PV für reinen Eigenverbrauch - ohne EEG und ohne Einspeisen

  • Hallo,


    zunächst einmal vielen Dank an alle, die dieses interessante Forum bereichern!

    Ich prüfe gerade, ob es sich für uns lohnt, eine PV Anlage auf unser Dach zu setzen.
    Wegen des hier im Forum diskutierten Artikels
    http://www.photovoltaikforum.c…ichersysteme-t104397.html
    glaube ich, dass sich Einspeisen und EEG nicht lohnt. Die Speicher sind mir derzeit noch zu teuer bzw. da tut sich technisch denke ich noch einiges, so dass ich aktuell ohne Speicher einsteigen möchte, werde ihn aber wohl später dazu rüsten. Ich plane also rein für den Eigenbedarf und erstmal ohne "Überlaufspeicher".


    ABER: ich habe noch nicht verstanden (sorry, bin kein Elektriker), wie die Anlage aufgebaut sein sollte, damit

      1. garentiert keine Einspeisung möglich ist (damit USt und ESt befreit)


      2. vom Energieversorger der zusätzliche benötigte Strom jederzeit bezogen werden kann, d.h. falls gerade mehr Strom benötigt wird als die PV Anlage liefern kann.


      3. die Anlage vorerst ohne Speicher aufgebaut wird, später aber ein Speicher nachgerüstet werden kann.


      4. alle Regeln für eine sichere Elektroinstallation eingehalten werden (kein Risiko von Strom, für den das Hausnetz nicht ausgelegt ist!)


    Im der oben erwähnten Forumdiskussion bleibt nach meinem Verständnis nur die Lösung

    Zitat

    "3-phasig netzparallel unsymmetrisch nichteinspeisenden Anlage"


    Und dann steht da noch:

    Zitat

    "Der Speicher läuft parallel im AC-Netz, während die PV-Anlage DC-seitig gekoppelt wird."


    Für mich als Laie stellen sich nun folgende
    Fragen:

      1. Meine vier Anforderungen scheinen mir nicht gerade exotisch und müssten doch auf die Mehrheit der JETZT gebauten Anlagen zutreffen. Aber eine technisch einfache und sichere Lösung scheint sich noch nicht heraus kristalliesiert zu haben (wie gesagt: das benötigt m.E. die Mehrheit der neuen Anlagen)


      2. Was ist mit der Beschreibung "3-phasig netzparallel unsymmetrisch nichteinspeisenden Anlage" gemeint? Wie genau ist die aufgebaut? Welche Komponenten gehören dazu? Wenn ich mir ein Angebot einholen möchte für eine Anlage, die meine oben genannten drei Punkte erfüllt, dann kann ich doch nicht sagen "Ich hätte gerne eine 3-phasig netzparallel unsymmetrisch nichteinspeisenden Anlage."


      3. Wird für diese Lösung immer ein Speicher benötigt? Ich wollte ja erstmal ohne Speicher starten.


    Wäre super, wenn Ihr mir helfen könntet!


    DANKE



    Falls benötigt hier noch ein paar Eckdaten
    - Dach mit Südausrichtung:
    - 11 Module 35 Grad Dachneigung
    - 9 Module 9 Grad Dachneigung (Gaube)
    => max. 20 Module möglich
    - Derzeit 3100 KWh Jahresbedarf, Grundlast ca. 300Wh pro Stunde
    => ich würde mit 9 oder 11 Modulen starten.

  • Zitat von egoge

    Ich plane also rein für den Eigenbedarf und erstmal ohne "Überlaufspeicher".


    Als Überlaufspeicher kannst du auch den Warmwasserspeicher verwenden.


    Warum möchtest du die Anlage nicht anmelden?? Einspeisen musst du nicht, du sicherst dir aber damit den aktuellen Vergütungssatz für 20 Jahre.
    Was ist schöner als Anlage mit Geld zurück Garantie... ?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von egoge

    Hallo,



    Ich prüfe gerade, ob es sich für uns lohnt, eine PV Anlage auf unser Dach zu setzen.
    Wegen des hier im Forum diskutierten Artikels
    http://www.photovoltaikforum.c…ichersysteme-t104397.html
    glaube ich, dass sich Einspeisen und EEG nicht lohnt.



