Vorgehensweise erste Steuer - Fragen

  • Hallo Revox76,
    kurz zu deinen Äußerungen:
    Der Ansatz für die unentgeltliche Wertabgabe bestimmt die Höhe der Umsatzsteuer.
    Der Ansatz für den Entnahmewert bestimmt die Geldwert für den Eigenverbrauch in der EÜR - er hat nichts mit der Umsatzsteuer zu tun.


    Bei der Sonderabschreibung kannst du die 20% beliebig auf die ersten 5 Jahre verteilen. Wenn ein Verdienst hinzukommt, kann man mit der Sonderabschreibung die Erhöhung etwas abmildern und damit evt. etwas weniger Steuern bezahlen.


    Die Datei hier zur Verfügung stellen - nein, das darfst du nicht. Du bist Lizenznehmer, das Programm ist unser Eigentum, eine Weitergabe des Programms an andere Personen ist in unseren AGB ausgeschlossen. Zudem wäre es auch in deinem Sinne äußerst unklug, alle deine persönlichen Daten in aller Öffentlichkeit auszubreiten.
    Zudem: Deine Einträge können nur Einnahmen, Ausgaben und Fahrtkosten sein, die tatsächlich bei dir ein- und ausgegangen bz. entstanden sind. Das genaue Durchsehen deiner Kontoauszüge, der Rechnungen und die Zusammensteller der Fahrten, die du im Zusammenhang mit der PV-Anblage gemacht hast genügt, dass du die nötigen Einträge vornehmen kannst.


    VG
    Paulchen

    Excel-Tools mit VBA-Makros zu Buchführung und Steuer für PV-Anlagen:
    Einspeise-, und Direktverbrauchs-Anlagen für Windows und Mac-OS
    DV-Tools auch für MAC OS - DV-Tools für je 1 Anlage auch mit KUR
    Informationen unter https://www.pv-steuer.com

  • Vielen Dank für deine Ausführungen! :danke:


    Dann mache ich mich erstmal an die Einkommensteuererklärung für 2014 und vieleicht klärt sich dann ja auch schon der erste anzusetzende Wert in 2014 für die SoAb in der Umsatzsteuererklärung.


    Noch eine blöde Frage: In der EÜR habe ich einen steuerpflichten Verlust von - 2300 Euro. Darüber befindet sich das Feld "Investionsabzugsbetrag". Diesen sollte ich nicht nutzen, da ich keinen Gewinn habe, richtig?

  • Zum Thema "Investitionsabzugsbetrag" gibt es folgende Quellen zur Erklärung:
    1. PV-Steuer-Programm --> Hilfsmenü --> Investitionsabzugsbetrag
    2. Google --> Investitionsabzugsbetrag


    mfg
    Paulchen

    Excel-Tools mit VBA-Makros zu Buchführung und Steuer für PV-Anlagen:
    Einspeise-, und Direktverbrauchs-Anlagen für Windows und Mac-OS
    DV-Tools auch für MAC OS - DV-Tools für je 1 Anlage auch mit KUR
    Informationen unter https://www.pv-steuer.com

  • Ich hänge mich hier auch mal ein mit einer Frage:


    Sind Verluste einer PVA (ist im ersten Jahr ja meist der Fall) mit anderen Einkommensarten verrechenbar oder muss da ein Verlustvortrag ins nächste Jahr gemacht werden?

    West (80Grad/DN35) : 32 x WINAICO WSP-280M6 PERC 280 W
    Ost (-100Grad/DN35) : 30 x WINAICO WSP-280M6 PERC 280 W
    Luschen-Geselle L:19 D:4 T:1

  • 'Guten Morgen Herjer,
    Ich wollte für die gewerblichen Einnahmen, im 1. Jahr (5 Monate) der Herstellung einen Verlustvortrag, für diese
    Einkommensart
    War angeblich nicht möglich ??
    Der Verlust wurde mit anderen Einkommen verechnet. wo ich auch andere Abschreibungsmöglichkeiten hatte.
    War meiner Meinung, nicht gerecht!
    Denn diese Abschreibungssumme, war für mich verloren!!
    Da sich die Gesamtabschreibungsumme, dadurch ungenutzt veringerte :
    Das sind in meinen Augen wieder mal, verwaltungstechnische Ungereimtheiten, die nach meinem Rechtsempfinden,
    nicht OK sind ??
    Gruß
    Fritz

    Fritz

  • Hallo Fritz,


    man kann es eben nicht jedem recht machen. :wink:


    Im Regelfall ist ein Unternehmer/Investor nicht scharf auf Verlustvorträge, sondern würde schon gerne mit anderen Einkommensarten direkt verrechnen wollen. Insofern kommt ihm das bei einer selbst betriebenen PV-Anlage schon entgegen.


