Darf man Atom abschreiben?

  • Zitat von Buck Rogers

    Die Frage bei den Fusionskraftwerken wird ja sein, ob sie die kWh billiger herstellen können als z.B. "Power-to-Gas-to-Power" aus EEG.


    Die Frage bei den F Kraftwerken ist erst mal, ob man sie überhaupt ans Laufen bekommt und welche Materialien dabei eingesetzt werden können.
    Wie bei den Brütern => Theorie - suppi / Praxis - läuft nicht :|

  • Zitat von Buck Rogers

    @ Dringi
    Was die Wette betrifft, also ich bin noch ein gutes Stück von der Rente entfernt. ;)


    Ich auch. Aber nur um mal den Artikel zu zitieren: Am Wendelstein 7-X wird seit 1995 rumgeplant. Jetzt, 20 Jahre später, will man das Ding mit mikroskopischkleinen Brennstoffmengen starten. So, nun lass die mal 25 Jahre forschen bis die sagen, dass die das großtechnisch hinbekommen. Dann wird wieder 10 Jahre geplant und 10 Jahre gebaut (wenn alles gut geht) bis ein großtechnischer Reaktor steht. Befüllung und Testbetrieb lasse ich außen vor. Das sind dann trozdem geschätzt 45 Jahre.
    Es könnte aber auch so enden: In 5 bis 10 Jahren merkt man, dass der Schrott nicht läuft wie erhofft. Gehen die Forscher halt nochmal 10 Jahre in Klausur und bauen dann den Wendelstein 8-Y. 25 Jahre Test (wenn es denn diesmal klappt) und 20 Jahre Plan- und Bauzeit. Und dann sind wird es spannend ob die jetzige Kind-Generation noch menschengemachte Kernfusion sieht.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    Twitter & Sonnenertrag


    L:70
    D:4
    T:1
    GroßMeisterLusche

    Einmal editiert, zuletzt von Dringi ()

  • Zitat von Buck Rogers


    Die Frage bei den Fusionskraftwerken wird ja sein, ob sie die kWh billiger herstellen können als z.B. "Power-to-Gas-to-Power" aus EEG.


    Bestimmt wieder mal ein kleiner Ingenieur auf Abwegen! Wieso soll man in einer Welt, die annähend 100% auf EE setzt über diese technologische Brücke gehen müssen?


    Strom läßt sich bestens in Form von Wärme oder Kälte speichern. Und man darf einfach erwarten, dass die Märkte reagieren, wenn es mal soweit kommt, das wir sehr regelmäßig einen Preis-Hub von sagen wir mal > 50% haben.


    Zumindest in D. verballern wir die X fache Menge Energie selbst im Hochsommer für die Wärmebereitstellung.
    Das Märchen PtG oder wie man diese Scheiße abkürzt, ist doch nur den gleichen Gehirnen entsprungen, die Heute KKW Strom in PSW speichern, weil der ansonsten jede Nacht wertlos wäre!


    bei 44.000.000 Mill Fahrzeugen, a sagen wir mal nur 100 kWh (incl. Transport ) haben wir einen erheblichen Puffer, denn in der Regel, stehen zum Glück 90% aller Autos von 24h 23 h nur dumm rum!


    für die theoretischen 100 h p.A. , wo auch die Netze nicht ausreichen und wir tatsächlich 100 GW Leistung benötigen, könnte man sogar 'sauteure Diesel' verwenden und wäre um einiges günstiger, sollte einem gar nix dazu einfallen.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Zitat von Buck Rogers


    ...
    Die Frage bei den Fusionskraftwerken wird ja sein, ob sie die kWh billiger herstellen können als z.B. "Power-to-Gas-to-Power" aus EEG.


    ... mit Fusionskraftwerken würde sich zwar die Brennstofffrage erübrigen (im Idealfall), allerdings wäre eine Simulation interessant, welche Wärmemengen durch eine weltweite Anwendung langfristig in den Energiehaushalt des Planeten eingebracht werden? ( ~2/3*2/3 der starken Wechselwirkung, Gluonenkraft oder "Kernkraft" (,welche nach überwindenden der Coulombbarriere wirkt) würde dabei ebenfalls in Wärme, also Entropiezunahme, umgewandelt? )


    Kernfusion kann kein kreisläufiger Prozess sein, deshalb sollte uns der Anteil der Anergie kümmern, der dabei entstehen würde ... ?

  • Zitat von PV-Berlin


    bei 44.000.000 Mill Fahrzeugen, a sagen wir mal nur 100 kWh (incl. Transport ) haben wir einen erheblichen Puffer, denn in der Regel, stehen zum Glück 90% aller Autos von 24h 23 h nur dumm rum!


