Finanzamt will Mwst nicht erstatten

  • Kontakt war eigentlich gut. War immer freundlich, aber Taten folgten nicht. Bei Anruf in seiner Firma immer nicht erreichbar.Wenn erreichbar freundlich und die Zahlung wurde umgehend zugesagt. Fehler war, dass alles gezahlt wurde. Danach liess der Eifer nach. Er brauchte halt dringend schnell Geld. Anlage war glaube ich günstig Ertrag 1000kWh im Jahr, 24 KW, 39,14 Cent EEG, 50000, Euro netto plus 10000 Euro Dachpacht für restliche 17 Jahre. Erstrangige Dienstbarkeit wurde eingetragen. Befürchte, dass Firma vor der Pleite stehen könnte. Darum werden wir am Samstag Mahnbescheid loslassen, wenn die EEG- Vergütung nicht bis Freitag gezahlt wird.

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  • Wieso eeg Vergütung vom Verkäufer holen wollen?
    Verstehe ich nicht ... Ihr habt den Anspruch gegenüber dem Netzbetreiber.
    Demnach Rechnung an diesen schicken... Der Zählerstand ... wurde ja mitgeteilt beim Kauf?
    Wenn der Netzbetreiber einfach dem anderen Geld überweist obwohl kein Anspruch .... Kannst du doch nichts dafür.
    Dh du bekommst dein Geld und was glaubst wie schnell der Netzbetreiber sein Geld von dem anderen wieder bekommt.

    Gruß Achim

  • Problem ist er hat die Ummeldung erst 3 Monate später vorgenommen, obwohl anders versprochen. Haben EnbW Rechnung geschickt. Stellt sich auf den Standpunkt haben gezahlt, an den der gemeldet war. Vertrag untereinander nicht relevant.

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  • Mussten uns ganz schnell entscheiden sonst wäre sie weg gewesen. Zahlte sofort vom Girokonto weg. S… besorgte sich später den Kredit. Wäre es den normalen Weg gegangen…...

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  • Zitat von looser

    Problem ist er hat die Ummeldung erst 3 Monate später vorgenommen, obwohl anders versprochen. Haben EnbW Rechnung geschickt. Stellt sich auf den Standpunkt haben gezahlt, an den der gemeldet war. Vertrag untereinander nicht relevant.


    Ich glaube, da hat EnbW gute Karten.


    Am Sichersten ist es immer, wenn beide (Käufer+Verkäufer) den Zählerstand zum Übergabezeitpunkt ablesen/benennen und dem Netzbetreiber schriftlich erklären, dass die EEG-Vergütung bis dahin an den bisherigen Eigentümer (Verkäufer) und ab da an den neuen Eigentümer (Käufer) gezahlt werden soll. Dazu noch zwei schöne Unterschriften und einer Ummeldung beim VNB dürfte nichts mehr im Wege stehen.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Zitat von looser

    Anlage war glaube ich günstig Ertrag 1000kWh im Jahr, 24 KW, 39,14 Cent EEG, 50000, Euro netto plus 10000 Euro Dachpacht für restliche 17 Jahre.


    Sind zwar nur noch 16 Jahre Restlaufzeit, aber die Anlage hätte ich auch mit Kusshand genommen.......ist locker das Doppelte wert.


    Wie kommst du nur immer zu deinen Geschäften??? Erst die wunderbare "Goldvermehrung", jetzt die PV-Anlage. Wenn der Freund deiner Tochter nach der PV-Beglückung nicht zu deinem Schwiegersohn wird, dann weiß ichs auch nicht! :wink:

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Der Fall ist mir auch schon untergekommen. Die Argumentation des Finanzamtmitarbeiters war recht einfach. Die verkaufte Anlage gilt als Betriebsstätte und ist als Teilbetrieb alleine "überlebensfähig". Folge, der Vorgang ist eine Geschäftsveräußerung im Ganzen.


