Ablehnung von Hochspannungstrassen

  • Rückendeckung für Seehofers Ablehnung von Hochspannungstrassen


    Der geplante Bau von Gleichstromleistungen nach Süddeutschland sei nicht alternativlos, sagt der Energieversorger N-ERGIE AG. Vielmehr hänge der Bedarf an Übertragungskapazität vom Aufbau neuer gesicherter Erzeugungsleistung, von Stromspeichern und möglichen Energieeinsparungen ab. Das Unternehmen stellt sich damit hinter die bayerische Landesregierung, die die bisherige Bauplanung ablehnt.


    Bis 2022 gehen die letzten Atomkraftwerke in Bayern und Baden-Württemberg vom Netz. In beiden Bundesländern fehlen bislang neue Kraftwerke, die die wegfallenden Kapazitäten ersetzen. Das Ausbaupotenzial von Wasserkraft und Biogasanlagen ist beschränkt, Gaskraftwerke rentieren sich derzeit nicht. Windkraft ist zumindest bei der bayerischen Landesregierung höchst unbeliebt. Und Solaranlagen liefern nur am Tage elektrische Energie und umso weniger, je stärker die Bewölkung ist.


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  • ...zu spät, Herr Seehofer, zu spät. Die Trasse ist bis Altenfeld schon so gut wie gebaut, die Drähte hängen schon dran....
    Diese Trasse wird unter allen Umständen gebaut, da kann niemand mehr was dran machen.


    Ich persönlich bin ja auch für viele dezentrale Einspeisungen, um die unschönen Überlandleitungen zu vermeiden, doch ich habe hier wenig Unterstützung. Naja, der Kram ist sowieso gegessen...


    Grüße vom
    -charlie-

  • Eine weitere Nebelkerze. Wenn Bayern eigene Kraftwerkskapazitäten aufbauen will soll Seehofer die entsprchenden Mittel in den Landeshaushalt einstellen und den Bürgern sagen welche steuern er zum bezahlen erhöhen will.
    Wenn man das mit Energiesparen lösen will soll Seehofer erklären wie er die Bürger dazu zwingen will ihren Strombezug von 10 auf 5 GW zu reduzieren.
    Wenn er das mit PV lösen will soll er erklären wie er die GW installieren will die Bayern im Dezember und Januar mit Strom versorgen. Ansonsten ist das alles wieder mal warme Luft, Sinnfrei um die Leute zu verwirren.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Oder endlich ein eigenes Marktgebiet BaWü/Bayern/AT schaffen und hoffen, dass die energieintensive Industrie nach Norden zieht! ;-) Dann vorhandene Leitungen per Marktkopplung bewirtschaften (Schweden kommt mit 6 gekoppelten Marktgebieten zurecht)

    Mit sonnigen Grüßen, solarstein

  • Wenn dann eigenes MArktgebiet für Bayern - BW sperrt sich nicht gegen die neuen Trassen, also warum BW bestrafen? Möglich wäre es je Hochspannungsnetz zu/Abgang ein kleines MArktgebiet zu schaffen, das Automatisch über die Knappheitspreise des ENtzes mit allen anderen gekoppelt ist - so wie die EU ja schon die grossen Preiszonen und Börsen automatisch gekoppelt hat. Dan kann sich Bayerrn aus der Zusammenarbeit mit anderen abmelden und sehen wie sich die Knappheitspreise in Bayern entwickeln. Ob die Leitungen bei 10€/kWh auch noch so überflüssig sind?

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Dann würde sich das mit dem Länderfinanzausgleich auch bald erledigen 8)

    Zitat

    Gegen Speicheranlagen hat sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bislang jedoch nicht ablehnend geäußert.


    :?:
    http://www.sueddeutsche.de/bay…-als-bergretter-1.1801766
    http://www.br.de/nachrichten/p…erg-osser-aigner-100.html

  • Ja klar, ein eigenes Marktgebiet Bayern wäre dann fairer. Eine Südzone ist dann aber doch realistischer, da zumindest schon mal so von der EU (Marktverzerrung durch immer mehr Redispatch) ins Spiel gebracht.


    Aber laut Grünbuch ist ja selbst eine Zweiteilung des DE/AT-Gebietes für das BMWi schon was ganz Böses. Die behaupten darin sogar ganz dreist, dass es dann ja zwangsläufig zwei EEG-Umlagen geben würde. Stimmt natürlich nur, wenn man auch zwei getrennte Umlagekonten führt.

    Mit sonnigen Grüßen, solarstein

  • Zitat von weiser_uhu

    Erpressung ! :evil:


    Nö, Preisobergrenze am Intrayday-Markt! :mrgreen:
    Aber möglicherweise der Preis, den ein saisonaler Speicher bei wenigen Betriebsstunden braucht, um finanziert zu werden. Wobei dieser Preis wohl nur auftreten würde, wenn sich Bayern auch von bestehenden Leitungen abkoppeln möchte.

    Mit sonnigen Grüßen, solarstein

  • Entscheidend für die absolute Obergrenze ist ja auch, ab welcher Höhe es für einen Gewerbebetrieb billiger ist, die Belegschaft in bezahlten Sonderurlaub zu schicken. Alternativ geht natürlich auch ein Notstromaggregat (Netzersatzanlage) als gesicherte Leistung. Was ja auch sinnvoll ist, die paar Stunden mit absoluter Höchstlast damit abzudecken (z.B. mit Pflanzenöl).


    PS: Nur würde die Presse aus diesem einkalkulierten Betriebsfall (Eigenerzeugung bzw. Lastabschaltung aus wirtschaftlichen Erwägungen) wieder einen Notfall ("kurz vor Blackout, Netz kurz vor dem Kollaps") machen.

    Mit sonnigen Grüßen, solarstein