Klimaerwärmung: Diese Brennstoffe müssen im Boden bleiben

  • Zitat von cephalotus


    PV ist dramatisch effizineter als Photosynthese, dass dabei auch noch 100% Exergie entstehen ist idR ein weitere Vorteil.
    mfG


    ...wohlgemerkt: Ich bin für PV !
    Doch ich glaube, ein grünes Blatt ist weit effizienter. Nichts Technisches ist besser, als es die Natur vormacht.
    Ein Quadratmeter Blattfläche erzeugt im Sonnenlicht stündlich 3 Gramm Traubenzucker. Dieses wird dann in Holzstoff umgewandelt (Lignin). Nebenbei entsteht noch jede Menge Sauerstoff, das kann man genau berechnen. Das Ganze ohne Lärm und Gestank. Immerhin: Die meißten Eigenschaften haben die Techniker für PV schon von der Natur abgeguckt...


    Natürlich hat ein Blatt keine Steckdose, das werdet Ihr schon bemerkt haben.
    Aber der photochemische Kollektor ist noch nicht erfunden worden, vielleicht bringt das mehr.


    Grüße
    -charlie-

  • Nun Photosynthese liegt im Wirkungsgrad unter 4% bis zum Zucker, das sinkt mit jedem weiteren Umwandlungsschritt weiter. Da damit auch der Stoffwechsel versorgt werden muss, Wasser und Nährstoffe beschafft werden müssen, fliessen wiederum nur ein kleiner Teil dieser max. 4% in den Aufbau dauerhafter Pflanzenmasse. Weswegen PV eben deutlich mehr liefern kann auf kleiner Fläche. Ein ELektromotor liefert auch mehr W je kg als ein Muskel. Weil ein E-motor halt sonst vieles nicht kann, der repariert sich nicht, käpft nicht gegen Infektionen, sucht sich seinen Strom nicht selbst, der dreht sich nur. Das dagegene hochgradig effizient und stark.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)


  • Grüne Blätter ersetzen aber keine Sauerstofffressende Kohlekraft. PV kann es aber in großem Ausmaß sehr wohl. Wenn das, was Du da schreibst Dein Ernst ist, dann denkst Du offensichtlich an der Realität vorbei.

    Gruss, Bunzlaus


    3,87 kWp; 13x Asola 175W/48-156 auf 48°DN, 9x auf 42°; Ausr.: 195°; SMA SB4000TL21;
    Seit 08.2012; EinsMan.
    Insel: 12V 820Wp; Ladereg.: 2x Solar30; 450Ah Blei; WR: 3,5kW Chinese + Victron 350VA.
    ST: 11qm VRK; 800L Puffer, 500L Ww.

  • Bunzlaus,
    dann weißt du aber auch, wie wenig im Kommunismus auf die Umwelt und das Wohl des einzelnen geachtet wurde ... und obwohl es keine materielle Lebensqualität gab.


    Auch solltest du dann wissen, wie wenig Informationen aus zweiter Hand Wert sind. TV-Berichterstattung ist unterstes Niveau und Informationen im Internet sind Einzelmeinungen. Da kann man sich kein Bild von dieser Welt machen. Da hilft wirklich nur Reisen und die Welt und ihre Menschen kennen lernen.


    Die Berichterstattung über Tschnerbyl hatte ich damals in den Schweizer Nachrichten gesehen: es gab drei Nachrichtenblöcke:
    1. Über das Unglück selbst
    2. Über die Hysterie in Deutschland
    3. In Frankreich ist die Wolke nicht angekommen
    Was meinst Du, wodurch die Hysterie in Deutschland entstanden ist.


    Tatsache ist halt, dass die Qualität der Umwelt einher geht mit dem Lebensstandard und dem damit verbundenen hohen Ressourcenverbrauch.


    Wo Armut herrscht ist die Lebensqualität in jeder Hinsicht beschissen.

  • Zitat

    Wer ist effektiver bei der Nutzung der Sonnenenergie: Pflanzen mit ihrer Photosynthese oder die Photovoltaik? Die verblüffende Antwort gibt eine jetzt in „Science“ erschienene Studie: Weil Pflanzen aus Selbstschutz ihre Energieausbeute schnell drosseln, liegt die Photovoltaik vorne.


    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-13416-2011-05-13.html


    Und da geht's noch nicht mal um Photosynthese vs. PV sondern um Photosynthese vs. PV mit nachgeschalteter Wasserelektrolyse.