    Dabei war es auch egal, dass der Verkäufer sowohl Solarteur ist als auch noch mehrere Anlagen hat.


    Grüße


    Lesandro

  • Hallo


    Bei mir sah die Sache genauso aus.
    Das Fazit meines Gebrauchtanlagenkaufs war, dass dieser nie steuerbar ist - egal ob es sich um die einzige oder eine von vielen handelt - da sie ja de facto immer als eigenständiges Unternehmen vom Käufer betrieben werden kann:


    http://www.photovoltaikforum.c…pv-anlage-t97980-s20.html


    Quintessence:
    "Die Übertragung des Eigentums an der PV-Anlage stellt nach § 1 (1a) des Umsatzsteuergesetzes (UStG) eine nicht steuerbare Geschäftsveräußerung eines Teilbetriebes dar (Teilbetriebsveräußerung)."
    Es folgten Erklärungen mit den Schlagworten:
    "wirtschaftlich als selbständig einzustufen"
    "Fortführung des Teilbetriebs ohne großen finanziellen Aufwand"


    Der Todesstoss kommt in UStAE 1.5 VI S.1f:
    1Ein in der Gliederung eines Unternehmens gesondert geführter Betrieb liegt vor , wenn der veräußerte Teil des Unternehmens vom Erwerber als selbständiges wirtschaftliches Unternehmen fortgeführt werden kann (vgl. BFH-Urteil vom 19. 12. 2012, XI R 38/10, BStBl 2013 II S. 1053). 2Nicht entscheidend ist, dass bereits im Unternehmen, das eine Übertragung vornimmt, ein (organisatorisch) selbständiger Unternehmensteil bestand.


    Ich habe mir daraufhin die "zuviel" gezahlt MwSt. vom Verkäufer zurückgeholt, da dieser sie ja auch nicht abführen musste. Das waren allerdings andere Dimensionen bei 6,51kWp.


    Gruß
    Alex

  • Dann wird es bei mir spannend ! Ich habe 2014 zwei gebrauchte PV-Anlagen gekauft, eine als "Verkauf im Ganzen", eine andere per Rechnung mit MwSt. Die letztere war von einem Solarteur der sie 2012 gebaut und zwei Jahre selbst betrieben hat. Auf der Rechnung steht schlicht "PV-Anlage 58 kWp ( Adresse )" und Preis mit ausgewiesener USt. Die MwSt hatte ich im März vom FA zurückerhalten, der Verkäufer hoffentlich abgeführt, die EKSt-Erklärung mache ich noch.


    Die Rechnung der größeren Anlage "Verkauf im Ganzen" HJ 2009 wollte die UST-Stelle meines FA nicht prüfen, das würde das FA des Verkäufers machen. Im Vertrag steht sinngemäß die Klausel "Verkauf im Ganzen... wenn das FA anderer Auffassung ist wird die Rechnung storniert und neu gestellt". Diese Klausel fehlt bei der anderen Anlage. Da die USt-Stelle nichts beanstandet hat, gehe ich davon aus dass es so bleibt. Ansonsten wird das gemacht was das FA will !


    Frage an euch: Welche Stelle in welchem FA ( Käufer oder Verkäufer ) hat den "Verkauf im Ganzen" festgestellt ?


    Rückabwicklung kann ziemlich in der EkSt-Erklärung stören wenn es jahresübergreifend wird ! :roll: Habe ich 2005/2006 schon mal mitgemacht. Kauf bei einem großen Solarunternehmen, die Anlage war eine GmbH&Co KG die in der Unternehmensform geändert wurde. Ich erhielt eine Rechnung mit MwSt. Als eigenständige Unternehmensform wurde es bei einer Betriebsprüfung nachträglich als ein Verkauf im Ganzen eingestuft. Damals arbeitete ich noch so dass mir die einkommensteuerliche Verschiebung der MwSt-Verwerfungen nicht sonderlich weh tat.

    Sonnige Grüße
    Kollektor