den Varianten (Erträge jeweils spezifisch, also in kWh/kWp, die kannst du dir ja bei PVGIS o.ä. für die verschiedenen Ausrichtungen berechnen):


    -Nord und Süd in Reihe bringen etwas weniger als das Norddach an einem extra Tracker, also schlechteste Lösung (650kWh/kWp?).


    -5 Nord und 9 Süd parallel an einem Tracker bringen so viel wie 5 Nord und 5 Süd an einzelnen Trackern, also verschenkst du die Leistung von 4 Modulen auf der Südseite


    -7Süd und (5Nord+2Süd in Reihe) parallel an einem Tracker bringen etwas weniger als 7 Süd und 7 Nord an einzelnen Trackern.


    -und beide Strings an den beiden Trackern des SB3000TL bringen den vollen Ertrag, der möglich ist.

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Was aus Deiner Beschreibung noch nicht heraus kommt, ist, betreibst Du eine Insel oder speist Du in das Netz für Eigenverbrauch ein.


    Die 5 Moduln sind für den SB 3000TL-21 zu wenig, da die Gesamtspannung mit ca. 180V gerade an der unteren Grenze Umpp liegt. Im Sommer wirst Du dan unter die 175V fallen.


    Die 5 Moduln sollten dann auch nicht noch teilverschattet sein.


    Gebe auch die volle Modulbezeichung an, da Deine Angaben noch Doppeldeutig sind.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Zitat von qualiman

    Die 5 Moduln sind für den SB 3000TL-21 zu wenig, da die Gesamtspannung mit ca. 180V gerade an der unteren Grenze Umpp liegt. Im Sommer wirst Du dan unter die 175V fallen.
    Die 5 Moduln sollten dann auch nicht teilverschattet sein.
    Gebe auch die volle Modulbezeichung an, da Deine Angaben noch Doppeldeutig sind.


    Mit dem SB3000TL-21 wär das überhaupt kein Problem, sofern es sich um diese 72-Zeller von Antaris handelt.


    Der Kostal Piko 3.0 mit nur einem Mpp Eingang ist hier mMn völlig fehl am Platz und gehört ausgetauscht.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasaonic Aquarea Monoblock 5KW


    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0

  • Den meisten Ertrag bekommst Du, wenn Du die 5 Module genauso wie die 9 südlichen ausrichtest :) (Vordach?)


    Und zur technischen Lösung noch ein Denkansatz: Vielleicht kann man die 5 nördlichen Module auch mit Solaredge P350i ausstatten, die würden dann den Strom auf den Wert der Südmodule erhöhen.
    Ich weiß jetzt nicht, ob die kompatibel zum Kostal sind, das wäre aber wohl die günstigste Lösung. Evtl. kann man sogar zwei Module an einen SE schalten, dann bräuchte man nur drei, aber das muss wirklich genau überprüft werden.


    bis dann
    Christian

  • Zitat von Weidemann


    Das wäre kein Problem, da dem SB3000TL 125V reichen.


    Wenn schon zitiert wird, dann im Zusammenhang und nicht mit dem Zerreißen den Sinn verändern!


    Zitat von qualiman


    Die 5 Moduln sind für den SB 3000TL-21 zu wenig, da die Gesamtspannung mit ca. 180V gerade an der unteren Grenze Umpp liegt.


    Für den Laien ausgedrückt: Die Suche nach dem maximalen Leistungspunkt funktionert unterhalb dieser Grenzspannung nicht mehr.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Zitat von qualiman

    Für den Laien ausgedrückt: Die Suche nach dem maximalen Leistungspunkt funktionert unterhalb dieser Grenzspannung nicht mehr.


    Was aber eben nicht ganz richtig ist.
    Die Datenblätter u.a. bei SMA sind in dem Punkt wohl nicht 100% korrekt.
    Weidemann hat dazu an anderer Stelle im Forum (WR Bereich) eine längere Ausführung geschrieben, die plausibel zu sein scheint.


    Demnach ist alleine entscheidend, dass die min. Eingangsspannung erreicht wird, denn der Mpp Regelbereich beginnt genau da.


    Zitat von Holter

    Und zur technischen Lösung noch ein Denkansatz: Vielleicht kann man die 5 nördlichen Module auch mit Solaredge P350i ausstatten, die würden dann den Strom auf den Wert der Südmodule erhöhen.
    Ich weiß jetzt nicht, ob die kompatibel zum Kostal sind, das wäre aber wohl die günstigste Lösung. Evtl. kann man sogar zwei Module an einen SE schalten, dann bräuchte man nur drei, aber das muss wirklich genau überprüft werden.


    Dann müßte man aber mMn für alle Module (auch die auf Süden) SE nachrüsten, könnte auch eine Lösung sein.

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