Finanzamt will Mwst nicht erstatten

  • Ich habe dem langjährigen Freund meiner Tochter eine gebrauchte Photovoltaikanlage vermittelt. Der Verkäufer der Anlage ist gewerblicher Solateur und hat mehrere Anlagen davon jetzt eine für 50.000, Euro plus 9500,— Mwst. an meinen fast Schwiegersohn verkauft. Das Finanzamt weigert sich laut heutigem Anruf meines S..die Mwst zu erstatten. Laut Aussage Finanzamt hätte die Anlage netto verkauft werden müssen.Auf den Einwand, dass keine Veräusserung im Ganzen stattgefunden hat wurde nicht eingegangen. Liege ich nun falsch. Glaube eigentlich nicht. Wie muss der Widerspruch gegen den erwarteten Bescheid begründet werden. Oder wenn Bescheid rechtens wie bekommen wir die Mwst zurück.Könnt Ihr mir Auskunft und vielleicht die Gesetzeslage erklären Danke im voraus. gruss looser

    25 Anlagen von 4-100

  • ... ohne den Experten hier vorgreifen zu wollen...
    Bin der Meinung, dass NUR die Veräußerung im Ganzen Vorraussetzung ist, die Mwst. zurück zubekommen...


    War doch die Tage ein entsprechender Fred hier...


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 30xxx

  • Zitat von citystromer


    Bin der Meinung, dass NUR die Veräußerung im Ganzen Vorraussetzung ist, die Mwst. zurück zubekommen...


    Bin der gegenteiligen Meinung. Wenn es KEINE Veräußerung im Ganzen war UND der Solarteur nicht zur Kleinunternehmerregelung optiert hat, gibt es die MwSt zurück.


    Sollte es die letzte PV-Anlage des Solarteurs gewesen sein, hilft nur die Stornierung der Rechnung und Ausstellung einer neuen ohne MwSt.


    kpr kann es besser erklären als ich.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat von looser

    Ich habe dem langjährigen Freund meiner Tochter eine gebrauchte Photovoltaikanlage vermittelt. Der Verkäufer der Anlage ist gewerblicher Solateur und hat mehrere Anlagen davon jetzt eine für 50.000, Euro plus 9500,— Mwst. an meinen fast Schwiegersohn verkauft. Das Finanzamt weigert sich laut heutigem Anruf meines S..die Mwst zu erstatten. Laut Aussage Finanzamt hätte die Anlage netto verkauft werden müssen.Auf den Einwand, dass keine Veräusserung im Ganzen stattgefunden hat wurde nicht eingegangen. Liege ich nun falsch. Glaube eigentlich nicht. Wie muss der Widerspruch gegen den erwarteten Bescheid begründet werden. Oder wenn Bescheid rechtens wie bekommen wir die Mwst zurück.Könnt Ihr mir Auskunft und vielleicht die Gesetzeslage erklären Danke im voraus. gruss looser


    Das ist, wie der Dichter sagen würde, ein weites Feld.


    Die Rechtslage würde ich auch so beurteilen, dass es sich um einen steuerpflichtigen Vorgang handelt. Die Voraussetzungen für eine Geschäftsveräußerung im Ganzen sind m.E. nicht erfüllt, wenn jemand mehrere Anlagen hat und zusätzlich noch einen Installationsbetrieb.


    Aber mach das mal den Schlaufüchsen in der Finanzverwaltung klar! Mir erwiderte man in einem ähnlich gelagerten Fall: "Veräußerung von Photovoltaikanlagen, das ist immer eine Geschäftsveräußerung im Ganzen, da können Sie jeden von meinen 94 Kollegen hier im Finanzamt Dusseldorf fragen". Heißt auf niederdeutsch: Ham wir schon immer so gemacht.


    Deswegen dürfte es am einfachsten sein, wenn die Rechnung berichtigt wird. Einspruchsverfahren und so weiter, das zieht sich monatelang in die Länge.

    <p>Dr. Stefan Rode</p>
    <p>Rechtsanwalt und Steuerberater</p>

  • Verkäufer schuldet noch für die ersten 3 Monate nach Übergang noch Einspeisevergütung von ca. 3000,Euro,die er von ENBW bekommen, aber nicht an meinen S… weitergegeben hat. Seit drei Monaten bekommt er sie jetzt von EnbW direkt Haben deswegen zuerst Rechnung und jetzt Rechnung mit Fristsetzung geschickt, die in 2 Tagen abläuft. Sollte dies nicht erfolgen werde ich am Samstag Mahnbescheid losschicken. Unterschlagung? Wer muss Rechnung berichtigen Verkäufer oder Käufer.

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  • Eine Rechnung berichtigen kann immer nur der Aussteller der Rechnung, nicht der Empfänger

    15x IBC Solar Monosol 265EX
    Kostal Piko 4.2
    Buderus WPT 270/2 A

  • Zitat von citystromer

    ... ohne den Experten hier vorgreifen zu wollen...
    Bin der Meinung, dass NUR die Veräußerung im Ganzen Vorraussetzung ist, die Mwst. zurück zubekommen...


    War doch die Tage ein entsprechender Fred hier...


    lg
    citystromer


    Eine Geschäftsveräußerung im Ganzen ist nicht steuerbar. Siehe § 1 Abs. 1a Umsatzsteuergesetz. Da gibt´s grundsätzlich keine Vorsteuererstattung. Es sei denn man optiert zur Umsatzsteuerpflicht, dann muss der Verkäufer Ust zahlen und der Käufer kann sich die Vorsteuer erstatten lassen.


    Nach der obigen Beschreibung, ist es aber keine Geschäftsveräußerung im Ganzen und wenn der Verkäufer kein Kleinunternehmer ist, erscheint mir die Aussage des Mitarbeiters des Fa "höchst fragwürdig"



    Mündlich geht da schon mal gar nix. Das FA muss Deinem Schwager eine Bescheid mit Begründung über die geänderte Umsatzsteuervoranmeldung mit der beantragten Vorsteuererstattung schicken. Den musst Du abwarten und dann nach der Begründung Deinen Einspruch formulieren.

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  • Zitat von Kollektor

    Die Rechnung stellt IMMER der Verkäufer und nur der kann sie berichtigen.


    Nicht immer. Der VNB rechnet ja z.B. auf Wunsch auch per Gutschriftsverfahren ab, obwohl der PV´ler den Strom verkauft.

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  • Zitat von Sonnenstevie

    Deswegen dürfte es am einfachsten sein, wenn die Rechnung berichtigt wird.


    Wenn das mal so einfach wird?
    Immerhin wurde die PV-Anlage offenbar Mitte letzten Jahres gekauft...........da wird der Verkäufer die erhaltene USt. wohl schon an sein FA abgeführt haben!!!


    Außerdem könnte ja nur der Verkäufer die Rechnung berichtigen und wenn er dem Käufer seit einem Vierteljahr noch 3.000,- € EEG-Vergütung schuldet..............dann scheint der Kontakt nicht so prickelnd zu sein.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)