    Das ist Paradox!!! Ein Widerspruch in sich. Wie soll sich eine Anlage bei Deinen Begebenheiten ohne Anmeldung lohnen?
    Anmelden und gut ist es,denn ein Süddach hast Du ja und jetzt noch ein guter Anlagenpreis €/kwp und es lohnt sich 8)



    Gruss ZST

  • Für den TE wäre es bestimmt interessant gewesen zu erfahren, warum die Anlage sich nicht rechnen soll.


    Es ist doch so, das man fürs einspeisen weniger bekommt als für den Bezug bezahlen muß. Du tust doch auch nicht die Äpfel von deinem Baum an den Konsum (Einzelhandelsladen) verkaufen, um sie anschließend teurer zurückzukaufen.

  • Zitat von Marco-42

    Für den TE wäre es bestimmt interessant gewesen zu erfahren, warum die Anlage sich nicht rechnen soll.


    Es ist doch so, das man fürs einspeisen weniger bekommt als für den Bezug bezahlen muß. Du tust doch auch nicht die Äpfel von deinem Baum an den Konsum (Einzelhandelsladen) verkaufen, um sie anschließend teurer zurückzukaufen.


    Weil man entweder nur eine sehr sehr kleine Anlage bauen kann, die relativ teuer pro kWp ist oder man einiges des selbst erzeugten Stroms abregeln muß, wenn man ihn weder einspeisen noch speichern will.
    Aber dazu gibt es hier einen eigenen Bereich, in dem das schon lang und breit diskutiert wurde http://www.photovoltaikforum.com/pv-anlage-ohne-eeg-f156/


    OT:rechne mal deine Lohnkosten (und sei es nur Mindestlohn) in die Äpfel rein - Lebensmittel sind bei uns so billig, da lohnt selbermachen finanziell nur extrem selten, dafür ha man andere Gründe

  • Zitat von Marco-42


    ...
    Es ist doch so, das man fürs einspeisen weniger bekommt als für den Bezug bezahlen muß. Du tust doch auch nicht die Äpfel von deinem Baum an den Konsum (Einzelhandelsladen) verkaufen, um sie anschließend teurer zurückzukaufen.


    Jetzt stelle dir vor, die Äpfel am Baum bleiben nur essbar, wenn du sie entweder gleich sofort isst oder gleich sofort verkaufst. Es gibt für den Baumbesitzer keine Möglichkeit die Äpfel zu lagern. Macht es jetzt Sinn die Äpfel, die man nicht gleich sofort essen kann zu verkaufen und später, wenn der Baum keine Früchte trägt zurück zu kaufen?

  • Zitat von Zentralschmiertechnik


    Wie soll sich eine Anlage bei Deinen Begebenheiten ohne Anmeldung lohnen?
    Anmelden und gut ist es,denn ein Süddach hast Du ja und jetzt noch ein guter Anlagenpreis €/kwp und es lohnt sich 8)


    Naja, laut Fenecon Artikel
    http://www.photovoltaik.eu/Fis…FCE3A4B1481F191DAF02F2CB7
    werden bei Einspeisung ins öffentl. Netz für jede KWh eigengenutzten Strom folgendes fällig:
    - Umsatzsteuer ca. 5 ct
    - geldwerter Vorteil ca. 8-10 ct
    --> Summe ca. 13 - 15 ct
    Das ist mehr als ich an Vergütung bekommen würde, daher macht die Einspeisung m.E. keinen Sinn. Oder ist die Rechnung falsch?

  • Zitat von northcup


    zu Deinen Fragen gibt es eine hervorragende Abhandlung von SMA


    Danke, die schaue ich mir mal an, ob ich danach verstehe, was eine "3-phasig netzparallel unsymmetrisch nichteinspeisenden Anlage" ist und ob es das ist was ich brauche...

  • Mehrwertsteuer kommt hin, kann man aber nach 5 Jahren auf 0 senken und hat trotzdem die Mehrwertsteur aus der Anlage erstattet bekommen. Denke um 8-10ct Steuern zu zaheln, muß man schon seeehr gut verdienen.
    Aber was hat das eine mit dem anderen zu tun? Einspeisen tust du ja nur den Strom, den du nicht selbst verbrauchen kannst, also sonst "wegwerfen" würdest.