    In deinem Fall wäre z.B. eine Beteiligung an einem Solarpark, bei der die Merkmale eines Steuerstundungsmodells erfüllt sind, geeigneter gewesen. Da erzielst du dann zwar auch Einnahmen aus Gewerbebetrieb, kannst die Verluste aber nicht mit anderen Einkommensarten verrechnen. Dafür werden sie aber ins Folgejahr übertragen.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Fragen zur Verrechnung mit Einkommenssteuererklärung.


    Hallo, ich bin gerade dabei meine Steuererklärungen zu fertigen. Ursprünglich hatte ich aus der Einkommenssteuererklärung 2014 nur eine Rückzahlung von 267 Euro erhalten, da ich nur einen kurzen Arbeitsweg derzeit habe und es nicht abzusetzen gab.


    Als ich dann nach der Umsatzsteuererklärung und der E/Ü-Rng meinen steuerpflichtigen Verlust in Höhe von -2300 Euro in die Anlage G eingetragen habe, sprang die Rückerstattung gleich auf ca. 840 Euro hoch (lt. Elster Steuerberechnung).


    Dann habe ich mal mit der Sonderabschreibung herumgespielt die im o.g. Fall zunächst auf 500 Euro eingestellt war. Wenn ich diese ganz weglasse, als nur linear Abschreibe bekomme ich immerhin noch 725 Euro zurück. Sofern ich die vollen ca. 2300 Euro Sonderabschreibung für meine Anlage nutze, erhalte ich sogar 1300 Euro zurück.


    Gilt die Regel was man jetzt durch den höheren steuerpflichtigen Verlust durch volle Ausschöpfung der Sonderabschreibung im ersten Jahr aus der Einkommensssteuer erstattet bekommen kann, sollte man sich direkt holen? Oder ist es in meinem Fall sinnvoller die Sonderabschreibung erst für die Jahre 2016-2018 zu nutzen, da wir dann (auch nach 2018) zusammen mit meiner Frau auf lange Sicht ein höheres Einkommen erzielen da sie wieder arbeiten geht?


    Wirkt sich bei einem höheren Gesamteinkommen der Ehegatten (z.B. von 40.0000 auf insgesamt 70.0000) eine noch nicht genutzte Sonderabschreibung dann im Verhältnis zur Steuerrückerstattung oder sofern man zur Nachzahlung verpflichtet wird zur Minderung der Steuernachzahlung, kräftiger aus oder bleibt dass rechnerische Verhältnis (z.B. ca. 1 zu 4; eingetragene jährliche Sonderabschreibung zu Steuererstattung bzw. Steuernachzahlung) immer gleich? Wahrscheinlich doch nicht, da der Steuersatz sich wahrscheinlich auch ändern wird ....


    Da fällt mir ein - theorertisch könnnte ich ja diese Zahlenveränderungen (Einkommen) auf dem Hauptvordruck der Einkommensssteuererklärung mal ändern und diverse Szenarien selbst durchspielen :-)


    Aber vieleicht könnt ihr mir ja auch so schon meine Fragen beantworten.


    Vielen Dank!


    Stephan

  • Das "Durchspielen" verschiedener Varianten der Ausschöpfung der So-Abschreibung brachte das Ergebnis, dass die ca. 2213€ mögliche Sonderabschreibung für meine Anlage im Jahre 2014 mir eine zusätzliche Lohnsteuererstattung von ca. 600 Euro bringen, wenn ich den Verlust in Höhe von ca. 4000 Euro entsprechend in Anlage G eintrage.


    Dies hat dann aber zur Folge, wie ich gerade Paulchens Programm entnahm, dass ich bereits in 2015 einen nicht unerheblich steuerpflichtigen Gewinn in Höhe von 2480 Euro erziele, dass hat damit zu tun, dass ich die Umsatzsteuererstattung des Anlagenerwerbs in 2015 beantragt hatte. Das hieße ja wiederrum im Umkehrschluss, dass ich im Jahre 2014 (da auch ohne So-Abschreibung ein Minsu von 1800 Euro vorhanden ist), schön die Finger von der So-Abschreibung lasse und diese dann besser voll für 2015 einsetze, um dann auf einen steuerpflichtigen Gewinn von nur noch ca. 266 Euro zu kommen.
    Ich habe einfach mal in Paulchen Programm die vorausichtlichen Werte bis zum Jahresende ergänzt und konnte daher diese Zahlen entnehmen. Eine weitere Aufteilung der So-Abschreibung für die folgenden Jahre ergibt ja keinen Sinn, da ich ja selbst bei voller Ausschöpfung der So-Abschreibung in 2015 noch im plus liege. Habe ich das soweit richtig durchblickt?


    LG Stephan