  • Nur wiel es die Natur macht, auf Effizienz zu schließen ist naiv :-)


    Hartmut Michel, der hat für eine sehr relevante Fragestellung den Nobelpreis bekommen, nennt es dumm, zu sehr auf Biomasse zu setzen, da Fotosynthese extrem uneffizient ist. :-)


    ES ist seit Jahren bekannt , dass PV Biomasse um mehr als zwei Größenordnungen schlägt, wenn es um Energie pro Quadratmeter Boden geht, künstliche Fotosynthese mit anschließender Erzeugung sinnvoller Verbindungen könnte evtl. Konkurrenz sein, die natürliche ist es nicht, insbesondere wenn Landwirtschaft mit Diesel läuft.

  • wschmeiser
    Im Kommunismus wurde sehr wohl "versucht" auf das Wohl eines jeden Menschen zu achten. Deutlich mehr wie im Kapitalismus. Betreuungsprobleme, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot waren Fremdwörter. Trotzdem konnte das ganze nicht funktionieren, weil erstens die Sowjetunion ihre Sattelitenstaaten in jeglicher Hinsicht ausgebeutet hat, und zweitens, weil der Mensch ein Egoist ist und lieber sein eigenes Süppchen kocht, was wiederum für den Kapitalismus spricht. Und mit dem individuellen Egoismus sind wir glaube ich auch schon wieder beim Thema. Von nachhaltiger Vernunft ist die Menschheit leider noch weit entfernt. In der Gegend, wo es in den letzten Jahren vermehrt Unwetter mit Tennisballhagel gab wie z.B. am Albtrauf, werden die Menschen aber so langsam vernünftiger, was das politische Abbild von Reutlingen beispielsweise zeigt. Der Mensch muss es eben nur selbst zu spüren bekommen, damit sich etwas tut. Ansonsten tut sich wenig bis nichts.

    Gruss, Bunzlaus


    3,87 kWp; 13x Asola 175W/48-156 auf 48°DN, 9x auf 42°; Ausr.: 195°; SMA SB4000TL21;
    Seit 08.2012; EinsMan.
    Insel: 12V 820Wp; Ladereg.: 2x Solar30; 450Ah Blei; WR: 3,5kW Chinese + Victron 350VA.
    ST: 11qm VRK; 800L Puffer, 500L Ww.

  • GEST,
    der von dir verlinkte Artikel ist sehr interessant.


    Aber es kommt mir schon sehr merkwürdig vor, dass einfach nur von Photosynthese gesprochen wird und nicht auf einzelne Pflanzenarten eingegangen wird, wobei hier die Leistungen der einzelnen Pflanzen doch extrem unterschiedlich sind.


    Zuckerübern - Zuckerrohr - Ölpalmen erbringen doch ganz andere Energieausbeuten als sonstige Nutz- und Futterpflanzen. Zudem hängt es wohl auch extrem von der Sonneneinstrahlung und der Verfügbarkeit von Wasser ab.

  • wsschmeiser, die höchsten Wirkungsgrade bringen Mais, Chinacrohr und ähnliche C4-Pflanzen, die kommen an die 4% heran, wenn alles optimal läuft. Alle anderen auch Ölpalme udn Zuckerrohr liegen deutlich darunter. Womit wegen den vielen anderen Faktoren eben in Summe dann ein 1:100 Verhältnis für PV herauskommt. und da man PV auch auf Flächen stellen kann, auf denen man nichts anbauen kann, ist das doch prima.
    Und wenn BASF in 20 Jahren mal auf die Idee kommt aus überzähligem PV-Strom Stärke zur Schweinefütterung zu produzieren, fände ich das auch OK.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Zitat von Andi_


    Bei den Zyklen, die der Mensch die Natur zerstört, hat die Natur zum gar nicht die Zeit sich anzupassen.


    http://www.wwf.ch/de/hintergru…ntergrund_konsum/lpr2012/


    Naja, das kann man so oder so sehen. Auch die "Natur" hat schon des öfteren gnadenlos Populationen dezimiert und nicht nur Arten sondern ganze Familien von Lebewesen 'ausgerottet'. Meteorit und Dinosaurier ist da nur das populäre Beispiel. Europäische Eiszeiten (keine 10.000 Jahre her) waren regional fast noch dramatischer. Letztlich ist das eine philosophische Frage: Was soll ich jemandem Antworten, der sagt: "Natur ist mir egal!"?
    Da bleibt nur das Argument: "Auch wenn sie dir egal ist, Du brauchst die Natur! Du bist von ihr Abhängig"
    Wisssenschaftlich läuft diese Debatte unter dem Stichwort "ecosystem services".
    Natur ist nicht wichtig, weil sie jemand schön findet, so ist das leider. Biodiversität ist nicht nötig, weil dann schöne bunte Wiesen blühen (tun sie nämlich gar nicht!). Am ende geht es immer nur um menschliche Bedürfnisse. Die Befriedigung dieser bringen wir allerdings mit Veränderungen der Natur erkennbar in Gefahr. Klimawandel ist da nur eines vieler potentieller Probleme. Es ist aber sicherlich das mit der größten Reichweite.