    Ziel kann doch nicht sein die gleiche Menge an E-Autos zu haben die dann 23h dumm rumstehen. Wir brauchen weniger und müssen es effizienter nutzen. Das gilt nicht nur für Autos.

    4,08kwp Solarworld ::: Piko3.6


  • hast du da genauere Puplikationen dazu? Wo, wieviel, wie Klimaschädlich? Was ich auf die schnelle bei google gefunden hab ist alles schon ein paar Jahre alt und auch nicht wirklich genau. Nur dass bei der Aufbereitung viel in die Luft geballert wird... Um damit zu Argumentieren bräuchte man belastbare Zahlen.

  • Zitat von PV-Berlin

    Kernkraft ist nix anderes als eine aufgebohrte Dampfmaschine. Deshalb auch der unterirdische WG und der enorme Verbrauch an Wasser!


    Zitat von baernibaer

    allerdings wäre eine Simulation interessant, welche Wärmemengen durch eine weltweite Anwendung langfristig in den Energiehaushalt des Planeten eingebracht werden?


    Das sind neben der Frage nach atomaren Risiken und Restlasten gute Argumente, die die Kernfusion als Irrweg für die globale Energieversorgung darstellen.

  • Zitat von PeterQ

    Das sind neben der Frage nach atomaren Risiken und Restlasten gute Argumente, die die Kernfusion als Irrweg für die globale Energieversorgung darstellen.


    nein und ja ...
    theoretisch ist ein 100MW_Kernreaktor portabler als 100MW_Freiflächenphotovoltaik ( -> das "Rollfolienmodul"? ) ?

  • Zitat von TJ0705


    Aus AKW und bei der gesamten Kette, die damit zu tun hat, entweicht neben anderen Häßlichkeiten u.a. jede Menge Krypton-85. Das ist nebenbei eines der schädlichsten Klimagifte!! Verglichen mit dem, was uns das in der Atmosphäre bewirkt, ist CO2 ein Späßchen.


    Man sollte mal EHRLICH beleuchten, was das Klima verändert - zigtausende Atomtests mit Mengen von Krypton-85 können es ja bestimmt nicht sein... - und was uns z.B. auch das Ozonloch beschert. Sicher nicht die eine oder andere Haarspraydose...


    Wetten, daß das jetzt gleich selbst hier um EE-Forum zerrissen wird anstatt überprüft und verbreitet...? Es ist hoffnungslos.


    Das ist eher zum Totlachen. Ich wollte erst irgendwas ernsthaftes schreiben aber es ist so offensichtlicher quatsch das es nicht der Mühe Wert ist.
    Das ist im Prinzip so irgendwo zwischen Heilsteinen und Schüssler Salzen.

  • Zitat von Buck Rogers

    Die Frage bei den Fusionskraftwerken wird ja sein, ob sie die kWh billiger herstellen können als z.B. "Power-to-Gas-to-Power" aus EEG.


    Wenn Fusionsreaktoren überhaupt machbar sind (was immer noch nicht abschließend geklärt ist), wäre ein Realistischer Zeitrahmen wohl folgender:


    von Heute aus gesehen: 15 Jahre Bau und Forschung an ITER --> Feststellung: Könnte klappen
    Neuer Forschungsreaktor wird gebaut, nach weiteren 15 Jahren die abschließende Feststellung: Es geht!
    Erster Prototyp einer "Serienreifen" Anlage wird geplant und gebaut. Nach 10 Jahren steht diese. Es folgen 5 weitere Jahre zur Erprobung und um letzte Fehler auszubügeln.


    Macht 40 Jahre, wir befinden uns also im Jahre 2055, können wir nun Fusionsreaktoren im großen Maßstab Bauen, haben bisher aber noch keinen einzigen (bis auf die Prototypen). Bis es also eine nennenswerte Anzahl an Reaktoren geben kann vergehen weitere 20 Jahre, eher noch länger (da natürlich jedes Land wieder sein eigenen Firmen beteildigen will, werden erstmal weltweit neue Abwandlungen des Prototypen entwickelt). Man gucke sich mal an wie lange China schon an seiner AKW-Flotte baut und wie viel sie bis heute zur Stromproduktion beitragen <10%. Bei Fusionsreaktoren dürften das ähnlich aussehen.


    Fazit: Bis Fusionsreaktoren überhaupt etwas beisteuern können, müssen wir schon bei 100% EE sein, des Klimawandels wegen. Ferner ist es nicht auszuschließen das die Kosten für Solarstrom im Jahr 2060 gegen Null gehen. Was aber mit Sicherheit nicht gegen Null geht sind die Kosten für einen Monsterreaktor.